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StartseiteMusik-Panorama"Schubert fiel nicht vom Himmel"13.07.2020

Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal"Schubert fiel nicht vom Himmel"

Wiener Klassiker wiederentdeckt: Das Trio 1790 stellt drei brillante Klaviertrios von Leopold Kozeluch aus den 1780er-Jahren vor.

Am Mikrofon: Bernd Heyder

Eine Frau mit Geige (links) und eine Frau mit Cello (rechts) sitzen um ein altmodisches Klavier herum, an dem ein grauhaariger Mann sitzt. Alle lachen in die Kamera. (Arnd Richter)
Das Trio 1790 mit Annette Wehnert, Harald Hoeren und Imola Gombos (v.l.n.r.) (Arnd Richter)
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"Wir können nicht alles kennen, was um 1800 in Wien entstanden ist. Aber deutlich wird, dass Franz Schubert nicht vom Himmel gefallen ist", sagt der Hammerflügelspieler Harald Hoeren. Dabei hat er Leopold Kozeluch vor Augen, einen der damals erfolgreichsten Komponisten der Donaumetropole. Dessen Musik erkundet er im Trio 1790 mit der Geigerin Annette Wehnert und der Cellistin Imola Gombos. Jetzt legen sie eine weitere Folge der Klaviertrios auf CD vor, aufgenommen im Deutschlandfunk Kammermusiksaal. Kozeluch war Tastenvirtuose, und so beeindrucken diese Werke in der Brillanz der Klavierpartie und ihrem motivisch dichten Wechselspiel mit den Streichern. In lyrischen Momenten scheint Kozeluch schon auf die Romantik vorauszublicken – und das einige Jahre, bevor sich Beethoven in Wien niederließ.

Leopold Kozeluch: 3 Klaviertrios A-Dur, c-Moll und F-Dur (P IX: 8, 11 und 12)

Trio 1790
Harald Hoeren, Hammerflügel
Annette Wehnert, Violine
Imola Gombos, Violoncello

Aufnahmen vom Oktober 2015 und November 2016 aus dem Dlf Kammermusiksaal
Label: CPO Klassik

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