Donnerstag, 09.04.2020
 
Seit 09:35 Uhr Forschung aktuell

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 11.05.2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Vom Mississippi an die Seine
Eine Lange Nacht über den Jazzmusiker Sidney Bechet
Von Karl Lippegaus
Regie: Karl Lippegaus

Zu den schillerndsten Figuren aus der Frühzeit des Jazz gehört Sidney Bechet (1897 -1959), ein Virtuose an Klarinette und Sopransaxofon. Als er sich ab 1949 in Paris niederließ, empfand der Kreole aus New Orleans dies nicht als Exil, sondern als eine Art Heimkehr. Schon 1929 war er in Berlin in einer Revue mit Josephine Baker aufgetreten. "Manche Leute behaupten, dass Sidney der temperamentvollste Hurensohn der Musik war", sagte der Klarinettist Barney Bigard, "andere wiederum finden, er war der netteste Mensch, dem du je begegnet bist." Noch vor seinem großen Rivalen Louis Armstrong war Bechet der erste große Solist im Jazz. Sein unverkennbarer Sound hatte einen markerschütternd beißenden Klang mit dramatischem Tremolo. Zu Armstrong hatte er ein gespaltenes Verhältnis; er warf ihm vor, zu sehr dem Publikum gefallen zu wollen. Als Plattenkünstler hatte er einen langsamen Start. In den 40er-Jahren war Sidney Bechet jedoch einer der wenigen aus der älteren Generation, die sich gegen die kompromisslosen jungen Hard-Bopper behaupten konnten. Immer wieder nahm er eine Auszeit, verschwand von der Szene, zum Teil auch, weil er Haftstrafen verbüßen musste oder eine private Musikschule gründete, tauchte aber dann größer denn je wieder auf. Anhand dieser Jahrhundertfigur können auch absolute Newcomer entdecken, wie der Jazz geboren wurde und wie es einem seiner Pioniere draußen in der Welt erging. Noch 50 Jahre nachdem er den Giganten des frühen New-Orleans-Jazz 1923 live erlebt hatte, erinnerte sich Duke Ellington: "Nie habe ich die Power und Fantasie vergessen, mit der Sidney Bechet spielte."

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Deutschlandfunk Radionacht 

2.05 Uhr Sternzeit

Konzertmomente

Felix Mendelssohn Bartholdy
Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 3 D-Dur, op. 44 Nr. 1
Artemis Quartett

Aufnahme vom Rheingau Musik-Festival 2013

03:00 Nachrichten 

03:05 Deutschlandfunk Radionacht 

Schlüsselwerke

Giovanni Battista Pergolesi
Stabat Mater
Julia Lezhneva, Sopran
Philippe Jaroussky, Countertenor
I Barocchisti
Leitung: Diego Fasolis

3.55 Uhr Kalenderblatt

04:00 Nachrichten 

04:05 Deutschlandfunk Radionacht 

Die neue Platte XL

05:00 Nachrichten 

05:05 Deutschlandfunk Radionacht 

Auftakt

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Birgit Morgenrath:
Kein Denkzettel für Zuma - Südafrika hat gewählt

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
'Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen'. Kantate am Sonntag Jubilate für Soli, gemischten Chor und Orchester, BWV 12
Marion Eckstein, Alt
Julian Podger, Tenor
Marek Rzepka, Bass
Emma Black, Oboe
Paolo Bacchin, Trompete
Balthasar-Neumann-Chor
Balthasar-Neumann-Ensemble
Leitung: Thomas Hengelbrock

Antonio Caldara
Sonata da chiesa für 2 Violinen, Violoncello und Basso continuo e-Moll, op. 1 Nr. 5
Il Seminario musicale

Georg Friedrich Händel
'Te Deum' D-Dur, HWV 280,
Mieke van der Sluis, Sopran
Graham Pushee, Countertenor
Harry van Berne, Tenor
Leitung: Wolfgang Helbich

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
Neue Bilder vom Aufstand - Zu Beginn der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Warschauer Aufstandes zeigt das Museum des Warschauer Aufstandes bislang unbekanntes Filmmaterial

Volkes Wille - Putins Ziele
Ein Interview mit dem Schriftsteller Jurko Prochasko

Kurswechsel? Wege aus dem Umfragetief
Ein Interview mit der FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Wie tickt Russland - Wie zockt Deutschland?
Ein Interview mit der Schriftstellerin Irina Liebmann

Denk ich an Deutschland: die Schauspielerin Jasmin Tabatabai

Am Mikrofon: Michael Köhler

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Die evangelischen Räte - Anspruch, Provokation und Realität: der Zölibat
Von Andreas Brauns
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Der sozialdemokratische Abgeordnete Karl Liebknecht kritisiert im Reichstag die Kriegsvorbereitungen der Regierung

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik

Frei Manuel dos Santos
Mas no ay que admirar (Villancico a 4 para a festa do Sacramento)
A Corte Musical
Leitung: Rogério Gonçalves

Frei Miguel da Natividade
O que assombro (Vilançete para a festa de S. Luzia)
Ensemble: A Corte Musical
Leitung: Rogério Gonçalves

Francesco Cavalli
Ameaças o morrer (Chacona)
A Corte Musical
Leitung: Rogério Gonçalves

anonym
Pavana
A Corte Musical
Leitung: Rogério Gonçalves

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Alles Lüge!?
Über Formen des Dokumentarischen
Bericht vom Forum Essay 2014
Von Barbara Schäfer

Was vermitteln die Zeitzeugen im Radio, im Film, was vermitteln dokumentarische Elemente im Krimi, in der Bildenden Kunst? Eine besondere Authentizität, einen Wahrheitsanspruch? "Alles Lüge!?", meint der gastgebende BR (Martin Zeyn, Bayern 2 Nachtstudio). 'Essay und Diskurs'-Redakteurin Barbara Schäfer berichtet vom Forum Essay 2014. Zum vierten Mal findet das Forum Essay im Bayerischen Rundfunk statt, in diesem Jahr, wie bereits 2012, mit Unterstützung des Deutschlandfunks. Um die Relevanz und Auswirkung dokumentarischer Formen und Elemente in verschiedenen Sparten wird es auf dem eintägigen Symposium gehen. Vorträge über Zeitzeugenschaft im Radiofeature (Karin Beindorff, DLF), im Dokumentarfilm (Daniel Sponsel, Internationales Dokumentarfilmfest München) und in der Radiokunst (Michaela Melian, Künstlerin und Hörspielautorin) erläutern die aktuellen Möglichkeiten des Dokumentarischen in den Medien. Essays zu dokumentarischen Formen der Kunst (Daniel Hornuff) sowie zu dokumentarischer Unterhaltung am Beispiel skandinavischer Krimis (Frank Zimmer) ergänzen das Programm ebenso wie die Präsentation von dokumentarischen Arbeiten im Radio, die auf der Grundlage von Archivmaterialen entstanden sind (Maximilian Schönherr).

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Markuskirche in Berlin-Steglitz
Predigt: Pfarrer Wolfram Bürger
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt
Einst verruchtes Viertel am Rande von Paris
Mythos Montmartre

Ein vorerst letzter Besuch
…im Berliner Spreepark

Grillen, was das Zeug hält
Die Barbecue-Weltmeisterschaft in Memphis/Tennessee

"Diese Häuser hat der Most gebaut"
Vierkanthöfe in Niederösterreich

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Dichter Hossein Mansouri im Gespräch mit Michael Langer

Der Dichter und Übersetzer Hossein Mansouri wurde 1956 in der iranischen Provinz geborenen. Als Kind war er im Dokumentarfilm "Das Haus in schwarz"  von Forough Farrokhzad zu sehen. Seit bald vierzig Jahren lebt der persische Poet in München, wohin ihn sein Lebensweg auf höchst verschlungenen Pfaden führte.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Neue Heimat Nashville - die amerikanische Sängerin Sheryl Crow
Von Christiane Rebmann

Seit dem Erfolg ihres 1993er Albums "Tuesday Night Music Club" mit dem Hit "All I wanna do" hat die US Künstlerin Sheryl Crow von ihren insgesamt neun Alben weltweit mehr als 50 Millionen Exemplare verkauft. Die ehemalige Backgroundsängerin von Michael Jackson wurde 32 Mal für den Grammy nominiert und gewann neun der Trophäen. Jetzt hat sie sich kurzzeitig von der üblichen Mischung aus Rock, Pop und R&B verabschiedet und mit "Feels like home" ein country-gefärbtes Album aufgenommen. "Ich vermisste die Songs, die die Frauen früher im Country gesungen haben. Songs, in denen die Realität beschrieben wird, in der wir Frauen leben. Diese Tradition ist total verschwunden. Deshalb machte ich mich selbst daran, Musik über Themen wie die Probleme alleinerziehender berufstätiger Mütter zu schreiben." Hier erläutert Sheryl Crow unter Anderem, inwieweit ihre Krebserkrankung ihr Leben veränderte und warum sie von Los Angeles nach Nashville umgezogen ist.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche
Diedrich Diederichsen: Über Pop-Musik
(Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Am Mikrofon: Hajo Steinert

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Mein Konnektom, das bin ich!
Der verborgene Schaltplan des Gehirns
Von Michael Lange

Alles, was wir wahrnehmen, fühlen oder lernen, wird in unserem Gehirn gespeichert. Jede Erfahrung führt zu einer neuen Verschaltung von Nervenzellen. Die Summe dieser Billionen Kontakte ist das, was unsere Persönlichkeit ausmacht. Deshalb wollen die großen Gehirnprojekte der USA und Europas jeden dieser Kontakte finden und in einer detaillierten Karte aufzeichnen. Am Ende soll ein großer, dreidimensionaler Schaltplan stehen: Das Konnektom. Schon jetzt wird diese Kraftanstrengung der Wissenschaft mit dem Human-Genom-Projekt verglichen. Ähnlich euphorisch wie vor zwanzig Jahren heißt es jetzt: "Ich bin mehr als mein Genom - ich bin mein Konnektom."

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente
Ist Gedenken ohne Zeitzeugen möglich? Der Historiker Martin Sabrow

Am Mikrofon: Stefan Koldehoff

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Politisch aufgeladener Triumpf der Transsexualität - Warum ausgerechnet die bärtige Dragqueen Conchita Wurst aus Österreich den Eurovision Song Contest gewann

Sänger der Deutschen - Die Wiedereröffnung des Hoffmann-von-Fallersleben-Museum in Wolfsburg mit einer neuen Ausstellung

Abhärten für die Gesellschaft - Armin Petras inszeniert "Die Marquise von O." von Heinrich von Kleist und Christoph Heins "Drachenblut" am Schauspiel Stuttgart

Lahme Literatur? Diskussionen an der Volksbühne in Berlin über die vermeintliche Schwäche der jungen deutschsprachigen Literatur

"Stereo" - Der neue Film von Maximilian Erlenwein

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Der AIDS-Schreck: In Uganda steigt die HIV-Infektionsrate wieder

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

2. Fußball-Bundesliga, 34. und letzter Spieltag:
Fortuna Düsseldorf - 1. FC Kaiserslautern; SC Paderborn - VfR Aalen;
Dynamo Dresden - Arminia Bielefeld; FSV Frankfurt - 1. FC Köln;
1. FC Union Berlin - TSV 1860 München; FC Ingolstadt - Energie Cottbus;
SpVgg Greuther Fürth - SV Sandhausen; FC St. Pauli - Erzgebirge Aue und
VfL Bochum - Karlsruher SC

Wer wird Torjäger der Saison 2013/2014 Lewandowski oder Mandzukic?

„Trauer- und Lageberichte“ um den Hamburger SV

Wer wird Englischer Fußball-Meister?

Handball-Bundesliga, 32. Spieltag: THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt

Eishockey-WM in Weißrussland, Gruppe B in Minsk: Deutschland - Lettland

Formel 1 - "Großer Preis von Spanien" in Barcelona

Chronologie der Sportpolitik der Europäischen Union

Jugend trainiert für Olympia ein unattraktives Auslaufmodell, dessen finanzielle Kürzungen gerechtfertigt sind, oder ein gutes Sprungbrett zum Leistungssport?

Am Mikrofon: Philipp May

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

An den Ufern der Sehnsucht
Anatomie eines unstillbaren Gefühls
Von Burkhard Reinartz
Regie: der Autor
Produktion: DLF 2011

Unerreichbar weit weg und gleichzeitig ganz nah im Herzen regiert die Sehnsucht. Der Philosoph Friedrich Schleiermacher sah in ihr den Urquell des religiösen Gefühls. Dichter und Musiker sprechen von ihr als Motor ihrer schöpferischen Arbeit. Richard Wagner nannte sie eine "unendliche Melodie". Jeder Mensch hat geheime und offen ausgesprochene Sehnsüchte. Die Sehnsucht nach Geborgenheit, nach der ewigen Liebe, nach Heimat, nach einer heilen Welt. Manche verstricken sich so sehr in ihrem Sehnen, dass es in Sucht umschlägt. Doch ohne die Schubkraft Sehnsucht schöpfen manche Menschen ihre Möglichkeiten nicht aus. Sehnsüchte helfen einem, dem Leben eine Richtung zu geben und sich Ziele zu stecken. Weshalb Rainer Maria Rilke meinte: "Nicht die sind also zu bedauern, deren Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen, sondern diejenigen, die keine mehr haben."

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Rheingau Musik Festival 2013

Werke von
Joseph Haydn
Johannes Brahms
Paul Hindemith und
Frédéric Chopin

Denis Kozhukin, Klavier

Aufnahme vom 22.8.13 aus dem Fürst-von-Metternich-Saal, Schloss Johannisberg

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Fußballweltmeister Afrika? Sportgespräch über den Zustand der afrikanischen Mannschaften
vor der Weltmeisterschaft 2014

Podiumsteilnehmer:
Eric-Maxim Choupo-Mouting, Bundesliga-Spieler von Mainz 05 und kamerunischen Nationalspieler,
Antoine Hey, Ex-Bundesliga-Spieler, einst Trainer von Kenia, Liberia und Gambia und heute technischer Direktor der libyschen Nationalmannschaft sowie
Daniel Theweleit, Sportjournalist

Die Podiumsdiskussion moderiert Moritz Küpper.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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