Dienstag, 06. Dezember 2022

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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 01.06.2014

  • 00:05 Uhr

    Götterfunken und Kirschblüten
    Eine Lange Nacht über die Liebe der Japaner zur klassischen Musik
    Von Sylvia Systermans und Jörg Albrecht
    Regie: Rita Höhne
    (Wdh. v. 04./05.07.2009)

    Wer an Japan und seine Musik denkt, hat vielleicht die eindrucksvollen Töne des Kabuki-Theaters im Ohr, die ekstatischen Klänge der Taiko-Trommeln oder das zarte Sirren des Shamisen. Tatsächlich aber ist diese traditionelle Musik in Japan wenig populär. Allgegenwärtig und bestimmende Größe im japanischen Musikleben ist hingegen die klassische Musik Europas. Seit mehr als 150 Jahren stehen die Werke von Bach bis Brahms im Zentrum der japanischen Musikrezeption, ist Beethovens "Neunte" die heimliche Nationalhymne Japans und Mittelpunkt jeder japanischen Silvestergala. Schon in der Grundschule werden Kinder mit der westlichen Klassik vertraut gemacht, lernen Geige und Klavier statt Sho und Shakuhachi. Die Lange Nacht begibt sich auf Spurensuche nach dieser besonderen Liebe der Japaner zur klassischen Musik, ist zu Gast bei Chorproben in Tokio, lässt prominente Musiker und Historiker aus Japan und Deutschland zu Wort kommen und die Musik für sich sprechen.

  • 02:05 Uhr
    02:05 Uhr   Konzertmomente

    2.05 Uhr Sternzeit

    Johannes Brahms
    Haydn-Variationen, op. 56b für zwei Klaviere
    Igor Levit, Klavier
    Markus Becker, Klavier

    Konzertmitschnitt vom 11.5.13 von den Ludwigsburger Schlossfestspielen

    03:05 Uhr   Schlüsselwerke

    Pierre Boulez
    Le marteau sans maître
    Ensemble Insomnio
    Leitung: Ulrich Pöhl

    3.55 Uhr Kalenderblatt

  • 06:10 Uhr

    Samuel Scheidt
    'Veni creator Spiritus'. Hymnus für Orgel, SSWV 153
    Agnes Luchterhandt, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    'Sie werden euch in den Bann tun'. Kantate am Sonntag Exaudi, BWV 44
    Barbara Schlick, Sopran
    Catherine Patriasz, Alt
    Christoph Prégardien, Tenor
    Peter Kooy, Bass
    Chor des Collegium Vocale
    Orchestra des Collegium Vocale
    Leitung: Philippe Herreweghe

    Jonathan Harvey
    'Come, Holy Ghost' für 8 Stimmen a cappella
    Rundfunkchor Berlin

    Georg Friedrich Händel
    Konzert für Orgel und Orchester Nr. 5 g-Moll, HWV 310
    Lorenzo Ghielmi, Orgel
    La Divina Armonia
    Leitung: Lorenzo Ghielmi

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
    Wirtschaftsfaktor Kultur - Das slowenische Maribor, die Kulturhauptstadt 2012, ist zurück auf der touristischen Landkarte

    Wahl-Farce in Syrien
    Zur Präsidentschaftswahl ein Interview mit dem Politikwissenschaftler

    Verschwiegene Weltmacht - Die Bilderberg-Konferenz
    Über Elite, Macht und Demokratie ein Interview mit dem Soziologen Michael Hartmann

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Die Wende - Wie der D-Day das amerikanische Selbstverständnis geprägt hat
    Ein Interview mit dem Historiker Georg Schild

    Denk ich an Deutschland: der Literaturwissenschaftler und Publizist Iso Camartin

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Sie werden kommen von Osten und Westen, von Süden und Norden. Vom Schicksal junger Flüchtlinge in Deutschland
    Von Renate Kirsch
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 50 Jahren: In Ostjerusalem wird die Palestine Liberation Organization - PLO - gegründet

  • 09:30 Uhr

    Wasserzeichen
    Gabe Gottes, Wirtschaftsgut und Menschenrecht?
    Von Alfred Diebold

    Wem gehört das Wasser? Wasser ist Leben, es besitzt in vielen Religionen eine besondere Bedeutung und steht oft am Anfang der Schöpfungsgeschichte. Die Geschichten des Alten Testaments spiegeln die Erfahrungen der Menschen im Nahen Osten mit Wasserknappheit wider und zeigen den Respekt, den sie sowohl der lebensspendenden wie der zerstörerischen Kraft des Wassers zollten. Doch Wasser ist oft die Quelle für Streit auf unterschiedlichen Ebenen, sei es zwischen Menschen in kleinen Dörfern oder ganzen Staaten. Experten warnen sogar vor möglichen Kriegen, die wegen der knappen Ressource Wasser in Zukunft ausgefochten werden könnten. Es geht immer um die Nutzung und den Nutzen des Wassers. Wie kann mit dem nicht einklagbaren Menschenrecht auf Wasser umgegangen werden? Welche Interessen werden von welchen Gruppierungen vertreten? Wie ist der Stand der internationalen Diskussion? Am Beispiel Zentralasiens, den Ländern der Seidenstraße, den großen Flüssen, die früher den Aralsee speisten, sucht Alfred Diebolds Essay Antworten auf die eingangs gestellte Frage.

    Alfred Diebold, geboren 1953, lebt in Rom und Almaty. Er ist promovierter Volkswirt, lernte als Fotograf und Filmemacher an der Tisch School of the Arts in New York, arbeitete bei den Vereinten Nationen, Nichtregierungsorganisationen und privaten Unternehmen in Asien, Afrika und Europa. Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen, die Integration ökonomischer, ökologischer und politischer Erwägungen im grenzüberschreitenden Wasserressourcenmanagement sind seine Themen, als Technischer Direktor das Exekutivkomitees der Internationalen Stiftung zur Rettung des Aralsees in Almaty/Kasachstan veröffentlichte er 2012 das Buch "From the Glaciers to the Aral Sea". Heute lehrt er an der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty.

  • 10:03 Uhr

    Abschluss-Gottesdienst vom 99. Deutschen Katholischen Kirchentag in Regensburg
    Übertragung aus der Sportarena der Universität Regensburg
    Predigt: Kardinal Reinhard Marx

  • 11:35 Uhr

    Ska Keller, Co-Spitzenkandidatin der europäischen Grünen bei der Wahl zum Europäischen Parlament

  • 12:10 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt
    Täglich über unseren Köpfen
    Eine NATO-Luftreise der besonderen Art

    Rendez-vous mit der Geschichte
    Kamerun und die deutsche Vergangenheit

    Die Götter von Chichicastenango
    Spurensuche im Maya-Land

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Kabarettist Werner Schneyder im Gespräch mit Michael Langer

    Werner Schneyder wurde 1937 In Graz geboren. Er studierte Zeitungswissenschaften, arbeitete als Barsänger und wurde Werbetexter, ehe im Jahr 1974 im Duo mit Dieter Hildebrandt sein Stern als politisch-literarischer Kabarettist aufging. Mit seinem Programm "Ich bin konservativ" tritt Schneyder noch immer auf, und jüngst erschien sein Buch "Von einem, der auszog, politisch zu werden."

  • 15:05 Uhr

    Nicht nur der Zweite von links -
    Karl Bartos und seine Musik nach Kraftwerk
    Von Andreas Dewald

    Kraftwerk sind die wichtigste und einflussreichste elektronische Band der Welt. Doch Karl Bartos, von 1975 bis 1990 Mitglied der innovativen Gruppe, galt stets nur als "der Zweite von links", als austauschbarer Rhythmusknecht und Zuarbeiter. Dabei hat er nicht nur Kraftwerk-Klassiker wie etwa "Die Roboter", "Das Model", "Computer-Liebe" oder "Musique Non-Stop" mitkomponiert, sondern auch den berühmten Beat des Stückes "Numbers" geschaffen, auf den später Künstler im Hip-Hop und im Techno zurückgriffen. Kraftwerk mit dem einzigen verbliebenen Originalmitglied Ralf Hütter geben heute sofort ausverkaufte Konzerte in Museen in New York, London oder Düsseldorf. Im Frühjahr erhielt Kraftwerk einen Grammy für ihr Lebenswerk, haben aber seit zehn Jahren nichts Neues mehr veröffentlicht. Karl Bartos indessen hat aus Rhythmen, Melodien und Klängen, die er während seiner Zeit bei Kraftwerk entworfen und aufgezeichnet hat, mit "Off The Record" 2013 ein vitales Album gemacht. So etwas gelingt der zum Mythos erstarrten Gruppe aus Düsseldorf längst nicht mehr. Im Interview erzählt Bartos von seinen musikalischen Erweckungserlebnissen, dem Einfluss der Beatles und von Stockhausen, der revolutionären Stimmung in der Kunst- und Musikszene der 1970er-Jahre. Natürlich geht es auch um seine Arbeit sowie die Betriebsgeheimnisse bei Kraftwerk und vom langen Weg der künstlerischen Selbstfindung.

  • 16:10 Uhr

    Aus dem literarischen Leben
    Das Buch der Woche
    Stephen King: Doctor Sleep
    Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
    (Heyne Verlag)

    Am Mikrofon: Denis Scheck

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Bäumchen, wechsle Dich!
    Die Zukunft im deutschen Forst
    Von Volker Mrasek

    Die Feldulme? Praktisch schon verschwunden, ausgerottet durch den Befall mit einem Schadpilz. Die Esche? Von einem neuartigen "Triebsterben" betroffen, gleichfalls pilzbedingt. Die Eiche? Immer öfter heimgesucht von einer ganzen "Fraßgemeinschaft" aus diversen Schmetterlingsraupen. Globaler Handel und Klimaerwärmung setzen unseren Wäldern zu, konfrontieren Laub- und Nadelhölzer mit eingeschleppten Schädlingen und veränderten Umweltbedingungen. Welche Baumarten kommen mit dem Stress klar, von welchen müssen wir uns vielleicht verabschieden? Lässt sich das Eschen- und Eichensterben noch aufhalten? Die Forstwissenschaft steht vor einer großen Herausforderung. Schon heute muss sie den Wald von morgen planen. Und der könnte ganz anders aussehen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Das zersplitterte Europa - Peter Sloterdijk über einen alten Kontinent

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Schwere Erinnerungen - Christian Thielemann und Jan Philipp Gloger deuten "Simon Boccanegra" von Giuseppe Verdi an der Semperoper in Dresden

    "Die Möwe" - Jan Bosse inszeniert Tschechow am Akademietheater in Wien

    Kulturhauptstadtjahr als Wirtschaftsfaktor- Die slowenische Stadt Maribor ist zurück auf der touristischen Landkarte

    "Der Klang der Frauen" - Eine Ausstellung über mittelalterliche Musik in der Quedlinburger Stiftskirche

    Gegen "negative Energien" - Wie die chinesische Regierung vor dem 25. Jahrestag des Massakers am Platz des Himmlischen Friedens die Rundfunkanstalten des Landes auf Linie bringt

    Am Mikrofon: Burkhard Müller-Ullrich

  • 18:40 Uhr

    Geschichte aktuell:
    Metamorphosen einer Befreiungsbewegung
    Vor 50 Jahren: Die Gründung der PLO

  • 19:10 Uhr

    Handball - Champions League Finale und Spiel um Platz 3 beim Final Four in Köln
    Final Four in der Handball Champions League - Was nimmt die deutsche Nationalmannschaft daraus mit für die WM-Playoffs? Gespräch mit Nationalmannschaftskapitän Oliver Roggisch
    Fußball - Länderspiel in Mönchengladbach: Deutschland - Kamerun
    Fußball - Bundesliga Frauen: 1. FFC Frankfurt - Turbine Potsdam
    Tennis - French Open in Paris
    WM14 - Mythos Seleção: Rekordweltmeister Brasilien
    Erinnerung an die WM 1978: Wie Opfer der argentinischen Militärdiktatur das „Fußballfest“ erlebten
    Fußball-Lehrer, Raubein, Legende: Gespräch mit Gisela Weisweiler und Weggefährte Jupp Heynckes anlässlich der Veröffentlichung einer Biographie über den Erfolgstrainer Hennes Weisweiler
    Leichtathletik - Meeting in Götzis/Österreich
    Reiten - Deutsches Spring- und Dressurderby 2014 in Hamburg: Deutsches Dressur und Spring-Derby 2014

    Moderation: Marina Schweizer

  • 20:05 Uhr

    Das maximal Fremde
    Von Menschen und Außerirdischen
    Von Raphael Smarzoch
    Regie: Robert Steudtner
    Produktion: DLF 2014

    Außerirdische sind aus der Popkultur nicht mehr wegzudenken. Mal treten sie als kosmische Bedrohung in Erscheinung, als eine fremde Macht aus dem Dunkel des Weltraums, die manipuliert, versklavt und zerstört. Dann kommen sie in friedlicher Absicht, entpuppen sich als Retter und Erlöser der Menschheit. Sie sind das maximal Fremde, das je nach gesellschaftlicher Stimmung ein politischer Gegner, ein Migrant oder ein Virus sein kann. Sie treten als Sinnbild für die unaufhaltsame Digitalisierung in Erscheinung oder reflektieren das Trauma des Terrorismus. Immer wieder hört man von vermeintlich echten Begegnungen mit Außerirdischen. Von seltsamen Flugobjekten, fliegenden Untertassen am Himmel und von Entführungen durch Aliens, die Experimente an Menschen vornehmen. Dass wir nicht alleine im Universum sind, ist nicht nur eine Überzeugung der Unterhaltungsindustrie. Seit der Neuzeit glauben Naturwissenschaft und Philosophie, dass es intelligentes Leben im All geben muss.

  • 21:05 Uhr

    Extra mit Deutschlandfunk in der Kölner Philharmonie

    Pierre Boulez
    ‚...explosante-fixe...‘ für MIDI-Flöte, zwei Soloflöten, Orchester und Elektronik

    Claude Debussy
    ‚Images‘ für Orchester

    György Ligeti
    ‚Lontano‘ für großes Orchester

    ‚Atmosphères‘ für großes Orchester

    Emmanuel Pahud, Flöte
    Experimentalstudio des SWR
    SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
    Leitung: François-Xavier Roth

    Aufnahme vom 11.5.14 aus der Kölner Philharmonie

    Trotz mancher Horrorvision hat der Mensch im 20. Jahrhundert gelernt, mit Maschinen zu leben. Die produktive Partnerschaft der beiden, die fortschreitende Technisierung der Gesellschaft seit dem 1. Weltkrieg ist in diesem Jahr das Thema von "Acht Brücken", dem Kölner Festival für die Musik der Moderne. Zum Festivalfinale führt François-Xavier Roth das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg durch ein Programm, in dessen Mittelpunkt ein Hauptwerk von Pierre Boulez steht: das in den frühen 1970er-Jahren erstmals skizzierte, aber erst 20 Jahre später ausgeführte "...explosante - fixe...", ein Konzert für MIDI-Flöte, zwei Soloflöten, Orchester und Elektronik. Während Roths Zeit als Chef des SWR-Sinfonieorchesters langsam endet, wird ihn das Publikum in der Kölner Philharmonie bald häufiger erleben - 2015 beginnt in der Domstadt sein Engagement als neuer Generalmusikdirektor.

  • 23:30 Uhr

    Angeschlagen in den Saisonhöhepunkt?
    Sportgespräch mit Hockey-Nationalspieler Tobias Hauke
    vor der Weltmeisterschaft in den Niederlanden

    Die Fragen stellt Moritz Küpper.