Mittwoch, 28. September 2022

Kolumbien
Präsident Petro will Frieden mit bewaffneten Gruppen

Kolumbiens neue linksgerichtete Regierung strebt nach Angaben von Präsident Petro einen Waffenstillstand mit sämtlichen bewaffneten Gruppen des Landes an.

23.09.2022

    Petro mit Brille, schwarzem Anzug und roter Krawatte lächelt milde. Hinter ihm unscharf eine dunkelhäutige Frau.
    Kolumbiens Präsident Gustavo Petro (Cristian Bayona / LongVisual via Z / dpa)
    Petro sagte am Rande der UNO-Vollversammlung in New York, er schlage allen, die zu Verhandlungen mit seiner Regierung bereit seien, vor, Feindseligkeiten, Verbrechen und Morde zu stoppen. Friedensgespräche mit der marxistischen ELN-Guerilla sind bereits angesetzt. Sie sollen in wenigen Tagen beginnen, nachdem die konservative Vorgängerregierung sie 2019 wegen eines Bombenanschlags der ELN gestoppt hatte. Nach dem Wahlsieg des Sozialisten Petro erklärte die Guerilla ihre Bereitschaft, die Gespräche wieder aufzunehmen.
    Ein Frieden mit der größten Rebellenorganisation Kolumbiens, FARC, wurde bereits 2016 geschlossen. Ein Teil der Kämpfer setzt den bewaffneten Kampf jedoch fort.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.