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Praemium ImperialeArvo Pärt bekommt "Nobelpreis" der Künste

Der estnische Komponist Arvo Pärt im Jahr 2008, im Hintegrund die Musiker eines Sinfonie-Orchesters. (picture-alliance / dpa / Scanpix, Pedersen)
Der estnische Komponist Arvo Pärt im Jahr 2008 (picture-alliance / dpa / Scanpix, Pedersen)

Er gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Kunstbranche: Der "Praemium Imperiale" geht dieses Jahr unter anderem an den estnischen Komponisten Arvo Pärt. Dessen Werk zeichne sich durch eine "mächtige, spirituelle Aura" aus, urteilte die Jury.

Weitere Preisträger sind der südafrikanische Dramatiker Athol Fugard, der französische Maler Martial Raysse, der italienische Bildhauer Giuseppe Penone und der amerikanische Architekt Steven Holl.

Die Auszeichnungen gab in Berlin der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, bekannt. Er ist der deutsche Repräsentant der Japan Art Association, die den Preis vergibt. Zeitgleich wurden die Namen auch in Paris, Rom, London, New York und Tokio verkündet. Die Preisvergabe ist am 15. Oktober in Tokio. 

Lehmann, hob besonders die Verdienste der Preisträger um den kulturellen Dialog hervor. "Die ausgewählten Künstler bestechen in ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen durch beeindruckende Eigenwilligkeit. Ihre Werke entfalten eine enorme kulturelle Kraft", sagte Lehmann.

Einer der meist aufgeführten Komponisten zeitgenössischer Musik

Mit Arvo Pärt (78) wird einer der meist aufgeführten Komponisten zeitgenössischer Musik geehrt. Sein Werk zeichne sich durch eine mächtige spirituelle Aura aus, befand die Jury. Weltweit bewunderten Musiker verschiedenster Genres seine "einzigartigen Klangwelten". Bei dem südafrikanischen Schriftsteller und Regisseur Athol Fugard (82) hoben die Preisrichter besonders sein Engagement gegen Vorurteile, Armut und Ungerechtigkeit vor.

Die Auszeichnung gilt als weltweit wichtigster Kunstpreis, vergleichbar dem Nobelpreis. Sie steht unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses und wird mit jeweils 110.000 Euro in fünf Kategorien vergeben.

Im vergangenen Jahr waren unter anderem der amerikanische Filmregisseur Francis Ford Coppola, der britische Architekt David Chipperfield und der spanische Sänger Plácido Domingo ausgezeichnet worden.

(fwa/pg/sch)

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