Dienstag, 18.02.2020
 
Seit 10:08 Uhr Sprechstunde

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 07.04.2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Fremdes Leben in fernen Ländern
Eine Lange Nacht exotischer Genüsse
Von Antje Allroggen
Regie: Burkhard Reinartz

Sie ist maßlos. Exzessiv, verschwenderisch, opulent, von eigenwilliger Schönheit und unbekannt: die Exotik. Wie ein betörender Schleier, der sich über die Dinge legt. Rein sprachetymologisch betrachtet, bedeutet exotisch nichts anderes als etwas, das sich außen befindet, das aus fernen Ländern stammt: wie etwa Lebewesen, Gegenstände, Gerüche, Erinnerungen, Musik oder Bilder. Schlichtweg alles, was außerhalb „unseres alltäglichen, gegenwärtigen Bewusstseins“ steht. So formulierte es Victor Segalen, französischer Schriftsteller, Ethnologe, Arzt und Sammler der letzten Skizzen von Paul Gauguin. Dessen Traum von Exotik war Tahiti. Ort seiner ersehnten Zuflucht, sein vermeintliches Paradies, das er in satten Farben und Formen auf die Leinwand bannte. Bis heute bewundern wir seine exotischen Bilder, wissen aber auch, dass es diese Welt der frohen Tropen so nie gegeben hat. Musiker wie Claude Debussy oder Georges Bizet waren frühe Bewunderer exotischer Einflüsse. Die ‚Lange Nacht‘ erzählt von exotischen geplatzten Träumen, aber auch von gelungenen kleinen Fluchten in Paradiese, die auch heute noch möglich sind.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Forum neuer Musik 2018
Rebellion und Improvisation

Hans-Joachim Hespos
traces de...

Santur

Luftschattengelichte

Enikö Ginzery, Cimbalom
Dominik Susteck, Orgel

Aufnahmen vom 14.4.2018 aus der Kunst-Station Sankt Peter, Köln

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Cantai

Johann Sebastian Bach
Die Kunst der Fuge, BWV 1080

Stefano Pierini
Cantai un tempo ... (dopo una lettura di Monteverdi) für Sopran und Streichquartett

Claudia Barainsky, Sopran
delian::quartett:
Adrian Pinzaru, Violine
Andreas Moscho, Violine
Georgy Kovalev, Viola
Miriam Prandi, Violoncello

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Debatte um Organspenden - Die Politik will moralische Normen setzen

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Jean de Castro
'Judica me, Domine' à 5
La Capella Ducale
Musica Fiata Köln
Leitung: Roland Wilson

Johann Sebastian Bach
'O Mensch, bewein dein Sünde groß', Choralbearbeitung für Orgel, BWV 622
Wolfgang Zerer, Orgel

Wolfgang Amadeus Mozart
Messe für Soli, Chor und Orchester C-Dur, KV 317 mit der Kirchensonate KV 278/KV 271e
Emma Kirkby, Sopran
Catherine Robbin, Alt
John Mark Ainsley, Tenor
Michael George, Bass
Winchester Cathedral Choir
Academy of Ancient Music
Leitung: Christopher Hogwood

Anton Bruckner
'Christus factus est pro nobis'. Graduale für 4-stimmigen Chor a cappella
Kammerchor Stuttgart

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Zu kommunistisch? Italiens Lega kürzt Gelder für Festivals

Sanierungsfall DFB - Ein Interview mit dem Kulturwissenschaftler Klaus Zeyringer

Algerien nach Bouteflika. Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Claus Leggewie

Kulturpresseschau - Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Brexit und kein Ende. Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Stefan Schieren

Denk ich an Deutschland: Der Aktivist Jean Ziegler

Am Mikrofon: Michael Köhler

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Brexit und kein Ende. Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Stefan Schieren

Denk ich an Deutschland: Der Aktivist Jean Ziegler

Am Mikrofon: Michael Köhler

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Scheiter Heiter. Ein Gott der Verlierer
Von Susanne Niemeyer
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 25 Jahren: Der Völkermord in Ruanda beginnt

09:10 Uhr

Die neue Platte

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Textbekenntnisse
Von schonungslosen Essayistinnen
Von Miriam Zeh

Das Ich hat Konjunktur. Von einer gesamtgesellschaftlichen Tendenz zur Individualisierung spricht der Soziologe Ulrich Beck ab Mitte der 1980er-Jahre. Ich soll an mir arbeiten, ich soll mich selbst verwirklichen, ich soll ganz ich selbst sein. Autobiografische Essays sind dabei zu einer weitverbreiteten Textgattung aufgestiegen und hängen gleichzeitig vielen Lesern zu den Ohren heraus.
Wie man Ich sagen kann, ohne ins Sentimentale, Rührselige und unangenehm Bekenntnishafte abzudriften, zeigen die schonungslosen Essayistinnen des 20. Jahrhunderts. Hannah Arendt, Mary McCarthy und Susan Sontag schreiben mit einem trocken-analytischen Blick über sich selbst. Doch weil sie Frauen sind, werden sie dabei immer wieder auch als herzlos, unpersönlich, kalt und mitleidslos bezeichnet. Zu Unrecht, meint Miriam Zeh und liest die Essayistinnen ihrer Wahl als Gegenprogramm einer Gesellschaft der Singularitäten, in der, wie der Kultursoziologe Andreas Reckwitz kürzlich feststellte, Streben nach Selbstständigkeit, Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung längst nicht mehr freiwillig geschieht. Es ist zur gesellschaftlichen Erwartung geworden.

Miriam Zeh ist Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin. Sie arbeitet am germanistischen Institut der Goethe-Universität in Frankfurt und in der Buchredaktion des Deutschlandfunks.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Propsteikirche St. Augustinus in Gelsenkirchen
Predigt: Pastor Mirco Quint
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Die schwarze Jeanne d´Arc
Auf den Spuren der Sklavenbefreierin Harriet Tubman in Maryland

Insel im Pflanzenmeer
Das Dorf Saül im Amazonas-Urwald von Französisch-Guyana

Höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands
Die Müngstener Brücke in Solingen

Die Könige der Kruste
Schweinespeck-Kochwettkampf in Soria, Kastilien

Am Mikrofon: Daniela Wiesler

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Schriftstellerin Tina Uebel im Gespräch mit Michael Langer

Tina Uebel begibt sich gern auf ausgedehnte abenteuerliche Reisen, von denen sie dann später in lehrreichen Büchern höchst unterhaltsam zu berichten weiß: ,Uebel unterwegs'!
,Uebel unterwegs' heißt eines ihrer Bücher, das von ihrer Reise entlang der Seidenstraße erzählt, ein Bericht über Skurilles und Bemerkenswertes auf dem Landweg von Hamburg nach Shanghai. Der Band ,Nordwestpassage für 13 Arglose und einen Joghurt' verspricht, nicht minder vergnüglich zu sein. Ausserdem war die in Hamburg-St.Pauli lebende Schriftstellerin, freie Journalistin und nach eigenen Angaben Gelegenheitsbeauftragte für Kreatives Schreiben, höchst erfolgreich mit ihrem Roman ,Last Exit Volksdorf'. Tina Uebel wurde u.a. mit dem Hubert-Fichte-Preis ausgezeichnet.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin - Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Hugo Ball: „Die Flucht aus der Zeit“
Herausgegeben und kommentiert von Eckhard Faul und Bernd Wacker
Band 3 der Reihe Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe
(Wallstein Verlag, Göttingen)
Ein Beitrag von Oliver Pfohlmann

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Forschende Sammler
Welche Aufgaben erfüllen Forschungsmuseen heute?

Mit Reportagen von Michael Stang:
Gewachsene Archive und Ansprüche
Forschung im Senckenberg in Frankfurt

Spitzenforschung im Museum
Das National Museum of Natural History in Washington

Am Mikrofon: Uli Blumenthal

Museen sind Orte des Betrachtens, des Staunens und Nachdenkens; Orte für Reisen in Zeit und Raum, in andere und unbekannte Kulturen und Gesellschaften wie auch in die eigene; in Ihnen findet man Geschichte und Geschichten - von Menschen, von der Natur und vielen anderen Dingen, im Universum. Und sie haben oft noch den Ruf, trockene, verstaubte, rückwärtsgewandte Institutionen zu sein, die nur ihre Sammlungen präsentieren. „Dieses Verständnis ist unser Problem", sagt Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde in Berlin. Sein Haus wolle sich deshalb zu einem weltweit vernetzten Forschungsmuseum mit den Themen Biodiversität, Evolution, Wissenschaft und Gesellschaft weiterentwickeln.
660 Millionen Euro ist dieses Konzept dem Land Berlin und der Bundesregierung in den kommenden 10 Jahren wert. Wie das Berliner Naturkundemuseum als Forschungsmuseum mehr Dialog, mehr Bildung und Vermittlung zu aktuellen Themen wie Biodiversität und Artensterben in die Gesellschaft hinein tragen will - darum geht es im Gespräch mit dem Direktor Johannes Vogel.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Innovative Projekte für ein gemeinsames Europa - Die EU-Expertin Verena Ringler im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Eifersucht und Hässlichkeit - Rolando Villazón inszeniert in Dresden Jean-Philippe Rameaus „Platée“

"In meinem Namen" - Eine Einübung in 'Vertretung' von Wojtek Ziemilski am Schauspiel Dresden

Mietenwahnsinn und Landflucht - Zur Zukunft des Wohnens

Zu kommunistisch? Italiens Lega kürzt Gelder für Festivals

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Netanjahus Schicksalswahl - Israel wählt ein neues Parlament

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Fußball-Bundesliga, 28. Spieltag:
FC Augsburg - 1899 Hoffenheim; Borussia Mönchengladbach - SV Werder Bremen (18:00 Uhr)

2. Fußball-Bundesliga, 28. Spieltag:
1. FC Heidenheim - 1. FC Köln; Dynamo Dresden - 1. FC Union Berlin;
SpVgg Greuther Fürth - SV Darmstadt 98

Eishockey - Play-Offs, 3. Halbfinalspiel: RB München-Augsburger Panther;
Adler Mannheim - Kölner Haie

Handball - Final Four Finale in Hamburg: Finale (15.10 Uhr)

Radsport - Flandern-Rundfahrt

Europaspiele in Minsk - Steht die Sportveranstaltung vor ihrem Ende?

Datenschutz und ständige Verfügbarkeit: Geht Anti-Doping-Kampf auch anders?

Gespräch mit Alba-Geschäftsführer Marco Baldi

Deutsche Frauen Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in Espoo

Müllberge und tote Bergsteiger - China will am Mount Everest aufräumen

Am Mikrofon: Jessica Sturmberg

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Infrasound und Ultraschall
Erfahrungen jenseits des Hörbaren
Von Olaf Karnik und Volker Zander
Regie: Philippe Bruehl
Produktion: Dlf 2019

Unser Gehör ist eingeschränkt. Das Menschenohr hat Grenzen. Alle Schallereignisse unter 20 Hz und über 20.000 Hz finden eigentlich ohne unser Zuhören statt. Elefanten und Fledermäuse, Wale und Delfine sind uns hier voraus, sie haben sich Infrasound und Ultraschall als ihre Kommunikationsräume erobert. Wie klingt diese Welt?
Ausgerüstet mit Detektoren und Sensoren, hören Menschen erst seit wenigen Jahrzehnten in diese nur scheinbar stillen Geräuschwelten, um zu berichten was unterhalb der tiefsten Basstöne und oberhalb der fiepsigsten Hochtöne zu hören ist. Künstlerinnen und Künstler erschließen sich langsam diese Gebiete als Kulturräume, verwandeln Erdbeben in Musik, bringen die Kurzwellen unserer Umgebung zum Klingen oder führen uns mit ihrer Kunst an die Ränder des Gerade-noch-so-Erfahrbaren. Eine Berg-und-Tal-Fahrt durch die Frequenzen.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Beethovenfest Bonn 2018

Hector Berlioz
,La Damnation de Faust'. Dramatische Legende für Soli, Chor und Orchester in vier Teilen, op. 24 (Auszüge)

Anna Caterina Antonacci, Marguerite (Sopran)
Bryan Register, Faust (Tenor)
Kyle Ketelsen, Mephistophélès (Bass)
Thibault de Damas, Brander (Bass)
Tschechischer Philharmonischer Chor Brno
Les Siècles
Leitung: François-Xavier Roth

Aufnahme vom 22.9.2018 aus dem World Conference Center, Bonn
Am Mikrofon: Susann El Kassar

Berlioz war ein romantischer Komponist par excellence, in der Art und Weise, wie er Inspirationsquellen beispielweise aus der Literatur durch sich hindurchgehen ließ und in seiner Musik etwas Eigenes daraus schuf: so auch mit ,La Damnation de Faust’. Goethes Faust I hatte Hector Berlioz fasziniert. „Ich versuchte weder, das Meisterwerk Goethes zu übersetzen, noch, es nachzuahmen, sondern ließ es lediglich auf mich wirken, in dem Bestreben, seinen musikalischen Gehalt zu erfassen“, sagte er später. Tatsächlich ist ,La Damnation de Faust’ vielmehr eine Reflexion über Goethes Faust, in vier Szenen.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

170 Jahre Kletterkunst
Sportgespräch mit Reinhold Messner und seinem Sohn Simon

Die Fragen stellt Tobias Krone

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Altscherbitz Station 19 - Zu DDR-Zeiten Ort einer Verwahrpsychiatrie für behinderte Kinder. Heute ist im Gebäude eine Tagesklinik für Suchtpatienten. (Deutschlandradio / Marie von Kuck)
Auf der Suche nach den Opfern einer VerwahrpsychiatrieDie Kinder von Station 19
Das Feature 18.02.2020 | 19:15 Uhr

Überall in der DDR fristeten Tausende psychisch Kranke und geistig Behinderte auf Verwahrstationen ein menschenunwürdiges Dasein. Die Autorin lernte 1990 als Hilfskraft die Kinderstation in Altscherbitz kennen. Bei der Suche nach den Kindern von damals stieß sie auf eine Mauer des Schweigens.

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