Samstag, 19.10.2019
 
Seit 09:10 Uhr Das Wochenendjournal

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 11.05.2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Das Fräulein von Scuderi (2/4)
Von E.T.A. Hoffmann
Mit Christian Brückner
Produktion: NDR 1987
Länge: 41'47
(Teil 3 am 18.5.2019)

Das Fräulein von Scuderi wird auch ganz persönlich in die Pariser Raubmordserie hineingezogen. Eines Nachts pocht es heftig gegen die Tür ihres Hauses in der Straße St. Honoré; ein junger Mann, der auf der Flucht zu sein scheint, begehrt Einlass. Er dringt darauf, dem Fräulein ein Kästchen zu übergeben, bevor er vor den anrückenden Polizeipatrouillen wieder in der Dunkelheit verschwindet. Das Kästchen enthält feinst gearbeitete, mit Juwelen besetzte Armbänder und Halsschmuck. Am Boden der Schatulle entdeckt die Scuderi einen kleinen Zettel, der mit ,die Unsichtbaren’ unterzeichnet ist. Die Botschaft beginnt mit einer Gedichtzeile und fährt fort, das Geschmeide sei „auf unwürdige Weise erworben” worden; das Fräulein möge den Schmuck annehmen und sein „huldvolles Andenken nicht entziehen”. - Wem denn? Solange sie glauben muss, es klebe Blut an diesem Geschenk, und nicht weiß, was es mit den Juwelen und den ,Unsichtbaren’ auf sich hat, findet Madeleine de Scuderi keine Ruhe. Sie eilt mit dem Kästchen an den Königshof, um sich mit der Marquise de Maintenon zu beraten.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Rock
Neues aus der aktuellen Musikszene sowie Klassiker der Rock-, Pop- und Soulmusik
Schwerpunkt: Im Mai 1969 veröffentlichen Crosby, Stills & Nash ihr Debütalbum. Kurze Zeit später vervollständigte Neil Young die amerikanische "Supergroup".
Am Mikrofon: Udo Vieth

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Die CDU-Chefin muss sich entscheiden: Schutz der Umwelt oder Schutz vor der AfD

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Bischof Heiner Wilmer, Hildesheim
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Wahlen in Südafrika - ANC trotz Verlusten Wahlsieger - Interview mit Bartholomäus Grill, Publizist

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

#esreichtfürunsalle: Kinderarmut in Deutschland - Interview mit Dietmar Bartsch, Die Linke, Sprecher des Netzwerks gegen Kinderarmut

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Mobilität von morgen: Uber vs. Taxi - Interview mit Hermann Waldner, Vizepräsident des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen e.V.

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Sarah Zerback

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 60 Jahren: Die "Kindernothilfe" wird ins Leben gerufen

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Jenseits der Stille - Wieviel Lärm vertragen wir?

Am Mikrofon: Stephanie Gebert

Das neue Windspiel auf Nachbars Terrasse, die Laubbläser vor dem Fenster oder die vorbeiratternde Straßenbahn: Wir alle kennen nervende Geräusche im Alltag.
80 Prozent der Deutschen fühlen sich durch Lärm belästigt, Wissenschaftler warnen vor den Gesundheitsrisiken durch den Krach. Erforscht sind etwa die Folgen des Fluglärms im Rhein-Main-Gebiet. Für Anwohner steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch die Zahl der Depressionen. Bürgerinitiativen wehren sich seit Jahrzehnten gegen den Ausbau des Airports - bislang ohne Erfolg. Auch in Großstädten wird Lärm zunehmend zum Problem. Es häufen sich Beschwerden über laute Nachbarn oder Partys auf öffentlichen Plätzen. Die Kommunen versuchen auf auf ganz unterschiedliche Weise, die Streitigkeiten zu schlichten. Stephanie Gebert begleitet Menschen, die sich von Lärm gestresst fühlen und diejenigen, die für Ruhe sorgen sollen.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Dirigent Ingo Metzmacher

„Neues hörbar und Bekanntes hörbar neu zu machen“, das ist das besondere Anliegen von Ingo Metzmacher. Ein Anliegen, das er nicht nur in zahlreichen Chefdirigentenpositionen verwirklichen konnte. Auch als Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover leitet er ein Festival, das durch innovative Programmgestaltung so einige Genregrenzen sprengt. Nicht zuletzt wegen seiner klugen Konzertprogramme wurde er im Jahr 2010 zum Dirigent des Jahres gewählt.
Ingo Metzmacher wurde 1957 in Hannover geboren. Er studierte Klavier, Musiktheorie und Dirigieren in seiner Geburtsstadt, in Köln und in Salzburg. Zu seiner ersten künstlerischen Heimat wurde 1980 das Ensemble Modern, wo er zunächst als Pianist, dann als Dirigent wirkte. „Wir waren eine verschworene Gruppe von jungen Studenten, die irgendwie die Welt verändern wollten mit der Musik unserer Zeit“, sagt er über jene Zeit. Später leitete Ingo Metzmacher die Opernhäuser in Hamburg und Amsterdam, 2007 wurde er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, wo er die Konzertreihe ,Casual Concerts’ gründete. Auch heute ist es die Musik ab dem 20. Jahrhundert, der seine große Leidenschaft gilt.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Eine komplizierte Beziehung - Griechenland und die EU
Mit Reportagen von Panajotis Gavrilis

Kurzfristig stand der Verbleib in der Eurozone auf dem Spiel, das griechische Referendum im Sommer 2015 über die Brüsseler Sparauflagen sorgte in der EU für große Unruhe: Es war der vielleicht schwierigste Moment in den Beziehungen zwischen Griechenland und der Europäischen Union. Seitdem ist es ruhiger geworden, die Reformen begannen zu wirken, aber Schuldenkrise und Sparmaßnahmen haben ihre Spuren hinterlassen: Die griechische Gesellschaft ist gespalten, Europaskepsis und nationalistische Einstellungen sind vielfach spürbar. Wie sieht es in dem Land heute aus, in dem sich viele trotz der Probleme immer noch als Europäerinnen und Europäer fühlen? Wer profitiert am meisten von Fördermitteln aus Brüssel? Und was denken die Menschen kurz vor der Europawahl über die Europäische Union? Eine Spurensuche in Griechenland.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Eskalation im Handelsstreit zw China und den USA

ANC trotz Verlusten vorn - Wahlergebnis in Südafrika so gut wie sicher

Sudan - Einen Monat nach dem Sturz von al-Bashir gehen die Proteste weiter

Gefährlicher Stillstand in Algerien - Auch nach Bouteflika rumort es

Neuer arabischer Frühling in Algerien und dem Sudan? - Interview mit Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Uni Mainz

Indien - Hilfsorganisationen ziehen positive Bilanz nach Wirbelsturm Fani

Ende der Luftbrücke vor 70 Jahren in den USA noch ein Thema?

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Stefan Heinlein

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Die Steuerprognose: Das Problem ist nicht finanziell, sondern politisch

Die CDU-Chefin muss sich entscheiden: Schutz der Umwelt oder Schutz vor der AfD

Dekonstruktion der Demokratie: Trumps Kampf gegen die Gewaltenteilung

Das Atom-Abkommen mit dem Iran: Dem Krieg ein Stück näher

Am Mikrofon: Ulrike Winkelmann

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Außen- oder Innenpolitik ? - Streitfall Iran

Ebola im Kongo - Helfer unter Druck

Argentinien - Cristina Kirchner vor dem Comeback?

Kolumbien - Mit den Waffen den Hass schmelzen

Am Mikrofon: Manfred Götzke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Wieviel Demokratie verträgt die Schule?

Gesprächsgäste:
Fiona Braunhart, Schülerin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum
Tina Uthoff, Vorsitzende der Gründungsinitiative für die freie demokratische Schule München
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
Astrid Hoffmann, Institut für Didaktik, TU Dortmund
Am Mikrofon: Jörg Biesler

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

In vielen Bundesländern protestieren Schülerinnen und Schüler gegen die Aufgaben im Matheabitur. Bundesweit streiken sie freitags für mehr Aktivität gegen den Klimawandel. Sie suchen sich Wege, um ihre Interessen zu vertreten. Aber welche Möglichkeiten gibt es dafür eigentlich in den Schulen? Die Schulgesetze sehen je nach Bundesland ab einem bestimmten Alter Klassensprecher und Schülervertretung vor. Viele Schulen gehen viel weiter und geben den Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit, mitzubestimmen, was und wie oder an Freien Schulen sogar ob sie lernen. Die Schule verlangt andererseits nachprüfbare Leistungen, um Abschlüsse zu vergeben und Studienberechtigung zu bescheinigen. Wie weit also können Schülerinnen und Schüler über ihre Schule entscheiden? Funktioniert es, wenn man ihnen wie an den freien Schulen weitestgehend selbst überlässt, was sie tun? Sollen sie ihre Lehrerinnen und Lehrer beurteilen? Am Ende sogar das Matheabitur?

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Fettes Brot - ,Lovestory'
Die drei Nordlichter von Fettes Brot veröffentlichen erstmals ein Konzeptalbum. Auch wenn alle Titel sich der Liebe verschrieben haben, sind ihre Themen vielschichtiger und politischer, als es auf den ersten Blick erscheint. Im ,Corso-Musikmagazin' sprechen sie über die Entstehung der ,Lovestory' und ihr Verhältnis zum Hip-Hop der Gegenwart.
Doktor Renz, König Boris und Björn Beton im Corsogespräch mit Christoph Reimann
 
Das Ende des Auskennertums in der Popmusik
Früher gab es Bands, auf die sich Fans und Musikjournalisten einigen konnten. Wer ein paar Magazine gelesen hatte, kannte sich bestens aus. Im digitalen Zeitalter wird es immer schwieriger, den Überblick zu wahren. Das Ende des Auskennertums - eine Befreiung?
 
Jamila Woods: ,Legacy! Legacy!'
Jamila Woods hat die meisten ihrer neuen Songs nach großen Persönlichkeiten der afroamerikanischen Geschichte aus Kultur und Politik benannt. Damit verbindet sie ein persönliches Anliegen. „Ich versuche, Musik zu machen, die die Leute befreit, vor allen Dingen schwarze Menschen, schwarze Frauen“, sagte Woods im Dlf.
 
Am Mikrofon: Christoph Reimann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Die italienische Illustratorin Francesca Sanna im Gespräch

Francesca Sanna: „Die Flucht“
Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
(NordSüd Verlag, Zürich)

Francesca Sanna: „Geh weg, Herr Berg!“
(Atlantis Verlag, Zürich)

Francesca Sanna: „Ich und meine Angst“
Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
(NordSüd Verlag, Zürich)

Daniel Fehr und Francesca Sanna (Illustration): „Ein Loch gegen den Regen?“
(Atlantis Verlag, Zürich)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Berichte von der re:publica 2019

Global-Lokal
Wie Aktivisten die Digitalisierung für soziale Projekte nutzen wollen

Schiedsrichter
Warum die digitale Wirtschaft neue Regeln für Fairness und Wettbewerb braucht

Aufpasser
Wie viel gesellschaftliche Kontrolle benötigen Social-Media-Plattformen?

Blockbildung
Warum der Kalte Krieg im Cyberspace fortgesetzt wird

Das Digitale Logbuch
Lost in rp19

Gesprächsgast:
Prof. Dr. Jeanette Hofmann
Forschungsdirektorin, Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft

Sternzeit 11. Mai 2019
Indien vermüllt die Umlaufbahn

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Meinungsfreiheit - Müssen wir "gefährliche Meinungen" zulassen?
Die Migrationsforscherin Sandra Kostner und der Islamwissenschaftler Stefan Weidner im Gespräch
Am Mikrofon: Anja Reinhardt

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Verbeugung vor David - Philipp Glass' Bowie-Sinfonie wird in London aufgeführt

"Max und Moritz" - Antú Romero Nunes inszeniert nach Wilhelm Busch bei den Ruhrfestspielen

"Ist Europa noch zu retten?" -  Eine Intervention der Römerberggespräche

Geierwally - Eine Ausstellung zum Mythos Berg im Kunstmuseum Solingen
 
Löwenrennen - Die Preise bei der Kunstbiennale in Venedig

Am Mikrofon: Dina Netz

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Die positive Entwicklung fortschreiben - Litauen vor der Präsidentenwahl

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

1. Fußball-Bundesliga, 33. Spieltag:
RB Leipzig - FC Bayern München
Borussia Dortmund - Fortuna Düsseldorf
Bayer 04 Leverkusen - FC Schalke 04
1899 Hoffenheim - SV Werder Bremen
1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg
Hannover 96 - SC Freiburg
FC Augsburg - Hertha BSC

Bundesliga-Gespräch - Entscheidungen des vorletzten Spieltags: Kollegengespräch mit Thomas Wheeler

FIFA - Bundesanwaltschaft und Infantino
Kanadische Fußballerinnen

Eiskockey - WM in der Slowakei, Vorrunde: Deutschland - Grossbritannien

Giro d´Italia - 1. Etappe in Bologna

Formel 1 - Qualifying zum Großen Preis von Spanien
Streamingdienste - wie verändern sie die Sportarten?
Sportkonferenz - Games must go on?

Am MIkrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

John Giorno - Soundpoems
Ein Radiostück von Gaby Hartel und zeitblom
Textauswahl und Übersetzung aus dem Amerikanischen: Gaby Hartel
Komposition: zeitblom
Regie: Gaby Hartel und zeitblom
Mit Martin Engler, Gaby Hartel, Ela Spalding, Sabin Tambrea
Produktion: Dlf/SWR 2018
Das Stück wurde gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW
Länge: 50'40
Ursendung

“Give it to me, baby” - Giorno Poetry Systems & more
Mit John Giorno, Laurie Anderson, Allen Ginsberg, Philip Glass, William S. Burroughs, Andy Warhol, Scott Johnson u.a.
Von Karl Lippegaus
 

Wer sagt, dass eine sich selbst feiernde Pop-Dichtung unpolitisch ist? Lebender Gegenbeweis ist John Giorno (geb. 1936), Poet, New Yorker Undergroundlegende und Miterfinder der Performance Poetry. Als Verstärker seines poetischen Eingriffs in die Gesellschaft nutzte er die jeweils aktuellen Massenmedien und Formen der Entertainmentindustrie: Happening, Schallplatte, Telefon, Ausstellung. Vor einigen Jahren entdeckte Giorno seine ,Soundpoems’ wieder: technisch forcierte Stimmexperimente, entstanden zwischen 1960 und 1983 im Studio und im Stadtraum New Yorks. Sie sind gleichzeitig Ausdruck des Lebensgefühls einer Szene, Zeitkritik und Zeitgeschichte. Unter Verwendung der Originaltapes übersetzten Gaby Hartel und zeitblom eine Auswahl der Stücke auf Deutsch in die Atmosphäre unserer Zeit.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Artefakte und Attrappen
Kammermusik von Steffen Krebber in der ,Edition Zeitgenössische Musik'
Am Mikrofon: Leonie Reineke

Bevor er seine Laufbahn als Komponist einschlug, studierte Steffen Krebber (*1976) Soziologie und Ethnologie. Allerdings, so Krebber, habe ihn die methodische Strenge der Wissenschaft nie wirklich interessiert. Vielmehr waren es Nebenaspekte - wie die Narrative der Ethnologie - denen sein Interesse galt. Als Arbeitsweise, die ihn inspirierte, entdeckte er das assoziative Denken, das nicht-systematische Zusammenfügen von Ideen. Mit seinen ersten Stücken ,Nichtsattrappen’ sowie ,Aufstieg und Fall außerweltlicher Flug- und Kriechtierattrappen’ für kammermusikalische Besetzungen schuf er vielfach gebrochene musikalische Als-ob-Momente; klingende Situationen, die das Scheinbare abbilden. Auch in seinen späteren Kompositionen finden sich immer wieder Abbildung, Ähnlichkeit und Nachahmung thematisiert. Oft greift Krebber dabei auf bereits Vorhandenes zurück: von Renaissance-Motetten bis hin zu Computerspielumgebungen. Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal wurden einige dieser Arbeiten eingespielt und sind in der Reihe ,Edition Zeitgenössische Musik’ des Deutschen Musikrats auf CD erschienen.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Die Schönheit von guten Menschen
Eine Lange Nacht mit Ágnes Heller
Von Jochanan Shelliem
Regie: der Autor
(Wdh. v. 12. /13.5.2012)

„Ági, lehn dich nicht aus dem Fenster, der Ruß fliegt dir in die Augen“, hatte ihre Mutter oft gesagt. Ágnes Heller hat sich ihr Leben lang exponiert. Um die gelbe Straßenbahn am Donauufer zu erblicken, die der am 12. Mai 1929 geborenen Philosophin bis heute Heimatgefühle evozieren: Budapest, die Heimatstadt des Vaters, der später deportiert worden war, das Donauufer, wo der Fluss zur Zeit der Pfeilkreuzler blutig rot floss und die erste Lukács-Vorlesung, bei der sie nichts verstand, „aber wusste, dass es das Wichtigste war, was ich je hörte“. Sie wird Georg Lukács’ Meisterschülerin und seine Vertraute. Sie erzählt von der Euphorie vor 1956 und vom Nebelkloster, der zur Kádár-Zeit bespitzelten und ausgegrenzten Budapester Schule, von Parias und Parvenüs und von der für sie existenziellen Frage, warum die Wahrheit für den Philosophen lebenswichtig ist. Berufsverbot, Bespitzelung, Emigration. 1977 geht Ágnes Heller nach Australien. 1988 übernimmt sie Hannah Arendts Lehrstuhl an der New School in New York. Ágnes Heller berichtet von Begegnungen mit Ernst Bloch und Jürgen Habermas und Millionären wie George Soros. Und von der Schönheit guter Menschen spricht die Grand Dame der ungarischen Philosophie. „Gute Menschen“, so Ágnes Heller im wieder frisch geknebelten Budapest „sind unsichtbar.“

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Ein Mann steht auf der Bühne und schlägt ein Tambourin. (imago/Future Image)
Am MikrofonDer Musiker und Komponist Konstantin Gropper
Klassik-Pop-et cetera 19.10.2019 | 10:05 Uhr

Er sei starrsinnig und ein Mensch mit Anti-Haltung, sagt Konstantin Gropper, der seine Musik unter dem Namen Get Well Soon veröffentlicht. Musikalische Kontraste von Nirwana bis Richard Strauss lässt er im Dlf aufeinandertreffen.

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