Mittwoch, 25.11.2020
 
Seit 21:05 Uhr Querköpfe

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 03.05.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland
Eine Lange Nacht über Anarchismus
Von Rolf Cantzen
Regie: Philippe Brühl

Anarchisten sitzen zwischen allen politischen Stühlen: Sie glauben nicht daran, dass eine Gesellschaft der Freien und Gleichen entstehen kann, wenn die kapitalistische Industriegesellschaft mit ihrer Konkurrenzwirtschaft staatlich reguliert wird. Sie plädieren für Dezentralisierung und Föderalismus, für eine Versöhnung mit der Natur, für Solidarität ohne Zwang, für umfassende individuelle Freiheit, für Gewaltlosigkeit. Die repräsentative Demokratie ist ihnen nicht genug und der zentralistische Nationalstaat ein Greul. Den Bürgerlichen sind sie zu herrschaftskritisch. Den Staatssozialisten hingegen sind die Anarchisten zu staats- und hierarchiekritisch, zu individualistisch, zu liberal, zu sehr darauf bedacht, Vielfalt zuzulassen. Bekannte Anarchisten sind - neben den „Klassikern“ Bakunin und Kropotkin - Landauer, Tolstoi und Gandhi. Die Wege zum Ziel sind vielfältig. Nur darf die angestrebte herrschaftsfreie Gesellschaft nicht erzwungen werden. Anarchisten gründen basisdemokratische Gewerkschaften, Schulen ohne Druck und Zwang, dezentrale Widerstandsbewegungen. Sie versuchen, herrschaftsfrei zu kommunizieren. In der politischen Praxis haben sich ihre Ideen nicht durchsetzen können. In dieser „Langen Nacht" werden sie kritisch reflektiert und neu gedacht.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Bohuslav Martinů
Sinfonie Nr. 3

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Sir Roger Norrington

Aufnahme vom 3.11.2019 aus der Philharmonie Berlin

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Julius Röntgen
Sonate für Violine und Klavier F-Dur

Schwedische Weisen und Tänze

Christoph Schickedanz, Vioilne
Ernst Breidenbach, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Dietrich Buxtehude
'Jubilate Domino'. Kantate für Alt, Viola da gamba und Basso continuo, BuxWV 64
Rodrigo Del Pozo, Altus
ensemble baroque de limoges
Leitung: Christophe Coin

Jan Pieterszoon Sweelinck
Toccata für Orgel d-Moll
Reinhard Jaud, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Ihr werdet weinen und heulen'. Kantate zu Jubilate für Soli, Chor und Orchester, BWV 103
Stefanie Irányi, Alt
Andreas Weller, Tenor
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

Franz Liszt
Variationen über den Basso continuo der Kantate 'Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen'
Marie-Claire Alain, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Zwischen Heute und Morgen. Die Sternkirche in Potsdam
Von Hans-Dieter Rutsch
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 75 Jahren: Britische Bomber versenken die "Cap Arcona"

09:10 Uhr

Der Vormittag

09:10 Die neue Platte 

Sinfonische Musik

09:30 Essay und Diskurs 

Die Erfindung des Geldes
Von John Lanchester
Aus dem Englischen von Nadja Sadeghin
(Wdh. v. 10.11.2019)

„The Invention of Money": In seinem Essay über die Geschichte des Finanzwesens blickt John Lanchester auf Erfindungen zurück, die die Wirtschaft bis heute prägen, und dokumentiert die fortwährende Suche der Menschen nach neuen Formen von Geld. Was genau ist eigentlich Geld, wie definiert sich sein Wert und wer garantiert diesen? In Krisenzeiten wird hinterfragt, was sonst als selbstverständlich scheint in Hinblick auf die Existenz von Zahlungsmitteln und die Rolle der Banken im Wirtschaftsgeschehen. Dabei sind die „Instrumente des Handels und der Finanzen Erfindungen, Produkte der menschlichen Vorstellungskraft", die stark vom Vertrauen in sie abhängig sind, so John Lanchester in seinem Essay über die "Erfindung des Geldes". Diese faszinierende Zeitreise durch die Evolution des Finanzsystems schlägt einen Bogen von Marco Polos Berichten zur Einführung des Papiergeldes unter Kublai Khan im 13. Jahrhundert, über König Wilhelm III. und die Geburtsstunde der Bank of England bis hin zur Etablierung von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Facebooks Libra. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf zwei prominenten Protagonisten der Geschichte des Geldes. Da ist zum einen der viktorianische Bankier und Finanztheoretiker Walter Bagehot, der die Idee der Zentralbank vorantrieb und großen Einfluss auf die englische Politik hatte. Und zum anderen der schottische Nationalökonom John Law, der - um die französische Krone vor dem Bankrott zu bewahren - für Ludwig XIV. ein Finanzsystem errichtete, das dem heutigen gar nicht so unähnlich ist und der als reichster Unternehmer seiner Zeit galt, bevor das Glück ihn wieder verließ. Der britische Schriftsteller und Journalist John Lanchester wurde 1962 in Hamburg geboren und wuchs in Ostasien auf, bevor er in England zunächst als Redakteur (Penguin Books, später London Review of Books) arbeitete; 1996 erschien sein erster Roman „The Debt to Pleasure", der zahlreiche Auszeichnungen erhielt. In seinen späteren Werken wandte er sich verstärkt dem Thema Finanzen und den Ursachen und Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise zu. Der Essay „The Invention of Money" erschien im August 2019 erstmals im New Yorker.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Pfarrkirche St. Joseph Ostenland in Delbrück
Zelebrant: Vikar Lukas Hellekes
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Der Vormittag

11:05 Sonntagsspaziergang 

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Blühendes Taiwan
Unter Kirschbäumen in Taipehs Yangmingshan-Nationalpark

Deutsch-Polnisches Treffen bei Fürst Pückler
Im Landschaftspark von Bad Muskau

Afternoon Tea On The Road
Mit dem Doppeldeckerbus durch Dublin

400 km über dem Polarkreis
Mit dem Frachtschiff  zur Mai-Skiwanderung an norwegischen Küsten

Hörerreise:
Per Rad von Dresden nach Varna

Philosophie beim Gehen
Einsamer Spaziergang im Hamburger Haynspark

Tüpisches Geräusch
Die Trockenseifenspender der Bundesbahnen

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

12:10 Sonntagsspaziergang 

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:30 Uhr

Der Mittag

13:00 Nachrichten 

13:05 Interview der Woche 

Michael Müller, SPD, Regierender Bürgermeister von Berlin

13:30 Uhr

Der Kultur-Nachmittag

13:30 Zwischentöne 

Musik und Fragen zur Person
Die Kuratorin Stephanie Rosenthal im Gespräch mit Marietta Schwarz

Sie hat eine steile internationale Karriere als Kuratorin hingelegt und ist seit 2018 Direktorin des Martin-Gropius-Bau in Berlin. Diesem Ort drückt Stephanie Rosenthal gerade ihren eigenen Stempel auf - kürzlich sorgte eine Kooperation mit der südkoreanischen K-Pop-Band BTS für Schlagzeilen und aufregende Performance-Erlebnisse. "Ohne solche Kooperationen könnten wir das als Institution niemals finanzieren."
Stephanie Rosenthal wurde 1971 in München geboren, studierte dort Kunstgeschichte, promovierte in Köln. Dann ging es nach London, es folgte der Posten als künstlerische Leiterin der Sydney-Biennale, 2019 war sie Juryvorsitzende der Kunstbiennale in Venedig. Die künstlerische Performance interessiert sie vor allem und der fließende Übergang aller Sparten. Am Haus der Kunst in München machte sie durch Ausstellungen zu Alan Kaprow, Paul McCarthy und Christoph Schlingensief von sich reden. Wo geht die Reise im Kunstbetrieb hin und wie richtet man eine moderne Kunstinstitution richtig aus? 

14:00 Nachrichten 

14:05 Zwischentöne 

15:00 Nachrichten 

15:05 Rock et cetera 

Das Magazin - Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Nachrichten 

16:10 Büchermarkt 

Buch der Woche

Hilary Mantel: „Spiegel und Licht“
Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence
(DuMont Verlag, Köln)
Ein Beitrag von Julia Schröder

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Forschung aktuell 

Wissenschaft im Brennpunkt

17:00 Nachrichten 

17:05 Kultur heute 

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Der Abend

18:40 Hintergrund 

Verwaltung im Corona - Modus:  Wie Hamburg mit der aktuellen Krise umgeht.

19:00 Nachrichten 

19:05 Deutschlandfunk - Alles von Relevanz 

Kommentar 19:05 - 19:10 Uhr

Debatte um Abzug der US-Atomwaffen in Deutschland
von Marcus Pindur

Sport am Sonntag 19:10 - 20:00 Uhr

Fußball - Drei Corona-Fälle beim 1. FC Köln

Fußball - Die Corona-Tests in der Bundesliga

Serie: „Motiviert bleiben - Wie Sportvereine mit der Coronakrise umgehen“
Die digitalen Zugvögel - Der BRC Zugvogel 1901, Traditionsverein der Berliner Radsportszene

Breitensport - Die Situation der Fitnessstudios. Interview mit Birgit Schwarze, Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes
der deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen

Leichtathletik - Wie gehts weiter mit Blick auf Tokio? Interview mit Speerwerfer Thomas Röhler

Radsport - Ineos in der Corona-Zeit als good guy der Branche?

Volleyball - Rettungsschirm statt Liga-Aus Interview mit Andreas Bahlburg, Vorstandssprecher Volleyball-Bundesliga

Formel 1 - Saisonstart im Juli ohne Zuschauer Interview mit MotorsportexperteChristian Danner

Am Mikrofon: Matthias Friebe

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Der Kultur-Abend

20:05 Freistil 

Linkshänder sein
Vom Leben andersherum
Von Jan Decker
Regie: Thomas Wolfertz
Produktion: Dlf 2015

Der Autor Jan Decker ist Linkshänder - genauso wie zehn bis 15 Prozent der deutschen Bevölkerung. Linkshänder sein heißt, in der Minderheit sein, denn wir leben in einer Rechtshändergesellschaft. In Deutschland wurden Kinder noch bis in die 1990er-Jahre auf die rechte Hand umgeschult. Und auch heutzutage sind spezielle Linkshänderprodukte noch sehr teuer, da sie nur in geringer Stückzahl hergestellt werden. Die Zahl der Irrtümer über Linkshänder ist dagegen sehr groß. Denn hinsichtlich Krankheiten oder Kriminalität sind sie keineswegs gefährdeter und eine besondere Begabung lassen sie - im Vergleich zu Rechtshändern - lediglich bei der Raumorientierung erkennen.
Um diesen Irrtümern entgegenzutreten, gründete der Amerikaner Dean R. Campbell 1975 den ,Left Handers Club', der sich aktuell hochrangiger Politiker wie Barack Obama und David Cameron in seinen Reihen rühmt.

21:00 Nachrichten 

21:05 Konzertdokument der Woche 

Tage Alter Musik Regensburg 2019

Josquin Desprez, Johann Walter, Michael Praetorius u.a.
Lateinische Motetten und Vertonungen von Lutherchorälen
Ensembles Utopia und InAlto

Dietrich Buxtehude
Membra Jesu Nostri, BuxWV 75
La Risonanza
Leitung: Fabio Bonizzoni

Matthew Locke, Henry Purcell u.a.
Arien und Tanzsätze aus Bühnenwerken der Restaurationszeit
Rachel Redmond, Sopran
Le Caravansérail
Leitung: Bertrand Cuiller

Aufnahmen vom 8. und 10.6.2019 aus der Schottenkirche, der Basilika St. Emmeram und dem Reichssaal in Regensburg

Am Mikrofon: Rainer Baumgärtner

Jedes Jahr am Pfingstwochenende wird das pittoreske Regensburg zum deutschen Mekka der Alten Musik. Innerhalb von gut drei Tagen können die zahlreichen Besucher der Tage Alter Musik mehr als ein Dutzend Konzerte besuchen und sich dabei auf den neuesten Stand der historisch informierten Aufführungspraxis bringen. Die Veranstalter versuchen, bei den eingeladenen Musikern hohe Qualität und interessante Interpretationsansätze zu gewährleisten. Zum vergangenen Festival reisten Ensembles aus zehn verschiedenen Ländern an. Das Vokalquintett Utopia und das Bläserensemble InAlto aus Belgien stellten kunstvolle Vertonungen von Lutherchorälen aus dem 16. Jahrhundert einigen Werken des von Luther hoch geschätzten Flamen Josquin Desprez gegenüber. La Risonanza aus Italien präsentierte Dietrich Buxtehudes meisterhafte musikalische Meditation über die Körperteile Jesu Christi, „Membra Jesu Nostri“. Und in starkem Kontrast zu diesen geistlichen Werken erklang die vor Lebensfreude strotzende Theatermusik der englischen Restaurationszeit mit dem französischen Ensemble Le Caravansérail.

22:00 Nachrichten 

22:05 Konzertdokument der Woche 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

Sportgespräch 23:30 Uhr

Die Debatte um den Bundesliga-Neustart in Corona-Zeiten

mit Claudia Neumann, ZDF-Sportreporterin, Martina Knief, ARD-Sportreporterin
und Stefan Klüttermann, Leiter der Sportredaktion bei der Rheinischen Post

Die Fragen stellt Matthias Friebe

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Aktuelle Themen

Ein Screenshot von einem Trump-Tweet mit Warnhinweis versehen (imago images / ZUMA Wire)

US-Wahl und danach Strategien im Kampf gegen Desinformation in den sozialen Medien

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