Sonntag, 25. Februar 2024

  • Mo
    Di
    Mi
    Do
    Fr
    Sa
    So

Programm: Vor- und RückschauSonntag, 22.05.2022

  • 00:05 Uhr

    Die Vermessung der inneren Welt
    Eine Lange Nacht vom Alleinsein
    Von Sven Rücker
    Regie: Stefan Hilsbecher

    Das Alleinsein ist uns allen wohlvertraut und dennoch ein schillerndes Phänomen. Einige leiden darunter, andere suchen es. Für einige ist klar, dass wir erst dann unser wahres Gesicht zeigen, wenn wir allein sind, andere dagegen glauben, dauerhaftes Alleinsein führe zum Zerfall der Persönlichkeit. Es erscheint wahlweise verdächtig und asozial oder aber als Möglichkeit der inneren Einkehr, als Bedingung von Selbstreflektion. Das Alleinsein kann als Zwangsmaßnahme oder Folter gebraucht werden, wie im Falle der Isolationshaft, es kann sich aber auch beinahe in ein Luxusphänomen verwandeln, das der Entspannung und dem Stressabbau dient. Lohn oder Strafe, Lob oder Tadel - bei wenigen Dingen gehen die Meinungen so weit auseinander wie beim Alleinsein. Woher stammen diese unterschiedlichen Auffassungen? Von den Eremiten in der Wüste zu den Singles in der modernen Großstadt, von der Askese zur Wellness erzählt die „Lange Nacht" die Geschichte des Alleinseins. Sie lässt die großen Solo-Künstler ebenso zu Wort kommen wie sie sich auf die Spur der kleinen Fluchten begibt. Eines wird klar: was das Alleinsein aus uns macht, hängt wesentlich davon ab, was wir aus dem Alleinsein machen.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Kammermusikfest Spannungen 2021

    Benjamin Britten
    6 Hölderlin-Fragmente für Tenor und Klavier, op. 61

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Trio für Violine, Violoncello und Klavier Nr. 2 c-Moll, op. 66

    Ian Bostridge, Tenor
    Saskia Giorgini, Klavier
    Martin Helmchen, Klavier
    Antje Weithaas, Violine
    Marie-Elisabeth Hecker, Violoncello

    Aufnahme vom 24.6.2021 aus dem Wasserkraftwerk Heimbach

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Joseph Haydn
    Teil 1 aus: L’isola disabitata - die unbewohnte Insel
    Azione per musica in einem Akt auf ein Libretto von Pietro Metastasio

    Sunhae Im, Sopran
    Anett Fritsch, Sopran
    Christian Adam, Tenor
    André Morsch, Bariton
    Akademie für Alte Musik Berlin
    Leitung: Bernhard Forck

  • 06:05 Uhr

    Chinas Militärinteresse an gemeinsamer Forschung: Deutsche Politik darf sich nicht wegducken

  • 06:10 Uhr

    Georg Philipp Telemann
    "Herr erhöre meine Stimme". Kantate für Bariton, Streicher und Basso continuo, TWV 1:738
    Klaus Mertens, Bariton
    L'arpa festante

    Arvo Pärt
    "Cantate dominum canticum novum". Psalm 95 für vierstimmigen gemischten Chor und Orgel
    Elora Festival Singers
    Leitung: Noel Edison

    Claudio Merulo
    "Ricercar del terzo tuono"
    Stefano Molardi, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    "Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen". Kantate für Soli und Orchester, BWV 87
    Alexandra Rawohl, Mezzosopran
    Michaela Selinger, Alt
    Georg Poplutz, Tenor
    Peter Harvey, Bass
    Orchester der J. S. Bach-Stiftung
    Leitung: Rudolf Lutz

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    "Lieder von Vertreibung und Nimmerwiederkehr" - Musiktheater mit Libretto von Serhij Zhadan

    Im Gedächtniskäfig? Zu Phasen deutscher Erinnerungskultur ein Interview mit dem Historiker Janosch Steuwer

    Polarisierung der Gesellschaft? Ein Interview mit dem Soziologen Steffen Mau

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Vom Zögern und Zaudern - Ein Interview mit der Philosophin Alice Lagaay

    Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Max Simonischek

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Hilfe statt Haft?
    Die christliche Idee der Wiedereingliederung neu entdeckt
    Von Elena Griepentrog
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 50 Jahren: Richard Nixon besucht als erster US-Präsident Moskau

  • 09:30 Uhr

    Wahlen der Entscheidung
    Verrat der Konservativen? - Demokratien in Gefahr
    Von Claus Leggewie

    Die Gretchenfrage rund um den Globus lautet, wie die Konservativen es mit der radikalen Rechten halten wollen - standhalten oder nachgeben? In den USA schien die Frage entschieden: Die Republikaner hatten sich Donald Trump mit Haut und Haaren ergeben und tragen nun seinen nunmehr mit „legalen“ Mitteln betriebenen Staatsstreich mit. Auch in Großbritannien sind die Tories aufgegangen in einem nationalistischen und rassistischen Amalgam. Im postkommunistischen Osteuropa haben sich die regierenden Konservativen klerikal-faschistischen und völkisch-autoritären Zwischenkriegstraditionen geöffnet und deren Antisemitismus aufgegriffen. In Frankreich steht der vielfach mutierte Gaullismus unter dem Druck von gleich zwei Versionen der Neuen Rechten, die an eine sehr alte und üble Ideengeschichte der Gegenrevolution anknüpfen. Der Essay fragt anhand aktueller Wahlen und im Blick auf Deutschland, wie weit die Radikalisierung der Konservativen in liberalen Demokratien geht.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Amanduskirche in Bad Urach
    Predigt: Dekan Michael Karwounopoulos
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Georg Bätzing, Bischof von Limburg, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Untypische Architektur
    Die Jugendstil- und Gründerzeitvillen von Bad Sachsa

    Griechische Genusstour
    Die kretische Küche und andere Leckerbissen

    Mysteriöse Attraktion
    Die Pyramiden von Viskovo (Bosnien)

    Spektakuläres Erlebnis
    Familienreise auf dem Rio Douro

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube im Gespräch mit Florian Felix Weyh

    Als FAZ-Herausgeber beerbte er Frank Schirrmacher, als Autor schrieb er Biografien über Max Weber und Hegel; für letztere erhielt er 2021 den „Deutschen Sachbuchpreis“. Doch wer von Jürgen Kaube, einst Assistent von Niklas Luhmann, nur akademisch schwere Kost erwartet, liegt falsch: Der glänzende Feuilletonist wurde auch für seine Wirtschaftssatiren geehrt und ist bekennender Fußball-Ästhet. Ein Gespräch über die Spiellust des Geistes und die Verantwortung des Intellektuellen in Instagram-Zeiten.

  • 15:05 Uhr

    Für immer Punkrock
    Der schwedische Musiker Dennis Lyxzén
    Von Anke Behlert

    Manche Musiker haben einen Hit oder ein Album und ruhen sich für den Rest ihres Lebens darauf aus - aber nicht Dennis Lyxzén. In den späten 80er-Jahren gründete der Schwede in Umeå seine erste Hardcore-Punkband Step Forward, aus der 1992 die legendäre Gruppe Refused hervorging. Direkt nach deren Auflösung 1998 machte er mit The (International) Noise Conspiracy weiter, mit der er von 60s-Soul beeinflussten Rock spielte. Außerdem veröffentlichte Lyxzén unter dem Namen The Lost Patrol einige Alben, die - im Gegensatz zu seinem sonstigen Schaffen - weniger politisch sind. Dieses Projekt baute er später zur aktuellen Band INVSN aus, deren neuer Longplayer „Let the night love you“ im Juni erscheint. Momentan spielt der 49-Jährige in vier Bands gleichzeitig und arbeitet parallel an einer Jubiläumsausgabe des Albums „Songs to Fan the Flames of Discontent“.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Joachim Hentschel: „Dann sind wir Helden. Wie mit Popmusik über die Mauer hinweg deutsche Politik gemacht wurde“
    (Rowohlt Verlag, Hamburg)
    Ein Beitrag von Henry Bernhard

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Sterben auf Wunsch
    Wie assistierter Suizid in der Schweiz zur Normalität wurde
    Von Martina Keller

    In der Schweiz nehmen sich mehr Menschen mit Unterstützung von Sterbehelfern das Leben als ohne Begleitung. Der Gesetzgeber hat darauf verzichtet, die Hilfe bei der Selbsttötung detailliert zu regulieren. Höchstrichterliche Urteile, Expertenempfehlungen und privatrechtliche Vorschriften prägen die Praxis. Die Hilfe zur Selbsttötung ist so akzeptiert, dass manche Menschen ihren Sterbehelfern in vorformulierten Todesanzeigen danken. Manche Experten sagen: Der Blick ins Nachbarland zeigt, wie es bei uns in zehn Jahren sein könnte. Die Schweiz - ein Vorbild für Deutschland oder ein abschreckendes Beispiel?

  • 17:05 Uhr

    Letzte Ausgabe - Yvonne Büdenhölzer über das Theatertreffen nach Corona im Gespräch mit Karin Fischer

  • 17:30 Uhr

    Unerfüllte Träume - Tschaikowskys "Eugen Onegin" am Staatstheater Hannover

    "MILF" - Anne Haugs Stück als Empowerment weiblichen Begehrens in Basel

    "Lieder von Vertreibung und Nimmerwiederkehr" - neues Musiktheater mit Libretto

    Women united? Internationale Konferenz zum Feminismus

    Monster, Dandy, Verführer: Wer ist Dracula? Gespräch mit Übersetzer Andreas Nohl

    Am Mikrofon: Jörg Biesler

  • 18:40 Uhr

    Afghanistan: Wie die Taliban das Land verändern

  • 19:10 Uhr

    Fußball - Nach dem DFB-Pokal Finale in Berlin
    Kommentar - DFB-Pokale: Kampf der Systeme

    Eishockey - WM in Helsinki und Tampere (FIN): Kasachstan - Deutschland

    Tennis - Auftakt French Open 2022

    Handball - Bundesliga: SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel
    Handball - Bundesliga: Hamburger SV - SC Magdeburg

    Formel 1 - "Großer Preis von Spanien" in Barcelona

    Bundesliga-Relegation: Ausblick auf die Entscheidung
    Fußball-EM 1992 - Der Ausschluss Jugoslawiens
    Equal Pay im US Fußball - Was verspricht sich Deutschland davon? - Interview mit Silke Raml

    Radsport - Giro d´Italia
    Radsport - Wie Fahrer aus Eritrea den Radsport aufmischen

    Moderner Fünfkampf - weiter Trouble um den Fünfkampf

    Am Mikrofon: Marina Schweizer

  • 20:05 Uhr

    Dreierpack (3/3)
    Winzig wohnen
    Vom Leben im Kleinen
    Von Ulrich Land
    Regie: Susanne Krings
    Mit Judith Jakob, Mareike Hein
    Ton: Gunther Rose und Angelika Brochhaus
    Redaktion: Klaus Pilger
    Produktion: Deutschlandfunk 2019

    Small und smart. Hochflexibel, gut durchdacht und geradezu verschwindend klein: Tiny Houses. Reduzierte, oft mobile Eigenheime. Die Bewegung findet immer mehr Anhänger - auch in Deutschland. Sich zu verkleinern ist hip: Downsizing heißt das Phänomen.
    Dem gegenwärtigen Mangel an Wohnraum und den hochschießenden Mieten scheint man mit kleinen, aber raffiniert ausstaffierten Wohneinheiten beikommen zu können. Die aus den USA stammende Tiny-House-Bewegung greift auch hierzulande um sich. Immer mehr Studenten und Jungakademiker werkeln an einem Mini-Häuschen. Auf Berliner Gewerbegelände werden kleine, clever ausgeklügelte Wohnmodule gesetzt. Betuchte Architekten legen hochtrabende Zukunftskonzepte für bescheidenes Wohnen vor. Durchaus nicht unproblematisch für die, die auf den Trend angesprungen sind: Denn woher eine Stellfläche fürs Tiny House nehmen? Ist Wohnminimalismus wirklich eine Alternative für Hartz-IV- Empfänger? Oder müssen wir zurück in die Höhle?

  • 21:05 Uhr

    Mozartfest Würzburg 2021

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Sinfonie Nr. 39 Es-Dur, KV 543
    Sinfonie Nr. 40 g-Moll, KV 550
    Sinfonie Nr. 41 C-Dur „Jupiter“, KV 551

    Les Musiciens du Louvre
    Leitung: Marc Minkowski

    Aufnahme vom 25.6.2021 aus der Würzburger Residenz

    Am Mikrofon: Johannes Jansen

    In der gipfelreichen Landschaft der Mozart-Sinfonien ragen die drei letzten so hoch empor, dass man meinen könnte, sie seien dem Himmel näher als der Erde. Diese Sicht findet sprechenden Ausdruck im Beinamen „Jupiter“ für die dritte der „großen Drei“. Höher geht es nicht. Wir wissen, dass die Bezeichnung nicht von Mozart stammt, und ebenso sicher anzunehmen ist, dass er diese Sinfonien mehr als drei Jahre vor seinem Tod nicht in dem Bewusstsein schrieb, dass es seine letzten sein würden. Doch sie wurden zum Vermächtnis, und wohl täglich, wenn nicht stündlich, wird eine von ihnen irgendwo auf der Welt gespielt. Selten jedoch sind alle drei in einem einzigen Konzert zu hören und noch dazu auf historischen Instrumenten. Diese Gelegenheit boten Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre aus Anlass des Würzburger Mozartfest-Jubiläums 2021: zum Hundertsten eine herausfordernde Gipfelwanderung!

  • 23:30 Uhr

    Queersein im Fußball - Wie offen ist der Fußball heute für Coming-Outs?

    Pia Mann, Ehrenamtliche vom Verein Discover Football im Gespräch mit Marina Schweizer