Dienstag, 16.07.2019
 
Seit 00:05 Uhr Fazit

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 01.09.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Der schwarze Peter
Von Arthur Conan Doyle
Aus dem Englischen von Alice und Karl Heinz Berger
Bearbeitung: Alexander Schnitzler
Regie: Stefan Hilsbecher
Mit Walter Renneisen, Peter Fitz, Christian Brey, Philipp Otto, Marius Marx und Sebastian Kowski
Musik: Henrik Albrecht
Produktion: SWR/MDR/RBB 2004
Länge: 52'50

An einem Morgen im Juli 1895 tritt Sherlock Holmes mit einem riesigen Speer unter dem Arm ins Zimmer und berichtet, wie er im Schlachthaus vergebens versucht habe, ein totes Schwein zu durchbohren. Der staunende Dr. Watson ahnt nicht, dass diese Übung zur Lösung eines Falles führt. Der junge Polizeiinspektor Stanley Hopkins hat Holmes um Hilfe im Fall des gefürchteten alten Seemanns Peter Carey gebeten, eines Säufers und Schlägers, wegen seiner Übellaunigkeit und seines Jähzorns schwarzer Peter genannt. Der ehemalige Kapitän lebte in einem kleinen Holzhaus auf dem Lande, das er wie eine Kajüte eingerichtet und mit Seekarten und Logbüchern vollgestopft hatte. Dort hat man ihn nun tot aufgefunden - von einer stählernen Harpune durchbohrt. Inspektor Hopkins hat sich auf John Hopley Nelligan als Hauptverdächtigen festgelegt, den Sohn eines einflussreichen Bankiers, der seit Jahren vermisst wird. Nelligan hatte versucht, in Careys Hütte einzubrechen. Der Tathergang erscheint Hopkins eindeutig, und er glaubt, ein solides Motiv zu erkennen. Sherlock Holmes jedoch macht den Inspektor auf einige Gegenstände aufmerksam, denen dieser am Tatort wenig Beachtung schenkte: einen Tabakbeutel, zwei Schnapsflaschen und ein Notizbuch. Holmes hält es für an der Zeit, Captain Basil in Seemannskreisen ermitteln zu lassen.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson
Zu Gast: Der Metaphern-Meister Falkenberg

Liederbestenliste: Die Platzierungen im September

Global Sound: Neue internationale Singer/Songwriter-Alben

Original im Ohr: Ungewöhnliche Coverversionen

On Tour: Konzert-Highlights

Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

Ralf Schmidt, Künstlername Falkenberg, war zu DDR-Zeiten einer der erfolgreichsten und populärsten Künstler im Osten Deutschlands, heute ist er ein Singer/Songwriter mit dunklen Visionen. Auf ,Die Apathie der Sterne’, seinem siebten Album, fragt der pianospielende Poet „Wann Stille Resignation wird“ und singt mit weicher Stimme etwa von der unwürdigen Lebenssituation des Prekariats oder dem Verdrängen der Vergangenheit. Der Sound ist mal bedrohlich, mal verspielt und wird getragen von einem elegischen Piano, von Elektronik und Rockattitüde. „Niemals zuvor habe ich ein Album gemacht, das so lang geworden ist. Und niemals zuvor hatte eins weniger Lieder“, sagt Falkenberg, der ,Die Apathie der Sterne’ nach einem schweren Autounfall teilweise im Krankenbett geschrieben hat. Im Herbst geht er mit den neuen Songs auf Tournee.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Deutschlands Stellung in der Welt

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pater Eberhard von Gemmingen, München
Katholische Kirche

06:50 Interview 

AfD-Gruppe zieht nationalsozialistischen Massenmord teilweise in Zweifel: Ein Einzelfall? - Interview mit Axel Drecoll, Leiter der Gedenkstätte Sachsenhausen

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Nach Chemnitz: Zeit für Selbstkritik: Interview mit Marco Wanderwitz, CDU, Staatssekretär im Innenministerium

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Rund 80 % wollen Zeitumstellung abschaffen: 2/3 sind Deutsche: Interview mit dem Psychologen Stephan Grünewald

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Jasper Barenberg

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 70 Jahren: Der Parlamentarische Rat konstituiert sich

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

„Einfacher als der Führerschein“ - Zehn Jahre Einbürgerungstest

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Komponist Vito Žuraj

Werke des slowenischen Komponisten Vito Žuraj wurden zuletzt vom Ensemble Intercontemporain in der Pariser Philharmonie uraufgeführt, beim Festival Movimentos in Wolfsburg und beim Festival Archipel in Genf. Der 1979 in Maribor geborene Künstler studierte zunächst Komposition und Musiktheorie in Ljubljana, um danach in Dresden und Karlsruhe unter anderem bei Wolfgang Rihm den letzten Schliff zu bekommen. Schnell gewann Žuraj renommierte Preise, darunter den Claudio-Abbado-Kompositionspreis der Berliner Philharmoniker, und wurde Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Seit einigen Jahren bezieht er spieltheoretische Erkenntnisse in seine Kompositionen ein, die dadurch häufig eine Zufallskomponente erhalten. Žurajs Werke sind auf CD erschienen und werden regelmäßig von renommierten Orchestern aufgeführt wie dem Ensemble Modern, dem Kölner Gürzenichorchester, dem Klangforum Wien oder dem New York Philharmonic Orchestra. Zuletzt schrieb der in Deutschland lebende Komponist im Rahmen einer Residenz die Schlagzeugkomposition ,Drive’ für das Erfurter Philharmonische Orchester.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

When I´m Sixty Four - Draufgänger in Großbritannien
Mit Reportagen von Ruth Rach
DLF 2014

Schon die Schauspielerin Bette Davis wusste: „Alt werden ist nichts für Feiglinge”. Dabei werden die Europäer immer älter. Und überall gilt: Jeder will lange leben, aber niemand will altern. Und im Kopf vieler Menschen gibt es zwei Klischees: Jung sein bedeutet Freiheit. Alter hingegen Abhängigkeit und Einsamkeit. Das kann zwar stimmen, muss aber nicht so sein, wie Beispiele aus Großbritannien zeigen. Die Sendung ,Gesichter Europas’ erzählt von denen, die Neues ausprobieren und andere Wege gehen wollen. Alter hin, Alter her.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Sächsische Polizei bereitet sich auf Großdemonstrationen in Chemnitz vor

Interview mit Matthias Quent, Institut für Demokratie Jena, zu Chemnitz-Demos

Chemnitz und die bundespolitische Debatte

NAFTA auf der Kippe: USA und Kanada erzielen keine Einigung

Brasilien: Oberstes Wahlgericht lässt Lula nicht zur Präsidentschaftswahl zu

Explosion in Raffinerie bei Ingolstadt

Der neue Abgastest kommt: Kann die Autoindustrie WLTP?

Empörung bei Palästinensern nach UNRWA-Kürzung durch US-Regierung

Apothekerskandal in Bottrop - Krebspatienten wollen Schadenersatz

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Sarah Zerback

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Nach Chemnitz - Wo steht die Demokratie ?

Endlich richtige Politik, aber ein mageres Rentenpaket

Die Transatlantiker treten ab - Trauer um McCain

Deutschlands Stellung in der Welt

Am Mikrofon: Ursula Welter

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Schwere Krise - Argentinien im Währungsstrudel

Zwischen Baum und Borke: Warum die Anti-Iran-Sanktionen dem Irak schaden

Avocados vor die Säue: Indonesiens reiche ärmste Insel Sumba

Weg mit dem Plastik - Australien und Neuseeland gehen eigene Wege

Am Mikrofon: Manfred Götzke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Frust oder Fortschritt
Wie geht es weiter mit der Inklusion nach der Grundschule?
In Campus & Karriere fragen wir wie der gemeinsame Unterricht auch an weiterführenden Schulen funktionieren kann und wie sich Kinder mit Förderbedarf dort optimal entwickeln können. Sind Förderschulen tatsächlich unersetzbar, die in einigen Bundesländern gerade wieder ein Comeback erleben?

Gesprächspartner:
Hans Wocken, Inklusionspädagoge und Buchautor
Michael Felten, langjähriger Gymnasiallehrer und Buchautor
Angela Ehlers, Bundesvorsitzende des Verbands Sonderpädagogik (vds)
Am Mikrofon: Regina Brinkmann

Beitrag: 
Inklusion ohne Brüche  
Gemeinsames Lernen wird in der Berliner Paula-Fürst Schule von der 1. bis zur 13. Klasse ermöglicht

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Während immer mehr Grundschulen Kinder mit Förderbedarf unterrichten, tun sich weiterführende Schulen damit noch schwer - allen voran die Gymnasien. Eltern sind verunsichert, ob ihre Kinder nach Ende der Grundschulzeit noch optimal gefördert werden. Denn Inklusionsexperten monieren, es fehle nicht nur an Ausstattung, sondern oftmals auch an Bereitschaft der Schulen, sich auf die Heterogenität der Schülerschaft einzulassen.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Die Jubiläumsausgabe. Ein Fazit der 15. c/o pop
Vor der Gamescom war die Popkomm - damals die größte Musikmesse der Welt. Nach dem Wegzug aus Köln haben Musikenthusiasten die c/o pop gegründet. Ein Festival, das nicht auf Kommerz, sondern auf Innovation guckt - sowohl im Konzertprogramm als auch in begleitenden Diskussionsrunden und Panels. Sonntag (2.9.) geht die 15. Ausgabe der c/o pop zu Ende.
 
Traumhafter Retro-Rock und aufrichtige Liebe. Das neue Album von Lenny Kravitz
Lenny Kravitz lebt seit einiger Zeit auf einer Bahamas Insel. Er hat sich da ein Studio eingerichtet, mit altem Equipment - und dort neue Songs aufgenommen, von denen ihm einige im Traum erschienen sind. Und traumhaft sind auch die Botschaften, die er in seine Texte eingearbeitet hat: Er fordert mehr Liebe, mehr Engagement, mehr Proteste - und das eingebettet in richtig gute Songs.

"1982"  - Casper und Marteria treten mit neuem Album in Chemnitz auf
Am Montag (3.9.) findet in Chemnitz ein Konzert statt, das sich gegen rechte Gewalt und Fremdenfeindlichkeit  stellt. Neben Die Toten Hosen treten auch Casper und Marteria auf, die gerade ihr erstes gemeinsames Album veröffentlicht haben. Die beiden verbindet eine jahrelange Freundschaft - nicht nur, weil sie das Geburtsjahr teilen.

Am Mikrofon: Sascha Ziehn

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

DIE BESTEN 7
Das Ergebnis der Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat September
Vorgestellt von Prof. Ute Dettmar und Prof. Gabriele von Glasenapp

Pietr Socha (Illustration) und Wojciech Grajkowski: "Bäume"
Aus dem Polnischen von Thomas Weiler
(Gerstenberg Verlag, Hildesheim)

Bibi Dumon Tak: "Große Vogelschau. Von Luftakrobaten, Überfliegern und Krachmachern"
Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik
(Gerstenberg Verlag, Hildesheim)

Rolf-Bernhard Essig und Regina Kehn (Illustration): "Da haben wir den Salat. In 80 Sprichwörtern um die Welt"
(Hanser Verlag, München)

Tracy Chevalier: "Der Neue"
Aus dem Englischen von Sabine Schwenk
(Knaus Verlag, München)

Julian Voloj und Thomas Campi (Illustration): "Joe Shuster. Vater der Superhelden"
Aus dem Englischen von Julian Voloj
(Carlsen Verlag, Hamburg)

Ali Benjamin: "Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren"
Aus dem Englischen von Petra Koob-Pawis und Violeta Topalova
(Hanser Verlag, München)

Jens Rassmus: "Das Nacht-Tier"
(Nilpferd Verlag, Wien)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Schwerpunkt: #IFA18
Licht, Schärfe und noch mehr Gadgets - Die IFA in Berlin

Das Digitale Logbuch
IFA

Sternzeit 1. September 2018
Raumfahrtziel Merkur am Morgen

Am Mikrofon: Manfred Kloiber und Jan Rähm

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Darf Wasser Ware sein?
Andreas Kahlert, Sprecher der Fachgruppe Wasser bei ver.di, und Christoph Schalast, Professor für Wirtschafts- und Europarecht, im Gespräch.
Am Mikrofon: Jule Reimer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Die Zurückgelassenen - Hans Werner Henzes „Das Floß der Medusa“ bei der Ruhrtriennale

"Der schwarze Obelisk" - Intendant Lars-Ole Walburg inszeniert in Hannover nach Erich Maria Remarque

Sommerreihe "Erinnern und Vergessen": "Die Erbschaft der Gewalt" - Wie Kriegserfahrungen in späteren Generationen fortwirken - Der Buchautor Kurt Oesterle im Gespräch

Ärger mit der Stunde - Die Zeitumstellung steht zur Diskussion

Am Mikrofon: Karin Fischer

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Wertvolles Gut - Der Kampf um knappes Trinkwasser in Ostafrika

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

1. Fußball-Bundesliga, 2. Spieltag:
TSG Hoffenheim - SC Freiburg
Bayer 04 Leverkusen - Vfl Wolfsburg
Eintracht Frankfurt - SV Werder Bremen
FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach
1. FC Nürnberg - 1. FSV Mainz 05
VfB Stuttgart - FC Bayern München

WM2018 - Ein Rundgang durch Moskau nach der WM

2. Fußball-Bundesliga, 4. Spieltag:
Dynamo Dresden - Hamburger SV (13:00 Uhr)
Arminia Bielefeld - Jahn Regensburg (13:00 Uhr)
MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth (13:00 Uhr)

Fußball - WM-Qualifikation der Frauen: Island gegen Deutschland

Reiten - Recherchen des Spiegel zum Bundeschampionnat
Biathlon - Vor der Wahl des neuen IBU-Präsidenten: Interview mit Olle Dahlin

Formel 1 - Großer Preis von Italien in Monza
Tennis - US Open in New York

Am Mikrofon: Matthias Friebe

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Hörspiel des Monats
Meine Erinnerungen reißen mich in Stücke
Frei nach Motiven aus Mary Shelleys biografischen Notizen
Von Cristin König
Regie: der Autor
Komposition: Friederike Bernhardt
Mit Julika Jenkins, Patrick Güldenberg, Veronika Bachfischer, Trystan Pütter, Sebastian Schwarz, Steven Scharf, Max Urlacher
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 69’24‘‘

Hörspielmagazin 9/18
von Barbara Schäfer, Anna Fastabend, Eva Marburg, Raphael Smarzoch
Regie: Barbara Schäfer
Länge: 44'21''

Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
„Das Monster spricht. Schauspieler Steven Scharf verleiht ihm die schmeichelnde Stimme eines Liebhabers, der sich sicher ist, dass aller vorgetragener Widerstand gegen ihn nur pro forma geleistet wird. Weil die Bindung zu seiner Schöpferin ewig währt: „ich bin aus deiner Seele rausgesprungen,“ erinnert es Mary Shelley gleich im Prolog von Cristin Königs Hörspiel ‚Meine Erinnerungen reißen mich in Stücke‘. Und als sich die früh gealterte Shelley, gespielt von Julika Jenkins, ziert und der Ehre der Autorschaft widersetzen will, beharrt das Monster, aufdringlich, penetrant, unwiderstehlich: „deine Seele hast du mir eingehaucht“. Nein, aus dieser süßen Gefangenschaft wird es seine Schöpferin ebenso wenig entlassen, wie es ihr die Frage beantwortet, warum alle tot sind: ihr geliebter Percy, Lord Byron, John Polidori, die ganze Gesellschaft, aus deren Gesprächen in der Villa Coligny am Genfer See ‚Frankenstein‘ entstanden war, in jener Nacht im Sommer 1816 …

‚Meine Erinnerungen reißen mich in Stücke‘ ist Hörspiel des Monats Juni. Auf packende und zugleich hochliterarische Weise spürt Autorin König damit - in mokanter Umkehr einer trivialen biografistischen Herangehensweise - dem Einfluss des Werks aufs Leben der Autorin nach, und weckt deren Erinnerung mittels einer faszinierenden Montage aus Bonmots, Gewaltfantasien, Zitaten und Gedichtauszügen der teuren Toten, ganz wie Shelleys Romanheld sein Geschöpf aus Leichenteilen zusammenfügt. Durch realistische Geräusche (Flügelschlagen, Donner, Kaminknistern) entstehen Klanglandschaften, die sich, dank Friederike Bernhardts diskreter Kunst mal unterlegt, mal durchkreuzt von artifiziellen atmosphärischen Sounds, von Cellospiel und elektronisch bearbeiteten Gesängen in Gedächtnis- und Seelenräume verwandeln, durchweht von subtilem Grauen. Dieser Umgang mit literarisch-kulturellem Erbe und seiner Last musealisiert es nicht, sondern belebt es geradezu unheimlich und fesselt die Hörer.“

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Die wilde Energie des Körpers
Der Bremer Komponist Uwe Rasch
Von Hanno Ehrler

Wenn er ein Stück beginnt, entwirft der 1957 geborene Komponist Uwe Rasch zunächst ungewöhnliche Situationen für die Interpreten. Der Pianist spielt mit dem Kopf, die Schuhe des Schlagzeugers sind am Bühnenboden festgenagelt, oder eine Tänzerin wird an den Füßen aufgehängt. Die Handlungen, die dann folgen, erzeugen die eigenwilligen Klangwelten von Uwe Raschs Werken. Viele Stücke des in Bremen lebenden Komponisten sind in gewisser Weise musiktheatrale Projekte. Die Bühnensituationen, die Aktionen der Musiker und die Klänge stehen gleichwertig nebeneinander. Dabei interessiert sich der Komponist besonders für den Körper. Er ist der ästhetische Dreh- und Angelpunkt seiner Arbeit. Er habe etwas Unkontrollierbares, sagt Uwe Rasch, und er lasse sich nur bis zu einem gewissen Grad beherrschen. Wird diese Grenze überschritten, dann betreten wir neue und unerforschte Erfahrungsräume für das Sehen und das Hören.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

„Ich bin völlig erschöpft von meinem äußeren Leben ...“
Eine Lange Nacht über Franz Liszt
Von Barbara Giese
Regie: Beate Bartlewski

„Das moderne Weltkind. Der Dämon des äußeren Erfolges verwirrt ihn immer wieder“, so schrieb Richard Wagner über den 1811 im österreich-ungarischen Burgenland geborenen Franz Liszt. Eigentlich wollte er Geistlicher werden, aber der ehrgeizige Vater sah in dem schwächlichen Kind den Künstler und ließ ihn bei dem bekannten Klavierpädagogen Carl Czerny unterrichten, dessen Etüden den Klavierschülern bis heute bestens bekannt sind. Anschließend ging Liszt auf Konzerttourneen durch Europa, um Geld für die Familie zu verdienen. Nach dem Tod des Vaters und einer verbotenen ersten Liebe hatte Liszt viele Affären. Exzentrische, gebildete und oft auch hysterische Frauen faszinierten ihn. Nur mit zwei Partnerinnen hat er über einen längeren Zeitraum zusammengelebt. Mit der ersten Lebensgefährtin Marie d‘Agoult hatte Liszt drei Kinder. Seine Tochter Cosima heiratete gegen seinen Willen Richard Wagner. Überraschend beendete Liszt seine Virtuosenlaufbahn auf dem Höhepunkt seines Erfolges, um sich als Komponist und Kapellmeister an den Weimarer Hof zu verpflichten und sorgte zusammen mit seiner zweiten Lebensgefährtin, Fürstin Carolyne Sayn Wittgenstein, für das Silberne Zeitalter der Tonkunst. Bis an sein Lebensende 1886 reiste er scheinbar ruhelos zwischen Rom, Budapest und Weimar. Marie d‘Agoult erkannte schon früh: „Nie wird Frauenliebe ihm genügen, ihn zu trösten.“ Populäre Werke von ihm sind die ‚Ungarischen Rhapsodien‘ und der ‚Liebestraum‘. Die in die Moderne weisenden Kompositionen, die kunstvollen Lieder und die geistliche Musik hingegen sind nahezu unbekannt geblieben.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Zwei Gesichter - eine Großmutter und ihr Enkelkind (PhotoAlto / dpa)
DermatologieWenn die Haut altert
Sprechstunde 16.07.2019 | 10:10 Uhr

Wir werden älter und das lässt sich vor allem am Gesicht, aber auch an anderen Stellen unserer Körperhülle ablesen. Denn wie alle anderen Organe, so altert auch die Haut. Doch der Prozess lässt sich zumindest abbremsen.

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