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Polizei-EinsatzSchadenersatz für fast 100 Eintracht-Fans

Ein Fan wird von Polizisten vor einer Fußballkneipe festgesetzt. Er sitzt auf dem Boden, die Beamten stehen um ihn herum. Der Einsatz fand aus Sorge vor Ausschreitungen vor dem Regionalderby zwischen dem SV Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt im April 2016 statt. (dpa / Boris Roessler)
Einsatz der Darmstädter Polizei vor dem Hessenderby zwischen dem SV Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt im April 2016 (dpa / Boris Roessler)

Das Polizeipräsidium Südhessen hat 96 Fußball-Fans von Eintracht Frankfurt insgesamt fast 25.000 Euro Schadenersatz bezahlen müssen.

Sie waren einem richterlichen Beschluss zufolge während des Bundesliga-Hessenderbys zwischen dem SV Darmstadt 98 und der Eintracht Ende April 2016 rechtswidrig in Gewahrsam genommen worden. Dafür habe jeder nun 250 Euro erhalten, teilte ein Polizeisprecher mit.

Die Polizei hatte vor dem Spiel in Darmstadt mehrere Frankfurter Fan-Gruppen in Gewahrsam genommen und mit einem Bus ins Polizeipräsidium nach Frankfurt gebracht. Presseberichten zufolge waren die meisten Fans zwischen 16 und 23 Uhr in Gewahrsam. Dabei sei kein Richter eingeschaltet worden.

Ins Stadion selbst durften die Anhänger von Eintracht Frankfurt erst gar nicht, weil der Deutsche Fußball-Bund nach den Ausschreitungen beim Hinspiel einen Ausschluss der Gästefans verfügt hatte. Die Stadt Darmstadt hatte aus Angst vor Krawallen zunächst noch ein umstrittenes Innenstadt-Verbot für Eintracht-Fans verhängt. Dies wurde jedoch noch einige Stunden vor dem Spiel gekippt.

Insgesamt waren mehr als 500 Menschen vorläufig festgenommen worden. Es war der größte Polizei-Einsatz, den es je bei einem Spiel der "Lilien" gegeben hatte. Rund 1.700 Einsatzkräfte waren damals im Einsatz.