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Politiker und Youtuber"So würde man mit Fernsehmoderatoren nie umgehen"

Screenshot des Youtube-Auftritts von Franziska Schreiber bei funk (09.07.2019) (YouTube-Screenshot)
Der Youtube-Auftritt von Franziska Schreiber bei funk (YouTube-Screenshot)

Die Youtuberin, Autorin und AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber hat den großen Parteien in Deutschland vorgeworfen, die Macht von jungen Youtubern immer noch zu unterschätzen.

Die Politiker glaubten weiterhin, es handle sich da um "eine Gruppe von Kids, die irgendwie privat und hobbymäßig irgendwas machen", sagte Schreiber im Deutschlandfunk. Diese Zeiten seien aber lange vorbei. Ihre Lieblings-Youtuber hätten eine Reichweite von mehreren Millionen Menschen: "Das heißt, mehrere Millionen Menschen haben sich ganz bewusst entschieden, dass sie die Videos dieser Leute immer und immer wieder sehen wollen."

Schreiber verwies auf den Umgang mit dem Youtuber Rezo, der in einem Video die CDU deutlich kritisiert hatte. Über einen Moderator einer Fersehsendung von solcher Reichweite würden Politiker nie so sprechen, betonte die Autorin.

Netzarbeit als Notwendigkeit

Schreiber bestätigte den Eindruck, dass rechte und rechtsextreme Parteien bei der Medienarbeit im Netz oft erfolgreicher scheinen. Dies sei wohl einer Art Notwendigkeit geschuldet. Sie bekämen in den klassischen Medien zumindest aus ihrer Sicht keine ausreichende Bühne. "Vielleicht sind die anderen Parteien da zu verwöhnt, weil sie ständig in Talkshows vorkommen", so Schreiber.

Außerdem ließen diese Parteien und Gruppen ihr Medien-Programm für junge Menschen auch von jungen Menschen erstellen. Diese Verantwortungsverschiebung gebe es bei den älteren Parteien so nicht.