Mittwoch, 18. Mai 2022

Programm: Vor- und RückschauSonntag, 12.06.2022

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  • 00:05 Uhr

    „Liebe ist kälter als der Tod“
    Eine Lange Nacht über Rainer Werner Fassbinder
    Von Markus Metz und Georg Seeßlen
    Regie: Rita Höhne
    (Wdh. v. 30./31.5.2015)

    Er war die wilde Energie des neuen deutschen Films; der „Satansbraten“, wie er sich selber nannte, der zwischen Leben und Kunst keinen Unterschied machte. Das ruhelose enfant terrible, das schon an der nächsten Arbeit war, bevor die vorige herausgekommen oder grandios gescheitert war. Rainer Werner Fassbinder hat eine ganz eigene Filmsprache und ein Empfinden für Räume und Beziehungen entwickelt. Viele Filmemacher in der ganzen Welt beziehen sich auf dieses Welt-Bild, das die intimsten Gefühle und die historischen Geschehnisse zusammenbringen kann. Gerne wäre er, bei allen seinen Talenten, noch zur Musik gekommen. Das und vieles andere wahrscheinlich verhinderte sein früher Tod. Fassbinder hatte nicht allzu viel Zeit, zum Mythos zu werden. Vor 40 Jahren, am 10. Juni 1982, starb er mit 37 Jahren. Mit vielen Originalzitaten aus Filmen, Theaterstücken und Hörspielen tritt die „Lange Nacht" gleichsam in einen Dialog mit dem wichtigsten Filmemacher im Deutschland der Nachkriegsgesellschaft.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr  Klassik live

    Mozartfest Würzburg 2021, Teil 1

    Dmitri Schostakowitsch
    Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1 c-Moll, op. 35
    2. Satz: Andante aus: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 F-Dur, op. 102
    Präludium aus: Präludium und Fuge a-Moll, op. 87 Nr. 2

    Alexander Melnikov, Klavier und Leitung
    Christopher Dicken, Trompete
    Mahler Chamber Orchestra

    Aufnahme vom 30.5.2021 aus der Würzburger Residenz

    03:05 Uhr  Heimwerk

    Johann Sebastian Bach
    Präludium aus Präludium und Fuge für Orgel Es-Dur, BWV 552. Bearbeitet für Klavier von F. Busoni

    "Nun komm, der Heiden Heiland", BWV 659. Bearbeitet für Klavier von F. Busoni

    Italienisches Konzert für Klavier F-Dur, BWV 971

    2. Satz: Siciliano aus Sonate für Flöte und Cembalo Es-Dur, BWV 1031. Bearbeitet für Klavier von W. Kempff

    "Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter", BWV 650. Bearbeitet für Klavier von M. Schnaus

    Ferruccio Busoni
    Toccata für Klavier, K. 287

    Johann Sebastian Bach
    Fuge aus Präludium und Fuge für Orgel Es-Dur, BWV 552. Bearbeitet für Klavier von F. Busoni

    Francesco Piemontesi, Klavier

  • 06:10 Uhr

    Giovanni Gabrieli
    "Jubilate Deo à Dieci" für Soli, Chor und Kammer-Ensemble
    Rosa Dominguez, Sopran
    Hans Jörg Mammel, Tenor
    Stephan van Dyck, Tenor
    Choeur de Chambre de Namur (Mitglieder)
    La Fenice
    Leitung: Jean Tubéry

    Johann Sebastian Bach
    "Gelobet sei der Herr, mein Gott". Arie aus der gleichnamigen Kantate, BWV 129 in der Instrumentalfassung für Fagott
    Burak Özdemir, Fagott
    Musica Sequenza
    Leitung: Burak Özdemir

    Johann Sebastian Bach
    "Höchsterwünschtes Freudenfest". Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 194
    Sibylla Rubens, Sopran
    Christoph Prégardien, Tenor
    Klaus Mertens, Bass
    Amsterdam Baroque Choir and Orchestra
    Leitung: Ton Koopman

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Ein Mensch wie Jesus“
    Die Perspektive von Dietrich Bonhoeffer
    Von Pfarrer Klaus Priesmeier
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Der Architekt Günter Behnisch geboren

  • 09:10 Uhr

    Sinfonische Musik

  • 09:30 Uhr

    Überall Krise, nirgends Veränderung - was folgt auf den Protest?
    Von Franziska Heinisch

    In den vergangenen Jahren ist es sozialen Bewegungen gelungen, Millionen von Menschen zu erreichen, sie zu politisieren und zu mobilisieren. Fridays for Future etablierte sich als weltweite Jugendbewegung, Greta Thunbergs #blahblahblah bei der Vorklimakonferenz in Mailand im September 2021 verurteilte Sprachlosigkeit und Handlungsunfähigkeit der Politik beim weltweiten Klimawandel. Doch die Krisen unserer Zeit eskalieren weiter. Immer deutlicher zeichnet sich ab: Symbolischer Protest allein genügt nicht, um die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen zu bewirken. Könnten Aktive und Aktivistinnen mehr erreichen? Franziska Heinisch über Perspektiven, die darüber hinausreichen.
    Franziska Heinisch, geboren 1999, ist Autorin und Aktivistin an der Schnittstelle zwischen Klima- und sozialen Kämpfen. 2021 erschien ihr Buch „Wir haben keine Wahl. Ein Manifest gegen das Aufgeben“. Darin stellt sie den Zusammenhang zwischen Klimakrise und Kapitalismus her und entwirft Wege aus der Krise. Sie ist Mitgründerin der Organisation Justice is Global. Diese bildet Aktivistinnen und Aktivisten in Methoden des transformatives Organizings aus, um stärkere Allianzen zwischen der Klimabewegung und den Beschäftigten in fossilen Industrien aufzubauen.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Propsteikirche St. Anna in Schwerin
    Zelebrant: Propst Dr. Georg Bergner
    Katholische Kirche

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Hörspiel- und Drehbuch-Autorin Charlotte Drews-Bernstein im Gespräch mit Joachim Scholl

    Sie ist eine Radio-Frau bester Schule: In den 60er-Jahren begann Charlotte Drews-Bernstein ihre Laufbahn beim NDR im Nachwuchsstudio des legendären Axel Eggebrecht. Heute zählt sie zu den meistprämierten Hörspiel-Autorinnen. Und in einem Alter, in dem die meisten Menschen schon an den Ruhestand denken, begann Charlotte Drews-Bernstein, Jahrgang 1936, eine zweite Karriere - als erfolgreiche Drehbuch-Autorin.

  • 15:05 Uhr

    Zwischen Isaac Asimov und Rush
    Die New Yorker Konzept-Prog-Band Coheed & Cambria
    Von Kai Löffler

    Warum sollte man nur ein Konzept-Album planen, wenn man gleich eine ganze Konzept-Diskografie schreiben kann: Coheed & Cambria ist der Name eines Ehepaars aus der Science-Fiction-Geschichte „The Amory Wars”. Die ist in Form von Büchern und Comics erschienen, aber vor allem wird sie in den Alben der gleichnamigen Band erzählt. Das New Yorker Quartett um Gitarrist, Sänger und Songwriter Claudio Sanchez hat mit seiner Mischung aus Prog, Alternative Rock, Pop und Post-Hardcore einen ganz eigenen Sound geschaffen. Und nach knapp 30 Jahren ist kein Ende in Sicht - weder für die Band noch für die von Sanchez geschriebene Space-Opera. Das dieses Jahr erschienene „Vaxis Act II: A Window of the Waking Mind“ ist das insgesamt zehnte Album der Band und der neunte Teil der epischen „Amory Wars“-Saga. Und die ist noch lange nicht auserzählt.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Kakao und Schokolade
    Götterspeise mit Beigeschmack
    Von Michael Reitz
    Regie: Sophie Garke
    Produktion: Deutschlandfunk 2022

    Die Geschichte der Kakaobohne erzählt von Sinnlichkeit, Wertschätzung und Spiritualität, aber auch von Konsum, Gewalt und Globalisierung. Wo liegen die Ursprünge dieser Geschichte und wohin führt sie?
    Bei den Azteken und den Maya war der Kakao ein wertvolles Gut: Produkte aus der Kakaopflanze wurden als Opfergabe, rituelles Heilmittel oder als Tausch- und Zahlungsmittel eingesetzt. Doch mit den Eroberungen der Europäer in Mittelamerika änderte sich alles. Kakao war nicht länger bitter und heilig, sondern möglichst süß und billig. Nur ein geringer Teil der weltweit produzierten Schokolade wird mit fair geerntetem und gehandeltem Kakao produziert. Die größte Menge stammt oft aus Kinderarbeit oder wird auf gerodeten Regenwaldflächen angebaut. Aber es gibt auch einen Trend zur Rückbesinnung: Immer mehr Produzenten und Konsumenten achten auf fairen Handel und stellen Qualität vor Quantität. Und bei schamanischen Ritualen hat Kakao auch im Westen inzwischen seinen festen Platz.

  • 21:05 Uhr

    Focus Estland
    Aufnahmen vom Provinzlärm-Festival 2022

    Tatjana Kozlova-Johannes
    Nurgad

    Märt-Matis Lill
    When the Buffalo Went Away
    Ensemble U

    Liisa Hirsch
    Canvas

    Gerald Eckert
    Nacht, die fallende
    Ensemble Reflexion K
    Norddeutsche Sinfonietta
    Leitung: Gerald Eckert

    Aufnahmen vom 18. und 19.2.2022 aus der St. Nicolai-Kirche, Eckernförde

    Am Mikrofon: Egbert Hiller

    Das als Biennale angelegte Internationale Festival für neue Musik „Provinzlärm“ im norddeutschen Eckernförde erkundet zeitgenössisches Komponieren in den Ostsee-Anrainerstaaten. An drei Tagen verwandelte sich die Kirche Sankt Nicolai hierfür in ein Zentrum der Avantgardemusik. Die Veranstalter, der Komponist und Dirigent Gerald Eckert und die Flötistin Beatrix Wagner, hatten für 2022 unter dem Motto „Focus: Estland“ programmiert. Werke von Liisa Hirsch, Tatjana Kozlova-Johannes und Märt-Matis Lill - in Deutschland bislang kaum bekannt - standen neben großen Namen wie Arvo Pärt oder Tristan Murail. Neben dem in Eckernförde ansässigen Ensemble Reflexion K gastierten die Norddeutsche Sinfonietta sowie das estnische Ensemble U, das eine echte Entdeckung war.

  • 23:05 Uhr