Freitag, 24.09.2021
 
Seit 18:10 Uhr Informationen am Abend

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 25.04.2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Tränen im Kino
Die Lange Nacht der Melodramen von Douglas Sirk
Von Martina Müller
Regie: die Autorin

Hemmungsloser als andere Künste öffnet das Kino die Gefühlsschleusen. Im Dunkeln den Tränen freien Lauf lassen - das kannte auch Thomas Mann: „Sagen Sie mir doch, warum man im Cinema jeden Augenblick weint oder vielmehr heult wie ein Dienstmädchen!“ Von allen Filmgenres ist das Melodram der größte Tränentreiber, und von allen Regisseuren des Genres ist Douglas Sirk der Meister. Ohne Scheu vor Kitsch, Verrücktheit und Banalität dreht er in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Reihe von Melodramen, die nichts von ihrer Kraft verloren haben. Warum das so ist, darum soll es in dieser Nacht gehen: um die Filme eines Regisseurs, der als Detlef Sierck in Hamburg auf die Welt kommt und als Douglas Sirk in Hollywood die großen Gefühle herausfordert. Gefühle, die mit Liebe, Einsamkeit und Tod verbunden sind. Zugleich spiegeln sie die Spannungen einer Gesellschaft, in der Kapitalismus und Rassismus, Gewalt und Krieg und nicht zuletzt kleinstädtische Konventionen die Liebe niederdrücken. Sirks Melodramen haben den amerikanischen Weepies die Unschuld genommen - nicht mit dem ausgestellten Gestus von Kritik. Aber woran die Welt krankt, das ist bei Douglas Sirk nicht weniger evident als bei Shakespeare.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Kunstliedfestival „Der Zwerg“

Gustav Mahler
"Lieder eines fahrenden Gesellen" (arr. für Klaviertrio)
1. Wenn mein Schatz Hochzeit macht
2. Ging heut morgen übers Feld
3. Ich hab ein glühend Messer
4. Die zwei blauen Augen

Arnold Schönberg
„Verklärte Nacht", op. 4 (arr. für Klaviertrio)

Johannes Held, Bariton
Morgenstern Trio

Aufnahme vom 6.8.2020 aus dem Odeon der SMTT Sindelfingen

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Rolf Riehm
"Wer sind diese Kinder" für Klavier, großes Orchester in drei Gruppen und elektronische Zuspielungen

Nicolas Hodges, Klavier
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Leitung: Beat Furrer

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Klimaziele, Klimadrama - Von Beschlüssen und Versäumnissen

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Giovanni Gabrieli
"Jubilate Deo". Motette für achtstimmigen Chor a cappella
Pygmalion
Leitung: Raphaël Pichon

Johann Rosenmüller
"Ad pugnas ad bella". Geistliches Konzert für Sopran, Trompete, Streicher und Basso continuo
Ruth Ziesak, Sopran
Reinhold Friedrich, Trompete
Berliner Barock Compagney

Johann Sebastian Bach
"Ihr werdet weinen und heulen". Kantate zum Sonntag Jubilate für Soli, Chor, Orchester und Basso continuo, BWV 103
Dorothee Mields, Sopran
Damien Guillon, Countertenor
Thomas Hobbs, Tenor
Peter Kooij, Bass
Chor und Orchester Collegium Vocale Gent
Leitung: Philippe Herreweghe

Frantisek Xaver Brixi
Konzert C-Dur Nr. 2 für Orgel und Orchester
Christian Schmitt, Orgel
European Chamber Soloists
Leitung: Nicol Matt

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Offene Wunde - Besuch im Grünen Gewölbe in Dresden

Das Immunsystem: Alles auf Abwehr? Zum Internationalen Tag der Immunologie ein Interview mit der Immunforscherin Anette Christ

Hohe Ziele, doch zu spät? Zum Internationalen Klimagipfel ein Interview mit dem Klimaforscher Wolfgang Lucht

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Zypern-Konflikt: Chance auf Einigung? Zum Beginn neuer Gespräche zur Überwindung der Teilung ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Hubert Faustmann

Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Gustav Peter Wöhler

Am Mikrofon: Britta Fecke

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Stille Stadt. Erfüllung im Minimalen
Von Georg Magirius
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 20 Jahren: Die Bundesregierung legt den ersten Armuts- und Reichtumsbericht vor

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Unsichtbare Ungläubige - über Atheisten, Multikulti und weltanschauliche Debatten
Der Philosoph Ralf Schöppner im Gespräch mit Pascal Fischer

Religionslose Menschen bilden mit 37 Prozent eine riesige potenzielle Wählerschaft, aber die Politik adressiert sie kaum. Sie bleiben unsichtbare Ungläubige, obwohl sie gesunde Rationalität gegen Populismus setzen könnten. Stattdessen gelten sie vielen immer noch als Nörgler und Negierer. Ungläubige werden in den weltanschaulichen Debatten seltsam schief wahrgenommen. Die große Gemeinde der Ungläubigen ist bunt und kritisch, aber gerade Atheisten werden oft als Störer zwischen den Religionen und Weltanschauungen angesehen. Sie sind Skeptiker im klassischen Sinne des Wortes, Rationalisten, Freigeister, Humanisten. Bei ethischen Problemen konsultieren Presse, Justiz und Politik gerne Religionsvertreter. Aber warum schaffen es die humanistischen Verbände nicht, ins öffentliche Bewusstsein zu gelangen? Ein paar Aktionen mit Jugendweihen, Philosophieunterricht oder Buswerbungen reichen nicht. Braucht es Atheismus-Studiengänge wie in den USA, eine Anerkennung als Religionsgemeinschaft oder einen „very new atheism”?

Dr.  Ralf Schöppner, geboren 1968, ist Philosoph, Politik- und Literaturwissenschaftler. Er ist Geschäftsführender Direktor der Humanistischen Akademie Deutschland und der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg. Zuletzt erschienen: „Humanistische Identität heute" (2019), „Menschen stärken ohne Populismus" (2018), „Vielfalt statt Reformation" (2017).

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Basilika St. Lorenz in Kempten
Zelebrant: Msgr. Bernhard Ehler
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesverteidigungsministerin, CDU

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Segeln mir der „Stahlratte“
Impressionen aus Kuba

Birdwatchers
Vogelbeobachtung an den Seen Ohios

Daisy, Clara & Co.
Die Nymphenburger Porzellanmanufaktur in München

In der Gaststätte „Kleiner Holländer“
Die typische Küche von Zulawny (Region Werder, Polen)

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Insektenforscher Michael Ohl im Gespräch mit Tanja Runow

Die systematische Erfassung der Natur, von den Anfängen bis heute, erforscht der Biologe und Wissenschaftshistoriker Michael Ohl. Seine zweite Leidenschaft: Wespen und andere, eher unpopuläre Insekten. Im Namen jeder neu aufgespürten Art verewigt sich deren Entdecker, so die gängige wissenschaftliche Praxis: eine ständige Gratwanderung zwischen Systematik und Willkür, zwischen akribischem Ernst und kreativer Anarchie. Prof. Dr. Michael Ohl, Jahrgang 1964, ist Biologe am Museum für Naturkunde Berlin, Privatdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin und Experte für Taxonomie, Phylogenie und Evolutionsbiologie. Der „Kunst der Benennung” hat er 2015 ein Buch gewidmet. Sein Interesse gilt den sammelwütigen Wissenschaftlern, Abenteurern und Sonderlingen dabei genauso wie ihren Versuchen, der Pflanzen- und Tierwelt Herr zu werden. Ordnungsbemühungen, die nicht nur in der Wildnis stattfinden, sondern auch immer wieder aufs Neue im Museum. Als Kurator für Wespen, Bienen und Ameisen am Berliner Museum für Naturkunde haben es Ohl gerade die wenig beliebten, stechenden Insekten angetan. Sein Buch „Stachel und Staat. Eine leidenschaftliche Naturgeschichte von Bienen, Wespen und Ameisen” ist 2018 erschienen. 2019 fungierte er als Herausgeber von Jean-Henri Fabres poetischer Annäherung an die „Spinnen”.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Laut und selbstbewusst
Die spanische Garage-Punk-Band Mourn
Von Anja Buchmann

Die spanische Band entstand aus der Freundschaft der Katalaninnen Jazz Rodriguez Bueno (Gesang) und Carla Pérez Vas (Gitarre). Hinzu kamen die Schwester der Sängerin am Bass und ein Schlagzeuger - fertig war die wütende, rumpelnde Drei-Akkord-Band Mourn, deren Debüt 2014 erschien. Vier Alben haben sie inzwischen veröffentlicht, es gab Unstimmigkeiten mit der Plattenfirma, einen neuen Schlagzeuger und zuletzt das Werk „Self Worth”, das kurz vor dem Lockdown 2020 fertig wurde, aber weiterhin kurze, scheppernde und rumpelnde Songs mit stimmlicher Doppelspitze präsentiert. Mit voller Kraft voraus thematisieren die Vier die Überflutung ihrer Heimatstadt Barcelona durch Touristen, eigene finanzielle Schwierigkeiten oder zerbrochene Beziehungen. Und all dies vorzugsweise in knackigen, knappen Songs unter drei Minuten.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Euripides: „Die großen Stücke. Alkestis, Bakchen, Elektra, Orestes“
Übertragen von Raoul Schrott
Mit einem Nachwort von Oliver Lubrich
(dtv, München)
Ein Beitrag von Helmut Böttiger

Am Mikrofon: Jan Drees

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Trau. Schau. Wo:
Deutschland sucht ein Atommüllendlager
Von Dagmar Röhrlich

Im Jahr 2017 verständigte sich die Bundesregierung darauf, mit der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll noch einmal von vorne anzufangen. Nicht das vor 44 Jahren von oben herab als potentieller Standort ausgewählte Gorleben in Niedersachsen soll um jeden Preis durchgesetzt werden. Vielmehr soll irgendwo in Deutschland das Endlager mit der bestmöglichen Sicherheit gefunden und ausgewählt werden - in einem Verfahren, an dem die Öffentlichkeit intensiv beteiligt wird. Bis 2031 will man sich dafür Zeit geben - ein ehrgeiziger Plan, vor allem angesichts der Erfahrungen der Vergangenheit. Damit ist nicht nur die Suche neu eröffnet, sondern auch die Debatte. Wird diesmal die Lösung für eines der größten Umweltprobleme in Deutschland gefunden?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente
Ist der Konservatismus am Ende?
Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher zur Identitätskrise der C-Parteien im Gespräch mit Michael Köhler

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Die Liste, die Strategie - ruangrupa stellen ihr documenta-Konzept vor

Blick gen Osten - Die Online-Ausgabe des Filmfestivals "GoEast" aus Wiesbaden

Gebrochenes Herz - David Marton inszeniert in Antwerpen Purcells "Dido"

"Peer Gynt" - Dusan David Parizek inszeniert Ibsen am Schauspiel Bochum

Offene Wunde - Besuch im Grünen Gewölbe in Dresden

Am Mikrofon: Antje Allroggen

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Militärmacht China - Aufrüsten für eine neue Weltordnung?

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Fußball - Bundesliga, 31. Spieltag:
RB Leipzig - VfB Stuttgart;
Borussia Mönchengladbach - Arminia Bielefeld

Fußball - 2. Liga, 31. Spieltag:
SV Sandhausen - Hannover 96;
FC St. Pauli - SpVgg Greuther Fürth;
Jahn Regensburg - Hamburger SV

Fußball - Frauen-Champions-League, Halbfinale:
FC Bayern - Chelsea FC Women
dazu:
Interview mit Ex-Nationalspielerin Verena Schweers

Die Macht der Kleinen - Kommentar zur geplatzten Superleague

Superleague in Afrika - Welche Interessen verfolgt die FIFA?

Denkfabrik - Konfliktmedium Fußball in Irland und Großbritannien

Turnen - Europameisterschaften in Basel

DSV - Chaos geht weiter
dazu:
Interview mit Ex- Schwimmerin Antje Buschschulte

Radsport - Lüttich-Bastogne-Lüttich

Radsport - Frauen in Führungspositionen

Tennis - WTA- Turnier in Stuttgart: Finale

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Scheiß drauf
Eine Geschichte des Regelbruchs von Adam und Eva bis Donald Trump
Von Christoph Spittler
Regie: Philippe Brühl
Produktion: Deutschlandfunk 2021

Regelbrüche waren immer schon cool. Captain Kirk auf der Enterprise verweigerte Befehle und wurde deswegen ständig degradiert. Jeder ordentliche Filmdetektiv ermittelt mit unkonventionellen Methoden und bei der Sitzblockade in Gorleben konnte man sich wie Gandhi fühlen. Das Narrativ des Bruchs von Regeln im Namen der „guten Sache“ oder des „gesunden Menschenverstands“ durchzieht die Geschichte. Aber wohin hat uns das geführt? Donald Trump inszenierte sich erfolgreich als rebellischer Kämpfer gegen „Eliten“ und „Deep State“. Demonstrantinnen im heutigen Deutschland verglichen sich mit Anne Frank oder Sophie Scholl. Regeln wurden seit Beginn der Menschheit gebrochen - aus Eigeninteresse, Unachtsamkeit, Böswilligkeit, im Namen des Fortschritts oder der Weltrettung. Aber die Bewertung des Regelbruchs ist eine Kampfzone. Was verbindet Intensivstraftäter, Umweltaktivisten, Innovativgenies, Befehlsverweigerer, Populisten?

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Beethovenfest Bonn 2018

Hector Berlioz
„La Damnation de Faust". Dramatische Legende für Soli, Chor und Orchester in vier Teilen, op. 24 (Auszüge)

Anna Caterina Antonacci, Marguerite (Sopran)
Bryan Register, Faust (Tenor)
Kyle Ketelsen, Mephistophélès (Bass)
Thibault de Damas, Brander (Bass)
Tschechischer Philharmonischer Chor Brno
Les Siècles
Leitung: François-Xavier Roth

Aufnahme vom 22.9.2018 aus dem World Conference Center, Bonn

Am Mikrofon: Susann El Kassar

Berlioz war ein romantischer Komponist par excellence, in der Art und Weise, wie er Inspirationsquellen beispielweise aus der Literatur durch sich hindurchgehen ließ und in seiner Musik etwas Eigenes daraus schuf: so auch mit „La Damnation de Faust". Goethes Faust I hatte Hector Berlioz fasziniert. „Ich versuchte weder, das Meisterwerk Goethes zu übersetzen, noch, es nachzuahmen, sondern ließ es lediglich auf mich wirken, in dem Bestreben, seinen musikalischen Gehalt zu erfassen“, sagte er später. Tatsächlich ist „La Damnation de Faust" vielmehr eine Reflexion über Goethes Faust, in vier Szenen.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

Zukunft Profifußball im Licht neuer Pläne

mit Katja Kraus, Ex-Vorstandsmitglied des Hamburger SV
Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär und
André Völkel, Redmen Family Germany

Die Fragen stellt Astrid Rawohl

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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