Montag, 14.06.2021
 

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 03.07.2021
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Blue Crimeaufnehmen

Das Erdbeben in Chili
Von Heinrich von Kleist
Bearbeitung: Curt Langenbeck
Komposition: Winfried Zillig
Regie: Walter Knaus
Mit Walter Andreas Schwarz, Waltraud Salzmann, Jürgen Goslar, Liselotte Köster, Günter König, Hannelore Hinkel, Trudik Daniel, Luise Glau, Maria Fauser, Arthur Ments, Kurt Ebbinghaus, Robert Seibert u.a.
Produktion: HR 1954
Länge: 53’40

Naturkatastrophen produzieren immer wieder die Frage nach dem Dasein, Wesen und Wirken Gottes. Kleists 1807 erschienene Novelle „Jeronimo und Josephe. Eine Szene aus dem Erdbeben zu Chili vom Jahr 1647“ zählt zu den Meisterwerken, die sich dieser Frage literarisch stellen. Jeronimo, ein Hauslehrer eines Edelmanns, hat mit dessen Tochter Josephe ein unrechtmäßiges Liebesverhältnis. Als sie ihr gemeinsames Kind während der Fronleichnamsprozession zur Welt bringt, wird beiden der Prozess gemacht. Das Erdbeben ermöglicht ihrer beider Flucht aus dem Kerker, sie finden in Glückseligkeit wieder zueinander, werden aber beim Dankgottesdienst der Überlebenden von der Menge erkannt und als Schuldige der Katastrophe gelyncht. Die zerstörerische Kraft der Natur überbietet Kleist mit der Wildheit des Menschen, zugleich aber wird die Frage nach der unbegriffenen Gottheit erzähltechnisch in der Schwebe gehalten; sie bleibt unbeantwortet.

01:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

Lied & Chanson
Zu Gast: Tania Saleh
Liederbestenliste: die Platzierungen im Juli
Global Sound: neue internationale Singer-Songwriter-Alben
Original im Ohr: ungewöhnliche Coverversionen
Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

Tania Saleh ist eine der Wegbereiterinnen der unabhängigen alternativen Musikszene des Libanon und nennt ihren Stil „Indie Arabic“. Doch das ist eine viel zu enge Schublade für eine Sängerin und Songwriterin, die sich zwischen Orient und Okzident bewegt und die Sinnlichkeit der arabischen Sprache und orientalische Klänge auf westliche Elemente wie Folk, Rock, Bossa Nova oder auch ein Streichquartett treffen lässt. Auf ihrem aktuellen Album „10 A.D.“ erzählt die 1969 in Beirut Geborene, was sie in den zehn Jahren seit ihrer Scheidung erlebt hat - das „A.D“. steht für „After Divorce“ - und wie katastrophal nach wie vor die rechtliche Situation der Frauen im Libanon ist.

02:00 Nachrichten  

02:05 Sternzeit  

03:00 Nachrichten  

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

05:00 Nachrichten  

05:30 Nachrichten  

05:35 Presseschau  

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Informationen am Morgenaufnehmen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten  

06:35 Morgenandacht  

Pfarrer Michael Müller, Hünfeld
Katholische Kirche

06:50 Interview  

07:00 Nachrichten  

07:05 Presseschau  

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview  

07:30 Nachrichten  

07:56 Sport am Morgen  

08:00 Nachrichten  

08:10 Interview  

08:30 Nachrichten  

08:35 Börse  

08:47 Sport am Morgen  

08:50 Presseschau  

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 50 Jahren: Der amerikanische Rockmusiker Jim Morrison gestorben

09:10 Uhr

Das Wochenendjournalaufnehmen

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et ceteraaufnehmen

Am Mikrofon: Die Harfenistin Silke Aichhorn

Da das Repertoire für ihr Instrument begrenzt ist, hat Silke Aichhorn aus der Not eine Tugend gemacht. Sie arrangiert und vertreibt viele Kompositionen für Harfe selbst; mit eigenem CD-Label, Notenverlag und Onlineshop ist sie bestens ausgestattet. Vor Kurzem ist ihre 26. CD erschienen, darunter auch Aufnahmen für andere Labels. Ihren ersten Harfenunterricht erhielt Silke Aichhorn 1981 an der Musikschule in der bayerischen Kreisstadt Traunstein. Neun Jahre später begann sie ihr Hochschulstudium am Conservatoire de Lausanne, das sie 1997 in Köln abschloss. Silke Aichhorn gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den herausragenden Solistinnen auf ihrem Instrument. Sie ist an zahlreichen Orten in Europa aufgetreten, ebenso in Ländern wie Australien, Brasilien, Japan und den USA. Silke Aichhorn betrachtet ihren Beruf auch kabarettistisch. In ihrem Buch „Lebenslänglich frohlocken“ berichtet sie über Skurriles aus dem Alltag einer Harfenistin.

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Gesichter Europasaufnehmen

Wasser von allen Seiten: Rotterdam trotzt dem Klimawandel
Von Kerstin Schweighöfer

Steigender Meeresspiegel, anschwellende Flüsse, Starkregen: Rotterdam ist dem Klimawandel besonders stark ausgesetzt, weil in dieser Deltaregion gleich drei Flüsse in die Nordsee münden: Rhein, Maas und Schelde. Allerdings hat sich die niederländische Hafenstadt längst darauf eingestellt: mit grünen Dächern, treibenden Gebäuden und sogenannten Wasserplätzen mitten in der Stadt, die sich bei Starkregen in eine Teichlandschaft verwandeln. In Rotterdam haben kreative Visionäre wie Designer Daan Roosegaarde ihre Ateliers. Auch der Sitz des neuen UN- Weltzentrums für Klimaadaption befindet sich hier. Die Rotterdamer sehen sich in einer Vorreiterrolle, schließlich ist der Kampf der Niederländer gegen das Wasser so alt wie das Land selbst. Große Teile mussten dem Meer erst entrissen werden. „Gott schuf die Welt”, besagt ein Sprichwort. „Und die Niederländer schufen die Niederlande.”

12:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

12:10 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:10 Uhr

Themen der Wocheaufnehmen

13:30 Uhr

Eine Weltaufnehmen

Auslandskorrespondenten berichten

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Campus & Karriereaufnehmen

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Popaufnehmen

Das Musikmagazin

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:05 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Bücher für junge Leser

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Computer und Kommunikation

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Streitkulturaufnehmen

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Samstagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Hörspielaufnehmen

Hörspiel des Monats
Feuersturm
Von David Paquet
Regie: Anouschka Trocker
Dramaturgie: Anette Kührmeyer
Produktion: SR/Dlf Kultur
Länge: 61'33‘‘

Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
„Selten zieht das Zuhören so in den Bann wie im Fall von „Feuersturm“ des kanadischen Autors David Paquet. Was geht hier vor sich? Kann man es denn wirklich glauben? Wie ein modernes böses Märchen, in dem sich in einer x-beliebigen Familie eine Verwünschung festgebissen hat, rollt das Hörspiel gewitzt und zügig die Verderben bringenden Verhältnisse dreier Generationen aus. Schlimmste Dinge geschehen, ein Vater hat sich umgebracht, ein Kind löscht seine Familie aus, ein anderes Kind wird weggelegt (bzw. verschickt!). Und doch greift hier nicht die große Tragik Fuß - dafür bleibt gar keine Zeit -, sondern der Schalk einer leichthändigen, schwarzhumorigen Erzählung, der sich in knappen Dialogen weit über den fatalen Inhalt erhebt. In drei Teilen entfaltet sich, dramaturgisch höchst raffiniert, ein mysteriöser Abstammungs- und Sippenhaftungsthriller, in dem wahrlich nichts Erwartbares passiert. Und dennoch sind es die ganz banalen Dinge, die es in sich haben: Kekse backen, ins Kino gehen, Haustiere halten. Es fällt kein Wort zu viel. Ein vokaler Purismus und eine heutzutage ungewöhnliche, aber wirkmächtige auditive Schlankheit - Dialoge, Selbstgespräche, Telefonate, Musik - würdigen zudem eine Sprache, die alles Abgegriffene ausspart und die den Ereignissen in präziser Schärfe folgt. Ausgehend von den Drillingen Claudine, Claudie, Claudette und weiter über Clement und Carole bis hin zu Caroline und ihrer lebensgefährlichen Libido zieht sich eine unergründliche Spur der Vorbestimmung, die das Motiv der Unentrinnbarkeit auf vergnügliche Weise durchspielt. Trotz eines großen Erzählbogens über mehrere Generationen findet sich in diesem fantastischen Hörspiel Platz für aussagekräftige, intensive Momente einzelner Figuren, die man so schnell nicht wieder vergisst. Das alles zusammen ist ein Kunststück, wenn nicht ein Zauberwerk. Und ein überaus gelungenes Beispiel einer verdichteten Fabulierkunst.“

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das Hörspiel des Monats trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den zwölf Hörspielen des Monats das Hörspiel des Jahres.

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:05 Uhr

Atelier neuer Musikaufnehmen

Verlegenheit ist Energie
Der dänische Komponist Niels Rønsholdt
Von Leonie Reineke

Die Musik des Dänen Niels Rønsholdt irritiert. Aber nicht, weil sie sperrig, komplex oder in verstiegenen Hyperintellekt gefasst wäre. Im Gegenteil: Seine Stücke sprengen den Rahmen durch Rührung, Berührung oder Mitmach-Aktionen des Publikums. „Das Phänomen des peinlichen Berührtseins finde ich faszinierend“ - sagt der 1978 geborene Komponist - „denn es steckt eine Fragilität darin, etwas Zartes, Menschliches.“ Genau diese Energie evoziert Niels Rønsholdt bei den Hörern, wenn etwa eines seiner Mitmach-Stücke aufgeführt wird. Zuschauer werden dabei zu Performern, Performer werden zu unmittelbaren Dialogpartnern des Publikums. Das Klangspektrum solcher Aktionen reicht von Reminiszenzen an historische musikalische Formen bis hin zu prismenhaft gebrochenen Abbildern von Mainstream-Genres wie Chanson oder Country. Auch wenn all seine Stücke dieselbe Handschrift tragen - Rønsholdt arbeitet bei jedem neuen Projekt mit anderen handwerklich-kompositorischen Methoden.

22:50 Uhr

Sport aktuellaufnehmen

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Musica Siciliana fantastica
Eine Lange Nacht mit der italienischen Sängerin Etta Scollo
Von Regine Igel
Regie: Jan Tengeler

Etta Scollo ist in Sizilien geboren und lebt heute in Catania und Berlin. Mit ihrer kraftvollen Stimme hat sie ein umfangreiches und vielseitiges Repertoire geschaffen, das sizilianische Tradition, Pop-Avantgarde und Jazzeinflüsse vereint. In Deutschland gilt sie als die Stimme Siziliens. Ihre raffinierten Kompositionen werden mal von großem, mal von kleinem Orchester begleitet oder auch nur vom Cello und von berühmten Sängern. Ihre Kindheit in einer Rechtsanwaltsfamilie war voller Musik. Doch die Rückkehr zu den musikalischen Traditionen ihrer Heimat vollzieht sie in der Ferne. In Chicago und New Orleans tritt sie mit amerikanischen Musikern auf, in Wien besucht sie das Konservatorium, spielt gleichzeitig den Blues in Bars oder auf der Straße und folgt musikalisch den großen Volkssängern Siziliens wie Rosa Balistreri und Ciccio Busacca. Schon früh erhält sie zwei goldene Schallplatten und im Laufe der Karriere mehrere Musikpreise. Die ersten Sammlungen sizilianischer Volksgesänge entstanden im 19. Jahrhundert, als die Volksstämme, die über die Jahrhunderte in Sizilien eingefallen waren, ihre Musik mitbrachten. Insbesondere die Poesie der Araber ist überliefert und vertont worden und zeigt Spuren in gegenwärtiger Volks- und Popmusik. Ein musikalischer Streifzug durch Sizilien, melancholisch und temperamentvoll, vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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