Montag, 04. Juli 2022

Programm: Vor- und RückschauMittwoch, 25.12.2019

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    Sun
  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Sinfonische Musik

    Antonín Dvořák
    Sinfonische Variationen über ein Originalthema für Orchester, op. 78
    London Symphony Orchestra
    Leitung: István Kertész

    Edward Elgar
    Variationen über ein Originalthema für Orchester, op. 36 ,Enigma-Variationen'
    London Philharmonic Orchestra
    Leitung: Bernard Haitink

    02:07 Uhr   Kammermusik

    Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

    Peter Tschaikowsky
    Streichquartett Nr. 2, F-Dur,  op. 22
    Quartettsatz B-Dur

    Quatuor Danel:
    Marc Danel, Violine
    Gilles Millet, Violine
    Vlad Bogdanas, Viola
    Yovan Markovitch, Violoncello

    03:05 Uhr   Alte Musik

    Arcangelo Corelli
    Concerto grosso B-Dur, op. 6 Nr. 5
    Amandine Beyer, Violine und Leitung
    Yoko Kawakubo, Violine
    Gli Incogniti

    Georg Philipp Telemann
    Konzert für Blockflöte, Viola da gamba, Streicher und Basso continuo a-Moll, TWV 52:a1
    Pierre Hamon, Blockflöte
    Jordi Savall, Viola da gamba und Leitung
    Le Concert des Nations

    Johann Sebastian Bach
    Konzert für Cembalo, Streicher und Basso continuo d-Moll, BWV 1052
    Mahan Esfahani, Cembalo
    Concerto Köln

    04:05 Uhr   Neue Musik

    Sebastian Stier
    Strahlensatz für 12 Streicher
    Ensemble Resonanz
    Aufnahme vom 25.1.2009 aus dem Radialsystem V, Berlin

    Joanna Wozny
    Vom Verschwinden einer Landschaft II
    Ensemble Recherche
    Aufnahme vom 9.10.2013 aus dem Morat-Institut, Freiburg

    Leopold Hurt
    Erratischer Block. Für Violine, Saxophon, Klavier, Schlagzeug, mikrotonale Altzither und Zuspielung
    Leopold Hurt, Altzither
    Ensemble Mosaik
    Aufnahme vom 20.12.2013 Traumton Studio, Berlin

    05:05 Uhr   Orgelmusik

    Louis Vierne
    Suite Nr. 4, op. 55
    Suite Nr. 1, op. 51 (Auswahl)
    Ben van Oosten an der Cavaillé-Coll-Orgel Saint-Ouen, Rouen

  • 06:05 Uhr

    Philipp Heinrich Erlebach
    'Fürchtet euch nicht'. Kantate zum 1. Weihnachtstag
    Dorothee Mields, Sopran
    Alexander Schneider, Alt
    Andreas Post, Tenor
    Matthias Vieweg, Bass
    Les Amis de Philippe
    Leitung: Ludger Rémy

    Christoph Graupner
    'Frohlocke, werte Christenheit'. Kantate am 1. Weihnachtstag für Soli, Chor und Orchester
    Veronika Winter, Sopran
    Franz Vitzthum, Alt
    Jan Kobow, Tenor
    Markus Flaig, Bass
    Das Kleine Konzert
    Leitung: Hermann Max

    Dietrich Buxtehude
    'Der Tag, der ist so freudenreich'. Choralbearbeitung für Orgel G-Dur, BuxWV 182
    Harald Vogel, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    'Unser Mund sei voll Lachens'. Kantate zum 1. Weihnachtstag für Soli, gemischten Chor und Orchester, BWV 110
    Roberta Invernizzi, Sopran
    Rosa Dominguez, Mezzosopran
    Charles Daniels, Tenor
    Klaus Mertens, Bass
    Chor von Radio Svizzera
    I Barocchisti
    Leitung: Diego Fasolis

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Kathedralen und Kultur - Der Kölner Dom

    Die universelle Schönheit der Musik - Ein Interview mit dem Neurowissenschaftler David Poeppel

    Todsünden der Moderne: Gier und Geiz. Ein Interview mit dem Theologen Gerhard Kruip

    Nicht mehr Schande Italiens - Die Kulturhauptstadt Matera zieht Bilanz

    Todsünden der Moderne: Neid. Ein Interview mit der Psychoanalytikerin Lilli Gast

    Denk ich an Deutschland: der Krimiautor Sebastian Fitzek

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft
    Auferstehen muss der Mensch schon selbst:
    Joseph Beuys und die Religion
    Von Burkhard Reinartz

  • 09:05 Uhr

    Vor 450 Jahren: Gerhard Mercator veröffentlicht seine Weltkarte

  • 09:30 Uhr

    Identitäten (1/7)
    Die Gefahr einer einzigen Geschichte
    Chimamanda Ngozi Adichie
    (Teil 2 am 26.12.2019)

    Unsere Lebensläufe und Kulturen bestehen aus vielen sich überlappenden Geschichten. Die Schriftstellerin Chimamanda Adichie erzählt, wie Stereotype unser Denken formen, insbesondere wenn es um Afrika geht. Wir würden ein bedenkliches Missverständnis riskieren, wenn wir nur eine einzige Geschichte über eine andere Person oder ein anderes Land hören.
    „Macht ist die Fähigkeit, die Geschichte einer anderen Person nicht nur zu erzählen, sondern sie zur maßgeblichen Geschichte dieser Person zu machen.“ Die vorherrschenden Narrative können durch monoperspektivisches Erzählen Menschen, Kulturen oder Orte auf eine einzige Geschichte reduzieren und so die Wahrnehmung der Wirklichkeit manipulieren. Adichie macht deutlich, dass niemand davor gefeit ist, solche anerzählten Identitäten unhinterfragt zu akzeptieren. Es sei an der Zeit, den single stories und ihren Stereotypen, die schon so lange unsere Gesellschaft dominieren, den Kampf anzusagen. Der Text beruht auf einem Vortrag, den Chimamanda Adichie 2007 auf einer TED-Konferenz hielt. Bekannt wurden vor allem die TED-Talks im Internet: die besten Vorträge der Konferenzen werden als kostenlose Videos ins Netz gestellt und seit 2009 auch deutsch untertitelt.
    Übersetzung: Katja Tonguçer.

    Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren, studierte Medizin und Kommunikationswissenschaften. Sie lebt heute in Lagos und in den USA. Ihre Bücher wurden in 37 Sprachen übersetzt. Für den Bestseller-Roman ,Americanah' erhielt sie 2013 unter anderem den National Book Critics Circle Award. Der Roman ,Blauer Hibiskus' war für den Booker Prize nominiert. In ihren Essays ,Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories' sowie ,Liebe Ijeawele' widmet sie sich Geschlechterrollen, Homosexualität, feministischer Erziehung und kultureller Identität.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Kirche St. Hildegard in Emmelshausen
    Zelebrant: Pfarrer Christian Adams
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Musica Sacra Nova 2019

    Werke von Katarzyna Danel, Aleksander Jan Szopa, Charles Prat Vives u.a.

    Kammerchor Jauna Muzika Vilnius
    Matthias Haarmann, Orgel
    Leitung: Vaclovas Augustinas

    Aufnahme vom 15.6.2019 aus der Abteikirche Brauweiler

    Am Mikrofon: Klaus Gehrke

    Seit Jahren ist die imposante romanische Kirche der Abtei Brauweiler nördlich von Köln Austragungsort der ,Musica Sacra Nova’, eines Festivals für europäische geistliche Chormusik der Gegenwart. Teil des Festivals ist auch ein Wettbewerb, zu dem junge Komponistinnen und Komponisten in zwei Kategorien Werke für Chor a cappella oder mit Orgelbegleitung einreichen. Die von einer internationalen Jury ausgewählten besten drei Arbeiten werden im Abschlusskonzert uraufgeführt. In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen an polnische und spanische Urheber, deren im Stile der Neo-Klassik gehaltene Wettbewerbsbeiträge zur Uraufführung kamen.

  • 12:00 Uhr

    Weihnachtsansprache und Segen Urbi et Orbi
    Papst Franziskus live vom Petersplatz in Rom

  • 12:30 Uhr

    Antonio Vivaldi
    Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo G-Dur, RV 308
    Midori Seiler, Violine
    Concerto Köln

    Antonio Caldara
    Sinfonia C-Dur
    Dresdner Barockorchester

  • 13:05 Uhr

    Weihnachtsbotschaft von Papst Franziskus und Segen "Urbi et Orbi"

    Nachdenkliche Töne im Heiligen Land - Die Mitternachtsmesse in Bethlehem

    "Demokratie braucht uns" - Weihnachtsansprache von Bundespräsident Steinmeier

    Aufruf zu "Weihnachtseinkäufen" - Neue Proteste und Zusammenstöße in Hongkong

    UN warnen vor humanitärer Katastrophe an Grenze zur Türkei

    Istanbul - Der prominente türkische Intellektuelle Osman Kavala bleibt in Haft

    Sri Lanka - Weihnachten unter strengen Sicherheitsvorkehrungen

    Wegen der Wärme vermisst Moskau den Schnee - Selbst Putin räumt Klimasorgen ein

    "Saison" beginnt schon im September - Weihnachtswahnsinn auf den Philippinen

    Am Mikrofon: Stephanie Rohde

  • 13:30 Uhr

    Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

    Gottfried August Homilius
    Advents- und Weihnachtskantaten
    ,Siehe, der Herr kömmt mit viel tausend Heiligen', HoWV II.3
    ,Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen', HoWV II.6
    ,So du mit deinem Munde bekennest Jesum', HoWV II.8
    ,Merk auf, mein Herz, und sieh dorthin', HoWV II.12

    Hanna Herfurtner, Sopran
    Franziska Gottwald, Alt
    Georg Poplutz, Tenor
    Mauro Borgioni, Bass
    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

    Aufnahme vom Februar 2019

    Am Mikrofon: Bernd Heyder

    Auch ein halbes Jahrhundert nachdem Johann Sebastian Bach seine Kirchenkantaten für Leipzig geschrieben hatte, erfreute sich diese Gattung in Mittel- und Norddeutschland noch großer Beliebtheit. Der Ton war aber ein anderer geworden, das zeigen die Kompositionen des Dresdner Musikdirektors und Kantors Gottfried August Homilius. Michael Alexander Willens hat vier dieser Kantaten - drei für die Adventszeit und eine zum Weihnachtsfest - mit seiner Kölner Akademie im Deutschlandfunk Kammermusiksaal erstmals eingespielt. Es sind Werke, die ihre Botschaften vor allem in kantablen Melodien und innig-warmen Klangfarben vermitteln, selbst an Weihnachten setzte Homilius auf Hörner statt Trompeten.

  • 15:05 Uhr

    „Schmeiß das weg!"
    Lust und Last des Aufbewahrens
    Von Florian Felix Weyh
    Regie: Philippe Brühl
    Produktion: Dlf 2017

    Man kann Dinge für sich aufheben oder für andere. Man kann Dinge von sich aufbewahren oder von anderen. Aufgehoben und aufbewahrt wird seit Menschengedenken. Archäologie und Geschichte wären undenkbar ohne Artefakte. Allerdings quillt 70 Jahre nach dem letzten großen Krieg alles über: Schränke, Schubladen, Speicher, Archive. Doch muss man angesichts der digitalen Auflösungsbedrohung nicht gerade besonders eifrig aufheben, sammeln, bewahren? Männer häufen an, Frauen werfen weg. Alte Eltern klammern sich an Nippes, Kinder empfinden den Nachlass als Müll. Der Messie als Extremaufheber kann sich von nichts trennen, der digitale Nomade besitzt nur noch Matratze und Computer. Ein unscheinbares Feld des Alltags, das voller Spannungen steckt.

  • 16:05 Uhr

    Peter Stamm: "Marcia aus Vermont. Eine Weihnachtsgeschichte"
    (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main)
    Gespräch und Lesung mit Peter Stamm

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Der Inka Code
    Im Reich der Knotenschnüre
    Von Vera Pache

    Es heißt, die Inka hätten keine Schriften hinterlassen, nur Khipus, Knotenschnüre für die Buchhaltung einer streng durchorganisierten Verwaltung. Doch inzwischen tauchen Zweifel auf. Die Fasern sind verschieden gefärbt, die Knoten unterschiedlich geknüpft: ein mehrdimensionales Informationssystem, das nicht nur Zahlen sondern auch andere Botschaften verschlüsseln könnte. Als die Spanier in Südamerika landeten und das bereits geschwächte Inkareich zusammenbrach, verlernten ihre Nachfahren, die Knoten zu lesen. Heute sind noch etwa 1.000 Khipus erhalten, weltweit lagern sie verstreut in Museen und Sammlungen, aber auch in kleinen Dörfern in den Anden. Forscher haben sich auf die Suche gemacht. Sie tragen die Khipus zusammen und mit ihnen immer mehr Daten. Sie könnten die verloren gegangene Geschichte der Inkas neu erzählen - wenn es gelingt, den Inka-Code zu knacken.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Geben und Nehmen: Die Philosophin Lisa Herzog über Arbeit, Reichtum und Verantwortung im Gespräch mit Anja Reinhardt

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Was war los am Theater? - Jahresrückblick 2019

    Kathedralen und Kultur - Der Kölner Dom

    Zurück, aber nicht im Stall - Die Jesuskrippe von Bethlehem

    Nicht mehr Schande Italiens - Die Kulturhauptstadt Matera zieht Bilanz

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:10 Uhr

    "Demokratie braucht uns" - Weihnachtsansprache von Bundespräsident Steinmeier

    Weihnachtsbotschaft von Papst Franziskus und Segen "Urbi et Orbi"

    Aufruf zu "Weihnachtseinkäufen" - Neue Proteste und Zusammenstöße in Hongkong

    Neue Boeing-Dokumente zeigen, wie früh Sicherheitsmängel bekannt waren

    UN warnen vor humanitärer Katastrophe an Grenze zur Türkei

    Istanbul - Der prominente türkische Intellektuelle Osman Kavala bleibt in Haft

    Sri Lanka - Weihnachten unter strengen Sicherheitsvorkehrungen

    Feuerwalze bedroht Weltkulturerbe Valparaíso

    Wegen der Wärme vermisst Moskau den Schnee - Selbst Putin räumt Klimasorgen ein

    "Sweet Dreams" und soziales Gewissen - Ex-Eurythmics-Star Annie Lennox wird 65

    Am Mikrofon: Rainer Brandes

  • 18:40 Uhr

    Für eine Handvoll Euro - Flaschensammler und ihr Alltag

  • 19:15 Uhr

    Katrin Michaelsen im Gespräch mit Léa Linster, Spitzenköchin aus Luxemburg

  • 20:05 Uhr

    Gottes ist der Orient, Gottes ist der Okzident
    Vor 200 Jahren erschien Goethes ,West-östlicher Divan'
    Von Irene Dänzer-Vanotti

  • 20:30 Uhr

    Lesung von den Tagen der deutschsprachigen Literatur (TDDL) in Klagenfurt 2019
    Sarah Wipauer liest: ,Raumstation Hirschstetten'

  • 21:05 Uhr

    Kabarett, Comedy & schräge Lieder
    Zwischen Krippenblues und Pannenbaum - Rohes Fest reloaded
    Das Querköpfe-Special für Weihnachtshasser
    Von Achim Hahn

    Geben wir’s doch zu, das Grauen hat einen Namen: Weihnachten - das Fest der Liebe und der Dissonanzen, zelebriert zwischen Krippenblues und Pannenbaum. Kurz die heiße Phase der kalten Jahreszeit und Hölle aller Bescherungsbemühungen. Ein unerträglicher Ausnahmezustand, finden die Weihnachtshasser, akustisch untermalt durch Glöckchen und nervtötende Glückseligkeitslieder. Trotzdem soll es immer noch Leute geben, die sich auf diese Zeit der Geschmacksverirrungen freuen. „Rohes Fest” wünschten da nicht nur die Herren Goosen und Malmsheimer vom ehemaligen Duo Tresenlesen mit ihrem gleichnamigen Vorlese-Programm, dessen Titel wir uns zu Weihnachten ausgeliehen haben für ein Radio-Fest der bösartigen oder schlicht: der etwas anderen Weihnachtsgeschichten und Lieder.

  • 22:05 Uhr

    Auswärtsspiel - Konzerte aus Europa

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Te Deum, KV 141

    Arvo Pärt
    Da pacem Domine

    Franciso António de Almeida
    Te Deum (Ausschnitte)

    Bárbara Barradas, Sopran
    Carolina Figueiredo, Mezzo-Sopran
    Marco Alves dos Santos, Tenor
    André Baleiro, Bass

    Coro Gulbenkian
    Divino Sospiro
    Leitung: Jorge Matta

    Aufnahme vom 31.12.2018 aus der Igreja de São Roque in Lissabon

    Am Mikrofon: Christiane Lehnigk

    Kaum etwas hat sich erhalten können, als im Jahre 1755 ein Erdbeben, gefolgt von einem Großbrand und einem Tsunami, die portugiesische Hauptstadt Lissabon fast vollständig vernichtete und zigtausend Menschen in den Tod trieb. Es war eine der heftigsten Naturkatastrophen der europäischen Geschichte, die noch lange nachwirkte. Umso größer ist die Beliebtheit der St.-Rochus-Kirche im Stadtteil Bairro Alto, die wie durch ein Wunder kaum beschädigt wurde und heute zu den prächtigsten Kirchen weltweit zählt. Hier fand am letzten Tag des vorigen Jahres ein Konzert mit ,Te Deum’ -Kompositionen statt, mit dem Chor der Gulbenkian Stiftung und dem einheimischen Alte Musik-Ensemble Divino Sospiro. Auch die vier Solistinnen und Solisten erhielten ihre Ausbildung in Lissabon. Im Mittelpunkt stand das opulente ,Te Deum’ von Francisco António de Almeida, dessen Stil durch die neapolitanische Opera buffa geprägt ist, der selbst aber das Erdbeben wohl nicht überlebte. Zwischen dieses Werk und die kurze ,Te Deum’ -Vertonung von Wolfang Amadeus Mozart hat der Dirigent Jorge Matta das lateinische Gebet um Frieden ,Da Pacem Domine’ von Arvo Pärt platziert.

  • 23:05 Uhr

    Der Bariton Matthias Goerne
    Am Mikrofon: Anne Montaron

    Der Bariton Matthias Goerne zeichnet sich durch seine kernig-verdunkelte Stimme und gut durchdachte Interpretationen aus und zählt so zu den aktuell wichtigsten Lied- und Konzertsängern. In den ,Schönen Stimmen’ spricht er über seinen etwas holprigen Start in die Gesangsausbildung an der Hochschule Leipzig, wichtige Stationen seiner Karriere und wieso er in fünf Jahren nicht mehr öffentlich singen wird.