Donnerstag, 19. Mai 2022

Programm: Vor- und RückschauSonntag, 28.11.2021

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  • 00:05 Uhr

    Gemeinsame Sprache, unterschiedliche Welten?
    Eine Lange Nacht über Diversity in der deutschsprachigen Literatur
    Moderation: Cornelia Zetzsche und Senthuran Varatharajah
    Gäste: Sharon Dodua Otoo, José F.A. Oliver, Sasha Marianna Salzmann, Mithu Sanyal, Antje Rávik Strubel, Karosh Taha, Feridun Zaimoglu
    Musik: Les Enfants de Fleur
    Regie: Monika Künzel
    Aufzeichnung aus dem GLORIA Theater vom 15.11.2021

    Als Sharon Dodua Otoo 2020 in ihrer Klagenfurter Rede zugespitzt fragte: „Dürfen Schwarze Blumen malen?“ war klar, dass sie auch als Aktivistin einer Community sprach, die sich zunehmend Gehör verschafft. Die Bücher von Black and Indigenous People of Color (BIPoC) boomen, das Thema „Diversität" wird kontrovers diskutiert. Literaturverlage öffnen sich verstärkt (Post-)Migranten, Migrantinnen und nicht-binären AutorInnen, die unsere Lebenswelten literarisch erweitern. So schreibt etwa Antje Rávik Strubel von der Liebe zwischen Frauen. Sasha Marianna Salzmann lässt eine Migrantenfamilie mit Sowjeterfahrungen in einer ostdeutschen Stadt ankommen. Karosh Taha führt in kurdisch-deutsche Parallelwelten. Mithu Sanyal nennt ihre Heldin programmatisch „Identitti" und stellt ihr eine falsche Inderin gegenüber und Sharon Dodua Otoo durchmisst mit ihrem Roman „Adas Raum" Zeiten, Kontinente, Geschlechter. José F.A. Oliver dichtet in zwei Sprachen und Dialekten, Andalusisch und Badisch, und Feridun Zaimoglu machte vor Jahren schon die „Kanak Sprak" zu Literatur. Sie alle sind deutsche und deutschsprachige SchriftstellerInnen verschiedener Herkunft. Welche Geschichten erzählen, welche Fragen stellen sie? Welche Themen sind neu und welche ästhetischen Formen? Für wen schreiben BIPoC? Welche Türen öffnen sich fürs Publikum? Und wer darf eigentlich noch worüber schreiben? Zusammen mit dem Literaturhaus Köln widmen wir der literarischen Diversität im Kölner Theater GLORIA eine öffentliche „Lange Nacht".

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr  Klassik live

    Ludwig van Beethoven
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello (Nr. 3) D-Dur, op. 18 Nr. 3

    Dmitri Schostakowitsch
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 7 fis-Moll, op. 108

    Mandelring Quartett:
    Sebastian Schmidt, Violine
    Nanette Schmidt, Violine
    Andreas Willwohl, Viola
    Bernhard Schmidt, Violoncello

    Aufnahme vom 26.8.2020 aus der Kirche Pfalzklinikum, Klingenmünster

    03:05 Uhr  Heimwerk

    Friedrich Gernsheim
    Introduktion und Allegro appassionato für Violine und Klavier e-Moll, op. 38

    Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 G-Dur, op. 85

    Christoph Schickedanz, Violine
    Ernst Breidenbach, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Russlands Schlag gegen die Menschenrechte - Die Organisation Memorial vor dem Aus

  • 06:10 Uhr

    Gottfried August Homilius
    "So du mit deinem Munde bekennest Jesum". Kantate für Sopran, Tenor, Bass, 4-stimmigen Chor, 2 Oboen, 2 Hörner, Streicher und Basso continuo, HoWV II.8
    Hanna Herfurtner, Sopran
    Georg Poplutz, Tenor
    Mauro Borgioni, Bass
    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

    Georg Philipp Telemann
    "Saget den verzagten Herzen". Kantate für Soli, gemischten Chor, Orchester und Basso continuo, TWV 1:1233
    Dorothee Mields, Sopran
    Britta Schwarz, Alt
    Wilfried Jochens, Tenor
    Dirk Schmidt, Bass
    Magdeburger Kammerchor
    Telemann-Kammerorchester Michaelstein
    Leitung: Ludger Rémy

    Johann Sebastian Bach
    "Nun komm, der Heiden Heiland". Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 62
    Sibylla Rubens, Sopran
    Sarah Connolly, Alt
    Christoph Prégardien, Tenor
    Peter Kooy, Bass
    Collegium Vocale Gent
    Leitung: Philippe Herreweghe

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Der dreißigjährige Krieg im Irak - Ein deutsches Ensemble führt "Tyll" in Bagdad auf

    Die Schweiz und ihr Covid-Gesetz - Vor der zweiten Volksabstimmung ein Interview mit dem Meinungsforscher und Politologen Michael Hermann

    Black Friday und die Gier nach den Schnäppchen - Ein Interview mit dem Neuropsychologen Christian Elger

    07:50 Uhr  Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Farbenspiele - Zur Geschichte der Koalitionsregierungen ein Interview mit der Politologin Svenja Krauss

    Denk ich an Deutschland: der Opernregisseur Frederic Wake-Walker

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Aufrecht sprechen! Biblische Texte im Gottesdienst
    Von Angelika Obert
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 300 Jahren: Der französische Bandenchef Louis Dominique Cartouche wird hingerichtet

  • 09:10 Uhr

    Klaviermusik

  • 09:30 Uhr

    Leben in Watte gepackt
    Von Olga Grjasnowa
    (Wh. vom 19.4.2020 bei Dlf Kultur)

    Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa blickt auf die gegenwärtige Zeit. Wie schnell Veränderungen möglich sind, wie wir in kürzester Zeit innehalten können, das hat die Corona-Krise der ganzen Welt gezeigt.
    2020. Das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland ist in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Von dieser gegenwärtigen, für viele seltsam anmutenden Zeit erzählt Olga Grjasnowas Essay. Eine literarische Annäherung und ein innerer Dialog in Gedanken darüber, dass uns der Abstand von 1,5 Metern zu unserem Gegenüber nicht retten wird, dass uns vermutlich niemand retten wird.
    Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan. Nach ihrem Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig gelang Olga Grjasnowa mit ihrem Debüt „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ der literarische Durchbruch. Zuletzt erschien ihr Roman „Gott ist nicht schüchtern“.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Pfarrkirche St. Viktor in Damme
    Zelebrant: Pfarrer Heiner Zumdohme
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Cem Özdemir, Bündnis 90/Die Grünen, ehemaliger Bundesvorsitzender und designierter Landwirtschaftsminister

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Terra Incognita: Tuva
    Eine Reise zu Nomaden, Musikern und Schamanen im inneren Asien

    Stadt voller Überraschungen
    Rundgang in Magdeburg

    Hafen der schönen Töne
    Die Geräusche von Hamburg

    Musik aus einer anderen Zeit
    Die Orgelspieler von Aruba (Niederl. Antillen)

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Ghostwriterin Claudia Cornelsen im Gespräch mit Florian Felix Weyh

    Sie hat das Wort „Mobbing“ ins Deutsche eingeführt und ist schon als Karl Marx und Robert Musil aufgetreten. Claudia Cornelsen schreibt Bücher - unter fremden Namen, für andere. Erst ihr 50. Titel war ein eigener Roman. Als Unternehmerin bietet sie Spin-Doctoring und Personality-PR an, privat kämpft sie für das bedingungslose Grundeinkommen.

  • 15:05 Uhr

    Bruce Buckley aus Nordengland
    Der britische Musiker Sam Fender
    Von Marcel Anders

    Keine Dance-Elemente, keine Beats, keine Superstar-Produzenten: Sam Fender macht alles alleine - und anders als der Rest seiner Musik-Generation. Der 27-jährige Brite aus North Shields bezieht sich auf Vorbilder wie Bruce Springsteen oder Jeff Buckley und produziert wie sie bodenständige Songs mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und aber auch mal Saxofon. Dazu sein leidenschaftlicher Gesang sowie Texte, die sich um seine Heimatstadt drehen, die bis in die 1970er stolze britische Werft-Metropole war, unter der Regierung Thatcher jedoch einen bedrückenden Niedergang mit extremer Arbeitslosigkeit und hoher Selbstmordrate erlebte. Fenders Debüt „Hypersonic Missiles“ von 2019 war ein Überraschungserfolg. Mit dem Nachfolger „Seventeen Going Under“ könnte ihm nun der große Durchbruch gelingen.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Gustave Flaubert: „Memoiren eines Irren“
    Herausgegeben und übersetzt von Elisabeth Edl
    Mit einem Nachwort von Wolfgang Matz
    Carl Hanser Verlag, München
    Ein Beitrag von Helmut Böttiger

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt

    Zum Urknall!
    James Webb Space Telescope hebt ab
    Von Dirk Lorenzen

    Das James-Webb-Weltraumteleskop ist startbereit. Mit einer Ariane-Rakete soll es ins All - 14 Jahre später und mehr als sechs Milliarden Dollar teurer als ursprünglich geplant. Die Erwartungen sind gigantisch. Das Instrument - gemeinsam betrieben von NASA und ESA - arbeitet vor allem im Infrarotbereich und blickt so in dicke Staubwolken, in denen gerade Sterne und Planeten entstehen. Der Blick reicht weit zurück, bis zur Geburt der ersten Sterne und Galaxien kurz nach dem Urknall. Anders als beim legendären Hubble-Teleskop kreist das JWST nicht um die Erde, sondern wird jenseits des Mondes im All geparkt: Wartungsmissionen wie bei Hubble sind keine Option, weshalb die Fachwelt bangt: Wird das Entfalten gelingen? Für den Start ist es in der Rakete komplett zusammengeklappt. Die Nervosität ist groß vor dem Beginn der neuen Ära.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Was der Klimawandel in unseren Köpfen macht - Katharina van Bronswijk von "Psychologists for future" über Klimaangst, im Gespräch mit Karin Fischer

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Weg war sie - Herbert Fritsch inszeniert "Die Nase" in Basel

    Leben in zwei Ländern - neue Arbeiten von Shirin Neshat in München

    "Der Weg zurück" - Dennis Kelly schreibt ein Stück fürs Berliner Ensemble

    "Eurotrash" zum Zweiten - Stefan Pucher inszeniert Kracht am Thalia Theater Hamburg

    Am Mikrofon: Jörg Biesler

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr

    Rechtsstaatlichkeit - Polens Regierung im Streit mit der EU

  • 19:10 Uhr

    Tischtennis WM in Houston - Timo Boll im Halbfinale

    Fußball-Bundesliga, 13. Spieltag
    Eintracht Frankfurt - 1.FC Union Berlin
    RB Leipzig - Bayer 04 Leverkusen

    Fußball - Ole Werner ist neuer Trainer von Werder Bremen

    Fußball - Portugal: "Simulation eines Fußballspiels"

    Brasilien - 5 Jahre nach dem Flugzeugabsturz - Keine Entschädigung für Chapecoense-Opfer

    Athleten Deutschland ist großer Gewinner des Koalitionsvertrags (Kommentar)

    Welchen Sport wollen wir eigentlich? Interview mit Sportsoziologin Carmen Borggrefe

    Biathlon - Auftakt-Weltcup in Östersund/Schweden: Sprint Frauen und Männer
    Ski alpin - Weltcup Slalom in Killington / USA
    Nordischer Wintersport Ruka/Finnland - Skispringen, Langlauf, Nordische Kombination

    Eishockey - Krefeld Pinguine feiern jüdisches Lichterfest mit

    Handball - Bundesliga: THW Kiel - SC DHfK Leipzig
    Handball - Bundesliga: SG Flensburg-Handewitt - HSG Wetzlar

    Tennis - Davis Cup: Deutschland - Österreich

    Schach-WM - Remis-Runden in Dubai

    Am Mikrofon: Astrid Rawohl

  • 20:05 Uhr

    Zwischen-Raum
    Lob der Lücke
    Von Ulrich Biermann und Veronika Bock
    Regie: Susanne Krings
    Produktion: Deutschlandfunk 2021

    Im März 2020 begann das Leben auf Distanz. Seitdem gilt es, Abstand zu halten - eine unliebsame Regel, die manche schnell wieder abschaffen möchten. Dabei ist der Abstand schon immer präsent gewesen, in der Natur, aber auch in der Kultur der Menschen.
    Wir sind soziale Wesen, brauchen die Nähe, das Gruppenerlebnis, dennoch lehrt schon die Fahrschule: halber Tacho! Bei 100 Stundenkilometern Geschwindigkeit reichen 50 Meter Abstand so gerade, um gefahrlos zu bremsen. Darunter wird die Nähe potenziell schmerzhaft bis tödlich. Nicht drängeln lernen wir im Kindesalter, auch weil die Distanz zwischen zwei Menschen abhängt vom Grad ihrer Intimität. Nur Vertraute mit besonderer Erlaubnis lassen wir näher als 60 Zentimeter an uns heran. Zu viel ungewünschte Nähe macht Stress, das wissen Anthropologie, Psychologie und Kommunikationswissenschaft. Minimale Distanzen entscheiden im Hip-Hop über Flow oder Flop.
    Auch zugroßeNähezwischendenBuchstabenoderWortenstresst, oder verständlicher: Zu große Nähe zwischen Buchstaben oder Worten stresst, wir verstehen nichts, wenn der Abstand zu klein wird. Wir brauchen Distanz - schließlich sind wir soziale Wesen.

  • 21:05 Uhr

    Grundton D - Konzert und Denkmalschutz

    Johann Sebastian Bach
    Ausgewählte Werke in Arrangements für Oboe und Klavier

    Olivier Messiaen
    „Appel interstellaire“ für Horn solo

    Robert Schumann
    Fantasiestücke, op. 73. Fassung für Oboe und Klavier

    Adagio und Allegro für Horn und Klavier, op. 70

    Carl Reinecke
    Trio für Oboe, Horn und Klavier a-Moll, op. 188

    Albrecht Mayer, Oboe
    Christoph Eß, Horn
    Evgenia Rubinova, Klavier

    Aufnahme vom 12.9.2021 aus der Stadtkirche St. Marien in Wittenberg

    Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

    Wenn man einen „König der Oboe“ küren wollte, Albrecht Mayer wäre ein heißer Anwärter auf den Thron. Seit fast drei Jahrzehnten spielt er in den Reihen der Berliner Philharmoniker und als Solist auf allen wichtigen Bühnen der Welt. Vor seinem Engagement in Berlin war Albrecht Mayer bei den Bamberger Symphonikern aktiv. Dort, wo Christoph Eß aktuell als Solo-Hornist für edlen Blechklang sorgt. Gemeinsam mit der Pianistin Evgenia Rubinova, die zu den Preisträgern des renommierten Klavierwettbewerbs von Leeds zählt, präsentierten sich Mayer und Eß beim „Grundton D-Konzert“ zum Tag des offenen Denkmals in verschiedenen spannenden musikalischen Konstellationen: im Duo, als Albrecht Mayer Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach spielte, oder die romantisch schwelgerischen Fantasiestücke, op. 73 von Robert Schumann - solistisch, als Christoph Eß Olivier Messiaens spirituell ergreifenden und hoch virtuosen „Appel interstellaire“ ins Universum schickte - und im Trio mit Musik von Carl Reinecke, einst gefeierter Pianist, Komponist und langjähriger Leipziger Gewandhauskapellmeister.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    9. Sportkonferenz im Deutschlandfunk:
    "Raus aus der Abseitsfalle" - Frauen in der Sportberichterstattung

    Zusammenfassung von Marina Schweizer