Donnerstag, 30. Juni 2022

Programm: Vor- und RückschauSonntag, 07.11.2021

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  • 00:05 Uhr

    Aufzeichnung eines Spielers
    Eine Lange Nacht zum 200. Geburtstag von Fjodor M. Dostojewski
    Von Uli Hufen
    Regie: Klaus-Michael Klingsporn

    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881) führte ein Leben wie ein Roman. Mit 25 war er ein berühmter Schriftsteller und Star der Petersburger Szene. Mit 28 wurde er zum Tode verurteilt, zur Hinrichtung geführt und im letzten Moment begnadigt. Seinen 30. Geburtstag verbrachte Dostojewski in Ketten in einem sibirischen Arbeitslager. Nach seiner Rückkehr aus Lager und Verbannung entstand in einer knapp über 20 Jahre dauernden Arbeitsorgie und unter unvorstellbaren Bedingungen das Werk, das Dostojewski zur Legende machte. Die Romane „Verbrechen und Strafe", „Die Dämonen", „Der Idiot" und „Die Brüder Karamasow", das „Tagebuch eines Schriftstellers" und „Der Spieler", die „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus" und die „Aufzeichnungen aus einem Kellerloch". Dostojewski ist praktisch immer pleite und in Konflikt mit Verlegern. Er muss Knebelverträge unterschreiben, sehr schnell arbeiten und sich jahrelang vor dem Schuldturm in Europa verstecken. Nebenbei: Zeitschriften gründen und leiten. Mehrere Kinder sterben als Babys, seine erste Frau stirbt an Tuberkulose. Er selbst leidet unter Epilepsie und Spielsucht. Und schreibt und schreibt und schreibt.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Heidelberger Künstlerinnenpreis 2021

    Lepo Sumera
    „Open(r)ing“

    Karola Obermüller 
    „Phosphor“ für Violoncello und Orchester (UA)

    Wolfgang Amadeus Mozart 
    Sinfonie Nr. 36 C-Dur, KV 425 „Linzer“ (Auszüge)

    Julian Steckel, Violoncello
    Philharmonisches Orchester Heidelberg
    Leitung: Anu Tali

    Aufnahme vom 24.2.2021 aus dem Theater Heidelberg

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Théodore Dubois
    Quintett für Oboe, Violine, Viola, Violoncello und Klavier F-Dur

    Stefan Schilli, Oboe
    Nina Karmon, Violine
    Anja Kreynacke, Viola
    Jakob Spahn, Violoncello
    Oliver Triendl, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Steigende Renten - Generationengerechtigkeit gibt es nicht

  • 06:10 Uhr

    Heinrich Schütz
    "Herr, der du bist vormals gnädig gewest". Psalm 85 für 2 Soprane, Countertenor, 2 Tenöre, Bass und Instrumentalensemble, SWV 461
    Gerlinde Sämann, Sopran
    Isabel Schicketanz, Sopran
    Dorothee Mields, Sopran
    David Erler, Countertenor
    Georg Poplutz, Tenor
    Tobias Mäthger, Tenor
    Felix Schwandtke, Bass
    Martin Schicketanz, Bariton
    Dresdner Kammerchor
    Leitung: Hans-Christoph Rademann

    Arvo Pärt
    "De Profundis" für Männerchor, Orgel und Perkussion
    Christopher Bowers-Broadbent, Orgel
    Dan Kennedy, Perkussion
    Theatre of Voices
    Leitung: Paul Hillier

    Georg Böhm
    "Gelobet seist du, Jesu Christ". Für Orgel
    Jens Wollenschläger, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    "Mache dich, mein Geist, bereit". Kantate für Soli, Chor, Traversflöte, Oboe d'amore, Horn, Violoncello piccolo, Streicher und Basso continuo, BWV 115
    Dorothee Mields, Sopran
    Olivia Vermeulen, Alt
    Benedikt Kristjánsson, Tenor
    Tobias Berndt, Bass
    Chorus Musicus Köln
    Das Neue Orchester
    Leitung: Christoph Spering

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Schicksalstag 9. November? Ein Interview mit dem Journalisten und Historiker Wolfgang Niess

    Äthiopien und die Krisenregion "Horn von Afrika" - Ein Interview mit dem Publizisten Alfred Schlicht

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Taktik, Tricks und Techniken - Zur Strategie der Koalitionsverhandlungen ein Interview mit dem Verhandlungsexperten Thorsten Hofmann

    Denk ich an Deutschland: der Schriftsteller Sasa Stanisic

    Am Mikrofon: Adalbert Siniawski

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Die ganz andere Arznei: Die Krankensalbung - viel mehr als „Letzte Ölung“
    Von Johannes Schröer
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 75 Jahren: Das „Theater der Jungen Welt" in Leipzig wird eröffnet

  • 09:10 Uhr

    Kammermusik

  • 09:30 Uhr

    Die Zukunft des Nationalstaats
    Der Soziologe Wolfgang Streeck im Gespräch mit Mathias Greffrath

    Die Globalisierung ist zu weit getrieben worden, sie produziert immer umfassendere Krisen - diese Erkenntnis wuchs nach der Finanzkrise von 2008, spätestens mit der Pandemie ist sie zum Gemeinplatz geworden. Politische Konsequenzen wurden daraus kaum gezogen. Auch die europäische Integration ist steckengeblieben. Liberalisierte transnationale Märkte produzieren Ungleichheit und soziale Spannungen und die kulturellen Differenzen zwischen Ost- und Westeuropa sowie die unterschiedlichen Wirtschaftskulturen von Nord und Süd sind nicht in ein politisches und soziales System zu zwingen.
    Im Sommer 2021 erschien Wolfgang Streecks Buch „Zwischen Globalismus und Demokratie“. Darin plädiert der Soziologe Wolfgang Streeck für den Nationalstaat. Nach wie vor sei dieser die politische Einheit, die demokratisch regierbar und in der die kapitalistische Dynamik sozial und ökologisch kontrollierbar sei.
    Mathias Greffrath fragt nach: Wäre eine solche radikale Wende, eine Renaissance einer kleinstaatlichen Ordnung überhaupt denkbar ohne Katastrophen? Brauchen wir nicht eher mehr globale Institutionen angesichts der Klimakatastrophe und der Rohstoffkämpfe? Und wie soll man sich eine künftige internationale Ordnung vorstellen?
    Wolfgang Streeck, Direktor emeritus (seit 2014) am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, widmet sich in seinen Arbeiten vor allem Fragestellungen aus den Bereichen Wirtschaft und Politik und deren Wechselbeziehungen. Dabei bedient er sich eines historisch-vergleichenden institutionellen Ansatzes. Streeck, geboren 1946, studierte Soziologie in Frankfurt am Main (u.a. bei Theodor W. Adorno) und New York und war anschließend als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Münster tätig. Seiner Promotion 1980 in Frankfurt am Main folgte 1986 die Habilitation im Fach Soziologie an der Universität Bielefeld. Mit 16 trat er in die SPD ein, während seiner Studienzeit war er aktives Mitglied im Sozialdemokratischen Hochschulbund (SHB) und Mitbegründer des Sozialistischen Büros in Offenbach am Main.
    Streeck hat u.a. eine Professur für Soziologie an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln, ist u.a. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Academia Europaea und der British Academy.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Alexanderkirche in Wildeshausen
    Predigt: Pfarrer Markus Löwe, Pfarrerin Beatrix Konukiewitz, Pfarrer Lars Löwensen
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, Die Linke

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Im Speisewagen nach Prag
    Jaroslav Rudis "Gebrauchsanweisung für Zugreisende"

    Mit dem Sonderzug ans Ende der Welt
    Probstzella und der ehemalige DDR-Grenzübergang

    Doppelter "Schluff"
    Spurensuche nach zwei Zügen am Niederrhein

    Drei Männer und zwanzig Hunde
    die "Podenco Canario" auf Teneriffa

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Schauspieler und Dramatiker Klaus Pohl im Gespräch mit Joachim Scholl

    Bei den bedeutendsten Theater-Regisseuren hat er gespielt, als Autor eigener Stücke wurde er sogar „Dramatiker des Jahres“: Klaus Pohl. Geboren 1952, lernte er Verkäufer im heimischen Obstgeschäft, dann zog es ihn zur Schauspielerei, mit 24 Jahren gehörte er schon zu Ivan Nagels Truppe am Schauspielhaus Hamburg - der Beginn einer erfolgreichen Karriere, die ihn auch nach Zürich und nach Wien ans Burgtheater führte.

  • 15:05 Uhr

    Das Magazin - Neues aus der Szene
    Am Mikrofon: Tim Schauen

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Rachel Cusk: „Der andere Ort“
    Aus dem Englischen von Eva Bonné
    (Suhrkamp Verlag, Berlin)
    Ein Beitrag von Maike Albath

    Am Mikrofon: Wiebke Porombka

  • 16:30 Uhr

    Stille im Wald
    Über illegalen Vogelfang in Deutschland
    Von Joachim Budde

    Wer „illegale Vogelhandel“ hört, denkt sofort an Märkte in Südostasien, an die Wälder in Indonesien, wo Wilderer so viele Vögel weggefangen haben, dass es still geworden ist. Illegaler Tierhandel ist ein einträgliches Geschäft und kommt weltweit gleich hinter dem Drogenhandel. Nur wenige wissen, dass illegaler Tierhandel auch in Deutschland ein Problem ist. Die Nachfrage nach heimischen Vögeln wie dem Stieglitz ist groß. Und sie wird bedient. Viel zu selten kommen Wilderer vor Gericht. Das liegt an Personalmangel bei den Ermittlungsbehörden. Es liegt aber auch daran, dass es zuweilen schwierig ist nachzuweisen, ob ein Tier aus einer Zucht oder aus der Wildnis stammt. Forscher aus Bonn arbeiten an einem genetischen Fingerabdruck, der zeigt, zu welcher Art ein Tier gehört, aber auch aus welcher Region es stammt. Mit dieser Methode sollen Ermittlerïnnen schnell bestimmen können: legal oder nicht.

  • 17:05 Uhr

    Für eine plurale Erinnerungskultur
    Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, im Gespräch mit Jürgen König

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Ectopia" - Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch im Forum Leverkusen

    Schillerrede - Schriftstellerin Anne Weber spricht in Marbach

    "Slippery Slope" - Musik-Kabarett von Shlomi Shaban und Yael Ronen im Maxim-Gorki-Theater Berlin

    "Conversazione" - Raumzeichnungen von Beate Terfloth im Museum Goch

    "Märkische Schreibwelten" - Große Günter de Bruyn Ausstellung in Potsdam

    Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr   Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr

    Leere Regale, lange Wartezeiten: Gestörte Lieferketten in den USA

  • 19:10 Uhr

    Fußball-Bundesliga, 11. Spieltag:
    Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen
    1. FC Köln - 1.FC Union Berlin

    Fußball - Newcastle schwimmt im Geld und steigt ab?

    Unterschätzte Gefahr? RED-S-Syndrom im Leistungssport

    Sportpolitik - Sport ganz neu denken?
    Interview mit Johannes Herber, Geschäftsführer Athleten Deutschland

    Basketball - Bundesliga, 7. Spieltag :
    Alba Berlin - Syntainics MBC Weißenfels

    Handball - Tag des Handballs mit zwei Länderspielen

    Cricket - T20-WM und die Faszination für einen hier unbekannten Sport

    Schwimmen - Kurzbahn EM in Kasan/Russland

    Fünfkampf - Radsport wird nicht die neue Disziplin

    Ski alpin - Wie man eine Sportart und einen Weltverband reformiert

    Fußball - Wie geht es dem Amateurfußball?

    Fußball - 2. Liga, 13. Spieltag:
    FC Schalke 04 - SV Darmstadt 98

    Fußball - Vor der Verabschiedung von Joachim Löw
    Interview mit Trainer-Medienberater Roland Eitel

    Schulsport - Hindert das Leistungsdenken inklusiven Sportunterricht?

    Am Mikrofon: Matthias Friebe

  • 20:05 Uhr

    „Dann macht es bumm!“
    Über die Symbiose von Fußball und Popmusik
    Von Christian Blees
    Regie: Rolf Mayer
    Mit Simon Roden und Hildegard Meier
    Ton und Technik: Michael Morawietz, Angelika Brochhaus, Peter Wagner
    Produktion: Deutschlandfunk 2018

    Die beiden Volkskulturen Fußball und populäre Musik führen seit rund 100 Jahren eine innige Beziehung. Wer vermag sich heutzutage noch einen Verein vorzustellen, der nicht über eine eigene Hymne verfügt?
    Das Singen über Fußball hat im Laufe der Zeit einen Wandel vollzogen: vom allgemeinen Loblied auf den Sport und seine Spieler hin zur Ode an konkrete Helden und Mannschaften. Mit dem Aufblühen der Schlager- und Popmusik fühlten sich immer mehr Spieler dazu aufgerufen, selbst eine Platte einzusingen. Die Nationalelf sang jahrzehntelang Songs zur WM. Umgekehrt frönen diverse professionelle Musiker mit Inbrunst ihrer Fußball-Leidenschaft. So ließ sich Sir Elton John einst sogar zum Präsidenten seines Lieblingsvereins ernennen. Die Sendung beleuchtet die historischen und soziologischen Hinter- und Abgründe einer oft skurrilen Symbiose.

  • 21:05 Uhr

    Kissinger Sommer 2021

    Erich Wolfgang Korngold
    Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 35

    Antonín Dvořák
    Slawische Tänze, op. 72

    Ray Chen, Violine
    Bamberger Symphoniker
    Leitung: Jakub Hrůša

    Aufnahme vom 18.7.2021 aus der Regentenbau Bad Kissingen

    Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

    Wir sind Welterbe! Die Freude war groß in Bad Kissingen, als Ende Juli die UNESCO die Kurstadt in Unterfranken in ihre Welterbeliste aufnahm. Als eines der „Great Spas of Europe“ wurde damit die herausragende Bedeutung der Kissinger Bäderkultur und der damit verbundenen Architektur gewürdigt. Eine entscheidende Rolle bei der Bewerbung Bad Kissingens zum UNESCO-Weltkulturerbe spielte der prächtige Regentenbau. Dort, wo wenige Tage vor der UNESCO-Entscheidung die Bamberger Symphoniker zum Abschlusskonzert des diesjährigen Kissinger Sommers auftraten. Im Max-Littmann-Saal, einem der akustisch besten Konzertsäle, den es in Deutschland gibt, spielte Geiger Ray Chen, das süffig-spätromantische Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold. Mit Antonín Dvořáks „Slawischen Tänzen”, op. 72, entführte Chefdirigent Jakub Hrùša das Publikum danach in die Klangwelt seiner tschechischen Heimat.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    Schulsport in Deutschland - "Wir leben einen Notenwahn an deutschen Schulen aus"

    mit Helga Leineweber, Sporthochschule Köln und
    Felix Döhring, Sportlehrer und SPD-Bundestagsabgeordneter

    Die Fragen stellt Maximilian Rieger