Programm: Vor- und RückschauSonntag, 19.01.2014

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  • 00:05 Uhr

    Geräusche aus dem Zettelkasten
    Arno Schmidt in einer Langen Nacht
    Moderation: Jörg Drews
    Regie: Monika Künzel
    Wiederholung vom 27.11.1998

    Arno Schmidt hat häufig im Radio gelesen und somit die akustische Darstellung seiner Texte gebilligt. Der Hörer macht die Erfahrung, dass Schmidts Texte alles andere als spröde oder schwer verständlich sind, egal, wie abweisend das Druckbild mit den vielen Satzzeichen auch wirken mag. Er hört die Musikalität seiner Sprache, hört, wie lebendig und nah am gesprochenen Wort sie klingt. Es soll Schmidt-Leser geben, die - nachdem sie eine Schmidt-Lesung gehört haben - ihre Schmidt-Lektüre daheim laut fortsetzen.
    Mit dem Schauspieler Ulrich Wildgruber realisierte der Komponist und Regisseur Klaus Buhlert ein ehrgeiziges und anspruchsvolles Unterfangen: Arno Schmidts Trilogie "Nobodaddy’s Kinder" als Radiofassung. Ermöglicht eine akustische Umsetzung einen zusätzlichen Werkzugang? Eine der Fragen, die der Literaturwissenschaftler Jörg Drews mit Klaus Buhlert, Ulrich Wildgruber und Bernd Rauschenbach von der Arno Schmidt Stiftung anhand zahlreicher Klangbeispiele und Lesungen in dieser Archivsendung diskutierte. Wir erinnern zum 100. Geburtstag von Arno Schmidt an diesen legendären Arno-Schmidt-Abend im Literaturhaus München im Herbst 1998.

  • 02:05 Uhr
    02:05 Uhr  Sinfonische Musik

    Johannes Brahms
    Sinfonie Nr. 1 c-Moll, op. 68
    Münchner Philharmoniker
    Leitung: Christian Thielemann

    03:05 Uhr  Vokalmusik

    Georg Friedrich Händel
    'Or la tromba'. Arie des Rinaldo, 3. Akt aus der Opera seria 'Rinaldo', HWV 7
    Marilyn Horne, Mezzosopran
    I Solisti Veneti
    Leitung: Claudio Scimone

    Gaetano Donizetti
    Szene Gennaro/Orsini, 2. Akt aus der Oper 'Lucrezia Borgia'
    Giacomo Aragall - Gennaro
    Marilyn Horne - Maffio Orsini
    London Opera Chorus
    National Philharmonic Orchestra
    Leitung: Richard Bonynge

    Antonin Dvorak
    Zigeunerlieder für Singstimme und Klavier, op. 55
    Marilyn Horne, Mezzosopran
    Martin Katz, Klavier

    Gustav Mahler
    4. Satz: Urlicht aus der Sinfonie Nr 2 c-Moll
    Marilyn Horne, Alt
    Boston Symphony Orchestra
    Leitung: Seiji Ozawa

    Giacomo Meyerbeer
    Szene Fides/Hauptmann/Hans, 5. Akt aus der Oper 'Le Prophète'
    Marilyn Horne - Fides
    James McCracken - Jean De Leyden
    Leslie Fyson - Offizier
    Royal Philharmonic Orchestra
    Leitung: Henry Lewis

    04:05 Uhr  Neue Musik

    Georg Katzer
    Die D-Dur-Musikmaschine
    Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig
    Leitung: Max Pommer

    Dan Dediu
    'Études-Motto'. Studies on mottoes by Mozart, op. 23
    Rundfunk Kammerorchester Bukarest
    Leitung: Ludovic Baci

    Wolfgang Rihm
    Dis-Kontur
    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
    Leitung: Leif Segerstam

    05:05 Uhr  Kammermusik

    Cécile Chaminade
    Trio für Violine, Violoncello und Klavier Nr. 2 a-Moll, op. 34
    Atos Trio

    Maurice Ravel
    'Le tombeau de Couperin' bearbeitet für Saxophonquartett
    Signum Saxophonquartett

    Michael Haydn
    Duo für Violine und Viola Nr. 1 C-Dur
    Rachel Podger, Violine
    Jane Rogers, Viola

  • 06:05 Uhr

    Matthias Gierth, Deutschlandfunk:
    Gescheitert und bankrott: Der Zerfall des Weltbild-Verlags

  • 06:10 Uhr

    Jose Antonio Carlos Seixas
    'Dixit Dominus' für Soli, Chor und Orchester
    Ana Ferraz, Sopran
    Manuel Braz da Costa, Countertenor
    Luis Madureira, Tenor
    Kammerchor Lissabon
    Norwegian Baroque Orchestra
    Leitung: Ketil Haugsand

    Henry Purcell
    'Te Deum laudamus', Z 232. Verse anthem für Soli, Chor und Orchester D-Dur
    Nicholas Witcomb, Daniel Lochmann,Thimothy Bowes, Philip Hallchurch, Knabensopran
    James Bowman, Countertenor
    Rogers Covey-Crump, Tenor
    Michael George, Bass
    Choir of New College
    The King's Consort
    Leitung: Robert King

    Marco Enrico Bossi
    'Entrée Pontificale', op. 104 Nr. 1
    Eugenio Maria Fagiani, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    "Mein Gott, wie lang, ach lange", BWV 155
    Ingeborg Reichelt, Sopran
    Norma Lerer, Alt
    Friedreich Melzer, Tenor
    Hanns-Friedrich Kunz, Bass
    Gächinger Kantorei Stuttgart
    Bach-Collegium Stuttgart
    Leitung: Helmuth Rilling

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
    Geschichtsaufarbeitung auf Italienisch - Der Journalist und Autor Franco Giustolisi kritisiert die zögerliche Erforschung der faschistischen Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs

    Erinnern im Geist der Versöhnung - Ungarn gedenkt der vertriebenen Deutschen
    Ein Interview mit dem ungarischen Historiker Krisztian Ungvary

    Wieviel Wettbewerb darf's sein? Über Neoliberalismus und Marktwirtschaft ein Interview mit dem Juristen Rolf Stürner

    07:50 Uhr  Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Lex Pofalla? Zum Politikerwechsel in die Wirtschaft Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Jobst Fiedler

    Denk ich an Deutschland: der Schriftsteller Matthias Politycki

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    „Von allen Seiten umgibst du mich“ - Von Geborgenheit und Bevormundung
    Von Stephan Krebs
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 125 Jahren: Die Schweizer Malerin, Bildhauerin und Tänzerin Sophie Taeuber-Arp geboren

  • 09:10 Uhr

    Vokalmusik
    Am Mikrofon: Klaus Gehrke

  • 09:30 Uhr

    Beginn einer Aufarbeitung
    Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (3/3)
    Die Museumspädagogin Cilly Kugelmann im Gespräch mit Jochanan Shelliem

    Als der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer 1963 mit dem Auschwitz-Prozess den größten Strafprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte initiierte, war die Adenauer-Republik für die Aufarbeitung des Holocaust noch nicht bereit. Erst die Klage des SS-Polizeiführers Fischer-Schweder auf Wiederherstellung seines Beamtenstatus machte die Exekutionen seines Kommandos bekannt. So kam es zum Ulmer Einsatzgruppenprozess von 1958 . Anschließend wurde eine zentrale Stelle der Justizverwaltung zur Ermittlung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg eingerichtet. Am 8. Mai 1960 war die Verfolgung aller Totschlagsdelikte verjährt, danach musste in jedem Einzelfall Mord nachgewiesen werden. In diesem Kontext begann das Frankfurter Verfahren als Lernprozess. „Gerichtstag halten über uns selbst“, das war Fritz Bauers Anliegen, der den „großen Auschwitz-Prozess“ von 1963 bis 1965 nach Frankfurt am Main holte. In unserer Gesprächsserie sollen die gesellschaftspolitische Rezeption und die rechtshistorischen Folgen der sogenannten „Strafsache gegen Mulka u.a.“ ausgeleuchtet werden. Ebenso steht die Frage nach der Bedeutung des Auschwitz-Prozesses für die Demokratisierung der Bundesrepublik im Mittelpunkt.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Pfarrkirche St. Wendelin in Wendel
    Predigt: Pfarrer Klaus Leist
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Sylvia Löhrmann, Die Grünen, Kultusministerin NRW

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt
    Wie einst Elly mit ihrer„Klemm“-Maschine
    Besuch auf den Bijagos-Inseln vor West-Afrika

    Gemächliche Entdeckungstour
    Dichter und Denker in Wernigerode

    Auf Kopfsteinpflaster in die Zukunft
    Die kubanische Stadt Trinidad erwacht aus dem Dornröschenschlaf

    Höchstes Dorf Europas
    Mitten im Kaukasus - Ushguli (Georgien)

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Übersetzerin Patricia Klobusiczky im Gespräch mit Joachim Scholl

    Sie gehört zu den profilitiertesten Übersetzerinnen aus dem Französischen und Englischen: die Berlinerin Patricia Klobusiczky. Als Kind ungarisch-französischer Eltern war ihr die Mehrsprachigkeit in die Wiege gelegt, doch neben ihrer Übersetzertätigkeit arbeitet Patricia Klobusiczky auch als Herausgeberin, Lektorin, Kritikerin und Dozentin. Am kommenden Sonntag ist sie zu Gast in den „Zwischentönen“.

  • 15:05 Uhr

    Fado, meu Fado -
    die besondere Karriere der portugiesischen Sängerin Mariza
    Von Luigi Lauer

    Marizas Liebe zum Fado kam spät, aber gewaltig. Sie war bereits Ende 20, als sie die melancholischen, sehnsuchtsvollen Lieder, die sie schon als kleines Kind gesungen hatte, wiederentdeckte. Dann ging alles sehr schnell: Zwei Kurzauftritte bei großen Konzerten machten sie fast über Nacht bekannt, sofort bekam sie einen Plattenvertrag, und gleich das erste Album erhielt in Portugal sechsfach Platin. Inzwischen hat die hochgewachsene Sängerin mit der originellen Frisur sechs Alben veröffentlicht und war Gast in den größten Konzerthallen weltweit, in der Oper in Sydney, in der Londoner Royal Albert Hall, in der Carnegie Hall in New York oder der Philharmonie in Berlin. Darauf ist die 40-Jährige mit den mosambikanisch-portugiesischen Wurzeln stolz. Doch noch heute schlägt ihr Herz für Alfama und Mouraria, jenen ärmeren Vierteln Lissabons, in denen sie aufwuchs. Genau dort, wo der Fado im 18. Jahrhundert in den Kneipen entstand.

  • 16:10 Uhr

    Aus dem literarischen Leben
    Das Buch der Woche
    Douglas Coupland: Spieler Eins
    aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann
    (Klett-Cotta Verlag)

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Das Hypothesengenie
    Das Gehirn als Vorhersagemaschine
    Von Martin Hubert

    In den letzten zwei Jahrzehnten haben Hirnforscher Unmengen an Daten angehäuft. So viele, dass ihnen dabei fast schon der Überblick abhanden kommt, und so suchen sie nach einer universellen Theorie, die das Dickicht lichtet und die Daten auf ein gemeinsames Prinzip zurückführt. Welcher innere Mechanismus macht das Gehirn  zu einem intelligenten Organ? Seit kurzem scheint ein heißer Kandidat dafür  gefunden zu sein. Das Gehirn ist eine Vorhersagemaschine, sagen die Anhänger des neuen Paradigmas. Es entwirft ständig Hypothesen über die Welt und überprüft sie. Lässt sich das komplexe Gehirn tatsächlich auf einen einfachen Nenner bringen?

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Freiheit und Verantwortung - Eine Dokumentation der Rede des Bundespräsidenten zum 60. Jubiläum des Walter Eucken Instituts in Freiburg

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Endlich eröffnet! Karin Beier startet mit ihrem Antiken-Marathon "Die Rasenden - Iphigenie in Aulis - Die Troerinnen - Die Orestie" am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg

    Frageverbote heute - Axel Kober und Sabine Hartmannshenn deuten "Lohengrin" von Richard Wagner an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf

    Glück auf der Müllkipppe? Alain Platels umjubeltes Projekt "Tauberbach" mit Musik von Gehörlosen an den Münchner Kammerspielen

    "Europa - Ein Zukunftsort" - Künstler und Wissenschaftler diskutieren an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

    "Ware & Wissen" - Eine Ausstellung des Weltkulturen Museums in Frankfurt am Main

    Am Mikrofon: Beatrix Novy

  • 18:40 Uhr

    Durchbruch oder Atempause: Die Erwartungen an das Atomabkommen mit dem Iran

  • 19:10 Uhr

    Biathlon-Weltcup in Antholz

    Alpiner Ski-Weltcup in Wengen und Cortina d'Ampezzo.

    Skispringen: Weltcup in Zakopane.

    Ski Nordisch: Weltcup Kombination in Seefeld.

    Shortrack-EM in Dresden.

    Bob- und Skeleton-Weltcup in Igls: Weltcup Frauen Bob und Weltcup 4er-Bob Männer.

    Rodel-Weltcup in Altenberg.

    Bilanz Eiskunstlauf Europameisterschaften in Budapest.

    Größer, teurer, skrupelloser - die Serie zum Olympischen Gigantismus Teil 5:
    Vom Kurort zur Touristenhochburg - wie Sotschi sein Gesicht verliert

    Interview mit der neuen Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, der ehemaligen Parathletin Verena Bentele (SPD).

    Australian Open 2014 in Melbourne.

    Weltcup Reiten in Leipzig - Wertungsprüfung der Vierspänner und Großer Preis v. Leipzig, Springprüfung mit Stechen

    60. Geburtstag von Joe Deckarm.

    Gesamtzusammenfassung der Rallye Dakar

    Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Fußball und Polizei: Interview mit dem neuen Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD).

    Fußball-Fankongress „Zusammen gegen rechte Fangruppen“ in Berlin.

    Mitgliederversammlung des Hamburger SV.

    Interview mit dem Anwalt und Vorsitzenden des Mitgliederrats des 1. FC Köln, Stefan Müller-Römer.

    Motor-Breitensport droht das Aus: Nürburgring-Käufer droht Rückforderung der Europäischen Union.

    Am Mikrofon: Moritz Küpper und Marina Schweizer

  • 20:05 Uhr

    Höhenrausch
    Türme und ihre Mythen
    Von Regina Kusch und Andreas Beckmann
    Regie: Robert Steudtner
    Produktion: DLF 2010

    Der 828 Meter hohe Burj Khalifa in Dubai hat Anfang 2010 als höchstes Gebäude der Welt die Schlagzeilen beherrscht. Doch schon bald wird ihn Sky City One im chinesischen Changsha um zehn Meter überbieten. Mit dem One World Trade Center von New York kann es der Turm von Dubai an Symbolkraft kaum aufnehmen. Wahre Größe erreichen Türme oft erst durch die Geschichten, die sich um sie ranken. Das beweist der schiefe Winzling von Pisa, der es mit 55 Metern zum Weltkulturerbe gebracht hat. Im 20. Jahrhundert schossen Fernsehtürme von Moskau über Berlin bis Toronto als Wahrzeichen der Überlegenheit des östlichen beziehungsweise westlichen Systems aus dem Boden. Schon in den ältesten Kulturen dienten Türme und Obelisken als Potenzbeweise und Fruchtbarkeitssymbole. In der Antike zählte der Leuchtturm von Alexandria zu den sieben Weltwundern. Mancher mittelalterliche Kirchenbauer glaubte, sich mit Türmen Gott annähern zu können. Doch schon die Geschichte von Babel zeigt, wie gut die Menschen stets wussten, dass solchen Gebäuden eine gehörige Portion Größenwahn innewohnt.

  • 21:05 Uhr

    Beethovenfest Bonn 2013

    Modest Mussorgski
    ‚Eine Nacht auf dem kahlen Berge‘. Symphonische Dichtung

    Peter Tschaikowski
    Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 35

    Igor Strawinski
    ‚Der Feuervogel‘. Ballettmusik in zwei Akten

    Christian Tetzlaff, Violine
    London Symphony Orchestra
    Leitung: Daniel Harding

    Aufnahme vom 5.10.13 aus der Beethovenhalle Bonn

  • 23:30 Uhr

    Traditionsverein auf dem Rückweg in die Bundesliga: Sportgespräch mit Peter Stöger, Trainer des 1. FC Köln

    Die Fragen stellt Moritz Küpper.