Dienstag, 07. Dezember 2021

Programm: Vor- und RückschauDienstag, 14.12.2021

  • Mon
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    Wed
    Thu
    Fri
    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr  Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr  Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 475 Jahren: Der dänische Astronom Tycho Brahe geboren

  • 09:10 Uhr
  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

  • 10:08 Uhr

    Kinderchirurgie

    Gast:
    Prof. Dr. med. Oliver Muensterer, Direktor der Kinderchirurgie am LMU Klinikum München, Sprecher der AG Minimalinvasive Kinderchirurgie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie
    Am Mikrofon: Lennart Pyritz

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    sprechstunde@deutschlandfunk.de

    Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Jedes Organ beeinflusst das Wachstum und damit alle anderen Organe. Kinderchirurgen müssen deshalb immer den Körper als Ganzes sehen und behandeln. Hirnerschütterung, Blinddarm oder ein gebrochener Arm sind die häufigsten Diagnosen, mit denen die kleinen Patienten vorstellig werden. Gerade bei den Allerkleinsten gibt es immer wieder auch speziellere Fälle: Eine undichte Speiseröhre, angeborene Lungenfehlbildung oder Herzfehler werden manchmal schon im Mutterleib operiert, um den Kindern die Chance auf ein möglichst ungehindertes Wachstum zu geben.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 16:10 Uhr
  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 19:15 Uhr

    Den Unternehmern treu ergeben
    Das paternalistische Arbeitsrecht des Hans Carl Nipperdey
    Von Peter Kessen
    Regie: Thomas Wolfertz
    Produktion: Deutschlandfunk 2021

    Hans Carl Nipperdey, führender Arbeitsrechtler in der NS-Zeit, von 1954 bis 1963 Präsident des Bundesarbeitsgerichts, hat das restriktive deutsche Arbeitsrecht bis heute geprägt: Politische Streiks sind verboten, Beschäftigte zur Treue verpflichtet und Whistleblower nahezu ungeschützt.
    In der Weimarer Republik noch nationalliberal, verfasste Nipperdey unterm Hakenkreuz zusammen mit Alfred Hueck das „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit“. Es beseitigte die Reste des Weimarer Arbeitsrechts, verankerte das „Führerprinzip“ in den Betrieben und bestimmte Arbeitnehmer als „Gefolgsleute“.
    In der Bundesrepublik reüssierte Nipperdey zuerst als SPD-Mitglied, wechselte dann ins Arbeitgeberlager. Seine aus der NS-Zeit transformierten ideologischen Grundsätze von Unternehmen als Betriebsgemeinschaften und von der Fürsorge- und Treuepflicht von Unternehmern und Beschäftigen sind bis heute maßgeblich. Sie führten u.a. auch dazu, dass Deutschland die Whistleblower-Richtlinie der EU bis 2021 nicht umgesetzt hat.

  • 20:10 Uhr

    Phantome
    Von Hermann Kretzschmar
    Unter Verwendung von Texten aus Racines „Phädra" und Marcel Prousts „Sodom und Gomorrha"
    Aus dem Französischen von Bernd-Jürgen Fischer
    Regie: der Autor
    Mit Markus Meyer, Isabelle Demey und dem Ensemble Modern
    Komposition: der Autor
    Technische Realisation: Christian Eickhoff
    Produktion: SWR 2021
    Länge: 45'55

    Hörspiel über Marcel Proust
    2021 wäre Marcel Proust 150 Jahre alt geworden. Dieses Hörstück versucht, die sensible und präzise Vielfalt von Prousts Werk über eine Wort/Musik-Komposition einzufangen, die vom Ensemble Modern eingespielt wurde

    Die Idee einer idealen Übersetzung von Text in Musik und Musik in Text ist eine so alte wie immer wieder neue künstlerische Herausforderung. Das Stück „Phantome” des Komponisten Hermann Kretzschmar reflektiert musikalisch die Schilderungen und Struktur von Prousts „Sodom und Gomorrha” und gestaltet sie kompositorisch neu. Die Musik entstand ursprünglich für die SWR/Deutschlandfunk-Hörspielfassung des Romans, sie wird aber über gut 25 Tableaus hinweg in neue Zusammenhänge gesetzt, wodurch die Komposition ihre Selbstständigkeit wie Unabhängigkeit behauptet. Ihre Re-Semantisierung leistet ein Racine-Text über die Illusionen der Jugend.
    Hermann Kretzschmar, geboren 1958, studierte zunächst Schulmusik und Germanistik sowie im Anschluss Klavier bei Bernhard Ebert in Hannover. 1985 wurde er Mitglied des Ensemble Modern und arbeitet dort seitdem als Solist und Kammermusiker. 1994 gründete er gemeinsam mit Catherine Milliken und Dietmar Wiesner das Label HCD-Productions. Seit 2001 hat Hermann Kretzschmar viele Hörstücke und Hörspielkompositionen realisiert.

  • 21:05 Uhr

    Mit Innigkeit und Leidenschaft
    Martin Fondse, Eric Vloeimans & das Matangi String Quartet
    Aufnahme vom 3.9.2021 bei der Cologne Jazzweek, Stadtgarten Köln
    Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt

    „Testimoni Interiori/Exteriori“ betitelte der niederländische Pianist Martin Fondse eine großangelegte Suite, die er für den Trompeter Eric Vloeimans und das Matangi String Quartet komponierte. Bei der Cologne Jazzweek 2021 präsentierte er das farben- und stimmungsreiche Werk live, wobei er selbst auch Vibrandoneon spielte, ein Vorläuferinstrument zur im 19. Jahrhundert erfundenen Melodica. Vloeimans und Fondse arbeiten seit den frühen 90er-Jahren immer wieder zusammen, sowohl im Jazz-Kontext als auch für kammermusikalische und orchestrale Aufnahmen. „Testimoni“ stellt Vloeimans’ außergewöhnlich biegsames und klangbewusstes Spiel solistisch in den Vordergrund. Das Matangi String Quartet besteht seit 1999, hat neben der Arbeit an klassischem Repertoire auch zahlreiche Crossover-Projekte realisiert und wurde dafür mehrfach preisgekrönt.

  • 22:05 Uhr

    Das geheime Leben der Klänge (4/4) - Was die Tonart h-Moll uns verrät
    Mit Sophie Pacini und Christoph Schmitz

    Im vorerst letzten Teil unserer vierteiligen Reihe über die Klangeigenschaften von Tonarten untersucht diese Ausgabe der „Musikszene” h-Moll. Es gibt gute Gründe daran zu zweifeln, dass Tonarten überhaupt gewissermaßen von Natur aus bestimmte Atmosphären oder gar Bedeutungen in sich tragen. Dennoch haben Komponisten durch die Jahrhunderte auf bestimmte Tonarten zurückgegriffen, um ein bestimmtes Stimmungsbild zu erzeugen. So wird auch h-Moll eine eigene Aura zugesprochen, was möglicherweise auch an Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe liegt oder seiner 2. Suite für Flöte und Orchester: h-Moll die Ernste. Auch bekannte Arien in Bachs Matthäus-Passion sind in Moll plus zwei Kreuze notiert, und auch Franz Schuberts „unvollendete“ Sinfonie und Antonìn Dvořáks Cellokonzert stehen in dieser Tonart. Im Gespräch und am Flügel im Deutschlandfunk Kammermusiksaal in Köln durchforstet die Münchner Pianistin Sophie Pacini die Musikgeschichte und zeigt am Klavier und mit vielen CD-Einspielungen, wie „die Ernste“ gewirkt hat.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht