Seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Dienstag, 16.07.2019
 
Seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 16.09.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Die Seelen eines Migranten
Eine Lange Nacht mit dem Erzähler Michael Ondaatje
Von Dietrich Leube
Regie: Stefan Hilsbecher

Das Fragment, das Undefinierbare und das Mehrdeutige sind wesentliche Merkmale moderner Kunst. In der Literatur hat kaum jemand diese Zeichen der Zeit so klar gesehen wie Michael Ondaatje, der kanadische Schriftsteller holländisch-tamilisch-singhalesischer Abstammung. In seinen Prosawerken gibt es weder zusammenhängende Abläufe, noch klare Perspektiven. Erinnerungen sind lückenhaft. Bruchstücke von Schicksalen werden zu Collagen montiert, Exkurse über absonderliche Themen, Gedichte, Briefe, Aphorismen, Reportagen, dramatische filmartige Szenen eingeschoben. Manchmal verknüpfen sich diese Elemente zu einer Handlung, dann wieder bleiben sie der Spekulation des Lesers überlassen. Doch so zufällig, wie sich die Figuren der Geschichten zu begegnen scheinen, um dann aus dem Blickfeld des Lesers zu verschwinden, so überraschend können sie auch wieder auftauchen. Nicht von ungefähr sind viele Protagonisten Migranten wie der Autor selbst: die Krankenschwester oder der ungarische Spion in ,Der englische Patient', die heldenhaften Arbeiter im Roman ,In der Haut eines Löwen', die sich am Aufbau Torontos beteiligen, oder das Trio der Waisen in ,Divisadero'. „Ich habe eine große Schwäche für Promenadenmischungen“, hat Ondaatje einmal in einem Interview bekannt.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Mikis Theodorakis
Finale aus: Sinfonie Nr. 2 'Das Lied der Erde' für Chor, Klavier und Orchester

'Ödipus Tyrannos'. Ode für Streichorchester

Adagio aus: Sinfonie Nr. 3 für Mezzosopran, Chor und Orchester

Frances Pappas, Mezzosopran
Paulo Álvares, Klavier
Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf
Düsseldorfer Symphoniker
Leitung: Baldur Brönnimann

Aufnahme vom 24.5.2017 aus der Tonhalle Düsseldorf

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Gedankenverloren

Lieder von Sergej Rachmaninow, Ernst Krenek, Lori Laitman, Manfred Trojahn und Lili Boulanger

Katharina Konradi, Sopran
Andreas Lipp, Klarinette
Gerold Huber, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Alles andere als krisenfest - Das Finanzsystem 10 Jahre
nach der Lehman-Pleite

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Schelle
'Christus, der ist mein Leben'. Kantate für Soli, Chor, 4 Violinen, 4 Violen, Fagott und Basso continuo
Chor und Ensemble King's Consort
Leitung: Robert King

Johann Sebastian Bach
'Komm, du süße Todesstunde'. Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis für Alt, Tenor, Chor und Orchester, BWV 161
Matthew White, Alt
Hans Jörg Mammel, Tenor
Chor und Orchester Collegium Vocale Gent
Leitung: Philippe Herreweghe

Claude-Bénigne Balbastre
'Pièce sans titre' für Orgel D-Dur
Maxime Heintz, Orgel

Joseph Haydn
Missa brevis F-Dur, Hob XXII:1 für 2 Soprane, vierstimmigen gemischten Chor, Orgel und Orchester
Judith Nelson, Sopran
Emma Kirkby, Sopran
Christopher Hogwood, Orgel
Choir of Christ Church Cathedral
Academy of Ancient Music
Leitung: Simon Preston

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

140 Jahre Ausgrabung in Pergamon an der türkischen Ägäis

10 Jahre nach dem Lehman-Debakel - Droht ein neuer Crash? Ein Interview mit dem Wirtschaftshistoriker Adam Tooze

Migration und Sicherheit - Zum Migrationsgipfel der EU in Salzburg ein Interview mit dem Historiker Philipp Ther

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Verfassungsschutz - ein Auslaufmodell? Ein Interview mit dem Juristen Horst Meier

Denk ich an Deutschland: die Schauspielerin und Regisseurin Ina Weisse

Am Mikrofon: Petra Ensminger

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Was hält Menschen am Leben? The Ballad of Lucy Jordan
Von Pfarrer Stephan Krebs
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Der ungarisch-britische Filmproduzent und Regisseur Alexander Korda geboren

09:10 Uhr

Die neue Platte

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Luxus - eine verbrannte Perspektive?
Von Jean-Pierre Wils

Luxus ist ein Mehr an Dingen. Ursprünglich wies das über den Mangel im Naturzustand und über die bloße Befriedigung unserer Notdurft zu Überlebenszwecken hinaus. Luxus war das Signal, dass das Leben eine Entlastung von der Bedrückung durch die Kargheit geschafft hatte. So gesehen stellt Luxus einen Freiheitsgewinn dar, eine Erweiterung unserer Möglichkeiten.
Mittlerweile sind wir dabei, durch die Entgrenzung und Radikalisierung unserer Luxuswünsche die Naturbasis unserer Existenz zu liquidieren. Es schließt sich das Zukunftsfenster. Das Mehr an Dingen wird zu einem Weniger an Möglichkeiten. Liberal-demokratische Gesellschaften kennen allerdings - historisch betrachtet - keinen Kontext des Weniger an Möglichkeiten. Wenn wir weiter im Luxus der Möglichkeiten leben wollen, werden wir vermutlich ein Weniger an Dingen realisieren müssen. Wir wissen bisher kaum, ob demokratische Gesellschaften das hohe Stressniveau werden bewältigen können, das eine solche Transformation vermutlich verursachen wird. Jean-Pierre Wils fragt in seinem Essay nach einem „Luxus des Weniger an Dingen“ als Kehrseite eines „Luxus an Möglichkeiten“.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Pfarrkirche St. Jakobus in Germersheim
Predigt: Dekan Jörg Rubeck
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Rätselhafte Linien
Die alten Nasca und Paracas-Zivilisationen im Süden Perus

Immer am Wasser entlang
Mit dem Rad von Berlin nach Magdeburg

Romantische Seite Frankfurts
Ein Brentano-Hörspaziergang

Versunkenes Prickelwasser
Spumante-Herstellung im italienischen Trentino

Bis zum Hals im schwarzen Brei
Moorkur in Bad Zwischenahn

Am Mikrofon: Christoph Schäfer

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Literaturkritiker Volker Weidermann im Gespräch mit Joachim Scholl

"Träumer im Quartett“ - Von den bayrischen Dichtern, die 1918 kurz politische Macht genossen, schreibt er in seinem neuen Buch "Träumer“, er selbst ist das TV-Gesicht im "Literarischen Quartett“: bei dem Literaturkritiker Volker Weidermann blättert man auf vielen Seiten.
Geboren 1969 in Darmstadt, hat Volker Weidermann Politikwissenschaft und Germanistik studiert, um anschließend eine journalistische Blitzkarriere hinzulegen: Vom Redakteur der "taz“ bis zum Feuilleton-Chef der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ waren es nur wenige Jahre, seit 2015 arbeitet der Kritiker beim "Spiegel“ und moderiert im ZDF die Neuauflage des "Literarischen Quartetts“. Als Buchautor genießt Volker Weidermann Bestseller-Status, mit dem Band "Ostende“ über die Freundschaft von Joseph Roth und Stefan Zweig, einer Max Frisch-Biographie oder seiner "Kurzen Geschichte der deutschen Literatur“.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Alpiner Rock-Minimalismus
Das italienisch-schweizerische Duo Me + Marie
Von Anja Buchmann

Me + Marie, das sind Maria de Val und Roland Scandella. Sie kommt aus Südtirol, er aus der Ostschweiz. Sie spricht Ladinisch, er Rätoromanisch - in ihren Songs singen sie meist Englisch, sie spielt Schlagzeug, er Gitarre. Früher war Maria in leisen Ensembles unterwegs und Roland eher in lauten - aber sie haben beide voneinander gelernt, seit ihrem gemeinsam en Debüt ,One eyed love’ und dem jüngst veröffentlichten Nachfolger ,Double Purpose’: handgemachte Musik zwischen Grunge, Pop und Folkrock mit dreckigen Gitarrensoli und knackigen Grooves.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Michael Kleeberg: "Der Idiot des 21. Jahrhunderts. Ein Divan"
(Galiani Verlag, Berlin)
Ein Beitrag von Maike Albath

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Mobility as a Service
Wie wir künftig von A nach B kommen
Von Piotr Heller

Wer in Helsinki vom Flughafen in die Stadt will, muss keine Fahrpläne checken, keine Tarifzonen beachten, keine Taxis suchen und keine Tickets kaufen. Es reicht, das Ziel in eine App einzugeben. Sie findet die beste Route durch die Stadt und bucht alle Fahrten. Dieses Konzept heißt „Mobility as a Service“ - Mobilität als Dienstleistung. Es soll das Reisen nicht nur bequemer machen, sondern irgendwann den persönlichen Pkw abschaffen und Städte so verändern, dass wir sie nicht mehr wiedererkennen. So sehen es zumindest die Visionäre. Einer von ihnen ist Sampo Hietanen. Auf einer Reise durch Helsinkis Nahverkehrsnetz erzählt er, wie er Städte vor einem Verkehrskollaps retten will, warum ihm Finnlands Gesetze in die Hände spielen und was das alles mit der ehemals blühenden Mobilfunkindustrie im Land zu tun hat.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Welt ohne Außen - Der Medienwissenschaftler Benjamin Beil über Immersion und virtuelle Realität im Gespräch mit Raphael Smarzoch

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Die Parallelwelt" - Eine Simultan-Premiere in Dortmund und Berlin

Was kommt nach dem Nationalstaat? Ein Kongress über Europa zum Abschluss des Berliner Literaturfestivals

Dis-Othering - Ein Symposion in Berlin fragt nach Zugehörigkeiten und Machtverhältnissen

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Zwischen Integration und Abschiebung - Roma und Sinti in Deutschland

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Der Trip nach Asnidhi
Zum 50-jährigen Jubiläum der Internationalen Essener Songtage
Von Joachim Palutzki
Regie: Susanne Krings
Produktion: Dlf 2018

,Let´s take a trip to Asnidhi’ hieß das Motto für die spektakuläre Abschlussveranstaltung der Internationalen Songtage, die vom 25. bis zum 29. September 1968 in Essen stattfanden. Asnidhi: So lautet zur Zeit ihrer Gründung im neunten Jahrhundert der Name der Stadt Essen.
Mit über 200 teilnehmenden Künstlern aus zehn Ländern waren die Songtage ein kulturelles Großereignis von europäischer Bedeutung. Die richtungsweisenden Auftritte von Bands wie Amon Düül, Guru Guru, Tangerine Dream oder auch Frank Zappas The Mothers of Invention stießen jedoch in der bürgerlichen Nachkriegsgesellschaft auf Unverständnis und die zeitgenössische Presse kritisierte das Festival als ein Chaos aus Lärm, Sex und Drogen. Der Trip nach Asnidhi war tatsächlich aber die Geburtsstunde einer eigenständigen deutschen Rockmusik und Quelle der Inspiration für viele nachfolgende Musiker.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Schwetzinger Festspiele 2018

Transkriptionen von Franz Liszt
Sechs polnische Lieder von Frédéric Chopin S 480
Frühlingsnacht S 568 und Liebeslied (Widmung) von Robert Schumann S 566
Feierlicher Marsch zum heiligen Gral, aus Richard Wagners 'Parsifal' S 450
Isoldens Liebestod, aus Richard Wagners 'Tristan und Isolde' S 447

12 Etudes d’exécution transcendante S 139

Bertrand Chamayou, Klavier

Aufnahme vom 30.4.2018, aus dem Mozartsaal, Schwetzingen

Am Mikrofon: Susann El Kassar

In Liszts Oeuvre nehmen die Transkriptionen und Paraphrasen für Klavier einen großen Raum ein. Liszt überträgt die Werke dabei nicht unbedingt nur eins zu eins auf sein Instrument, sondern er verwandelt sie in virtuose Klanggemälde, in manchen Fällen versehen mit eigenen Deutungen. Bertrand Chamayou hat für sein Konzert bei den Schwetzinger Festspielen Transkriptionen von Werken verschiedener Komponisten zusammengestellt: Die Stücke basieren auf Werken von Richard Wagner, Robert Schumann und Frédéric Chopin.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Neuanfang im Biathlon
"Es muss für Transparenz gesorgt werden"

Mit den Biathleten Arnd Peiffer und Erik Lesser im Gespräch mit Matthias Friebe.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Zwei Gesichter - eine Großmutter und ihr Enkelkind (PhotoAlto / dpa)
DermatologieWenn die Haut altert
Sprechstunde 16.07.2019 | 10:10 Uhr

Wir werden älter und das lässt sich vor allem am Gesicht, aber auch an anderen Stellen unserer Körperhülle ablesen. Denn wie alle anderen Organe, so altert auch die Haut. Doch der Prozess lässt sich zumindest abbremsen.

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