Donnerstag, 18.10.2018
 
Seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 11.11.2018
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Zerrissen nach allen Seiten
Eine Lange Nacht über Kunst und Grauen im Ersten Weltkrieg
Von Monika Künzel und Michael Köhler
Regie: Rita Höhne
Studiogäste:
Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Kunsthistorikerin TU Berlin
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Literaturwissenschaftlerin ,Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Prof. Christoph Stölzl, Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
(Wdh. v. 5./6.4.2014)

„Es war Reinigung, Befreiung, was wir empfanden, und eine ungeheure Hoffnung.“ - Nicht nur Thomas Mann verklärte den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 als ,Großen Krieg'. Er fiel in eine Phase außergewöhnlicher Vitalität und der Gründung von Avantgarde-Bewegungen in den Künsten und beeinflusste mehr als jeder andere Konflikt das Werk der Künstler, die ihn erlebten. Avantgarde-Bewegungen wie der Expressionismus und der Kubismus waren entstanden, Künstlervereinigungen wie ,Die Brücke' und ,Der Blaue Reiter' gegründet. Selbst Käthe Kruse staffierte ihre kindlich-lebensechten Stoffpuppen als stramme ,Potsdamer Soldaten' in den Uniformen der kriegführenden Staaten aus. Wer heute verstehen will, „wie die Herzen … sogleich in Flammen standen, als jetzt Krieg wurde“, muss sich die Zeit vor hundert Jahren vergegenwärtigen. Der Dadaist Walter Serner beschrieb den Krieg als eine Reaktion auf das umgehende „Gespenst der Langeweile“. Doch im Gegensatz zu vielen Künstlern wich die große Begeisterung für diesen Krieg in der Bevölkerung schnell einer nicht minder starken Ernüchterung. Der britische Historiker Christopher Clark provozierte mit seinem Werk ,Die Schlafwandler' ein neues Nachdenken über die Komplexität der europäischen Vorkriegspolitik. 70 Millionen Soldaten standen in Europa, Afrika, Asien und auf den Weltmeeren unter Waffen. 17 Millionen Menschen starben unter erbärmlichen Umständen. Wer überlebte, trug seine Narben, körperlich und seelisch sein Leben lang. Erich Maria Remarque hat mit seinem Buch ,Im Westen nichts Neues', zehn Jahre nach seinen eigenen Kriegserlebnissen, einer verlorenen Generation ein bis heute erschütterndes Denkmal gesetzt.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Grundton D 2017 - Konzert und Denkmalschutz (9)

Werke von
Antonio Caldara
Johann Georg Reutter und
Francesco Bartolomeo Conti

Valer Sabadus, Countertenor
Nuovo Aspetto

Aufnahme vom 10.9.2017 aus dem Staatstheater Oldenburg

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Gustav Mahler
Ausschnitte aus: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Düsseldorfer Symphoniker
Leitung: Adam Fischer

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Jan Pieterszoon Sweelinck
'Te Deum laudamus'. Motette für 5 Stimmen in 5 Teilen, SWWV 187
Gesualdo Consort Amsterdam
Leitung: Harry van der Kamp

Georg Böhm
'Auf meinen lieben Gott'. Choralvorspiel für Orgel
Gustav Leonhardt, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Ach wie flüchtig, ach wie nichtig'. Kantate am 24. Sonntag nach Trinitatis, BWV 26
Antonia Frey, Alt
Daniel Johannsen, Tenor
Klaus Häger, Bass
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

Felix Mendelssohn Bartholdy
'Mitten wir im Leben sind'. Motette für 8-stimmigen gemischten Chor a cappella, op. 23 Nr. 3
GewandhausChor
Leitung: Gregor Meyer

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
1918. Das Ende von Thron und Altar, der Beginn einer Theologie der Krise
Von Pfarrer Peter Oldenbuch
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 100 Jahren: Der Erste Weltkrieg endet

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

SprachKritik (1/4)
Neue rechte Rhetorik
Aleida Assmann im Gespräch mit Natascha Freundel
(Teil 2 am 18.11.2018)

Hitler und der Nationalsozialismus - „nur ein Vogelschiss in 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte”? Eine neue rechte Rhetorik drängt sich in den Vordergrund politischer Debatten. Begriffe wie ,Umvolkung’, ,Vaterland’, ,Stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten’ oder ,Denkmal der Schande’ werden von rechten Meinungsmachern gezielt gegen die deutsche und europäische Erinnerungskultur eingesetzt. Aleida Assmann analysiert die Sprache der rechten Provokateure im Kontext gegenwärtiger Entwicklungen des kulturellen Gedächtnisses. Sie plädiert für einen neuen Gesellschaftsvertrag mit einem starken Begriff von Menschenpflichten.
Aleida Assmann, geboren 1947, ist Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Für ihre Forschungen und Bücher
zu Geschichte und Gedächtnis, Erinnerungskultur und -politik wurde sie mehrfach ausgezeichnet, in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann). Ihre aktuellen Bücher heißen ,Der europäische Traum. Vier Lehren aus der Geschichte’ und ,Menschenrechte und Menschenpflichten’. Davor erschienen unter anderem ,Formen des Vergessens’ (2016), ,Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur’ (2013), ,Die Zukunft der Erinnerung und der Holocaust’ (2012).

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Kirche St. Martinus in Much
Predigt: Pfarrer Josef Gerards
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Paläontologe Volker Mosbrugger im Gespräch mit Michael Langer

Seine herausragenden Forschungen zu ökologischen und klimatischen Veränderungen in der Erdgeschichte geben auch Aufschluss über die Entwicklungen unserer Zeit. Als Paläontologe untersucht er die Auswirkungen des Klimawandels und die Folgen des Verlustes an biologischer Vielfalt für den Menschen und den Planeten Erde.

Prof. Dr. Dr. Volker Mosbrugger ist Biologe, Geologe und Paläontologe und Direktor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung. Er unterrichtete an mehreren Universitäten, ist Mitglied einer Reihe von wissenschaftlichen Akademien und unter anderem Träger des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

"Americana ist schlechte Kunst auf Holz gemalt"
Der amerikanische Musiker Justin Townes Earle
Von Anke Behlert

Justin Townes Earle ist in Nashville aufgewachsen und der Sohn des bekannten Countrysängers Steve Earle. Der verließ die Familie, als Justin gerade zwei Jahre alt war. Die Mutter schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, der junge Earle machte früh Bekanntschaft mit Alkohol und Drogen. All das hat ihn nicht daran gehindert, ein großartiger Songwriter zu werden, der mitnichten im Schatten seines bekannten Vaters steht. Mit 36 ist Justin Earle heute clean, glücklich verheiratet und ein Aushängeschild des Americana­Genres. Auch wenn er selbst mit diesem Begriff nicht viel anfangen kann.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Die Ablösung des Urkilos
Über das neue Maß der Massen
Von Frank Grotelüschen

Ein unscheinbarer Zylinder aus Platin und Iridium lagert seit 1889 in einem Tresor in Paris: das Urmaß des Kilogramms. Das allerdings macht zunehmend Probleme. Seine Eigenschaften hängen von Luftdruck und Luftfeuchtigkeit ab, mit der Zeit scheint es gar leichter zu werden.
Nun endlich ist der Fachwelt geglückt, was bei Meter und Sekunde schon früher gelungen war: Das Kilogramm lässt sich auf eine unveränderliche, universelle
Naturkonstante zurückführen. Die Arbeiten dauerten Jahrzehnte. So gelang es in Braunschweig, auf der Basis von extrem runden Siliziumkugeln Atome regelrecht zu zählen. Gleichzeitig wogen Labors aus Kanada und den USA das Kilogramm mit enormer Genauigkeit elektrisch auf. Mitte November dürfte die Generalkonferenz für Maß und Gewicht die Neudefinition auf Basis der Planck­Konstanten durchwinken, im Mai 2019 soll sie inkrafttreten. Gleichzeitig werden zwei weitere Basiseinheiten auf neue, präzisere Füße gestellt - das Kelvin für die Temperatur und das Ampere für die elektrische Stromstärke. Damit basiert das komplette internationale Einheitensystem auf Naturkonstanten - ein alter Traum der Metrologie wird wahr.

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Magisch, mystisch, energetisch!?
Der neue Schamanismus
Von Rolf Cantzen
Regie: Philippe Bruehl
Produktion: Dlf 2018

Schamanismus gibt es nicht nur bei indigenen Völkern in Südamerika oder in der Mongolei. Es ist Sammelbegriff für Rituale des Heilens, die jeweils unterschiedlich kulturell und religiös beeinflusst sind. In westlichen Gesellschaften erlebt Schamanismus im Zuge der New-Age- und Esoterikbewegung ein Comeback. Die Akteure begeben sich, auch mithilfe von Drogen, auf Sinn- und Seelensuche in die Anderswelt, um dort Heilung zu erfahren oder Hilfe bei Krisen und wichtigen Entscheidungen zu finden. Nicht nur in steinzeitlichen Gesellschaften und bei sogenannten Naturvölkern, sondern auch in der abendländischen Kulturgeschichte finden Religionswissenschaftler schamanische Weltdeutungen.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Kissinger Sommer 2018

Sergej Rachmaninow
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll, op. 18

Franz Schubert
Große Sinfonie in C-Dur, D 944

Behzod Abduraimov, Klavier
Orchester der Russisch-Deutschen Musikakademie
Leitung: Alexander Sladkovsky

Aufnahme vom 23.6.2018 aus dem Regentenbau in Bad Kissingen

Am Mikrofon: Sylvia Systermans

Mit einer sinfonischen Friedensbotschaft kam das Orchester der Russisch-Deutschen Musikakademie dieses Jahr zum Kissinger Sommer. Allen politischen Spannungen und Verwerfungen zum Trotz. Wer Pult an Pult Schubert und Rachmaninow spielt, der knüpft Beziehungen und stärkt Vertrauen. Wo der politische Dialog mitunter an seine Grenzen stößt, da kann die Musik oftmals Brücken bauen. Mit dieser Idee ging vor fünf Jahren die Russisch-Deutsche Musikakademie an den Start. Seitdem treffen sich junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker beider Länder regelmäßig zu Arbeitsphasen und Konzerten. Zwischen Moskau und München spielen sie deutsch-russisches Repertoire. Beim Gastspiel in Bad Kissingen dirigierte Alexander Sladkovsky, Chef des Nationalen Sinfonie-Orchesters Tatarstan, Schuberts ,Große C-Dur Sinfonie’ und Rachmaninows zweites Klavierkonzert mit dem usbekischen Pianisten Behzod Abduraimov als Solist.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Zwei Männer fahren in München (Bayern) auf ihren Pedelecs (dpa / Tobias Hase )
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Marktplatz 18.10.2018 | 10:10 Uhr

Die Deutschen sind zu Bewegungsmuffeln mutiert. Weit weniger als die Hälfte der Bevölkerung geht, radelt oder schwimmt ausreichend - ein historischer Tiefpunkt, ergab kürzlich eine Studie der Deutschen Krankenversicherung.

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