Montag, 26. September 2022

Proteste im Iran
Präsident Raisi warnt vor "Akten des Chaos"

Nach dem Tod einer jungen Frau im Iran hat sich erneut Präsident Raisi in die Debatte eingeschaltet.

23.09.2022

    Im Iran blockieren Menschen eine Straße aus Protest gegen den Tod der 22-jährigen Mahsa Amini im Polizeigewahrsam.
    Seit Tagen protestieren im Iran Tausende Menschen gegen den Tod der 22-jährigen Mahsa Amini im Polizeigewahrsam. (AP)
    Raisi sagte am Rande der UNO-Vollversammlung in New York wörtlich: "Akte des Chaos" seien inakzeptabel. Er habe Ermittlungen zu dem Tod von Mahsa Amini angeordnet, die vor einer Woche in einem Gefängnis der iranischen Sittenpolizei gestorben war. Im Übrigen herrsche im Iran Meinungsfreiheit, so Raisi weiter.
    Bei den bisher schwersten Unruhen im Iran seit 2019 sind nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA bisher mindestens 17 Menschen ums Leben. Demnach waren unter den Toten auch Sicherheitskräfte. Die iranische Menschenrechtsorganisation IHRO meldet 31 getötete Demonstranten.
    Die iranischen Behörden ordneten im Falle weiterer Proteste ein hartes Durchgreifen an. Für heute sind Medienberichten zufolge zudem Demonstrationen von Regierungsanhängern geplant.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.