Freitag, 03. Dezember 2021

Programm: Vor- und RückschauSonntag, 07.09.2014

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  • 00:05 Uhr

    Los Parra de Chile
    Die Lange Nacht der chilenischen Künstlerfamilie
    Von Andreas Bodenhöfer und Wolfgang Hamm
    Regie: Wolfgang Hamm

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekamen die Näherin Clara Sandoval Narrete und der Volksschullehrer Nicanor Parra Parra in bescheidenen ländlichen Verhältnissen, 400 km südlich von Santiago, neun Kinder. Nicanor, der Älteste der neun Geschwister, hat mit seiner "Anti-Poesie" die Dichtung in spanischer Sprache revolutioniert. Am 5. September - so ist zu hoffen - wird der noch rüstige Cervantes-Preisträger seinen 100. Geburtstag feiern. Violeta kam nur drei Jahre nach Nicanor zur Welt. 1967, mit 49 Jahren, nahm sie sich das Leben: Ein Jahr vor ihrem Tod komponierte sie ihr berühmtes "Gracias a la Vida". Mit ihren Kompositionen und Liedern gab sie der Volksmusik Chiles und Lateinamerikas viele neue Impulse. Angel und Isabel Parra, die Kinder Violetas, gehörten schon seit Ende der 60er-Jahre zu den wichtigsten Stimmen der Nueva Cancion Chilena, der neuen Liedbewegung Chiles. Die Kinder von Angel Parra, Javiera und Angel Junior, haben sich in der heutigen Rock-, Pop- und Jazzszene Chiles einen Namen gemacht. Tita Parra, Tochter von Isabel, blieb als Liedersängerin ihrer Großmutter Violeta Parra stilistisch treu. Eine "Lange Nacht" über Leben und Werk dieser einzigartigen Künstlerfamilie.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr  Konzertmomente

    Arnold Schönberg
    Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente, op. 9
    Ensemble Modern der Jungen Deutschen Philharmonie
    Leitung: Diego Masson

    03:05 Uhr  Schlüsselwerke

    Johannes Brahms
    Sinfonie Nr. 1 c-Moll, op. 68
    Chicago Symphony Orchestra
    Leitung: Daniel Barenboim

    05:05 Uhr  Auftakt

    John Dowland
    Flow my tears / Lachrimae Antiquae
    Lachrimae Antiquae Novae
    The King of Denmarks Galliard
    Can she excuse my wrongs / The Earle of Essex Galliard
    Lachrimae Gementes
    Forlorn Hope Fancy
    Come again, sweet love doth now invite
    Sorrow stay !
    MrJohn Langtons Pavan
    My thoughts are winged with hopes / Sir John Souch his Galliard
    Ian Bostridge, Tenor
    Elisabeth Kenny, Laute
    Fretwork



    Gustav Mahler
    aus: Sinfonie Nr 4 G-Dur,
    Sehr behaglich
    Dawn Upshaw, Sopran
    Cleveland Orchestra
    Leitung: Christoph von Dohnanyi


    Peter Maxwell Davies
    aus: Eight Songs for a Mad King für Bariton und sechs Instrumente,
    Georg Nigl, Bariton
    Christian Tetzlaff, Violine
    Tanja Tetzlaff, Violoncello
    Jaime Martin, Flöte
    Sharon Kam, Klarinette
    Hans-Kristian Kjos Sorensen, Schlagzeug
    Alexander Lonquich, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Verzweifelter Kampf gegen Ebola - Warum Afrika denIndustrieländern egal ist

  • 06:10 Uhr

    Dietrich Buxtehude
    'Nun lob mein Seel' den Herren' für Orgel, BuxWV 214, 215, 213
    Ton Koopman, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    'Lobe den Herrn, meine Seele'. Kantate zum zwölften Sonntag nach Trinitatis, BWV 69a
    Yoshie Hida, Sopran
    Makoto Sakurada, Tenor
    Kirsten Sollek-Avella, Alt
    Peter Kooij, Bass
    Chor und Orchester des Bach Collegium Japan
    Leitung: Masaaki Suzuki

    Antonio Vivaldi
    'Clarae stellae, scintillate'. Motette für Alt, Streicher und Basso continuo, RV 625
    Randi Stene, Alt
    Taverner Players
    Leitung: Andrew Parrott

    Marcel Dupré
    Prélude et Fugue H-Dur, op. 7 Nr. 1
    Cameron Carpenter, Orgel

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
    Sommerreihe "Fremde Welten", Teil 7: Die lange Geschichte des arabischen Herbstes

    Wenn die Welt in Stücke fällt. Kann die Philosophie zur Lösung aktueller Probleme beitragen?
    Ein Interview mit dem Philosophen und Historiker Philipp Blom

    Nato und Russland: das Ende einer Partnerschaft? Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Henning Riecke

    Kulturpresseschau: Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Terror im Namen des "Heiligen Krieges" - ISIS und der Krieg in Syrien und dem Irak
    Ein Interview mit dem Politologen und Islamwissenschaftler Stephan Rosiny

    Denk ich an Deutschland: der Schriftsteller Rolf Dobelli

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Sieben Männer - und ich. Unterwegs mit Sr. Anna Mirijam Kaschner, Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz
    Von Ute Stenert
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 300 Jahren: Der Friede von Baden beendet den Spanischen Erfolgekrieg

  • 09:30 Uhr

    Des Geistes Gegenwart
    Ein kritischer Blick auf Theorien und ihr Design
    Von Wolfgang Ullrich

    Wie entstehen Theorien im Allgemeinen und aktuelle geisteswissenschaftliche Thesen im Besonderen? Warum sind heute andere Typen von Thesen beliebt als noch vor einigen Jahrzehnten? Wolfgang Ullrichs Essay untersucht, wie etwa die Methode des Vergleichs zur Zeit fast nur dazu genutzt wird, Ähnlichkeiten aufzuzeigen, nicht aber zur Analyse von Differenzen. Was aber bedeutet das für die Geisteswissenschaften? Ullrich bietet mehrere überraschende Antworten auf diese Frage, die sowohl auf tiefere gesellschaftliche Prägungen wie auf individuelle Motive einzelner Wissenschaftler verweisen.

    Wolfgang Ullrich, geboren 1967, ist Kunsthistoriker, Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs und Professor für Kunstwissenschaft und Medienphilosophie an der HfG Karlsruhe.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der St. Nikolaikirche in Berlin-Spandau
    Predigt: Pfarrerin Christine Schlund
    Evangelische Kirche

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt
    Größter Mangrovensumpf der Welt
    Die "Sundarbans" zwischen Bangladesch und Ost-Indien

    Reise zurück in die 60er Jahre
    Mit dem "Magic Bus" durch San Francisco

    Auf die "Mädelegabel"
    Wanderung über den Allgäuer Hauptkamm

    Sprache des Herzens
    Dialektatlas: Saarländisch

    Am Mikrofon: Panajotis Gavrilis

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Zu Gast: Peter Sühring, Musikhistoriker

    Ältere klassische Musik und historische Aufführungspraxis: Das sind die Spezialgebiete des Berliner Musikwissenschaftlers und Kritikers Peter Sühring. Über die Fachkreise hinaus bekannt wurde er durch die Beschäftigung mit dem vergessenen jüdischen Komponisten Gustav Jacobsthal, dessen Nachlass Peter Sühring erschloss und in einer großen Monographie zusammenfasste. Peter Sühring ist zu Gast in den „Zwischentönen“ - am kommenden Sonntag.

  • 15:05 Uhr

    Das Karma von Hernando - der amerikanische Musiker und Produzent Luther Dickinson
    Von Jörg Feyer

    Man muss schon an Martin Luther denken, hört man "Rock’n’ Roll Blues", das dritte Soloalbum von Luther Dickinson: Da stand er nun - und konnte nicht anders. Als in die - zugegeben großen - Fußstapfen von Vater Jim zu treten. Jim Dickinson, der legendäre Produzent, der ihn schon im Alter von 14 Jahren Gitarre fur die Band Replacements spielen ließ. Mit 41 beschwört der Filius nun in einer gelungenen Initiationsnachlese sein Karma. Ist er der Fackelträger des wahren Memphissounds, dessen Geist da draußen vor den Toren der Stadt, in Hernando, Mississippi, weiterlebt? Dort, wo Luther mit seinem jüngeren Bruder Cody und ihren North Mississippi Allstars schon seit 1995 Bluestradition fortschreibt. Zuletzt brachte er zudem mit "The Wandering"ein besonderes Projekt an den Start und bewies auch als Produzent für Amy LaVere beachtliches Gespür für Musik. Jörg Feyer traf Luther Dickinson in Hamburg. Im Gespräch ging es neben den zahlreichen Aktivitäten selbstredend auch um den 2009 verstorbenen Vater.

  • 16:10 Uhr

    Aus dem literarischen Leben
    Das Buch der Woche
    Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
    Band 2: Im Schatten junger Mädchenblüte (Reclam Verlag, Stuttgart)
    Vorgestellt von Wolfgang Schneider

    Am Mikrofon: Hajo Steinert

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt-Programmänderung!
    Ebola
    Der Ernstfall für die Staatengemeinschaft
    Hintergründe zum aktuellen Ausbruch in Westafrika

    Wer die Nachrichten zu Ebola in den letzten Tagen verfolgte, konnte leicht den Eindruck gewinnen: Endlich wacht die Welt auf. Mit drastischen Worten schilderte Joanne Liu, die Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, die Gefahr, die von dem Virus ausgeht, und führende Köpfe von WHO und UNO stimmten ihr zu. Es müsse endlich gehandelt werden, so Margret Chan, WHO-Präsidentin, sie sei das Gerede leid.
    Doch was genau soll man tun? Seit sechs Monaten grassiert Ebola in Westafrika, 1900 Menschen sind daran gestorben und die Zahlen steigen weiter. Auf eine Impfung warten ist sicher keine Option. In dieser Woche begann zwar eine erste Studie mit einem potentiellen Impfstoff-Kandidaten, doch die Prüfung wird dauern. Seit dem 28. August liegt die sogenannte Roadmap auf dem Tisch. Darin hat die WHO Maßnahmen vorgestellt, die es jetzt umzusetzen gilt.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Europa anders denken - Ideen für eine europäische Bürgerunion. Ulrike Guérot vom European Democracy Lab

    Am Mikrofon: Stephan Detjen

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Höchste Auszeichnung für den besten Film - Roy Anderssons „Eine Taube saß auf einem Ast und dachte über die Existenz nach“ wird in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet

    Die italienische Kulturpolitik unter Reformdruck - Warum Künstler und Institutionen gegen die neue Programmatik protestieren

    Bildertheater von Romeo Castelluci - Die Ruhrtriennale zeigt Morton Feldmans/Samuel Becketts "Neither"

    "Die lächerliche Finsternis" - Dusan David Parizek inszeniert das neue Stück von Wolfram Lotz nach Joseph Conrad in Wien

    Sommerreihe "Fremde Welten", Teil 7: Tunesien und die lange Geschichte des arabischen Herbstes

    Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

  • 20:05 Uhr

    Game Inc.
    Die Spielefizierung des Lebens
    Von Raphael Smarzoch
    Regie: Robert Steudtner
    Produktion: WDR 2013

    Spielend lernen, spielend arbeiten, spielend trainieren. Computerspiele haben die Randbereiche der Popkultur längst verlassen. Sie sind mitten unter uns. Die "Gamifizierung" unseres Lebens ist in vollem Gang. Spiele werden eingesetzt in Kunst, Pädagogik, Politik, Medizin oder Kriegsführung. Punkte sammeln und Highscores ergattern, das ist nichts Ungewöhnliches mehr. Selbst das Kommentieren von Leuten, die Computerspiele spielen, wie es in sogenannten "Let’s Play"-Videos passiert, wird als eine Art akustischer Bedienungsanleitung immer populärer. Die Spielefizierung unserer Gesellschaft schreitet immer weiter voran und zeigt Computerspiele nicht als eskapistischen Zeitvertreib einsamer Nerds, sondern als Tool, das die Welt verändert.

  • 21:05 Uhr

    Von Mauern und Menschen
    Zeitgenössische Vokalmusik von Reiner Bredemeyer, Gerhard Stäbler, Stephan Froleyks, Georg Katzer, Samir Odeh-Tamimi, Marc Yeats
    AuditivVokal Dresden
    Leitung: Olaf Katzer

    Aufnahme vom 27.2.14 aus dem Deutschen Hygiene-Museum in Dresden

    Im Herbst 2014 jährt sich der Fall der Berliner Mauer als besonderer Teil der deutsch-deutschen Staatsgrenze zum 25. Mal. Klangnetz Dresden widmet sich diesem Jubiläum mit einer Konzertreihe Neuer Musik, die u.a. avanciertes zeitgenössisches Komponieren in der ehemaligen DDR erinnert und wieder zur Aufführung bringt. Die junge Dresdener Formation AUDITIVVOKAL nutzte das Eröffnungskonzert Ende Februar 2014, um einige Werke aus dem Nachlass des Komponisten Reiner Bredemeyer uraufzuführen. Inhaltlich mischten die 13 Sänger individuelle und gesellschaftliche Perspektiven sowie Werke aus ehemals Ost und West und von Komponisten von heute.