Montag, 14.10.2019
 
Seit 00:05 Uhr Fazit

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 02.09.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Ich bin völlig erschöpft von meinem äußeren Leben ...“
Eine Lange Nacht über Franz Liszt
Von Barbara Giese
Regie: Beate Bartlewski

„Das moderne Weltkind. Der Dämon des äußeren Erfolges verwirrt ihn immer wieder“, so schrieb Richard Wagner über den 1811 im österreich-ungarischen Burgenland geborenen Franz Liszt. Eigentlich wollte er Geistlicher werden, aber der ehrgeizige Vater sah in dem schwächlichen Kind den Künstler und ließ ihn bei dem bekannten Klavierpädagogen Carl Czerny unterrichten, dessen Etüden den Klavierschülern bis heute bestens bekannt sind. Anschließend ging Liszt auf Konzerttourneen durch Europa, um Geld für die Familie zu verdienen. Nach dem Tod des Vaters und einer verbotenen ersten Liebe hatte Liszt viele Affären. Exzentrische, gebildete und oft auch hysterische Frauen faszinierten ihn. Nur mit zwei Partnerinnen hat er über einen längeren Zeitraum zusammengelebt. Mit der ersten Lebensgefährtin Marie d‘Agoult hatte Liszt drei Kinder. Seine Tochter Cosima heiratete gegen seinen Willen Richard Wagner. Überraschend beendete Liszt seine Virtuosenlaufbahn auf dem Höhepunkt seines Erfolges, um sich als Komponist und Kapellmeister an den Weimarer Hof zu verpflichten und sorgte zusammen mit seiner zweiten Lebensgefährtin, Fürstin Carolyne Sayn Wittgenstein, für das Silberne Zeitalter der Tonkunst. Bis an sein Lebensende 1886 reiste er scheinbar ruhelos zwischen Rom, Budapest und Weimar. Marie d‘Agoult erkannte schon früh: „Nie wird Frauenliebe ihm genügen, ihn zu trösten.“ Populäre Werke von ihm sind die ‚Ungarischen Rhapsodien‘ und der ‚Liebestraum‘. Die in die Moderne weisenden Kompositionen, die kunstvollen Lieder und die geistliche Musik hingegen sind nahezu unbekannt geblieben.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2017

Marin Marais
'Tempête' aus der Oper 'Alcione'

Michel-Richard Delalande
Divertissement 'Les Fontaines de Versailles' (Ausschnitt)

Georg Philipp Telemann
Suite D-Dur TWV 55:C3 'Hamburger Ebb' und Flut'

Georg Friedrich Händel
'Wassermusik'. Suite Nr. 3 G-Dur, HWV 350

Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Georg Kallweit

Aufnahme vom 10.6.2017 aus dem Ordenssaal, Residenzschloss Ludwigsburg

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Richard Strauss
'Aus Italien'. Sinfonische Fantasie für großes Orchester, op. 16
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Ariane Matiakh

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Wenn Maschinen töten

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Anonymus
'Credo in unum Deum' zu 4 Stimmen
Ensemble Gilles Binchois
Leitung: Dominique Vellard

Joao Lourenço Rebelo
'Laudate Dominum'. Vesper-Psalm zu 10 Stimmen
Huelgas Ensemble
Leitung: Paul van Nevel

Georg Friedrich Händel
Konzert für Orgel und Orchester Nr. 5 g-Moll, HWV 310
Lorenzo Ghielmi, Orgel
La Divina Armonia
Leitung: Lorenzo Ghielmi

Johann Sebastian Bach
'Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe'. Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis, BWV 25
Gerd Türk, Tenor
Yukari Nonoshita, Sopran
Chor des Bach Collegium Japan
Concerto Palatino
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Ärger mit der Stunde - Die Zeitumstellung steht zur Diskussion

Braucht Deutschland eine linke Sammlungsbewegung? Ein Interview mit dem Philosophen Lutz Wingert

Der NSU und das Staatsversagen. Ein Interview mit dem Publizisten Tanjev Schultz

Sachsen gegen rechts. Ein Interview mit dem Musiker Sebastian Krumbiegel

Denk ich an Deutschland: Das Schriftstellerpaar Iny Lorentz

Am Mikrofon: Birgid Becker

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Digitale Gefährten. Dürfen Roboter Menschen pflegen?
Von Andreas Beckmann und Regina Kusch
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 20 Jahren: Der Internationale Strafgerichtshof für Ruanda spricht erstmals einen Angeklagten des Völkermordes für schuldig

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Das Potenzial von Teeküche und Kantine
Die Philosophin und Sozialwissenschaftlerin Lisa Herzog im Gespräch mit Sibylle Salewski über eine politische Theorie des Wissens

Seit jeher beschäftigen sich Philosophen mit der Frage, wie wir zu Wissen gelangen, und Politikwissenschaftler versuchen zu ergründen, wie eine gerechte Gesellschaft aussehen könnte. Die Professorin für Politische Philosophie und Theorie Lisa Herzog verbindet beides miteinander. Der Zugang zu Wissen ist eine Frage der Gerechtigkeit. Um mitentscheiden zu können, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen, um an demokratischen Prozessen teilnehmen zu können, müssen wir wissen, was wahr ist und was nicht. Doch Wissen wird heute anders gewonnen und verbreitet, als noch vor wenigen Jahren: Jeder kann im Netz publizieren, Inhalte werden in Echtzeit weltweit verbreitet, durch Computeralgorithmen gewonnene Erkenntnisse führen nicht nur zu personalisierten Newsfeeds oder Film-Vorschlägen, sie werden auch zunehmend dafür eingesetzt zu entscheiden, wer kreditwürdig ist, welche medizinische Diagnose ein Arzt stellt oder wo verstärkte Polizeikontrollen stattfinden sollten.

Diese neuen Formen von Wissen zu gewinnen und zu verbreiten, zwingen uns dazu, das Verhältnis von Politik und Wahrheit neu zu denken. Im digitalen Zeitalter lässt sich Wissen auf ganz neue Arten verschleiern und manipulieren. Diese Prozesse haben bei den jüngsten Wellen des Populismus eine große Rolle gespielt, vom Brexit über den Aufstieg der AfD bis hin zur Wahl Donald Trumps. Lisa Herzog entwirft eine politische Theorie des Wissens, in der es um die Frage geht, wie Wahrheit und moralische Entscheidungsprozesse im Zeitalter der Digitalisierung zusammenspielen. Lisa Herzog ist Philosophin und Sozialwissenschaftlerin. Sie hat die Professur für Politische Philosophie und Theorie an der Hochschule für Politik München inne. In Kürze erscheint ihr Buch ,Reclaiming the System. Moral Responsibility, Divided Labor, and the Role of Organizations in Society’ bei Oxford University Press.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Kirche Heilig Geist in Berlin-Westend
Predigt: Pater Norbert Cuypers
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Alexander Gauland, Ko-Bundessprecher der AfD und Ko-Vorsitzender der AfD Bundestagsfraktion

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

In der "Deitscherei"
Zu Besuch bei den Pennsylvaniadeutschen

Europäische Gedanken unterm Tiroler Gipfelkreuz
Österreichisch-italienische Begegnung im Hochpustertal

Kult und Tradition
Warum der Panamahut aus Ecuador kommt

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Literaturwissenschaftlerin Sandra Richter im Gespräch mit Klaus Pilger

Eine „bestens vernetzte Geisteswissenschaftlerin“ wurde Sandra Richter von der Kulturstaatsministerin Monika Grütters genannt. Und zwar nachdem die Stuttgarter Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft zur neuen Leiterin des traditionsreichen Deutschen Literaturarchivs in Marbach gekürt worden war. Im Januar 2019 wird Sandra Richter ihre neue Tätigkeit antreten. Sandra Richter, Jahrgang 1973, war einst Deutschlands jüngste Lehrstuhlinhaberin. Neben Germanistik hat sie auch Politische Wissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte in Hamburg studiert. Sie habilitierte sich 2003 mit einer Arbeit über Poetik und Ästhetik von Novalis bis Rilke. Sandra Richter ist assoziiertes Mitglied im Think Tank 30 des Club of Rome. 2017 erschien ihre „Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur“. Darüber schrieb DIE ZEIT: „Dies ist nicht einfach nur eine Literaturgeschichte, sondern eine erhellende Analyse der Wechselbeziehung zwischen Globalisierung und literarischer Genese.“

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Roberto Bolaño: "Der Geist der Science-Fiction"
Aus dem Spanischen von Christian Hansen
(S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M.)
Ein Beitrag von Tobias Lehmkuhl

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Endstation Acker
Plastik auf dem Land
Von Tomma Schröder

Seit Jahren wird diskutiert, was die Plastik-Verschmutzung in den Ökosystemen der Meere anrichtet. Dabei sammelt sich das meiste Plastik auf dem Land. Allein durch das Ausbringen von Klärschlamm gelangen weltweit einige Hunderttausend Tonnen Mikroplastik in die Böden. Es steckt in unseren Äckern, in unserem Kompost, in Hühnermägen und im Kot der Regenwürmer. Was richtet es dort an? Und wie werden wir all das Plastik wieder los?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente
"Die Migrationsdebatte wird überproportional groß geredet" - Die Politologin und neue Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung, Esra Kücük, im Gespräch

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
In New York geschmäht, in der Schweiz geehrt - Balthus Retrospektive in der Fondation Beyeler in Basel

Sommerreihe "Erinnern und Vergessen"- Erinnern mit Stolz: Identitätsstiftung durch den "Mythos Dresden"
Der Kultursoziologe Karl-Siegbert Rehberg im Gespräch

"Datatopia" - Das projekt bauhaus und die Wiederbelebung der Werkstattstruktur

Am Mikrofon: Dina Netz

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Zu riskant oder unumgänglich? Geoengineering im Kampf gegen den Klimawandel

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

1. Fußball-Bundesliga, 2. Spieltag:
RB Leipzig - Fortuna Düsseldorf
FC Schalke 04 - Hertha BSC

2. Fußball-Bundesliga, 4. Spieltag:
SV Sandhausen - 1. FC Union Berlin
FC St. Pauli - 1. FC Köln
1. FC Heidenheim - SV Darmstadt 98

Hooligans - Neuauflage von HoGeSa in Chemnitz?

Leichtathletik - ISTAF Berlin: Letzter Auftritt von Robert Harting
Formel 1 - Großer Preis von Italien in Monza
Kommentar: Spitzensportreform - Transparenz? Fehlanzeige!
Doppelpässe - Warum der Handball so wenig Migranten anzieht
Fanszene in Serbien - Armee von bewaffneten Hooligans?

Am Mikrofon: Marina Schweizer

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Zimmerreisen
In 80 Klicks um die Welt
Von Manuel Gogos
Regie: Thomas Wolfertz
Produktion: DLF 2015

1794 machte der französische Autor Xavier de Maistre mit seinem Buch ,Reise um mein Zimmer’ als erster die Dielenritze zum Breitengrad. 1873 veröffentlicht Jules Verne den Roman ,In 80 Tagen um die Welt’ und auch Phileas Fogg, der Held der Geschichte, fährt erst im Ohrensessel seines Londoner Reformclubs mit seinem Finger den Globus ab, ehe er wirklich zu seiner berühmten Weltumrundung aufbricht. Heute ist der Clubsessel zur Cyberlounge geworden. Der telematische Mensch braucht das Zimmer nicht mehr zu verlassen, denn die Bilder reisen zu ihm: Digitale Kartendienste machen es möglich, virtuell auf der Route 66 unterwegs zu sein oder in den Steinkreis von Stonehenge zu treten. „So wird die Weltreise zum Couch-Vergnügen!”, wirbt etwa ein großer Internetkonzern. Doch gibt es eine wirkliche Erfahrung der Welt - ohne Er-Fahrung der Welt?

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Klavier-Festival Ruhr 2018

Ludwig van Beethoven
'Adelaide', op. 46 (Bearbeitung von Franz Liszt)

Samuil Feinberg
Sonate Nr. 3, op. 3

Claude Debussy
Préludes (Auswahl)

Marc-André Hamelin, Klavier

Aufnahme vom 4.7.2018 aus dem Anneliese Brost Musikforum Ruhr, Bochum

Am Mikrofon: Susann El Kassar

Es zieht ihn immer wieder zu Repertoire-Nischen, zu Kompositionen, die so virtuos und vertrackt sind, dass andere sich nicht daran wagen. Für Marc-André Hamelin liegt aber genau hier der Reiz. Wenn er dann Werke von Alkan, Godowsky oder Medtner wiederbelebt, staunen Publikum und Kritik regelmäßig darüber, dass es beim Kanadier Hamelin nicht nur beeindruckend virtuos klingt, sondern auch noch tiefgründig und durchdacht. Bei seinem Konzert beim Klavier-Festival Ruhr setzt Marc-André Hamelin die dritte Sonate des russischen Pianisten und Komponisten Samuil Feinberg in den Mittelpunkt. Ein aufwühlendes, in seiner Tonsprache komplexes Werk. Hamelin kombiniert Feinbergs Sonate mit Beethovens Lied ,Adelaide’, bearbeitet von Franz Liszt, und einigen Préludes von Claude Debussy.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

DFB-Analyse -
Niedrige Erwartungen noch unterboten

Gesprächsteilnehmer:
Nationalmannschaftsexperten Martina Knief, ARD-Reporterin und Peter Ahrens, Spielgel sowie
Michael Horeni, FAZ

Die Fragen stellt Matthias Friebe.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Polizisten mit Schutzhelmen sichern den Bereich am jüdischen Friedhof. Bei Schüssen sind zwei Menschen getötet worden. (Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa)
Terror von RechtsWas ist zu tun?
Kontrovers 14.10.2019 | 10:10 Uhr

Das Attentat von Halle zeigt einmal mehr: Rechtsextremer Terror ist längst Teil der deutschen Wirklichkeit. Offen ist nur, wie tief die Wurzeln dieser Bewegung reichen und ob es ein größeres Netzwerk gibt. Wo liegen die Ursachen für diesen Extremismus, auch für den Antisemitismus?

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