Dienstag, 22.10.2019
 
Seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 15.10.2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Der Fall Doyle-Houdini
Von Peter Jacobi
Regie: Thomas Leutzbach
Mit Michael Mendl, Sylvester Groth, Johanna Gastdorf, Edda Fischer, Doris Plenert, Daniel Berger, Christian Schramm und Ben Falkenroth
Produktion: WDR 2012
Länge: 53'55

Die Beziehung zwischen Arthur Conan Doyle und dem Entfesselungskünstler Harry Houdini ist überliefert. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem Doyles Sohn starb, entwickelte ausgerechnet der Erfinder des rationalistischen Detektivs Sherlock Holmes gemeinsam mit seiner Ehefrau eine eigentümliche Nähe zu okkulten und spiritistischen Kreisen. In Houdini sieht Doyle ein Medium - der aber weist alle Hellseherei und die Kontaktaufnahme mit dem Jenseits als Scharlatanerie zurück. Die beiden führen einen erbitterten Kampf. Als Houdini nach einem tragischen Unfall stirbt, muss sich Doyle sogar gegen einen Mordverdacht wehren.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Klanghorizonte

Neuland: Claudia Quintet, Trygve Seim u.a.

Nahaufnahme: Die Violoncello-Welten des David Darling

Zeitreise: Die Verlangsamung des Zeitempfindens - Steve Reich, Gavin Bryars u.a.

Am Mikrofon: Michael Engelbrecht

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pastoralreferent Thomas Macherauch, Freiburg

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Martin Zagatta

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 50 Jahren: In den USA gründet sich die Schwarzen-Partei "Black Panther Party"

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

„Anpfiff“ - Tinnitus, der ständige Begleiter

Am Mikrofon: Ulrich Gineiger

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Opernintendant Uwe Eric Laufenberg

Die Bretter, die die Welt bedeuten, kennt Uwe Eric Laufenberg in- und auswendig. Als Schauspieler, Sänger, Regisseur und Intendant. Der gelassene Rheinländer mit der markanten Stimme, geboren 1960 in Köln, ist kein 'Theaterenfant terrible', sondern ein begeisterter Handwerker, der nach dem Abitur zunächst selbst auf der Bühne bestehen musste - eine gute Voraussetzung, um später Regie führen und große Häuser leiten zu können, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.
Nach seiner Schauspielausbildung an der Folkwang Hochschule in Essen folgten erste Engagements in Darmstadt. Mitte der 80er-Jahre wechselte Uwe Eric Laufenberg als Regieassistent und Schauspieler nach Frankfurt. Weitere Stationen als Regisseur und Schauspieler waren Köln, Zürich und Berlin. Seit Beginn der 90er-Jahre machte sich Laufenberg auch als Opernregisseur im In- und Ausland einen Namen. 2004 übernahm er als Intendant die Leitung des Hans Otto Theaters in Potsdam und erfand das Konzept 'Potsdam unterwegs', bei dem er mit seinem Ensemble verschiedene Stationen innerhalb der ganzen Stadt bespielte. 2009 kehrte Uwe Eric Laufenberg in seine Heimatstadt Köln zurück. Unter seiner Intendanz wurde die Kölner Oper 2012 in der Fachpresse zum 'Opernhaus des Jahres' gekürt. Nach kulturpolitischen Querelen löste Laufenberg seinen Kölner Vertrag vorzeitig auf, seit 2014 ist er als Intendant und Regisseur am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden tätig.
Zwischendurch veröffentlichte er seinen ersten Roman 'Palermo'. Als Ersatz für Jonathan Meese übernahm Laufenberg im Sommer 2016 unter hohen Sicherheitsvorkehrungen die Neuinszenierung des Parsifal bei den Wagner Festspielen in Bayreuth und sorgte für den heiß ersehnten Auftakt am grünen Hügel. Am Deutschlandfunk-Mikro gewährt er Einblicke in seine musikalische Biografie von Richard Wagner bis Amy Winehouse.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Slow Food, slow Italy - Wie eine Feinschmeckerbewegung die Gesellschaft umkrempelt
Mit Reportagen von Kirstin Hausen
Am Mikrofon: Katrin Michaelsen

Es ist eine Revolution. Eine langsame Revolution, die nach den Kochtöpfen auch die Herzen der Italiener erobert. Sie begann 1986 mit dem Plan für ein Fastfood-Restaurant direkt an der Spanischen Treppe in Rom. Da sagten Carlo Petrini und ein paar Freunde „Basta, wir haben es satt!“. Sie gründeten Slow Food als bewusste Gegenbewegung zur schnellen, gedankenlosen Nahrungsaufnahme. Italien, das Land des guten Geschmacks, sollte seine Esskultur pflegen und nicht amerikanisieren und verburgern. 30 Jahre später ist biologischer Anbau die Wachstumssparte in der Landwirtschaft und Trends wie Saisonale Küche, bewusstes Essen und Nachhaltigkeit längst im Alltag angekommen. Für den Zukunftsforscher Matthias Horx ist Slow Food ein Mega-Trend, der unsere Zukunft prägen wird. Vor allem aber ist Slow Food eine typisch italienische Geschichte.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Brasilien - Früchte statt Müll in Vidigal: Vom Müllplatz zum Designer-Park

Indien: Tod durch Mangelernährung

Das blutige Erbe der USA: Bombenräumen in Laos
 
Am Mikrofon: Ina Rottscheidt

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Was bringen Wankas WLAN Milliarden?
Deutschlands Schulen und der lange Weg zur Digitalisierung

Campus & Karriere fragt: Wie steht es heute um die IT-Ausstattung an den Schulen? Wie können Smartphones und Laptops ins normale Unterrichtsgeschehen eingebettet werden? Brauchen wir digitale Bildung oder gar Informatik als reguläres Pflichtfach? Und: sind Deutschlands Lehrer überhaupt fit für digitales Unterrichten?

Gesprächsgäste:
Sylvia Löhrmann, Schulministerin in NRW (Telefon)
Ira Diethelm, Professorin für Informatik-Didaktik an der Uni Oldenburg (Studio Münster)
Jutta Heimann-Feldhoff, Lehrerin an der Gesamtschule Bornheim und Schul-Medienberaterin (Studio Köln)
Krijno van Vugt, er berät niederländische Schulen zum Thema digitale Bildung (Telefon)
Am Mikrofon: Manfred Götzke

Beiträge:
Kreidezeit oder Tablet-Paradies?
Wie zufrieden sind Schüler Eltern mit der digitalen Bildung in Berlin?

Eine Sendung mit Hörerbeteiligung über Telefon 00800 - 44 64 44 64 oder per Mail an campus@deutschlandfunk.de

Langsames oder gar kein Netz, uralte Rechner, fehlende Informatik-Lehrer: Die IT-Ausstattung an vielen Schulen in Deutschland ist alles andere als zeitgemäß. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will das nun ändern. Mit einem 5-Milliarden Euro Programm will der Bund die Schulen bis 2021 mit Computern und freiem WLAN beglücken. Denn so Wanka: „Schülerinnen und Schüler müssen heute auch digital lernen und arbeiten können, statt einfach nur zu daddeln“.

Die für die Bildung eigentlich zuständigen Bundesländer müssen sich im Gegenzug für die Milliarden verpflichten, digitale Bildung anzubieten. Sprich: Sie sollen Lehrer aus- und weiterbilden, Unterrichtskonzepte entwickeln und sich natürlich auch um die digitale Infrastruktur kümmern. Wie aber digitale Bildung genau aussehen soll, ist umstritten: Während manchen Ländern ein paar Projekttage zum richtigen Umgang mit Facebook und MS-Office reichen, fordern andere Medienbildung als reguläres Fach oder gar ein Pflichtfach Informatik.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3

Rockmusik als Kuscheldecke: Neues Album von Beth Hart
Alkohol, Drogen, Gefängnis und Karriereknick: Anfang der Nullerjahre stand es nicht gut um Beth Hart. In den vergangenen Jahren hat sie sich dann mühsam in die Liga der großen Rockmusikerinnen zurückgekämpft. Das Musikmachen gebe ihr ein Gefühl der Geborgenheit, ein Ventil für den Umgang mit ihren Depressionen. Mit „Fire on the Floor“ versucht sie sich nun auch stilistisch breit aufzustellen.
Ein Beitrag von Marcel Anders

Corso-Gespräch mit dem Freiburger Songwriter Nicolas Sturm
„Deutschen Waffen töten immer noch am besten“, singt der Freiburger Nicolas Sturm auf seinem neuen Album „Angst Angst Overkill“. Dazu erklingen Gitarren-Riffs, die The Cure nicht traurigschöner hätten schreiben können. Ein Corso-Gespräch über German Angst und Popmusik als Kommentar zum Zeitgeschehen.
Corso-Gespräch von Christoph Reimann

Zurück in die 60er: Debüt von Lemon Twigs
Der eine sieht eher nach Hard Rock aus - mit schulterlangen Haaren und Lederjacke, der andere, mit seiner Vokuhila-Frisur und dem bauchfreien Hemdchen, nach Glam. Auf die Beatles und die Beach Boys können sich aber beide D'Addario-Brüder einigen, obwohl sie mit ihren 17 beziehungsweise 19 Jahren doch eigentlich viel zu jung dafür sind. Ihr Debütalbum als Lemon Twigs ist eine verdrehte Hommage an die 60er und 70er.
Ein Beitrag von Dennis Kastrup

Am Mikrofon: Christoph Reimann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Lob des Eigensinns
Ein Flandernfeature von Siggi Seuß

Darin besprochene Bücher:
Joke van Leeuwen: Das tolle ABC-Buch
Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers
(Verlag Gerstenberg)

Anke Kranendonk: Käpt'n Kalle
Mit Bildern von Annemarie van Haeringen. Aus dem Niederländischen von Sylke Hachmeister
(Carlsen Verlag)

Anna Woltz: Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte
Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann
(Carlsen Verlag)

Annet Huizing: Wie ganz zufällig aus meinem Leben ein Buch wurde
Aus dem Niederländischen von Birgit Erdmann
(mixtvision)

Annemarie van Haeringen: Schneewittchen strickt ein Monster
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
(Verlag Freies Geistesleben)

Charlotte Dematons: Niederlande
Übersetzt von Andrea Akkermann, mit Begleitheft
(bohem Verlag)

Charlotte Dematons & Jesse Goossens: Tausend Dingetjes über die Niederlande
Deutsche Ausgabe

Am Mikrofon: Tanya Lieske

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation

Schwerpunkt:
Kalkuliertes Sparen
Das menschenleere Rechenzentrum rückt in greifbare Nähe

Wolken schieben
Cloud-Anbieter kämpfen mit massiven Sicherheitsproblemen im Software defined Datacenter

Aktuell:
Volle Router-Freiheit
Crowd-gesourcter Open-Source-Internet-Router schützt mit verteilter Firewall

Das Digitale Logbuch
Krank

Info-Update


Sternzeit, 15. Oktober 2016
Der erste „neue“ Planet

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

Schwerpunkt der nächsten Woche (22.10.2016):
Schwachstelle Mensch
Die ITSA-Sicherheitsmesse zeigt den Trend zu automatischen Analyse-Tools für die Gefahrenabwehr

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Markt und Medien

Gießkannenprinzip funktioniert nicht
Über Medienförderung in Österreich und Deutschland
Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Matthias Karmasin, Universität Klagenfurt

Wo endet Haltung und wo beginnt Propaganda?
Undercover bei RT Deutsch
Gespräch mit dem NEON-Autor Martin Schlak

Informationskrieg an Russlands Grenzen
Wie Lettland die russische Propaganda kontert

O-Ton Nachrichtenu. a.:
- ARD und ZDF schlagen neue Berechnung des Rundfunkbeitrags vor
- „Reporter ohne Grenzen“ kritisiert Medienkonzentration in der Ukraine
- BBC streicht 300 Stellen im Zuge von Umstrukturierungen

Aufbruch ins Berufsleben
Der erste „Flüchtlings“-Jahrgang der Hamburg Media School muss sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten

Am Mikrofon: Brigitte Baetz

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Iphigenie auf Tauris" - Ivan Panteleev inszeniert Goethe am Deutschen Theater Berlin

Goethes "Iphigenie" in Gwangju - Ein Projekt des Goethe-Instituts in Südkorea

Zarte Zeichen - Der Neubau des Goethe-Institutes Kairo wird mit einer Ausstellung von Kalligraphien des deutschen Grundgesetzes eröffnet

Bonjour tristesse - die Bernard-Buffet-Retrospektive in Paris

Hop oder top? Zur Medialisierung von Ferdinand von Schirachs "Terror"

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Fußball - Bundesliga, 7.Spieltag:
Borussia Mönchengladbach - Hamburger SV;
1. FC Köln - FC Ingolstadt;
FC Augsburg - FC Schalke 04;
1899 Hoffenheim - SC Freiburg,
Eintracht Frankfurt - FC Bayern München;
SV Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen

Bundesliga-Gespräch: Der Sinn von Transfermeldungen

Fußball - 2. Liga, 9. Spieltag:
Dynamo Dresden - VfB Stuttgart

WM 2006 - Collage einer Affäre

WM 2006 - Sommermärchen wankt seit einem Jahr

Radsport - Weltmeisterschaft in Doha

Radsport - Alpecin steht jetzt auf Katusha

Triathlon - Nur ein Sport für Ingenieure?

Football - Erste Schritte in den Staaten: Moritz Böhringer im Practice Squad

FIFA - Nach der Councilsitzung

FIFA - Was denken die "Kleinen" über die WM-Erweiterung

Russland - Wie Putin umbauen will

Am Mikrofon: Matthias Friebe

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Diktate
Von Michael Lentz
Regie: Michael Lentz
Komposition: Gunnar Geisse
Mit Michael Hirsch, Michael Lentz, Sophia Siebert
Produktion: BR 2016
Länge: 83'37

Hörspielmagazin Extra
Werkstätten des Imaginären:
Neue CDs aus Frankreich
von Karl Lippegaus

Was ist in dem Kästchen, das der Sohn nachts hinter seinem Regal hervorholt, in das zu schauen die Mutter ihm verboten hat und ihm prompt jede Nacht abnimmt, kaum dass er Anstalten macht, es zu öffnen? Der Sohn vermutet einen Schlüssel in dem Kästchen. Die Mutter fürchtet, der Sohn könne ein schlimmes Geheimnis entdecken. Es kommt der Tag des Jüngsten Gerichts. Zur Verhandlung stehen neben dem Kästchen, das sich jede Nacht wieder einfindet, ein umfangreiches Notizbuch über all diese und andere merkwürdige Vorgänge und eine Kammer, die mit dem Kästchen in Verbindung stehen muss. Die Mutter behauptet, ihr Sohn wolle sie umbringen, die Kammer sei der Beweis, er bete dort Gott an und betreibe Mummenschanz; der Sohn behauptet, er wisse nichts von einer Kammer, sein Notizbuch sei der Beweis für seine Aufrichtigkeit. Die Kammer sei eine Werkstatt, wenn auch eine imaginäre, sagt die Mutter, ihr Sohn habe sie dort als schwebendes Gewand ohne Körper gemalt. Für den Sohn hat die Mutter schlicht sein Zimmer nicht aufgeräumt. Also räumt der Sohn selbst sein Zimmer auf und entsorgt einen Heiligenschein, ein kleines betendes Kapuzenmännlein, einen Auferstandenen, den Heiligen Geist, zwei Schafsköpfe, einen Rest Rotwein und schimmelndes Brot. Die Schreibmaschine der Firma Ideal hat es ihm allerdings angetan. Und sie ist es wohl auch, die den toten Vater wieder herbei imaginiert, kann der Sohn ihn doch mit ihrer Hilfe überall hinprojizieren. Er hat jedoch die Rechnung ohne das Eigenleben der Bilder, die in der erinnerten Vorstellung nie identisch sind, und der Sprache gemacht, mit deren Hilfe er die Kursänderungen der Bilder nachvollziehen will. Erinnerung und Wiederholung gehen zuweilen getrennte Wege und bringen jedes Mal neue Bilder hervor, manchmal mit nur kleinen, aber entscheidenden Differenzen, und so ist Vater einmal Bismarck, ein anderes Mal der eigene Opa, dann wieder der Sohn selbst. Zu Gehör kommt eine sich unentwegt modifizierende Veranschaulichung, die nichts anderes als Sprache in Bewegung ist, eine leibhafte Bewegung der Bilder. Das Ganze hat sicherlich mit einem Schrank zu tun, in dem der Bruder in eine Art Unterwelt verschwunden ist, und einer Camera obscura, die sich neben Vaters Bett befunden haben soll. Das Bett jedenfalls befindet sich als Brücke über einem kleinen Bach im Freien, dahinter die Berge, in denen Mutter Ski fährt. Von der Brücke aus steht das Wasser mit jedem Blick still und spiegelt übergangslos die wunderlichsten Bilder und Szenen aus verschiedenen Zeiten. Memoria, ins Innere geht die Reise. Erinnern heißt Veranschaulichen, das im Gedächtnis Bewahrte sich zu eigen machen als Gegenwart. Den großen Bach hat Gunnar Geisse anverwandelt als untergründigen Passionsfluss, der alles durchwirkt.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Posthumane Sinfonien
Ohne Noise keine Zukunftsmusik
Von Anna Schürmer

Niklas Luhmann prägte das Gleichnis: „Ohne Noise - kein System“. Lauscht man den Avantgarden des Medienzeitalters, präsentiert sich das weiße und farbige Rauschen auch als ästhetischer Faktor der Zeitgenössischen Musik. In ihrer Sendung nimmt Anna Schürmer die Hörer auf eine musikalische Zeitreise mit: Von den elektronischen Pionieren Edgard Varèse und Karlheinz Stockhausen, über die Rausch-inspirierten Arbeiten von Peter Ablinger und Lothar Voigtländer bis hin zur elektronischen Clubmusik und dem Noise-Artist James Hoff. Am Ende der rauschhaft klingenden Zeitreise steht die Erkenntnis: „Ohne Noise - keine Zukunftsmusik“.

22:50 Uhr

Sport aktuell

Fußball - Bundesliga, 7.Spieltag:
Borussia Mönchengladbach - Hamburger SV;
1. FC Köln - FC Ingolstadt;
FC Augsburg - FC Schalke 04;
1899 Hoffenheim - SC Freiburg,
Eintracht Frankfurt - FC Bayern München;
SV Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen

Fußball - 2. Liga, 9. Spieltag:
Dynamo Dresden - VfB Stuttgart
SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Heidenheim


Radsport - Weltmeisterschaft in Doha

Am Mikrofon: Matthias Friebe

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Dies ist, was wir teilen
Die Lange Nacht der Literatur aus Flandern und den Niederlanden
Gäste: Griet op de Beeck, Lot Vekemans, Fikry el Azzouzi, Geert Mak , Kris van Steenberge und Tommy Wieringa
Moderation: Annick Ruyts und Johannes W.H. Konst
Musik: An Pierlé
Regie: Monika Künzel

„Dit is wat we delen“ - „Dies ist, was wir teilen“ - unter diesem Motto sind Flandern und die Niederlande 2016 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Mit oft beklemmender Aktualität teilen sechs Autorinnen und Autoren in dieser 'Langen Nacht' den ebenso rebellierenden wie besorgten Blick auf die individuelle Freiheit, die als Versprechen der offenen Gesellschaft stand. Aus Angst vor Risiken wie terroristischen Übergriffen setzen wir uns freiwillig staatlicher Überwachung aus, wie Tommy Wieringa in „Niemandes Herr, niemandes Knecht“ beschreibt. Fikry El Azzouzi erzählt von Jugendlichen, deren Ausgrenzung und Kränkungen Wut und Radikalisierung provozieren. Lot Vekemans, die in Deutschland auch als Dramatikerin gefeiert wird, erzählt von der unbändigen Lust auf Leben einer jungen Frau und dem Glück großer Liebe, die aber auch ihren Preis hat. Griet op de Beeck schreibt über gebrochene Lebensläufe, über die Angst vor dem Starksein und den Mut, sich ins Leben zu stürzen. Geert Mak beobachtet seit vielen Jahren Chancen und Grenzen europäischen Denkens. Kris van Steenberge siedelt seine schicksalhafte Familiengeschichte „Verlangen“ vor 100 Jahren im ländlichen Flandern an, als das Weltgeschehen den kleinen Ort Woesten buchstäblich überrollt. Diese 'Lange Nacht' verspricht literarische und musikalische Begegnungen, die - wie unsere Nachbarn - vertraut und immer wieder überraschend sind.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Der weltweit erste Schlaganfall-Notarztwagen steht am Freitag (18.02.2011) auf dem Gelände des Krankenhauses Charté in Berlin. Der zuvor der Öffentlichkeit vorgestellte Schlaganfall-Notarztwagen mit der Bezeichnung Stemo (Stroke-Einsatzmobil) ist mit einem kompakten Computertomographen (CT) ausgestattet, der eine schnelle Diagnose ermöglicht und damit die Folgen eines Hirnschlages mindern soll. Stemo ist eine Entwicklung der Charité.  (picture alliance / dpa / Foto: Stephanie Pilick)
Nach einem Schlaganfall Der lange Weg zurück ins Leben
Sprechstunde 22.10.2019 | 10:10 Uhr

Mit einem Schlag ist alles anders. Bei Menschen, die einen Schlaganfall erleiden, geht es ums Leben. Im Krankenhaus auf der Schlaganfall-Station versuchen Ärzte, möglichst viele Gehirnzellen vor dem Untergang zu bewahren und so die Folgen des Schlaganfalls klein zu halten.

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