Mittwoch, 19.02.2020
 
Seit 18:40 Uhr Hintergrund

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 15.03.2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

„Er spielte immer wie zum ersten und zum letzten Mal“
Die Lange Nacht über Swjatoslaw Richter
Von Beate Bartlewski
Regie: die Autorin
(Wdh. v. 21./22.3.2015)

Der Spiegel des Komponisten wolle er sein, weiter nichts, bekannte Swjatoslaw Richter, dabei war er doch der individuellste Spieler von allen. Ein Konzertabend mit ihm, mit unbedingter Wahrhaftigkeit zelebriert, war jedes Mal neu und aufregend. Die erschütternde Traurigkeit der einzelnen Töne und die plötzliche Explosion von Klängen, so eine Ohrenzeugin, könne man sich nicht vorstellen, wenn man sie nicht gehört habe. Swjatoslaw Richter, 1915 im damals russischen Schitomir geboren und in Odessa aufgewachsen, lernte das Klavierspielen autodidaktisch. Erst mit 22 Jahren ging er nach Moskau, um beim legendären Heinrich Neuhaus zu studieren. Neuhaus erkannte in Richter ein Genie, dem er eigentlich nichts mehr beibringen könne. Er machte ihn mit Sergej Prokofjew bekannt und mit der Uraufführung dessen 6. Sonate begann seine russische Karriere. Als sogenannter Volksdeutscher durfte er lange Zeit nicht im Westen auftreten. Erst mit 45 Jahren, nachdem ihm ein legendärer Ruf vorausgeeilt war, gab er in New York sein frenetisch umjubeltes Debüt. In der Folge konzertierte er in allen wichtigen Musikzentren der Welt, er gründete sein eigenes Festival in Frankreich und öffnete sich mehr und mehr auch der Kammermusik. Aber Richter war kein Tastenlöwe, er war eher scheu und introvertiert, zeitweise litt er an Depressionen. So verweigerte er sich nach und nach dem kommerziellen Konzertbetrieb. 1997 ist er auf seiner Datscha in der Nähe von Moskau an einem Herzinfarkt gestorben.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

A cappella Festival Leipzig 2019

Traditionelle Lieder und Balladen aus Norwegen und Schweden
Trio Mediæval

Aufnahme vom 2.5.2019 aus der Evangelisch Reformierten Kirche Leipzig

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Franz Schubert
Ouvertüre zu ,Fierrabras', D 796

Sinfonie Nr. 5 B-Dur, D 485

Kammerorchester Basel
Leitung: Heinz Holliger

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Andrea Gabrieli
'Miserere mei Deus', Psalm 51 für 6 Stimmen und Instrumente
Capella Ducale Venetia
Leitung: Livio Picotti

Alexander Knaifel
Psalm 51 (50) für Violoncello solo
Mstislav Rostropovitch, Violoncello

Johann Sebastian Bach
'Widerstehe doch der Sünde'. Kantate zum Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo, BWV 54
Markus Forster, Countertenor
Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

Joseph Rheinberger
Präludium für Orgel c-Moll, WoO 56
Rudolf Innig, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Annehmen und Abwarten. Der passive Jesus
Von Susanne Krahe
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 175 Jahren: Der erste Band von Alexander von Humboldts ,Kosmos' erscheint

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Mehr als nur ein Ärgernis
Über den Nutzen der Metaphysik für das Leben
Von Thomas Palzer

Metaphysik, das ist die Lehre von den ersten und letzten Dingen: Sie handelt von Gott, der Seele, ihrer Unsterblichkeit, der Stellung des Menschen im Kosmos. Dem philosophischen Establishment gilt die Metaphysik schlimmstenfalls als Ärgernis, bestenfalls als die überholte Form eines höchst spekulativen Denkens. Wozu also heute noch Metaphysik? Hatten nicht Fichte, Hegel und Schelling im deutschen Idealismus den letzten Höhepunkt dieser Form philosophischen Denkens erreicht? Hatte nicht der Positivismus alle metaphysischen Sätze für sinnlos erklärt und versucht, jeden Pluralismus der Erkenntnismethode auszuradieren? Und dabei verkannt, dass jede Erkenntnis auf Bildern, Metaphern und Pointen beruht, die durchaus fruchtbar sein können? Thomas Palzer zeigt in seinem Text, dass es nicht nur darum geht, was der Fall ist, sondern auch darum, wie die Welt sein könnte. Die erschließende Kraft des Denkens reicht unendlich viel weiter als die beweisende Kraft des Wissens. Erst in der Metaphysik wird uns Menschen der Sinn des Ganzen, unser Woher und Wohin klar. Denn die Metaphysik liegt immer im Interesse des Menschen und ist gerade nicht ein interesseloses, reines Erkennen einer Welt, die vom Menschen unabhängig existiert. Inszeniert ist dieser Essay in der besten philosophischen Tradition als Dialog zwischen drei Figuren, die nach Antworten suchen. Den Figuren wird klar: Metaphysik löst keine Fragen - statt Lösungen hat sie nur eine lange Geschichte anzubieten, die selbst voller Kritik an der Metaphysik steckt.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Kirche St. Nikolaus auf Langeoog
Zelebrant: Generalvikar Theo Paul
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Gastronom und Autor Irmin Burdekat im Gespräch mit Joachim Scholl

„Zum Frühstück - mittags - abends - Immer!“ - So lautete der Werbeslogan für seine erste Restaurantkette. Und so pfiffig schreibt Irmin Burdekat auch als Autor amüsanter Gastronomie-Romane. Vom Hotel-Lehrling zu einem der ersten erfolgreichen deutschen Betreiber der sogenannten Systemgastronomie mit Dutzenden von Restaurants deutschlandweit: Irmin Burdekats berufliche Karriere ist eine Erfolgsgeschichte. Wie turbulent es dabei zuging, mit Auf- und Abschwüngen, beschreibt der ostfriesische Tausendsassa in mehreren Büchern, so auch in seinem aktuellen Roman ,Der Katholische Bahnhof’. So heißt darin ein frisch eröffnetes Restaurant, dessen Name allein den Umsatz prompt halbiert.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Freundliche Humanisten
Die New Yorker Band Nada Surf
Von Anke Behlert

„Jeder Junge auf der ganzen Welt kann dir gehören“ - Mit ihrem sarkastisc hen Teenie-Ratgeber-Song ,Popular’ gelingt Nada Surf 1996 gleich mit der ersten Single ein mittelgroßer Hit und etabliert die New Yorker neben Weezer als Ikonen des College Rock. Davon verabschieden sie sich alsbald und verbinden lieber PowerPop mit haftbaren Melodien und immer leicht verzweifelten Texten. Das Album ,Let Go’ (2002) mit seinen charmanten und nicht zu perfekten Liebesliedern gilt als moderner Klassiker und ist aus keiner Indie-Plattensammlung wegzudenken. Auch heute noch wandert die Stimme von Sänger Matthew Caws mühelos durch die Register, wenn er sein Herz ausschüttet oder sich auch mal, ja, auskotzt. Die Hoffnung hat Nada Surf aber nicht aufgegeben, auch mit ihrem neunten Studioalbum ,Never Not Together’ verfolgen Caws, Daniel Lorca und Ira Elliot ihre humanistische Weltsicht durch euphorische Rocksongs.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Auslese - Naturwissenschaftliche Fach- und Sachbücher
Das Erbe der Evolution - Egoismus und Kooperation prägen das Schicksal der Menschheit
Mit Ralf Krauter, Michael Lange und Dagmar Röhrlich

Im Laufe der Evolution hat sich der Mensch zur Krone der Schöpfung aufgeschwungen. Seine Überlegenheit verdankt der Homo sapiens seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten: Dank ihres großen Gehirns können Menschen im Kopf verschiedene Szenarien durchspielen und sich so auf alle Eventualitäten vorbereiten. Sie können Handlungen lange im Voraus planen, die Absichten ihrer Artgenossen erkennen und effizient kommunizieren. Doch der Siegeszug des Homo sapiens hat seinen Preis: Sein Egoismus und seine Gier zerstören die Umwelt und gefährden die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Schaufelt sich die Menschheit ihr eigenes Grab? Oder steckt in unseren Genen das Potenzial, die nächste Stufe der Evolution zu erklimmen? Der Biodiversitätsforscher Matthias Glaubrecht beantwortet diese Fragen in seinem Sachbuch ‚Das Ende der Evolution‘ völlig anders als der Soziologe Nicholas Christakis in seinem Werk ‚Blueprint‘.

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Reihe ,Leibkultur - Vom Körper' (3/5)
Bodies Under Attack
Eine Reise durch die Welt der Körpermodifizierung
Von Elodie Pascal
Regie: Elisabeth Putz
Produktion: NDR/rbb 2014
(Teil 4 am 22.3.2020)

Seit Urzeiten verändern Menschen ihr Äußeres: schneiden Haare, durchstechen Ohren, vergrößern Brüste, stechen Tattoos. Die Techniken sind vielseitig und alt. Alle wurden abgeleitet von ritualisierten Formen des Körperschmückens, wie es bei Ureinwohnern vieler Länder lange Zeit Brauch war und ist. Wer in Deutschland mit der Mode gehen will, lässt sich ein Tattoo stechen. Aus dem Erkennungszeichen der Outcasts ist ein schickes Accessoire für die ganze Familie geworden. „In den Ursprungsländern gibt es immer weniger Leute, die Tattoos haben. Während es bei uns umgekehrt einen Trend gibt, der da heißt: Zurück zur Natur“, sagt Erich Kasten, Professor für Neuropsychologie an der medical School Hamburg. Er spricht von einer Umkehrbewegung: Für ihre Körpermodifizierungen werden die sogenannten Body Modder oft und von vielen Seiten diffamiert. In dem Feature geht es um Körperschmuck, der nicht nur auf, sondern auch in der Haut getragen wird. Leute aus der Hardcore-Szene kommen zu Wort, die über kleinteilig Tätowierte nur lächeln können. Hier werden Zungen gespalten, Narben gebrannt, Eisenklumpen unter die Haut gezwängt. Ein junges Mädchen, von Neugier getrieben, begibt sich auf eine Abenteuerreise durch Tattoo- und Piercingstudios. Wie wird es nach Gesprächen mit Ärzten, Psychologen und Body-Artists den eigenen Körper modifizieren?

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Musikfest Bremen 2019

Johann Sebastian Bach
Praeludium und Fuge h-Moll, BWV 544
Pièce d’Orgue, BWV 572

John Cage
Souvenir

Dieterich Buxtehude
Praeludium fis-Moll, BuxWV 146

Joseph Haydn
6 kleine Stücke ,Flötenuhr'

Georg Muffat
Passacaglia

György Ligeti
Etude Nr. 1 ,Harmonies'

Hans-Ola Ericsson, Orgel

Aufnahme vom 31.8.2019 aus der Martinikerk, Groningen, Niederlande

Am Mikrofon: Niklas Rudolph

Die Orgel in der Groninger Martinikerk gehört zu den spannendsten Instrumenten, die der Hamburger Orgelbauer Arp Schnitger in ihre heutige Form gebracht hat. Durch zahlreiche Eingriffe vor und nach Schnitger enthält das Instrument Pfeifen aus den Jahren von 1481 bis 1984. Diese Klangsprachen unterschiedlicher Epochen führte der schwedische Organist Hans-Ola Ericsson beim Arp-Schnitger-Festival des Musikfest Bremen vor - mit Stücken aus 300 Jahren Musikgeschichte, von Dietrich Buxtehude und Georg Muffat bis György Ligeti und John Cage.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Porträt des Kabarettisten Lo Malinke (Robert Recker)
Eine Hälfe des Duos Malediva"SoLo" - Lo Malinke räumt auf
Querköpfe 19.02.2020 | 21:05 Uhr

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