Programm: Vor- und RückschauDienstag, 07.12.2021

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    Sun
  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr  Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr  Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr  Morgenandacht

    Pfarrerin Silke Niemeyer, Lüdinghausen
    Evangelische Kirche

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 25 Jahren: Der chilenische Schriftsteller José Donoso gestorben

  • 09:10 Uhr
  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

  • 10:08 Uhr

    Musiktherapie
    Wie Klänge heilen helfen

    Gäste:
    Prof. Dr. Lutz Neugebauer, Leiter des Nordoff Robbins Zentrums, Witten
    Vorstandsvorsitzender der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft, Berlin
    Teresa Moya Schlummer, Niedergelassene Musiktherapeutin, Köln
    Am Mikrofon: Christina Sartori

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    sprechstunde@deutschlandfunk.de

    Musiktherapie nimmt mittlerweile einen breiten Raum ein in der Psychotherapie von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Musik fördert die Entwicklung und Identität, eröffnet neue Handlungs- und Kommunikationsspielräume und verbessert das Selbstbild und die Ausdrucksmöglichkeiten jenseits der gesprochenen Sprache. Erfolge verzeichnen Therapeutinnen und Therapeuten aber auch bei neurologischen Erkrankungen wie der Demenz und Schlaganfällen, in der Schmerztherapie, bei Komapatienten und in der Palliativmedizin.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 16:10 Uhr
  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 19:15 Uhr

    Die sieben Leben der Margarethenhütte
    Eine ostdeutsche Industriegeschichte
    Von Holger Siemann
    Regie: Claudia Kattanek
    Produktion: Deutschlandfunk 2020

    Das Isolatorenwerk Margarethenhütte Großdubrau - international konkurrenzfähig, nach der Wende trotzdem verscherbelt und dichtgemacht. Die Geschichte wurde zum Symbol für die willkürliche Deindustrialisierung des Ostens, die Geringschätzung der Ostdeutschen, das Versagen der Treuhand. Nur: Die Geschichte stimmt so nicht.
    Zu DDR-Zeiten waren die Isolatoren aus der Margarethenhütte, dem VEB Elektroporzellan Großdubrau, ein devisenbringender Exportschlager. Die Mitarbeiter waren sicher, sie würden von der Wende profitieren. Um so tiefer saß der Schock, als das Aus kam. Demonstrationen, Werksbesetzungen, Protestfahrten nach Bonn - nichts half. 20 Jahre später skandalisierte die sächsische Staatsministerin Petra Köpping die Geschichte. Ein Käufer aus dem Westen habe die Fabrik für eine Mark von der Treuhand gekauft und die Maschinen bei Nacht und Nebel abtransportieren lassen. Nichts davon stimmt. Detlef Scheunert, der einzige Ostler unter den Treuhanddirektoren meint: Die Abwicklung war alternativlos, und die Skandalisierung hilft nur denen, die einen Sündenbock suchen. Die Menschen in Großdubrau gründeten einen Verein - zuerst in der Hoffnung, ihre Fabrik zu retten, später um zu bewahren, was nach der Abwicklung davon übrig war. Sie bauten ein Museum auf, das an Schinderei, Alltag und das manchmal komische Heldentum der Planerfüllung erinnert. 30 Jahre nach der Schließung versuchen sie, ihre stummen Kollegen zum Reden zu bringen, zum Erinnern, zum Erzählen, denn sie wissen: Ohne Geschichten ist die Geschichte weg, und das Leben, als wäre es nie gewesen.

  • 20:10 Uhr

    Das Hibernat
    Von Rolf Schönlau
    Regie Jörg Schlüter
    Mit Matthias Habich, Camilla Renschke, Orlando Klaus, Walter Renneisen, Martin Bross, Tanja Schleiff, Matthias Kiel, Caroline Schreiber, Therese Hämer, Ulrich Gebauer, Silke Linderhaus
    Komposition: Thom Kubli
    Technische Realisation: Werner Jäger und Daniel Dietmann
    Produktion: WDR 2013
    Länge: ca. 49'

    Eine Zukunft mit Mobilitätskonto und Winterschlaf

    Sind Sie bereit ins Hibernat zu gehen? Das könnte man uns demnächst fragen. Denn wer wollte leugnen, dass „Peak-Oil“, das globale Ölfördermaximum, unmittelbar bevorsteht oder sogar schon erreicht ist. Ressourcenschonender Winterschlaf wäre doch eine Lösung ...
    „Das Hibernat“ zieht die Konsequenzen unserer Gegenwart in der Zukunft: Wir schreiben das Ende des automobilen Zeitalters. Jeder Bürger verfügt über ein persönliches Mobilitäts-Budget, das ihm jährlich vom Ministerium zur Bewirtschaftung der Ressourcen (MBR) zugeteilt wird. Der medizinisch-technischen Forschung ist es gelungen, die Menschen in den künstlichen Winterschlaf zu versetzen. In den ressourcenzehrenden Monaten von November bis Februar nimmt der ehemalige Kulturdezernent Simon Reese an einem dezentralen Großversuch teil - dem Hibernat. Das Hörspiel verfolgt seine 100-tägige Vorbereitung auf die viermonatige Auszeit.

  • 21:05 Uhr

    Spiel der Möglichkeiten
    Das Pablo Held Trio & Nelson Veras
    Nelson Veras, Gitarre
    Pablo Held, Klavier
    Robert Landfermann, Kontrabass
    Jonas Burgwinkel, Schlagzeug
    Aufnahme vom 17.9.2021 aus dem Beethoven-Haus Bonn
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer

    Seit 2006 spielt das Trio des Pianisten Pablo Held zusammen. Die traumwandlerische Kommunikation der drei Kölner hat einen Grad der Feinheit erreicht, bei dem schon kleinste Nuancen unerhört spannende Dynamiken entfesseln können: eine Musik voller Möglichkeiten. Beim Konzert im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses passte sich der brasilianische Gitarrist Nelson Veras mit hellwacher Auffassungsgabe dem Spielkonzept der Band an. Veras hat sich auf die Elektroakustik-Gitarre mit Nylonsaiten spezialisiert, mit der er klare, rhythmisch oft verblüffend vertrackte, aber mit intuitiver Leichtigkeit entworfene Läufe spielt. Live stellen die vier u. a. das Repertoire ihrer Platte „Ascent“ vor: quicklebendig, feinsinnig und bereit fürs blitzschnell aufschäumendes Gruppenspiel.

  • 22:05 Uhr

    Ostfriesisches Kleinod
    Die Renaissance-Orgel in Uttum ist die „Orgel des Jahres“
    Von Klaus Gehrke

    Unter Orgelkennern ist Ostfriesland längst kein Geheimtipp mehr: Denn hier steht nicht nur eine der ältesten Orgeln der Welt, sondern auch eines der schönsten Instrumente des legendären Arp Schnitger. Nun gibt es eine weitere Auszeichnung: Die Orgel der Evangelisch-Reformierten Uttumer Dorfkirche wurde von der Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche zur „Orgel des Jahres 2021“ gekürt. Sie ist eine der wenigen noch spielbaren Renaissance-Orgeln, die zwar um die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut wurde, bei der aber noch älteres Material mit verwendet wurde. Sie verfügt über neun Register und wurde erst kürzlich restauriert. Ihr Klang zeichnet sich durch besondere Farbigkeit und Transparenz aus, das volle Trompeten-Register ist nahezu einzigartig. Vielleicht gelingt es durch den Preis, noch mehr Orgelfans nach Uttum zu locken.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht