Donnerstag, 26. Mai 2022

Programm: Vor- und RückschauSonntag, 13.12.2015

  • Mon
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    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr

    Zwischen den Welten
    Eine Lange Nacht über Besatzungskinder in Deutschland nach 1945
    Von Doris Arp
    Regie: Rita Höhne

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr  Konzertmomente

    Musikfest Bremen 2013

    Lieder von Johannes Brahms

    Christine Schäfer, Sopran
    Eric Schneider, Klavier

    Aufnahme vom 13.9.13 in der Glocke, Bremen

    03:05 Uhr  Schlüsselwerke

    Giacinto Scelsi
    suite n. 9 - ttai
    Sabine Liebner, Klavier

  • 06:10 Uhr

    Dietrich Buxtehude
    Präludium für Orgel E-Dur, BuxWV 141
    Bernard Foccroulle, Orgel

    Johann Caspar Ferdinand Fischer
    'Missa in contrapuncto' für Chor und Basso continuo d-Moll
    Kammerchor der MarienKantorei Lemgo
    Handel's Company
    Leitung: Rainer Johannes Homburg

    Johann Sebastian Bach
    'Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe', Kantate am Fest Johannis des Täufers, BWV 167
    Dorothea Röschmann, Sopran
    Bogna Bartosz, Alt
    Jörg Dürrmüller, Tenor
    Klaus Mertens, Bass
    The Amsterdam Baroque Choir and Orchestra
    Leitung: Ton Koopman

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
    Paris: bringt der Klimagipfel den Durchbruch?

    Frankreich vor dem 2. Wahlschock? - Ein Interview mit dem Politologen Alfred Grosser

    Deutsche Mythen: Über die "Stunde Null" - Ein Interview mit Klaus von Dohnanyi

    Kulturpresseschau - Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Flüchtlingsdebatte: Pflicht zur Integration? Interview mit dem Migrationsforscher Jochen Oltmer

    Denk ich an Deutschland: der neue Tatort-Kommissar Hans-Jochen Wagner

    Am Mikrofon: Birgid Becker

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    "Ihr Kinderlein kommet" - Impressionen einer Großmutter
    Von Pfarrerin Annette Bassler
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Der Schauspieler Curd Jürgens geboren

  • 09:30 Uhr

    Grenzverluste
    Die Suche nach Heimat in Zeiten permanenter Migration
    Von Christian Schüle

    Der entwurzelte Flüchtling und der radikale Individualist sind die Hauptfiguren unserer Epoche. Der Flüchtling ist der Homo sacer, der radikale Individualist der Homo faber. Der Eine verlässt seine Heimat und irrt Jahre rechtlos auf der Suche nach neuer Geborgenheit umher; der Andere berechnet seine Heimat und zäunt sie aus Furcht vor dem Homo sacer ein. Beide haben die Orientierung verloren und sind permanent zur Bewegung getrieben. Die Grenzen sind gefallen: die äußeren des Kontinents, die inneren eines Lebenskonzepts. Betrachtungen über das Schicksal von Flucht und Verlust im 21. Jahrhundert.

    Christian Schüle, Jahrgang 1970, hat in München und Wien Philosophie und Politische Wissenschaft studiert. Er schreibt für Zeitungen und Radio und ist Autor literarischer und essayistischer Bücher, letzte Veröffentlichung "Was ist Gerechtigkeit heute?: Eine Abrechnung" (Pattloch 2015).

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus dem Dom St. Peter zu Worms
    Predigt: Pfarrer Tobias Schäfer
    Katholische Kirche

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Faszination Afrika
    Live aus dem Rautenstrauch-Joest-Museum der Kulturen der Welt in Köln

    Gesprächsgäste:
    Prof. Dr. Klaus Schneider wiederholte 150 Jahre nach Heinrich Barth dessen Nigerfahrt nach Timbuktu an einem Tag
    Die Ethnologin Dr. Meike Meerpohl zog als wohl einzige Europäerin mit einer Kamelkarawane 1.000 Kilometer quer durch die Sahara
    Jutta Vogel verliebte sich in die Stille der Sahara und Gründete eine Stiftung zum Erhalt von Kulturgut in Wüstengebieten Afrikas
    Der Künstler Prof. Harald Fuchs hat sein Ziel, alle Länder Afrikas zu bereisen, fast erreicht. Die Reiseroute überlässt er dabei gerne dem Zufall
    Den Ökonomen Prof. Dr. Winfried Polte lässt Afrika auch nach seiner jahrzehntelangen beruflichen Tätigkeit auf dem Kontinent nicht los
    Der Archäologe Dr. Tilman Lenssen-Erz erforscht gemeinsam mit namibischen Spurenlesern Felsbilder in Frankreich und Namibia
    Dr. Moustapha Diallo, Germanist aus dem Senegal, setzt sich dafür ein, dass Afrika nicht nur aus Sicht von Europäern beschrieben wird
    Am Mikrofon: Daniela Wiesler und Andreas Stopp

    Musikalisch begleitet wird die Sendung vom Jalliya Lamin Kuyateh Trio aus Gambia und der Band Katy Sedna Mira & Friends

    Ob bewusst oder unbewusst: Wenn wir nach Afrika reisen, wandeln wir auf den Spuren des legendären Afrikaforschers Heinrich Barth. Anlässlich seines 150. Todestages haben wir sieben Reisende eingeladen, die seine Faszination für den Kontinent teilen und uns von ihren ganz persönlichen
    Entdeckungen erzählen werden.

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Eugen Ruge, Schriftsteller, im Gespräch mit Joachim Scholl

    Mit seinem Roman 'In Zeiten des abnehmenden Lichts' gewann er 2011 den Deutschen Buchpreis und wurde damit über Nacht berühmt: der Schriftsteller Eugen Ruge. Er erzählt darin auch die eigene, verschlungene Familiengeschichte, die von der Geburt in der Sowjetunion, dem Leben in der DDR bis zur Übersiedlung in den Westen reicht. Dort begann Eugen Ruge zu schreiben. Er arbeitete vor allem als Dramatiker und schuf zahlreiche Bühnenstücke. Dass mit dem Deutschen Buchpreis dann ein ganz anderes Kapitel begann - auch darüber wird sich Eugen Ruge sich mit Joachim Scholl in den 'Zwischentönen' unterhalten.

  • 15:05 Uhr

    Life is live - die amerikanische Band Moe.
    Von Alfried Schmitz

    Die Musiker der amerikanischen Gruppe moe. sind ständig auf Konzertreisen unterwegs. Sie sagen, sie würden ihre Songs in erster Linie für die Bühne schreiben. Erst wenn ein Lied vor Publikum bestehen konnte, kommt es für eine Studioaufnahme in Betracht. Seit 1992 haben sie über 20 Alben auf den Markt gebracht, die Hälfte davon sind Mitschnitte von ihren Auftritten. Das Quintett versteht sich als eine Jam-Band und genau so mögen es die vielen Fans. Die Leidenschaft für die Bühne geht bei moe. so weit, dass sie jedes Jahr drei bis vier eigene Rock-Festivals veranstalten, zu denen sie befreundete Bands einladen, um gemeinsam Spaß zu haben. Seit zehn Jahren beglücken moe. ihre Fans zudem auch noch mit speziellen touristischen Angeboten. Mit einem Kreuzfahrtschiff geht es dabei Richtung Karibik. An Bord sorgte die Band dann für die Unterhaltung ihrer Gäste. Und auch am Reiseziel selbst gibt es wieder ein riesiges Konzert. Alfried Schmitz hat die außergewöhnlichen Rocknomaden aus den USA während ihrer Deutschlandtournee getroffen und sich mit dem Sänger Chuck Garvey und dem Keyboarder Alan Schnier unterhalten.

  • 16:10 Uhr

    Aus dem literarischen Leben
    Das Buch der Woche

    Tiphaine Samoyault: Roland Barthes. Die Biographie
    (Suhrkamp Verlag, Berlin)
    Vorgestellt von Jochen Schimmang

    Am Mikrofon: Hajo Steinert

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Welt gerettet?
    Eine Bilanz des UN-Klimagipfels
    Am Mikrofon: Monika Seynsche

    Zwei Wochen lang hat die Weltgemeinschaft in Paris getagt, um zu beschließen, wie das Klima noch zu retten ist. Die Vorlage für die Experten war klar: Es muss gelingen, die zusätzliche Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Scheitern die Delegierten an diesem Ziel, werden unumkehrbare Veränderungen angestoßen, die die Welt, wie wir sie kennen, zerstören. Jetzt liegen die Ergebnisse von Paris vor. Reichen sie aus, um uns zu retten? Wissenschaft im Brennpunkt zieht eine Bilanz des 21. UN-Klimagipfels.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Flüchtlinge, Filmförderung, Kulturgutschutzgesetz - Die Jahresbilanz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, im Gespräch mit Maria Ossowski

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Felix! In Berlin wurde der Europäische Filmpreis verliehen

    "Reden aus Angst und Mut" -  Ukrainische, russische, deutsche und georgische Intellektuelle im Dialog

    Außenseiter in einem Fischerdorf - Christof Loy inszeniert im Theater an der Wien Brittens "Peter Grimes"

    Kaboom! Afrikanische Comics in einer Ausstellung in Basel

    Alles Gold, was glänzt - Im Vatikan wird das Schatzmuseum wiedereröffnet

    Am Mikrofon: Beatrix Novy

  • 18:40 Uhr

    Du bist, was Du (nicht) isst - Das Geschäft ohne Gluten, Laktose und Co.

  • 20:05 Uhr

    Piaf, mon amour
    Erinnerungen an eine Sängerin der Liebe
    Von Daniel Guthmann
    Regie: Iris Drögekamp
    Produktion: NDR/SWR 2013

    40.000 Menschen kamen zu ihrem Begräbnis im Oktober 1963. Auch ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod ist Edith Piaf immer noch die berühmteste Sängerin, die Frankreich je hervorgebracht hat. 'La môme Piaf' - der kleine Spatz - ist den Franzosen ein nationales Heiligtum. Als Vorbild taugt sie allerdings nicht: 'monstre sacré', 'heiliges Monster', nennen die Franzosen sie ehrfürchtig. Nicht nur weil sie großartige Chansons gesungen hat, sondern weil sie für viele die Pariserin schlechthin war: voller Inbrunst, großherzig, selbstbewusst und ausschweifend, voller Leidenschaft und voller Allüren. Sie war eine Frau, die sich für ihre Berufung als Sängerin buchstäblich verzehrte und sich unaufhörlich nach Liebe sehnte. Zahlreiche junge Talente machte sie zu ihren Liebhabern und formte sie mit verblüffender Regelmäßigkeit zu berühmten Sängern oder Komponisten. Bis zu ihrem frühen Tod blieb die Liebe ihr großes Thema - in ihren Chansons und in ihrem Leben. Daniel Guthmann hat Freunde und Kollegen des Weltstars getroffen und zeichnet das dramatische Leben der großen Piaf nach.

  • 21:05 Uhr

    Beethovenfest Bonn 2015

    Ludwig van Beethoven
    Veränderungen über einen Walzer von Diabelli, op. 120
    Variationen über ein eigenes Thema c-Moll, WoO 80
    Variationen mit Fuge Es-Dur, op. 35 'Eroica-Variationen'

    Ronald Brautigam, Hammerflügel

    Aufnahme vom 12.9.15 im Beethoven-Haus, Bonn

    Eigentlich hatte der Wiener Komponist und Verleger Anton Diabelli an ein musiknationales Projekt gedacht, als er 1819 einen eigenen kleinen Walzer an alle namhaften Komponisten Österreichs mit der Bitte übersandte, darüber eine Variation zu schreiben. Auch Ludwig van Beethoven erhielt Diabellis Anfrage; doch statt eines 'Schusterflecks' lieferte er 1823 mit insgesamt 33 Veränderungen sein letztes großes Klavierwerk ab. Beethovens 'Diabelli-Variationen', die der begeisterte Verleger separat publizierte, drängten die Variationen aller anderen Komponisten sehr schnell in den Hintergrund. Sie standen beim Klavierabend des Pianisten und Spezialisten für historische Aufführungspraxis Ronald Brautigam am 12. September beim Beethovenfest Bonn ebenso auf dem Programm wie die berühmten 'Eroica-Variationen' sowie die 'Variationen über ein eigenes Thema, WoO 80'.