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Presseschau zur Kommunalwahl in NRW"Die SPD wird 20-Prozent-Partei in ihrem Stammland"

Aachen: Ein Wähler gibt seinen Stimmzettel ab. (dpa-Bildfunk / Federico Gambarini)
Die Kommunalwahlen in NRW sind auch Thema in den Zeitungen. (dpa-Bildfunk / Federico Gambarini)

Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen werden auch in den Zeitungen kommentiert. So spricht der Kölner Stadt-Anzeiger von "grüner Welle", die Hessische Niedersächsische Allgemeine von "Rückenwind für schwarz-grüne Ambitionen auch im Bund." Kritik muss sich die SPD gefallen lassen.

Einen Sieg von CDU und Grünen sieht auch die VOLKSSTIMME aus Magdeburg – und zwar nicht nur auf kommunaler Ebene:

"Kommunalwahlen spiegeln in gewissem Maße den Bundestrend. Und besonders schmerzhaft ist es für die SPD, dass dieser Trend sich auch in ihrer einstigen Hochburg so deutlich negativ abzeichnet. Die SPD wird 20-Prozent-Partei in ihrem Stammland. Woher sollen die Wähler im kommenden Jahr kommen, die Olaf Scholz zum Kanzler mit rot-rot-grüner Mehrheit machen sollen?"

Die FRANKENPOST aus Hof ergänzt:

"Ein Effekt durch den früh gekürten Kanzlerkandidaten Olaf Scholz zeichnet sich nicht ab. Von Rückenwind für seine Genossinnen und Genossen ist rein gar nichts zu spüren. Wenn das schon ein Vorgeschmack aufs Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl sein soll - na dann gute Nacht!"

"Freuen darf sich Ministerpräsident Laschet", meint die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG:

"Im Mai noch als Corona-Leichtfuß kritisiert, kann Laschet den Wahlausgang jetzt als Nachweis seiner (zurückgewonnenen) Führungsqualitäten interpretieren. Er geht durchaus gestärkt ins Rennen um CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur."

Die HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE aus Kassel notiert:

"Auch wenn die CDU gegenüber der Kommunalwahl von 2014 insgesamt leicht verlor, so hat sie die Wahl doch klar gewonnen. Dass zugleich die Grünen starke Zuwächse erzielten, ist ein frischer Rückenwind für schwarz-grüne Ambitionen auch im Bund. Genau dafür steht der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und mögliche Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet."

Von einer "grünen Welle" spricht der KÖLNER STADT-ANZEIGER:

"Mancherorts haben es die Grünen sogar auf den Spitzenplatz geschafft. Die Themen Klimaschutz, Verkehrswende sowie ökologisches Bauen und Wohnen stehen für viele Bürgerinnen und Bürger auch in der Corona-Pandemie an erster Stelle. Außerdem sollte hervorgehoben werden, dass die Wahl unter Corona-Bedingungen nicht zu einem geringeren Interesse geführt hat. Vor vielen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen, die Beteiligung liegt sogar über der vor fünf Jahren. Das ist gut so – für das Funktionieren unserer Demokratie."

Diese Nachricht wurde am 13.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.