Mittwoch, 19.02.2020
 
Seit 18:10 Uhr Informationen am Abend

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 22.03.2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Beim Erbfeind auf der Bühne
Die Lange Nacht über deutsche Unterhaltungskünstler im Pariser Exil
Von Peter Mayer
Regie: Claudia Mützelfeldt

So etwas hatten die Nachtschwärmer im Pariser Cabaret ,Le Boeuf sur le Toit' noch nicht gehört: Eine deutsche Chansonsängerin trug Bert Brechts Ballade vom Gauner Sourabaya-Johnny vor. Marianne Oswald hieß die unbekannte Künstlerin. Aus Furcht vor den Nazis hatte sie sich schon Anfang der 30er-Jahre aus Berlin abgesetzt und Zuflucht in Paris gefunden, das für sie Exil und Sehnsuchtsort zugleich war. Marianne Oswald machte Karriere, was nur wenigen vor den Nazis geflohenen deutschen Bühnenkünstlern gelang. Die meisten lebten von Almosen sozialer Hilfsorganisationen, mussten sich von der Pariser Ausländerbehörde schikanieren lassen und präsentierten auf Kleinkunstbühnen für Exilanten wehmutsvolle Erinnerungsprogramme an Wien oder Berlin. Deutschen Komponisten machten zum Teil militant fremdenfeindliche französische Kollegen das Leben schwer. Dennoch hatten auch einige andere Erfolg wie Ralph Erwin, der Schönberg-Schüler Rudolph Goehr, Norbert Glanzberg oder das Duo Bert Reisfeld und Rolf Marbot. Als die Deutschen Frankreich besetzt hatten, flohen viele Künstler aus ihrem Emigrationsland Frankreich, tauchten unter oder verloren ihr Leben wie Ralph Erwin. Marianne Oswald war Anfang 1939 in die USA gegangen und erst 1946 zurückgekehrt. Nur noch selten stand sie danach auf der Bühne. Sie schrieb Drehbücher, war Filmproduzentin und engagierte sich für die Versöhnung zwischen Franzosen und Deutschen. Am 25. Februar 1985 ist sie gestorben.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Kammermusikfest ,Spannungen' 2019

Arnold Schönberg
Kammersinfonie Nr. 1 E-Dur, op. 9

Felix Mendelssohn Bartholdy
,Ein Sommernachtstraum', op. 61

Andrea Lieberknecht, Flöte
Céline Moinet, Oboe
Viola Wilmsen, Oboe
Nicola Jürgensen, Klarinette
Sharon Kam, Klarinette
Kristian Katzenberger, Horn
Zora Slokar, Horn
Theo Plath, Fagott
Dag Jensen, Fagott
Florian Donderer, Violine
Tana Tetzlaff, Violoncello
Charles DeRamus, Kontrabass
Enrico Pace, Klavier

Aufnahme vom 27.6.2019 aus dem Wasserkraftwerk Heimbach

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Erich Wolfgang Korngold
,Viel Lärm um nichts'. Suite aus der Schauspielmusik, op. 11. Bearbeitet für Violine und Klavier

Stan Golestan
Sonate für Violine und Klavier Es-Dur

Ioana Cristina Goicea, Violine
Andrei Banciu, Klavier

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Nicolaus Vetter
'Jesu, meine Freude'. Partita
Rainer Goede, Orgel

Johann Philipp Krieger
'Ihr Christen, freuet euch'. Kantate für Sopran, Bass, Violine, Viola da gamba und Basso continuo
Heidrun Luchterhandt, Sopran
Christfried Biebrach, Bass
Hamburger Ratsmusik
Leitung: Simone Eckert

Johann Sebastian Bach
'Jesu meine Freude'. Motette für fünfstimmigen Chor, BWV 227
Gli Angeli Geneve
Leitung: Stephan MacLeod

Felix Mendelssohn Bartholdy
Präludium und Fuge für Orgel d-Moll, op. 37 Nr. 3
Ludger Lohmann, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
"Sie können mich töten, aber nicht die Stimme der Gerechtigkeit." Vor 40 Jahren starb Oscar Romero
Von Ina Rottscheidt
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 75 Jahren: Die Arabische Liga wird gegründet

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Sex, Dschinn, Religion
1001 Nacht gegen 114 Suren?
Von Dalila Zouaoui-Becker

Orgien, Homosexualität, Aphrodisiaka und ein Gott, der alles lächelnd billigt: Durch die Geschichten aus 1001 Nacht weht der radikale Wind der Freiheit. Aber können sie einen Gegenentwurf zum herrschenden Islam darstellen? Die Geschichten aus ,Tausendundeiner Nacht’ begleiten die Autorin und Übersetzerin Dalila Zouaoui-Becker schon von Kindesbeinen an, und noch heute staunt sie über die freie Welt der Erzählerin Scheherazade. Diese Welt war stets zu liberal für religiöse Fundamentalisten, die nie aufgehört haben, das satanische Werk zu bekämpfen. 1985 wurde es beispielsweise auf Geheiß der Muslimbrüder öffentlich in Kairo verbrannt. Gerade in Zeiten wie den unsrigen, in denen der islamistische Extremismus das Thema Religion wieder in den Vordergrund gerückt hat, wird die Botschaft der Scheherazade umso dringlicher. Deutlicher denn je zeigt sich ihre ungeheure Sprengkraft, aber auch ihre tiefe Weisheit. Es lohnt sich zuzuhören, wenn die berühmte Erzählerin dabei hilft, manche Fragen zu beantworten: Lässt sich die tolerante und hedonistische Botschaft von ,Tausendundeiner Nacht’ wirklich als ein Anti-Koran verstehen? Wie löst man den scheinbaren Widerspruch zwischen dem Motto genießen und genießen lassen und der Anbetung Allahs? Wie islamisch überhaupt sind die arabischen Erzählungen? Kann man Gott selbst gegen Gotteskämpfer in Stellung bringen, also die Religion selbst als Waffe gegen die Religion und ihre Exzesse benutzen? Schafft das die Literatur oder letzten Endes doch nur ein religiöser Schlüsseltext? Fragen, die sich auch das Abendland stellen muss. In der westlichen Welt haben geschönte und gekürzte Versionen des Werks dafür gesorgt, dass es seiner Sprengkraft beraubt wurde und völlig zu Unrecht als bloße Märchensammlung galt. Damit halten die Erzählungen aus ,Tausendundeiner Nacht’ dem Orient wie dem Okzident einen Spiegel vor und zeigen, wie Gesellschaften die eigene Geschichte und fremde Kulturen über zentrale Texte wahrnehmen. Dalila Zouaoui-Becker ist Übersetzerin und freie Autorin. Sie lebt in Köln und schreibt über Sprachen, Literatur und Religion(en), u.a.: ,Homère l’Oriental’ im französischen Onlinemagazin ,Orient XXI’ (2017). Außerdem Vorträge über Sprache, Literatur und Religion am Romanischen Seminar der Universität Köln.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Evangelisch-Freikirchlichen Auferstehungskirche in Bremen-Lesum
Predigt: Pastorin Anja Bär
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Die Geigerin Carolin Widmann im Gespräch mit Maja Ellmenreich

Ihr Instrument sei für sie wie ein Familienmitglied, sagt Carolin Widmann. Die wertvolle Geige aus dem Jahr 1782 trage geradezu menschliche Züge. Widmann und ihre Guadagnini treten weltweit auf großen Konzertpodien auf: mit Geigenklassikern, aber auch mit zeitgenössischen Werken, die eigens für Widmann komponiert wurden. Carolin Widmann macht keinen Unterscheid zwischen alter und neuer Musik. Sie entscheidet sich für gute Musik. Dafür wurde sie schon vielfach ausgezeichnet: 2017 etwa mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik. 2013 wurde sie zur ,Musikerin des Jahres’ der International Classical Music Awards gekürt. Geboren wurde Carolin Widmann 1976 in München. Sie studierte bei Igor Ozim in Köln, Michèle Auclair in Boston und David Takeno in London. Zuallererst erkundete Carolin Widmann die Welt der Musik jedoch mit ihrem Bruder, dem Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann. Werke von ihm hat sie bereits uraufgeführt. Sie tritt als Solistin mit namhaften Orchestern auf, spielt Kammermusik mit befreundeten Interpreten und gibt Solo-Abende. Seit 2006 ist sie zudem Professorin an der Leipziger Musikhochschule ‚Felix Mendelssohn Bartholdy‘.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Das wird jetzt ein bisschen wehtun
Die akustischen Herausforderungen der Barbara Morgenstern
Von Fabian Elsäßer

Sie selbst sagt über ihre Musik, diese solle die Hörerinnen und Hörer schon auch mal fordern, vielleicht auch anstrengen. Gleichwohl macht Barbara Morgenstern keine Experimentalmusik oder Klangkunst - ihre Songs haben Struktur, Melodie, Rhythmus und oft deutsche Texte. Aber sie haben eben auch mal Überlänge oder klingen dissonant und sperrig. Das undeutliche Etikett ,Elektropop’ passt noch am ehesten, da Morgenstern analoge Instrumente mit programmierten Klängen verbindet. Live kann das bedeuten, dass sie Klavier spielt, Musik vom Computer zuspielt und sich sonst lediglich von einem Baritonsaxofon begleiten lässt. Neben gut einem Dutzend eigener Alben arbeitet sie auch für andere Künstler und hat zum Beispiel die Musik für ein Theaterstück mit Tourette-Kranken beigesteuert. Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Musikgeschäft bleibt die Künstlerin aus Hagen dennoch ein Fall für Kenner und ist im Ausland bekannter als hierzulande. Eine Werkschau.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Ohne Geld keine Heilung
Tuberkulose zwischen Fortschritt und Finanzierungslücke
Von Volkart Wildermuth

Weißrussland hat weltweit die höchste Rate an multiresistenter Tuberkulose. Neue, gut verträgliche Medikamente versprechen jetzt Heilung. Doch das hat seinen Preis. Derzeit übernimmt der Global Fund die Kosten. Schon bald aber wird Weißrussland auf sich allein gestellt sein. Und von Mosambik, einem der ärmsten Länder der Welt, erwartet der Global Fund Zuzahlungen. Ärzte ohne Grenzen warnt: Finanzierungslücken könnten Lücken in der Behandlung verursachen, die dann vielleicht wieder zu neuen Resistenzen führen und das TB-Programm weit zurückwerfen. Die Staatengemeinschaft muss jetzt alles richtig machen, dann hat sie eine Chance, den Kampf gegen die Tuberkulose zu gewinnen.

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Reihe ,Leibkultur - Vom Körper' (4/5)
Der zerbrochene Spiegel
Über die Angst vor der Hässlichkeit
Von Uta Rüenauver
Regie: Susanne Krings
Produktion: Dlf 2020
(Teil 5 am 29.3.2020)

Wir leben in (selbst-)bildversessenen Zeiten. Durch die Selfie-Manie auf Instagram, Snapchat und WhatsApp wird das eigene Aussehen wichtiger als je zuvor. Aber der Blick in die Kamera und den Spiegel fällt nicht jedem leicht. Die Angst vor der vermeintlichen Hässlichkeit nimmt zu und kann auch krankhafte Züge annehmen. Kein Selbstbewusstsein ohne Selbstbild - und dafür ist der Blick in den Spiegel unerlässlich. Er liefert uns ein vermeintlich objektives Bild von uns: Wie wir uns im Spiegel sehen, so sehen uns wohl auch die anderen. Doch der Blick in den Spiegel ist trügerisch. Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es. Die Hässlichkeit ebenso. Und so blickt einem aus dem Spiegel mitunter ein Monster entgegen. Der Betrachter sieht ein niederschmetterndes Bild von sich, das nur er sieht, von dem er aber glaubt, alle anderen sähen es auch. Im Netz werden Bilder vielfach inszeniert und bearbeitet und bleiben doch oft zurück hinter dem angestrebten Ideal. Kein Wunder, dass Psychiatrie und Psychologie vermehrt eine körperdysmorphe Störung diagnostizieren: die Angst vor Hässlichkeit.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2019

Claudio Monteverdi
Madrigale aus den Büchern I - VIII
Collegium Vocale Gent
Leitung: Philippe Herreweghe

Aufnahme vom 11.5.2019 aus der Evangelischen Stadtkirche Ludwigsburg

Am Mikrofon: Bernd Heyder

Claudio Monteverdi verkörpert wie kein anderer Komponist die Wende von der Renaissance zum Barock. Welche Innovationskraft bis heute in seiner Musik steckt, das lässt sich gerade an den Madrigalen ablesen, die er vom Jugendalter bis kurz vor seinem Tod 1643 verfasste. In acht Büchern brachte er über eine Spanne von mehr als fünf Jahrzehnten diese mehrstimmigen Vertonungen weltlicher Dichtungen heraus, die den Wandel des Menschenbildes in dieser Zeit hörbar machen. Sich allmählich von der Ratio der Renaissance lösend, lotet Monteverdi in seinen Vertonungen die Tiefe menschlicher Emotionen aus. In der Ludwigsburger Stadtkirche brachten Philippe Herreweghe und sein Collegium Vocale Gent ihren Querschnitt durch dieses ergreifende Opus mit je sechs Vokal- und Instrumentalstimmen feinsinnig zum Klingen.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Porträt des Kabarettisten Lo Malinke (Robert Recker)
Eine Hälfe des Duos Malediva"SoLo" - Lo Malinke räumt auf
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