Montag, 06. Februar 2023

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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 26.07.2020

  • 00:05 Uhr

    Eine Sprache der Verbindung
    Die Lange Nacht über Gewaltfreie Kommunikation
    Von Barbara Leitner
    Regie: Rita Höhne
    (Wdh. v. 27./28.5.2017)

    Wer kennt das nicht? Gerade war alles noch in Ordnung, dann ein Blick, ein Satz, ein Wort und die Beziehung gerät ins Wanken, mit dem Liebsten, dem Kind, mit Freunden oder Kollegen. Was nährt Verbindung und Verstehen? Wodurch fühlen sich Menschen verletzt und einsam? Diese Fragen bewegten den amerikanischen Psychologen Marshall Rosenberg. In den 1970er-Jahren entwickelte er sein Modell der Gewaltfreien Kommunikation als eine Sprache der Verbindung. Dabei geht es darum, sich aufrichtig mitzuteilen und einander wirklich zuzuhören. Beide Seiten sollen Konflikte lösen, ohne dass es Gewinner und Verlierer gibt. Vor 30 Jahren kam dieser Ansatz in den deutschsprachigen Raum und er verbreitet sich hier seitdem, wie nirgendwo sonst auf der Welt. Heute gilt „die GFK“ als einer der meistgenutzten Trainingsansätze. Mindestens eine Million Menschen in Deutschland sind mit dieser Art der verbindlichen, empathischen Kommunikation vertraut und übten, diese Sprache des Herzens zu sprechen.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Kammermusikfest „Spannungen“ 2019

    Mátyás Seiber
    Serenade für Bläsersextett

    Éric Montalbetti
    Sonate für Violine solo
    Duo für Violine und Klavier (Lied des Dankes)

    Nicola Jürgensen, Klarinette
    Sharon Kam, Klarinette
    Dag Jensen, Fagott
    Theo Plath, Fagott
    Zora Slokar, Horn
    Kristian Katzenberger, Horn
    Christian Tetzlaff, Violine
    Alexander Vorontsov, Klavier

    Aufnahme vom 28.6.2019 aus dem Wasserkraftwerk in Heimbach

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Capriccio brillant h-Moll für Klavier und Orchester, op. 22

    Konzert Nr. 2 d-Moll für Klavier und Orchester, op. 40

    Serenade und Allegro giojoso op. 43

    Ronald Brautigam, Hammerflügel
    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

  • 06:10 Uhr

    Gottfried August Homilius
    'Brich dem Hungrigen sein Brot'. Motette
    sirventes berlin
    Leitung: Stefan Schuck

    Henry Purcell
    'They that go down to the sea in ships'. Verse anthem
    David Thomas, Bass
    Matthew Bright, Countertenor
    Choir of Christ Church Cathedral Oxford
    The English Concert
    Leitung: Simon Preston

    Heinrich Schütz
    'Paratum cor meum, Deus'. Geistliches Konzert, SWV 257
    Dorothee Mields, Sopran
    Ensemble
    Leitung: Hans-Christoph Rademann

    Samuel Scheidt
    'Jesus Christus, unser Heiland'. Psalmus sub communione
    German Brass
    Leitung: Enrique Crespo

    Johann Sebastian Bach
    'Was willst du dich betrüben'. Kantate am 7. Sonntag nach Trinitatis, BWV 107
    Bach Collegium Japan
    Leitung: Masaaki Suzuki

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    "Als wir tanzten" - Ein Film über die schwule Künstler-Szene in Georgien

    Meinungsfreiheit und Debattenkultur - Ein Interview mit dem Historiker René Schlott

    Homeoffice und die Zukunft der Arbeit - Ein Interview mit der Philosophin Lisa Herzog

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Kompromisse und Konflikte - Zur Zukunft der EU ein Interview mit dem Historiker Kiran Klaus Patel

    Denk ich an Deutschland: die Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Darf man ein Pontifikat ad acta legen?
    Die Erkenntnisse zu Pius XII. im Archiv des Vatikans
    Von Ulrich Nersinger
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 150 Jahren: Der spanische Maler Ignacio Zuloaga geboren

  • 09:30 Uhr

    Der lange Schatten von 9/11
    Vom Krieg gegen den Terror zum Krieg gegen das Virus
    Pascal Fischer im Gespräch mit dem Islamwissenschaftler Stefan Weidner

    Die Reaktionen auf das Coronavirus gleichen auf unheimliche Weise dem jüngeren Kampf gegen den islamistischen Terrorismus. Der streitbare Orientalist Stefan Weidner meint: In der Virusbekämpfung folgen wir Mustern, die sich erst in den vergangenen 20 Jahren herausgebildet haben. Die islamistischen Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und die weltweite Coronavirus-Pandemie können schon jetzt als die zwei großen welthistorischen Einschnitte im 21. Jahrhundert gelten. Unheimlicherweise tauchen in ihrem Windschatten viele Ähnlichkeiten auf: Man spricht vom Krieg, erst jüngst nannte der New Yorker Bürgermeister Beatmungsgeräte Waffen. Wie einst der Schläfer ist auch das Virus ein unsichtbarer Feind; wir teilen uns unwillkürlich ein in gefährliche und ungefährliche Zeitgenossen; mancherorts kommt es zu Pauschalverdächtigungen gegen ganze Bevölkerungsgruppen. Wieder einmal gibt es Einschränkungen im öffentlichen Leben, Nationalismus, Grenzschließungen, Turbulenzen auf den Märkten - und die digitale Überwachung ist weit fortgeschritten. Für Stefan Weidner zeigt all dies, dass wir die Pandemie so bekämpfen wollen wie einst den islamistischen Terrorismus. Das war allerdings ein Krieg, der gründlich schief gegangen ist. Eine viel zu drastische Diagnose, die uns zu Fatalismus und Apathie verurteilt? Keineswegs, erklärt Stefan Weidner im Gespräch. Vielmehr lassen sich so klare Leitlinien für eine alternative globale Bewältigungsstrategie aufzeigen.
    Stefan Weidner ist Autor und Islamwissenschaftler. Zuletzt veröffentlichte er „Jenseits des Westens. Für einen neuen Kosmopolitismus” (2018) und „1001 Buch. Die Literaturen des Orients” (2019). Im Deutschlandfunk wurde 2019 Weidners Radioessay „Unsere Freiheit, von außen gesehen” gesendet.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus dem Pfarrgarten Saxdorf
    Predigt: Superintendent Christof Enders
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Amira Mohamed Ali, Fraktionschefin Die Linke im Deutschen Bundestag

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Russland besser verstehen
    Ein Land im Spiegel seiner Sprache

    Ist die Party vorbei?
    Beobachtungen auf Mallorca

    Ein Ozeandampfer in der Lausitz
    Haus Schminke in Löbau

    Lebensspur Lech
    Entlang des Flusses zwischen Tirol und Allgäu

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Zu Gast: Der Psychologe Stephan Grünewald im Gespräch mit Klaus Pilger

    „Psychologe der Nation“ - diesen Titel verlieh ihm einst die FAZ. Stephan Grünewald hat sich in zwei erfolgreichen Büchern mit der Seelenlage der Deutschen befasst: „Die erschöpfte Gesellschaft - Warum Deutschland neu träumen muss“ und „Wie tickt Deutschland? Psychologie einer aufgewühlten Gesellschaft“ wurden Bestseller. In Zeiten von Corona sind nicht nur Virologen gefragte Gesprächspartner, sondern auch Seelenerforscher wie Grünewald. Stephan Grünewald wurde 1960 in Mönchengladbach geboren und ist bis heute großer Fan der rheinischen Borussia. Direkt nach seinem Psychologiestudium an der Universität Köln - Schwerpunkt psychologische Morphologie - gründete er 1987 das Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen. Seit 1997 heißt die Firma „rheingold“. Tiefeninterviews sind dabei Teil seiner Arbeitsmethodik. Neben seiner Tätigkeit als Marktforscher praktizierte Grünewald auch als Therapeut in analytischer Intensivbehandlung. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählt die Trend- und Gesellschaftsforschung.

  • 15:05 Uhr

    Die Gretchenfrage: Erbe oder Epigonen
    Die amerikanische Band Greta van Fleet
    Von Marcel Anders

    Led Zeppelin hat der Rockwelt acht Alben hinterlassen - aber auch Hunderte Epigonen, die das Erbe der legendären Rockband systematisch recyceln. Ob das auch für das Quartett aus Frankenmuth im US-Bundesstaat Michigan gilt, ist die Gretchenfrage: Ist das nur rückwärtsgewandt oder enthält die Musik von Greta van Fleet auch Neues? Und bei aller Nähe zum Schaffen von Page, Plant & Co. erreichen die drei Brüder und ein Schlagzeuger mit ihrem Debüt „Anthem Of The Peaceful Army” vor allem ein Publikum, das die Hard-Rock-Pioniere nie in Aktion erlebt hat. Greta van Fleet sorgt also dafür, die Jugend für den Sound der 70er-Jahre zu sensibilisieren. Und das mit Fantasie, Leidenschaft und wahnwitziger Mission: Musik als Medium für Liebe, Harmonie und Menschlichkeit in einer düsteren, bedrohlichen Zeit. Als wäre der harte Rock gerade erst erfunden worden.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Markus Gabriel: „Fiktionen“
    (Suhrkamp Verlag, Berlin)
    Ein Beitrag von Thomas Palzer

    Am Mikrofon: Hubert Winkels

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Man sieht es doch!- Was sieht man?!
    Über 'Rasse' im Kopf
    Von Lydia Heller

    „Rasse“ hält sich hartnäckig in unseren Köpfen. Dcoh wissenschaftlich haltbar ist das Konzept auch jetzt nicht.
    Es stimmt, “Rassen” sind real. Weil Rassismus real ist, weil wir ihn praktizieren: Wir haben gelernt, „Rassen“ wahrzunehmen, wir handeln diesen Wahrnehmungen entsprechend und eine Reihe von Anthropologen, Biologen, Psychologen und anderen Forschern suchen seit Jahrhunderten nach Belegen dafür, dass wir mit unseren Annahmen und Handlungen richtig liegen. Gefunden haben sie bisher zwar nichts, womit sich begründen ließe, dass die Unterscheidung von Menschen nach „Rassen“ sinnvoll ist.
    Dennoch wird auch in der Forschung das Konzept von „Rassen“ immer wieder heraufbeschworen. Wissenschaftler und Experten melden sich zu Wort mit Thesen über die genetische Verschiedenheit bestimmter Menschengruppen und deren Herkunft und Verwandtschaft, die auch von Leuten diskutiert werden, die sich gegen die Zuschreibung Rassist zu sein, vehement wehren würden.
    Und wie kaum eine andere zeigt die inzwischen jahrhundertealte Debatte um „Rasse“: Auch Naturwissenschaft funktioniert in einem gesellschaftlichen Kontext. Solange der unhinterfragt bleibt, wird die Suche nach biologischen Begründungen für Unterschiede - und letztlich Hierarchien - zwischen Menschen nicht aufhören.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    "Wir müssen unbedingt tiefer graben, um ans Tageslicht zu bringen, was die Kolonialideologie wirklich bedeutet hat" - Die Schriftstellerin Leïla Slimani im Gespräch mit Dirk Fuhrig

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    1000 Tage Haft Osman Kavala - Zur Situation von Künstlerinnen und Künstlern in der Türkei

    Ausstellung "Critical Zones" - Das Karlsruher ZKM öffnet wieder

    Die Kleinen trifft es noch schneller - Off-Broadway-Theater kämpfen mit Corona

    Endlich mal erklärt - Wie realistisch war der Realismus?

    Am Mikrofon: Katja Lückert

  • 18:40 Uhr

    Zum Tode von Hans-Jochen Vogel

  • 19:10 Uhr

    Fußball - Auslosung DFB-Pokal

    Leichtathletik - Läufermeeting in Regensburg

    Beachvolleyball - Road to Timmendorf

    Handball - Die Rheinneckar Löwen und die Corona-Folgen

    Formel 1 - Standort Nürburgring

    Weltspiele - Sport und Kolonialismus (Teil 6): Chinas Stadiondiplomatie

    Basketball - NBA: Auf Korbjagd in Disney World

    Frauenfußball - Neues Team für LA? Interview mit Nadine Angerer

    Auszug Sportgespräch mit Friedhelm Funkel

    Corona - Langzeitschäden für Leistungssportler

    Am Mikrofon: Astrid Rawohl

  • 20:05 Uhr

    Topfgeburten
    Die Renaissance der Suppe
    Von Günter Beyer
    Regie: Uta Reitz
    Produktion: Deutschlandfunk 2017

    Die Suppe, der ins Abseits geratene erste Gang des familiären Sonntagsmenüs, erlebt derzeit ein Comeback. Im Winter bilden sich Warteschlangen vor den dampfenden Töpfen der kostenlosen Armenküchen, während Büroangestellte mittags ihr veganes Süppchen in angesagten Suppenbars löffeln. Neueste Kochbücher behaupten sogar: Suppen machen glücklich. Sie erinnern an die Kindheit, an Familienfeiern und kalte Wintertage. Haben Suppen Kultpotenzial? Dramatiker wie Frank Wedekind verdienten sich erste literarische Sporen mit Reklameversen für Maggi-Suppen. Doch gleichzeitig verweigert sich manch renitenter Suppenkasper dem neuen Food-Trend. Die Sendung bringt Ordnung in die neue Unübersichtlichkeit der Suppenlandschaft. Sie gart die lange Geschichte von der erdgeschichtlichen Ursuppe bis zur trendigen biozertifizierten Supp-Kultur im Tiefkühlregal. Es ist noch Suppe da!

  • 21:05 Uhr

    Festival Alte Musik Knechtsteden 2019

    Mendelssohn in Rom
    Gesänge aus der päpstlichen Passionsliturgie

    Ensemble Vox Werdensis
    Die Rheinische Kantorei
    Leitung: Hermann Max
    Konzeption und Gesamtleitung: Stefan Klöckner

    Aufnahme vom 22.9.2019 aus Klosterbasilika Knechtsteden

    Am Mikrofon: Helga Heyder-Späth

    „Man hat ein vollkommenes Ganzes, was einen mächtigen Eindruck seit Jahrhunderten ausgeübt hat, davor hab‘ ich Ehrfurcht, wie überhaupt vor jeder wirklichen Vollkommenheit.“ Das schreibt Felix Mendelssohn Bartholdy im April 1831 an seine Familie. Gerade hat er in Rom die Karwoche verbracht und Gottesdienste unter Mitwirkung der päpstlichen Kapelle erlebt. Manches befremdet ihn, den Protestanten. Manches hält seinen musikalischen Ansprüchen nicht stand. Und doch schildert er das Erlebte fasziniert in seinen Briefen. Die hat Stefan Klöckner im vergangenen September zu seinem Programm im Rahmen des Festival Alte Musik Knechtsteden inspiriert. Mit Gesängen aus Mittelalter und Renaissance tauchte er mit seinem Ensemble Vox Werdensis in die Klangwelten einer römischen Passionsliturgie ein.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    Taktiker, Personalplaner, Erzieher - was gute Trainer ausmacht

    mit Fußballtrainer Friedhelm Funkel und Buchautorin Isabella Müller-Reinhardt

    Die Fragen stellt Marina Schweizer