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PolizeigewaltUS-Stadt zahlt Millionen im Fall Breonna Taylor und verspricht Polizeireformen

Jemand hält ein Plakat und Luftballons in die Luft, um an Breonna Taylor zu erinnern. (Getty Images/ Brett Carlsen)
Erinnerungen an Breonna Taylor. (Getty Images/ Brett Carlsen)

Nach der Tötung einer schwarzen US-Amerikanerin bei einem Polizeieinsatz in Louisville hat die Stadt eine hohe Abfindung sowie Polizeireformen angekündigt.

Die Familie von Breonna Taylor werde 12 Millionen US-Dollar erhalten, erklärte der Bürgermeister der Stadt im Bundesstaat Kentucky, Fischer. Bei der Polizei solle künftig jeder Gewalteinsatz verfolgt und gegebenenfalls durch eine neu geschaffene Kontrollbehörde untersucht werden. Künftig sollen Sozialarbeiter bei bestimmten Einsätzen hinzugezogen werden. Zudem kündigte Fischer mehr Transparenz bei Polizeieinsätzen an.

Im März hatten Polizisten offenbar ohne Vorwarnung die Wohnungstür von Breonna Taylor aufgebrochen. Es kam zu einem Schusswechsel zwischen den Beamten und Taylors Partner, der von einem Einbruch ausging. Die 26-Jährige wurde laut Medienberichten von acht Kugeln getroffen.

Mit dem Angebot der Stadt Louisville ist eine Zivilklage beigelegt worden. Mögliche strafrechtliche Konsequenzen für die Polizisten stehen noch aus. Der Fall war erst landesweit bekannt geworden, nachdem es nach der Tötung George Floyds im Mai zu Massenprotesten gegen rassistische Polizeigewalt gekommen war.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.