Freitag, 27.11.2020
 
Seit 21:05 Uhr On Stage

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 19.07.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Ich leb allein in meinem Himmel
Eine Lange Nacht über den Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler
Von Barbara Giese
Regie: Beate Bartlewski

Mit 37 Jahren war Gustav Mahler der jüngste Hofoperndirektor, und ganz Wien sprach darüber. Nachdem er die Oper zehn Jahre lang mit starker Willenskraft verändert und geprägt hatte, brachte er in den letzten Lebensjahren seine Reformvorstellungen für Orchester, Bühne und Sängerdarstellung an die Metropolitan Opera in New York. Sein unabhängiger Veränderungswille war nicht Selbstzweck, sondern entsprang einer Philosophie. Was entstanden ist, muss vergehen. Aus dem Vergangenen entsteht Leben. Nachdem seine Eltern früh verstorben waren, verdiente er als Kapellmeister an verschiedenen Bühnen in Europa den Unterhalt für sich und vier seiner Geschwister. Jüdisch geboren und aufgewachsen, überzeugten ihn Teile der christlichen Lehre. Nachdem er unter Antisemitismus gelitten hatte, konvertierte er zum katholischen Glauben. Die Ehe mit der fast 20 Jahre jüngeren umtriebigen Alma Schindler aus einem österreichischen Künstlerhaushalt war turbulent. Seine ungeheure Energie und Disziplin halfen ihm, neben der Theaterarbeit zehn große Symphonien, mehrere Liederzyklen und diverse andere Lieder zu komponieren. Die meisten der eigenen Werke entstanden in seinen Ferien. Mit großen Klangmalereien zeigte er die Sehnsucht nach der vergangenen schönen Welt und setzte daneben Musik, die das Elend der Realität abbildete.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Grundton D 2019 - Konzert und Denkmalschutz

Johann Sebastian Bach
„Der Geist hilft unserer Schwachheit auf". Motette, BWV 226
„Komm, Jesu, komm". Motette BWV 229
„Fürchte dich nicht". Motette, BWV 228
„Singet dem Herrn ein neues Lied". Motette, BWV 225

Gaechinger Cantorey
Leitung: Hans-Christoph Rademann

Aufnahme vom 8.9.2019 aus der Pauluskirche Ulm

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Hanns Eisler
Leipziger Sinfonie

Trauerstücke aus Filmpartituren. Für Orchester

MDR-Sinfonieorchester
Leitung: Jürgen Bruns

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Das EuGH-Urteil zu Privacy Shield - Daten-Politik ist Machtpolitik

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Martin Luther, Johann Sebastian Bach
'Christ, unser Herr, zum Jordan kam'. Choralbearbeitungen für Orgel, BWV 669-689
Sophie Harmsen, Sopran
Matthias Ank, Orgel

Georg Philipp Telemann
'Die Glut des Zorns'. Kantate zum 6. Sonntag nach Trinitatis
Ruth Ziesak, Sopran
Camerata Köln

Dietrich Buxtehude
Präludium, Fuge und Chaconne für Orgel C-Dur, BuxWV 137
Winfried Enz, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust'. Kantate zum 6. Sonntag nach Trinitatis, BWV 170
Bernarda Fink, Mezzosopran
Freiburger Barockorchester
Leitung: Petra Müllejans

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Brückenbauerin - Die bolivianische Künstlerin Elvira Espejo Ayca erhält 2020 die Goethe-Medaille

Zehn Jahre Loveparade-Katastrophe - Ein Interview mit dem Dokumentarfilmer Dominik Wessely

Ferien von den Ferien? Ein Interview mit dem Historiker Valentin Groebner

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Polizei und Rechtsextremismus. Ein Interview mit dem Kriminologen Tobias Singelnstein

Denk ich an Deutschland: die Schauspielerin Lana Cooper

Am Mikrofon: Änne Seidel

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Der Herr sei zwischen dir und mir. Die Geschichte einer Freundschaft
Von Pfarrerin Angelika Obert
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 150 Jahren: Frankreich erklärt Preußen den Krieg

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Altruismus
Der Mensch in Zeiten der Katastrophe
Von Andreas von Westphalen

Drei weitverbreitete Überzeugungen beherrschen unsere Vorstellung über das Verhalten von Menschen in Katastrophensituationen: Massenpanik, das Gefühl von Ohnmacht und die starke Zunahme egoistischer und krimineller Verhaltensweisen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen offenbaren jedoch ein deutlich optimistischeres Bild des Menschen.
Ohne Rücksicht rennen Menschen davon, schubsen Ältere aus dem Weg und trampeln hemmungslos über Personen, die zu Boden gestürzt sind. Bei Erdbeben, Flugzeugabstürzen oder Vulkanausbrüchen scheint das wahre Wesen des Menschen hervorzutreten, und sich sein ungezügelter Egoismus zu offenbaren. Diese weitverbreitete Ansicht über das menschliche Verhalten ist Teil jedes Katastrophenfilms und entspricht dem Denken des britischen Philosophen Thomas Hobbes, der der Überzeugung war, ohne die schützende Hand des Staates würden Menschen in einem Krieg aller gegen alle leben. Erstaunlicherweise unterscheidet sich aber das wirkliche menschliche Verhalten deutlich von diesem negativen Bild, das Menschen gemeinhin von der eigenen Spezies haben. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen offenbaren ein deutlich optimistischeres Bild des Menschen.
Andreas von Westphalen veröffentlichte „Die Wiederentdeckung des Menschen“ im Westend-Verlag. Zuletzt schrieb er für den Deutschlandfunk das Feature „Die Wurzeln des Misstrauens. Russland und die Deutsche Einheit 1990“.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Pfarrkirche St. Gudula zu Rhede in Rhede/Westfalen
Zelebrant: Pfarrer Thorsten Schmölzing
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Alexander Graf Lambsdorff, FDP, stellvertretender Bundestagsfraktionsvorsitzender

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Was wir im Dschungel lernen können
Beim Volk der Huni Kuin in Brasilien

Genussgeiger spielen auf
Wirtshausmusizieren im Salzkammergut

An Anna Blume
Auf Kurt Schwitters Spuren durch Hannover

In aller Munde - Die italienisch-deutsche Gesprächsrunde
Dolce Vita im Heimatland?

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Schriftstellerin Carmen Korn im Gespräch mit Joachim Scholl

„Jahrhundert-Trilogie“: Mit drei Romanen über das Schicksal von vier Frauen hat die Hamburger Autorin Carmen Korn ein riesiges Publikum erreicht - und einen der größten Bucherfolge der letzten Jahrzehnte. Über 20 Bücher hat Carmen Korn, Jahrgang 1952, veröffentlicht, bis ihr Henny, Käthe, Ida und Lina in den Sinn kamen: vier Frauen aus unterschiedlichen Verhältnissen, vier Lebenswege, die das gesamte 20. Jahrhundert umfassen. So entstand ein Jahrhundert-Epos, ein Porträt von Alltag und Zeitgeschichte in Deutschland. Die Bücher stürmten die Bestseller-Listen - die Auflage liegt inzwischen bei mehreren Millionen. Von diesem überraschenden Durchbruch und von ihrem früheren Leben als STERN-Journalistin erzählt Carmen Korn in den „Zwischentönen“.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Space-Rock aus der Schnaps-Kanone: die israelische Band Ouzo Bazooka
Von Fabian Elsäßer

Ein mit Anisschnaps gefüllter Raketenwerfer mag ein ungewöhnliches Sprachbild sein. Aber ungewöhnlich ist auch die Musik der so benannten Band aus Israel. Ouzo Bazooka hat sich schon bei ihrer Gründung im Jahr 2014 das Ziel gesetzt, die zahlreichen kulturellen Einflüsse ihrer Heimatstadt Tel Aviv zu verbinden. Die Musiker um Singer-Songwriter Uri Brauner Kinrot bedienen sich kurzerhand traditioneller Tonleitern des Nahen Ostens, setzen diese Elemente aber in einen weit entfernten Kontext: den Space Rock der 70er- und Psychedelic Rock der 60er-Jahre, jeweils nach britischem Vorbild. Auf drei Alben hat Ouzo Bazooka diesen Stilmix bisher vertieft, zuletzt auf dem im Januar 2019 erschienenen „Transporter“. Dass Humor dabei durchaus erlaubt ist, zeigen auch Songtitel wie „Space Camel“.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Kate Kirkpatrick: „Simone de Beauvoir. Ein modernes Leben“
Aus dem Englischen von Erica Fischer und Christine Richter-Nilsson
(Piper Verlag, München)
Mit 14 Schwarz-Weiß-Abbildungen
Ein Beitrag von Ursula März

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt

Steckbrief mit Lücken
Was wissen wir über das Coronavirus?

Seine Blaupause ist bekannt: alle jener fast 30.000 Bausteine, die sein Erbgut ausmachen. Ebenso haben die Fachleute seine schärfste Waffe bis ins kleinste molekulare Detail beschrieben, das Spike-Protein. Doch trotzdem gibt uns das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 Rätsel auf: Worauf beruht das Geheimnis seines Siegeszuges um die Welt? Wer überträgt es bloß, wer erkrankt daran? Welche Rolle spielen lokal begrenzte Ausbrüche für die Weitergabe? Wie reagiert die körpereigne Abwehr auf den Eindringling? Und wie lange dauert eine Immunität an?
Noch steht den Forschenden das Zeitfenster offen, um nach Antworten auf diese Fragen zu suchen. Doch in manchen Ländern sind die Zahlen der Infizierten wieder so weit gesunken, dass es schwerfallen dürfte, Probanden für wissenschaftliche Untersuchungen zu rekrutieren. Sollte das Virus im Herbst mit aller Kraft zurückkehren, hätten wir ihm nur wenig entgegenzusetzen. Welche Projekte muss die Forschung jetzt angehen, und welche drägenden Fragen müssen die Fachleute schnellsten beantworten?

Am Mikrofon: Arndt Reuning

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente
Dekolonisierung des Denkens - Die Philosophin Nadia Yala Kisukidi im Gespräch mit Änne Seidel

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Endlich mal erklärt - Ist in der Oper die Musik wichtiger als die Handlung?

Brückenbauerin - Die bolivianische Künstlerin Elvira Espejo Ayca erhält 2020 die Goethe-Medaille

Die unglaubliche Welt der Fotografie - die Sammlung Herzog im Kunstmuseum Basel

Strategien fürs Überleben: Festivalmacher*innen und Künstlerinnen in Avignon

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Einstieg in den Ausstieg - Braunkohlewerke im Abschiedsmodus

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

3. Lauf zur Formel-I-WM "Großer Preis von Ungarn" in Budapest

Tennis - Bilanz der Show-Turniere mit Publikum in Berlin. Kollegengespräch mit ARD-Reporter Guido Ringel

Rassismus - Müssen Sportler ihre Plattform nutzen? Interview mit Thilo Kunkel, Professor für Sportmarketing an der Temple University

Eisschnelllauf - Schlechte Stimmung in der DESG

Athletics Association - Ein Meilenstein für Leichtathlet*innen? Interview mit dem Präsidenten Christian Taylor, Dreisprung-Olympiasieger

WNBA - Eine Liga politisiert sich

Virtuelle Tour de France - Ein Schritt in Richtung Gleichberechtigung Interview mi Bahnradfahrerin Tanja Erath

Fußball-Forschung - Wie eine Mannschaft gemeinsam funktioniert

Auszug Sportgespräch - Sexueller Missbrauch - „Der Sport war ein Fluchtpunkt“

Am Mikrofon: Raphael Späth

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Im Land des finsteren Grafen
Der Dracula-Mythos in Transsilvanien
Von Tobias Nagorny
Regie: der Autor
Produktion: RB/WDR 2019

Es ist ein unheimlicher Ort. Irgendwo hinter den Wäldern Transsilvaniens beginnen die Karpaten. Bram Stoker beschreibt diesen Landstrich in seinem Roman „Dracula” als einen Ort blutrünstiger Träume. Tatsächlich hat er damit nachhaltig das Image einer ganzen Region geprägt. Irgendwas scheint nicht ganz geheuer - dort am Rande Europas. Bis heute gilt das rumänische Kernland Transsilvanien als mystisch, rückständig und nicht ganz ungefährlich. Doch als die ersten internationalen Dracula-Touristen in den 70er-Jahren ins kommunistische Land kamen, kannte nahezu kein Rumäne die Geschichte vom dämonischen Grafen Dracula. Der Roman wurde dort nämlich erst im Jahr 1990, also nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, veröffentlicht. Heute sind das vermeintliche Dracula-Schloss Bran in Brașov und der Borgo-Pass in den Karpaten Pilgerorte für Dracula- und Vampirfans. Mit dem literarischen Mythos lässt sich gutes Geld verdienen. Oder ist es mehr als das? Gibt es den Glauben an dämonische Geister und Vampire in Transsilvanien wirklich? Ein Roadtrip durch eine mystische Landschaft.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Blickkontakt mit dem Bariton

Wilhelm Stenhammar
Floris und Blancheflour, op. 3

Gustav Mahler
Ging heut’ morgen über’s Feld, aus 'Lieder eines fahrenden Gesellen'

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur, op. 55 - 'Eroica'

Peter Mattei, Bariton
Swedish Radio Symphony Orchestra
Konzertmeisterin: Malin Broman

Aufnahme vom 20.3.2020 aus der Berwaldhalle in Stockholm

Am Mikrofon: Marie König

Als Ende März in ganz Europa die Corona-Pandemie das Leben beherrschte, versammelte sich das Swedish Radio Symphony Orchestra noch zu einem Konzert. Das Publikum saß allerdings nicht in der Konzerthalle, sondern schaute per Livestream zu. Auf der Bühne war zwar das gesamte Orchester, aber auch dort fehlte jemand: der Dirigent. Der junge Klaus Mäkelä, erster Gastdirigent des Orchesters, war für das Programm eigentlich fest eingeplant. Seine Aufgaben übernahm die Konzertmeisterin Malin Broman von ihrer Position aus. Auf dem leer gewordenen Dirigentenplatz stand statt Mäkelä der Bariton Peter Mattei. Wie sonst nie bei Konzerten sang er dem Orchester zugewandt. Die besondere Situation außer- und innerhalb des Konzertsaals erzeugte eine ganz eigene Konzertatmosphäre. Das Orchester spielte Beethovens dritte Sinfonie. Peter Mattei sang mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra Wilhelm Stenhammars „Floris und Blancheflour“ und Gustav Mahlers „Ging heut’ morgen über’s Feld“ aus dem Zyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

Sexueller Missbrauch - „Der Sport war ein Fluchtpunkt“

mit Angela Marquardt, Politikerin, Autorin und ehem. Leistungssportlerin

Die Fragen stellt Andrea Schültke

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Aktuelle Themen

Ein Screenshot von einem Trump-Tweet mit Warnhinweis versehen (imago images / ZUMA Wire)

US-Wahl und danach Strategien im Kampf gegen Desinformation in den sozialen Medien

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