Donnerstag, 04.06.2020
 
Seit 11:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Montag, 13.04.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
(Wdh.)

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz
,The Sideman's Journey' - Herbie Hancock zum 80. Geburtstag
Am Mikrofon: Karl Lippegaus

Am 12. April konnte Herbie Hancock seinen 80. Geburtstag feiern. Er ist als Pianist, Komponist und Bandleader eine zentrale Figur in der Geschichte des zeitgenössischen Jazz. Ein selten im Zusammenhang beleuchtetes Kapitel sind seine zahlreichen Auftritte als Sideman in den 60er-Jahren. Berühmt wurde Herbie Hancock an der Seite von Miles Davis. Doch seine Plattenkarriere begann mit einem anderen Trompeter, Donald Byrd, mit dem er ab 1961 fünf Alben für Blue Note aufnahm. Sie ebneten ihm nicht nur den Weg für eine steile Solokarriere, beim Blue Note-Chef Alfred Lion galt Hancock bald als first call musician. Weitere große Jazztrompeter luden ihn ein: Lee Morgan, Freddie Hubbard und Kenny Dorham. Das junge Genie aus Chicago konnte als Sideman für starke Solisten wie Jackie McLean, Grant Green, Hank Mobley, Bobby Hutcherson und Sam Rivers fungieren und definierte durch sein Können die Rolle des Begleitpianisten neu. Alle wussten um seine Spielmacher-Qualitäten und nutzten sie. Ob straight ahead oder völlig free - Herbie Hancock machte mit. Zum enigmatischen Saxofonisten Wayne Shorter entstand die produktivste künstlerische Beziehung, die in eine lange Kette großer Aufnahmen mündete. Hancock ging mit Wayne durch dick und dünn - vom akustischen zum elektrischen Jazz. Und wieder zurück. Die „Radionacht Jazz“ zum 80. Geburtstag des Pianisten und Keyboarders richtet den Fokus auf sein weitgespanntes Werk mit anderen. Weitere Themen: neue Bücher zu Ornette Coleman, Charlie Parker und Keith Jarrett.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Geistliche Musik

Philipp Heinrich Erlebach
'Ich will euch wiedersehen'. Kantate zum 2. Ostertag
Dorothee Mields, Sopran
Alexander Schneider, Altus
Andreas Post, Tenor
Matthias Vieweg, Bass
Les Amis de Philippe
Leitung: Ludger Rémy

Johann Sebastian Bach
'Erfreut euch, ihr Herzen'. Kantate am zweiten Osterfesttag, BWV 66
Kai Wessel, Countertenor
James Taylor, Tenor
Peter Kooy, Bass
Chor und Orchester Collegium Vocale
Leitung: Philippe Herreweghe

Joseph Haydn
Konzert für Orgel und Orchester C-Dur, Hob XVIII:8
Harald Hoeren, Orgel
Kölner Kammerorchester
Leitung: Helmut Müller-Brühl

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten 

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Tag für Tag

Aus Religion und Gesellschaft
Gebrochenes Halleluja
Leonard Cohen und die Religionen
Von Gerald Beyrodt

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 150 Jahren: Das Metropolitan Museum of Art wird in New York gegründet

09:10 Uhr

Der Vormittag

09:10 Die neue Platte 

Sinfonische Musik

09:30 Essay und Diskurs 

Ins Licht geschrieben (3/3)
Dunkelkammer - Über den Fotografen Daniel Schwartz
Von Navid Kermani

Einige Bilder von Daniel Schwartz zeigen schmelzende Gletscher. In ihnen spiegelt sich das Sterben der Erde insgesamt. Navid Kermani nimmt die Fotografien zum Anlass nachzudenken: über die Vergänglichkeit und das Hell-Dunkel unserer Existenz. Über mehrere Monate hat Navid Kermani in seinem Tagebuch Notizen zum Fotografen Daniel Schwartz gemacht. Seine Werke, unter anderem Bilder aus Afghanistan, sind für den Schriftsteller Sinnbilder der Vergänglichkeit. Im dritten Essay an den Osterfeiertagen entfaltet Navid Kermani einen Assoziationsraum, in dem es um existenzielle Fragen ebenso geht wie um weltpolitische Fragen. Zum einen entfacht beispielsweise das ausbleibende Wasser der Gletscherschmelze in der Region Verteilungskämpfe. Zum anderen erscheinen dem Schriftsteller die Gletscher, bar des Schnees, entblößt wie einst der sterbende Vater im Krankenhaus. Und die riesigen, monochromen Bergpanoramen lassen Wanderer dort geradezu demütigend winzig erscheinen. Es ist vielleicht derjenige der drei Oster-Essays, der am meisten von mystischer Erfahrung kündet: Der Fotograf Daniel Schwartz erschafft mit Licht Kunst; in seiner Dunkelkammer erspürt Navid Kermani eine Aura, wie es sie in kaum einer Kirche noch gibt. So sind es bestimmte Orte, an welchen Kermani zufolge Extase, Freiheit und Ewigkeit erfahren werden können, ganz unabhängig von der Frage, ob man an Gott glaubt: Die Weite und Helligkeit der Natur kann eine regelrechte Trance erzeugen. Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist habilitierter Orientalist und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie des 1. FC Köln. Für seine Romane, Essays, Reportagen und Monografien wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis, dem Joseph Breitbach-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschien von ihm „Morgen ist da. Reden“ sowie seine Auswahl aus dem Werk von Friedrich Hölderlin, „Bald sind wir aber Gesang“, beide im Verlag C. H. Beck.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Klosterkirche St. Anna im Lehel in München
Zelebrant: Pfarrer Pater Hans-Georg Löffler
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Der Vormittag

11:05 Sonntagsspaziergang 

Vom Eise befreit….             
Goethes Osterspaziergang aus „Faust“
                                                      
Hörererlebnis: China  
Meine Suche nach Chinas großen Mauern

Der Semmel-Segen   
Vom Osterbrauchtum in Attendorn (Sauerland)

Getrennt Zusammen Singen
Ein Wiener „dislozierter“ Chor

Jetzt wären wir gerne bei euch
Hörergrüße weltweit

Zurück aus Lima
Die Rückholflüge des Lufthansa-Piloten

In aller Munde - Die Internationale Gesprächsrunde
Gedanken zu Ostern aus Italien und Deutschland


Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

12:10 Sonntagsspaziergang 

12:30 Uhr

Der Mittag

13:00 Nachrichten 

13:30 Uhr

Der Kultur-Nachmittag

13:30 Musik-Panorama 

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Dmitri Kabalevsky
Preludes op. 1, op. 5 und op. 38 für Klavier
Präludien und Fugen op. 61 für Klavier

Michael Korstick, Klavier

Aufnahmen vom Februar 2017 und 2018 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Seit Johann Sebastian Bachs epochalem zweibändigen Werk „Das wohltemperierte Klavier“ griffen nachfolgende Komponistengenerationen immer wieder auf seine Idee zurück, Stücke in sämtlichen Dur- und Molltonarten zu schreiben. Diese musikalische Art der Gleichberechtigung fand auch im sozialistischen Realismus der Sowjetunion Gefallen: Sowohl Dmitri Schostakowitsch als auch sein zwei Jahre älterer Kollege Dmitri Kabalevsky komponierten Präludien in allen Tonarten. Kabalevskys frühe Präludien, op. 1 und 5 sind noch stark an die Werke von Alexander Skrjabin angelehnt, während die 24 Préludes, op. 38, im Kriegsjahr 1943 geschrieben, die Stärke des russischen Charakters beschwören sollten. Die Präludien und Fugen, op. 61 schließlich entstanden zu pädagogischen Zwecken und sollten jungen Klavierschülern den Zugang zum polyphonen Spiel vermitteln.

14:00 Nachrichten 

14:05 Musik-Panorama 

15:00 Nachrichten 

15:05 Corso 

Ein Lied, ein Volk, ein Fragezeichen - Populismus und Pop
Von Ulrich Biermann

Popmusik gilt als globales Phänomen, geprägt vor allem durch US- und britische Kultur. Das mag vielleicht für die Mitte des 20. Jahrhunderts gelten, heute gilt es längst nicht mehr. Wachsender Populismus und selbst Nationalismus finden ihren Niederschlag in Bands, Songs und Sounds. Eine, wie Kulturwissenschaftler derzeit feststellen, überraschende aber nicht neue Entwicklung. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Nation in den Charts zum Thema. Während die 60er- und 70er-Jahre versuchten, den Begriff umzudeuten und funky zu machen, wurde in den 80ern mit Symbolen des Nationalen provoziert und gewarnt. Heute gehen Schlager, Rock und selbst der Folk mit rückwärtsgewandten Bildern des Völkischen und der Heimat um.

16:00 Nachrichten 

16:10 Büchermarkt 

Frühjahrsbücher

Ein Kritikergespräch mit Katharina Teutsch und Tobias Lehmkuhl über

Ingo Schulze: „Die rechtschaffenen Mörder“
(S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main)

Ulla Lenze: „Der Empfänger“
(Klett-Cotta Verlag, Stuttgart)

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Forschung aktuell 

Wissenschaft im Brennpunkt
"Ich hätte Ihnen das gern erspart"
Zytomegalie in der Schwangerschaft
Von Anneke Meyer

Ich war in der zehnten Woche schwanger, als meine Frauenärztin mich anrief: „Ich hätte Ihnen das gerne erspart, aber wir haben eine frische Cytomegalie-Infektion bei Ihnen festgestellt. Googeln Sie jetzt nicht, was das ist. Ich habe Ihnen einen Termin für morgen beim Spezialisten gemacht - dort wird Ihnen alles erklärt.” Etwa zwei Prozent der Frauen infizieren sich in der Schwangerschaft zum ersten Mal mit Cytomegalie, einer Variante des Herpesvirus. Für einen gesunden Erwachsenen ist die Infektion harmlos und läuft oft unbemerkt ab. Für ein ungeborenes Kind kann sie schwere Behinderungen oder auch den Tod bedeuten. Hochrechnungen zufolge werden alleine in Deutschland jedes Jahr über 1.500 Kinder geboren, die sich im Mutterleib mit dem Cytomegalie-Virus, kurz CMV, angesteckt haben. Damit ist CMV die häufigste angeborene Viruserkrankung und auch die häufigste Ursache für angeborene Behinderungen nicht-genetischen Ursprungs. Trotzdem kennt kaum eine Schwangere die Gefahr. In vielen Broschüren rund um Schwangerschaft und Geburt wird die Infektion nicht erwähnt. Der Test auf CMV wird von der Krankenkasse nicht übernommen. Ein effektives Präventionsprogram gibt es nicht. Eine zugelassene Behandlung der werdenden Mutter oder des neugeborenen Kindes gibt es nicht. Warum?

17:00 Nachrichten 

17:05 Kultur heute 

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Der Abend

18:40 Hintergrund 

Die Grenzen der Globalisierung - Ist die Krise eine Chance für eine Umorientierung?

19:00 Nachrichten 

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Der Kultur-Abend

21:00 Nachrichten 

21:05 Musik-Panorama 

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Oratorien zum Osterfest

Johann Friedrich Agricola
,Der Gottmensch jauchzt.' Kantate zum Osterfest
,Die Auferstehung des Erlösers'. Oratorium zum Osterfest

Gottfried August Homilius
,Frohlocket und preiset den herrschenden Sieger'. Oratorium auf Ostern, HoWV I.11

Hannah Morrison, Rahel Maas und Bethany Seymour, Sopran
Elisabeth Popien, Alt
Georg Poplutz, Tenor
André Morsch, Bass
Kölner Akademie
Leitung: Michael Alexander Willens

Aufnahmen vom November 2019 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Am Mikrofon: Bernd Heyder

Johann Friedrich Agricola, Jahrgang 1720, darf als einer der wichtigsten Schüler Johann Sebastian Bachs gelten. Mit 21 Jahren ging er ins kulturell aufblühende Berlin, wo er später führende Hofkapell-Ämter übernahm. Als Komponist geistlicher Musik war Agricola vor allem für die Petrikirche tätig, in der an Ostern 1758 erstmals sein Oratorium „Die Auferstehung des Erlösers“ erklang und in einem der benachbarten Jahre seine nicht weniger klangprächtige Kantate „Der Gottmensch jauchzt“. Nach eigenem Bekunden suchte Agricola beim Komponieren „eine arbeitsame Vollstimmigkeit mit einer fließenden Leichtigkeit zu verbinden”. Diesem Ideal folgte zur gleichen Zeit in Dresden der Kreuzkantor Gottfried August Homilius - auch er vermutlich ein Bach-Schüler. Reizvolle Vergleiche zwischen seinem Oratorium „Frohlocket und preiset den herrschenden Sieger“ und den Ostermusiken Agricolas ermöglicht eine neue Deutschlandfunk-Produktion mit der Kölner Akademie unter der Leitung von Michael Alexander Willens.

22:00 Nachrichten 

22:05 Musik-Panorama 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Schöne Stimmen

Ausdrucksstark und reflektiert
Die Sopranistin Elsa Dreisig
Am Mikrofon: Susann El Kassar

Mit ihrer ausdrucksstarken Präsenz und ihrer wendigen Stimme gehört die Sopranistin Elsa Dreisig zu den prominenten Nachwuchsstars der Opernszene. Als Siegerin der Wettbewerbe Operalia und Neue Stimmen nahm ihre Karriere Fahrt auf, zunächst als Mitglied des Opernstudios der Berliner Staatsoper, seit 2017 als festes Ensemblemitglied Unter den Linden. Wie viele andere musste sie lernen, nicht zu viele verlockende Rollendebüts anzunehmen, sondern ihrer Stimme die nötige Zeit zum Entwickeln zu geben. Mit ihren bisherigen, programmatisch ambitionierten CDs „Miroir(s)“ und „Morgen“ zeigt die Französin, dass sie die inhaltliche Auseinandersetzung sucht.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

(Ulrike Haage)
Künstlerische Visionen Für die Zeit danach
Mikrokosmos - Die Kulturreportage 05.06.2020 | 19:15 Uhr

"Zurück zur Normalität“, sobald die Coronakrise überstanden ist. Davon reden jetzt alle. Aber was heißt denn überhaupt "Normalität“? Und wollen wir die wirklich zurück haben? Kunst- und Kulturschaffende aus verschiedenen Teilen der Welt haben sich darüber Gedanken gemacht und ihre Visionen vertont.

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