Programm: Vor- und RückschauDienstag, 01.02.2022

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    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr  Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr  Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr  Morgenandacht

    Pfarrer Thomas Dörken-Kucharz, Frankfurt am Main
    Evangelische Kirche

    08:35 Uhr  Wirtschaft
    08:38 Uhr  Kultur und Wissenschaft
    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Walther Rathenau tritt sein Amt als Reichsaußenminister an

  • 09:10 Uhr
  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

  • 10:08 Uhr

    Dialyse und ihre Prävention

    Gast:
    Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke, Leiterin der Abteilung Nephrologie an der Uniklinik Mainz, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie
    Am Mikrofon: Lennart Pyritz

    Hörertel.: 00800.4464 4464
    sprechstunde@deutschlandfunk.de

    Schätzungsweise zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Nierenerkrankungen. Nicht selten bleiben diese unerkannt, bis es zu spät ist. Wenn die Niere nicht mehr funktioniert, hilft nur noch Transplantation oder Dialyse. Bei der künstlichen Blutwäsche übernehmen Maschinen die Funktion der Niere, reinigen das Blut von Giftstoffen und regulieren den Wasserhaushalt des Körpers. Das Leben der Betroffenen wird dadurch stark beeinträchtigt. Behandelnde Ärzte versuchen deshalb, das Fortschreiten von Nierenerkrankungen zu verlangsamen und damit die Dialyse so lange es geht hinauszuzögern.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 15:05 Uhr
  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 16:10 Uhr
  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 19:15 Uhr

    Viren und Welthandel
    Die Neue Seidenstraße im Zeitalter der Pandemie
    Von Harald Brandt
    Regie: der Autor
    Produktion: SWR/Deutschlandfunk 2022

    Chinas Staatspräsident Xi Jinping sprach anfangs von einer „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit”, die dadurch näher zusammenrücken würde. Inzwischen zeigt sich: Es geht um eine neue Weltordnung, in der China die USA als dominierende Macht ablösen soll.
    China nannte sein 2013 begonnenes Projekt zum Ausbau interkontinentaler Handels- und Infrastrukturnetze „Belt and Road Initiative”. Sie sollte die Volksrepublik mit über 60 Ländern in Afrika, Asien und Europa verbinden und knüpft an die historischen Seidenstraßen an, die jahrhundertelang die Lebensadern des Welthandels waren. Doch neben Waren und Kulturgütern werden jetzt auch Viren ausgetauscht. Die Selbstzerstörungskräfte der westlichen Demokratien spielen Chinas Strategen in die Hände. Wie sich Europa im neuen „Konflikt der Systeme” positioniert, sei noch offen, meinen Experten, aber die Entscheidungen sollten schnell fallen.

  • 20:10 Uhr

    Schneelandschaften, Schneestimmen, Schneegespenster
    Von Dieter Wellershoff
    Regie: Otto Düben
    Mit Hans Lietzau, Thomas Holtzmann, Rita Russek, Rolf Boysen, Gustl Halenke, Maria de Alvear, Ricarda Benndorf, Nina Herting, Sibylle Kirmse, Jochen Kolenda, Hansjoachim Krietsch, Martin Pieper, Olaf Quaiser, Gisela Saur-Kontarsky, Gudrun Schachtschneider, Reinhard Schulat, Brigitte Wanninger, Thomas Wenzel, Lucius Woytt
    Komposition: Johannes S. Sistermanns
    Ton und Technik: Franz-Peter Esser. Renate Schlichthörlein, Gabriele Neugroda, Carmen Böll
    Produktion: WDR 1985
    Länge: 40'37

    Hörspiel über Erinnern, Vergessen und das Schreiben
    „Alles sollte draußen weiß sein, weiß und still. Eine tiefe, unbegangene Schneedecke sollte das Haus umgeben. Er würde es dann besser in seinem Zimmer aushalten. Er würde keine Angst mehr vor den weißen Blättern haben, die auf seinem Tisch lagen.“

    Hörspiel über Erinnern, Vergessen und das Schreiben. „Alles sollte draußen weiß sein, weiß und still. Eine tiefe, unbegangene Schneedecke sollte das Haus umgeben. Er würde es dann besser in seinem Zimmer aushalten. Er würde keine Angst mehr vor den weißen Blättern haben, die auf seinem Tisch lagen.“ „Für mich gibt es eine Verwandtschaft zwischen einer unbegangenen Schneefläche und einem unbeschriebenen Blatt weißen Papiers. Da ist also jemand, der eine Erinnerung aufschreiben will und sich vor dem weißen Blatt in immer neue Schneelandschaften, Schneefantasien verliert, deren undeutlicher, vielleicht nur geträumter Mittelpunkt: eine Liebesbegegnung. Es ist, als folge er einer Spur, die immer wieder vom Schnee verschüttet wird. Ich stelle mir vor, dass das ganze Hörgebilde ein imaginärer Raum sein könnte, in dem der Hörer zeitweise wie in einem dichten Schneefall die Orientierung verliert und dann immer wieder auf bekannte Spuren trifft.“ (Dieter Wellershoff)
    Dieter Wellershoff (1925-2018) verfasste Romane, Erzählungen, Essays und Hörspiele. Sein erstes Hörspiel „Die Sekretärin“ (NDR 1956 und SDR 1957) schrieb er explizit für die Stimme der Schauspielerin Gisela von Collande. Es folgten u.a. „Der Minotaurus“ (SDR 1960), „Bau einer Laube“ (SDR/NDR 1964), „Null Uhr Null Minuten und Null Sekunden“ (WDR 1973).

  • 21:05 Uhr

    Neu erträumt:
    Die Schumann-Improvisationen der Pianistin Johanna Summer
    Johanna Summer, Piano
    Aufnahme vom 19.11.2021 aus dem Beethoven-Haus Bonn
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer

    Als Kind lernte Johanna Summer die Musik von Robert Schumann spielen. Als Heranwachsende fand sie zu Jazz und Improvisation. Heute fragt sie sich: Wie kann ich beide Einflüsse vereinen? Ihre Antwort: ein Solo-Piano-Programm, in dem sie Themen und Motive aus Schumanns „Kinderszenen“ und „Album für die Jugend“ improvisierend mit eigenen Ideen verknüpft, fortspinnt, verwandelt - und so zu einem immer neuen Panorama fügt, zwischen romantischer Traumverlorenheit und drängender Energie. Summer (*1995) studierte in Dresden und lebt in Köln. 2018 gewann sie den „Jungen Münchner Jazzpreis“. Mit ihrem Solodebüt „Schumann Kaleidoskop“ (2020) erregte sie über die Fachwelt hinaus Aufsehen und erntete begeisterte Feuilleton-Rezensionen.

  • 22:05 Uhr

    musica reanimata
    Wofür steht Ernst Bachrich?
    Aufnahme vom 22.10.2021 aus dem Gesprächskonzert in der Grunewaldkirche Berlin-Wilmersdorf
    Am Mikrofon: Georg Beck

    Vom politisch rechten Rand abgesehen, ist es in Deutschland gesellschaftlicher Konsens, die Erinnerung an die Opfer der Shoah wach zu halten. Aber wie ist Erinnern möglich im Fall von Menschen, die „aus der Merkwelt der Lebenden herausgedrängt” worden sind? Was Ernst Bachrich, einen von 66.000 ermordeten österreichischen Juden, angeht, haben wir nicht einmal eine Grabstelle. Es sei denn, man verstünde die in Wien am 9. November 2021 eröffnete „Namensmauer” als eine solche. Dann könnte man sagen: Als Name ist Ernst Bachrich nach Wien zurückgekehrt. Nur, für was genau steht er? Für was stand er? Gibt es für die Musik Ernst Bachrichs heute einen Ort? Zu Lebzeiten war Ernst Bachrich, Jahrgang 1892, Kapellmeister, Komponist und Pianist im Kreis um Arnold Schönberg. Am 15. Mai 1942 hat man ihn von Wien ins Transitghetto Izbica deportiert und am 11. Juli 1942 im KZ Majdanek ermordet. Ein musica-reanimata-Gesprächskonzert erinnerte an ihn.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht