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PräsidentschaftswahlNoch keine Entscheidung in Peru - Fujimori soll in U-Haft

Keiko Fujimori und Pedro Castillo  (AP)
Keiko Fujimori und Pedro Castillo: Wer gewinnt die Präsidentenwahl in Peru? (Archivbild). (AP)

Vier Tage nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru ist die Auszählung der Stimmen abgeschlossen worden.

Wer die Entscheidung in dem südamerikanischen Land gewonnen hat, steht allerdings immer noch nicht fest. Dem bisherigen Ergebnis zufolge hat der linke Kandidat Castillo etwas mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen. Der Unterschied zwischen ihm und seiner Herausforderin Fujimori betrug rund 70.000 Stimmen. Die Partei der rechtspopulistischen Politikerin hatte zuletzt beantragt, rund 200.000 Stimmen für ungültig zu erklären. In den Wahllokalen sei es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Wahlbeobachter erklärten dagegen, die Stichwahl am Sonntag sei größtenteils ordnungsgemäß abgelaufen.

Unterdessen beantragte die Staatsanwaltschaft in Peru erneut Untersuchungshaft gegen Fujimori, weil sie gegen ihre Auflagen verstoßen habe. Wegen Korruptionsvorwürfen war Fujimori in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in Untersuchungshaft.

Diese Nachricht wurde am 11.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.