Donnerstag, 02.04.2020
 
Seit 11:35 Uhr Der Vormittag

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 04.01.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Science Fiction
Geschichte einer Entdeckung
Von Isaac Asimov
Bearbeitung: Reinhard Schober
Regie: Hans Peter Klausnitzer
Mit Siegfried Nürnberger, Hans Peter Thielen, Franz Kutschera, Günther Strack, Friedhelm Becker, Kurt Dommisch, Peter Lieck, Marlene Achtermann u.a.
Produktion: SDR 1968
Länge: 46'33

Seit 25 Jahren sind die Menschen im Krieg gegen eine Zivilisation aus dem Sonnensystem Deneb. Die Gegner sind sich ebenbürtig, wodurch sich eine andauernde Patt-Situation ergibt. Verhandlungen werden kategorisch abgelehnt, also werden die kämpferischen Auseinandersetzungen draußen im All so lange andauern, bis eine oder beide Seiten vernichtet sind.
Mittlerweile verbraucht die Menschheit über ein Drittel aller Energieeinheiten für die Kriegsführung, sodass zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Zivilisation im Sonnensystem kaum noch genug übrig bleiben. Wenn das Wettrüsten anhält, wird der Lebensstandard unweigerlich sinken. Mit den Wahlen vor Augen, kann der Präsident so etwas nicht gebrauchen. In Geheimkonferenzen berät er sich mit dem General des Oberkommandos, dem Sicherheitschef und dem Chefprogrammierer über eine neue Militärstrategie. Gegen den Einsatz von positronengehirn-gesteuerten Kampfmaschinen spricht, dass die Deneber wahrscheinlich über identische Waffen verfügen. Es fehlt das Zufalls- und Überraschungsmoment. Der Hilfsprogrammierer Daub wartet mit der Lösung auf: Der Mensch muss wieder selbst rechnen lernen.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson

Liederbestenliste: die Platzierungen im Januar
Global Sound: neue internationale Singer/Songwriter-Alben
Original im Ohr: ungewöhnliche Coverversionen
On Tour: Konzerttipps

Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Deutschlands absurde Energiepolitik: Das Atomkraftwerk Philippsburg ist vom Netz

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Heiner Redeker, Fröndenberg
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Nach Tod Soleimanis - Interview mit Tim Guldimann, ehem. Schweizer Botschafter in Iran

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

2020 - Die SPD, die Groko und die Entwicklung um Soleimani - Interview mit Saskia Esken, SPD-Parteichefin

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Feuer in Australien - Ähnliches bald auch in Europa? - Interview mit Stefan Rahmstorf, Potsdam-Institut

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Peter Sawicki

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 70 Jahren: Ben Gurion erklärt Jerusalem zur israelischen Hauptstadt

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Gute Vorsätze: Was wir uns für das neue Jahr vornehmen

Am Mikrofon: Sabine Demmer

(Wdh. v. 13.1.2018)

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Jazz-Schlagzeuger Lucas Niggli

„Ich habe manchmal darunter gelitten, dass ich zu begeisterungsfähig bin“, sagt Lucas Niggli. Er legt in seinem künstlerischen Schaffen großen Wert auf Offenheit und Freiheit und bezeichnet sich als Kind des Mottos ‚Anything goes‘. Der Schlagzeuger bewegt sich zwischen Unabhängigkeit und Teamgeist und verbindet spielerisch Weltmusik mit Jazz, Klassik und Neuer Musik. Afrikanische Klänge begleiteten ihn seit frühester Kindheit. Er wurde 1968 in Kamerun geboren und hat dort seine ersten Lebensjahre verbracht. Seine Eltern waren in der Entwicklungshilfe tätig. Später zogen sie mit ihrem Sohn in die Schweiz, wo der Junge schon früh seine Lust an musikalischer Vielseitigkeit zeigte: als Mitglied in der Schulbigband, im Schulchor und im Schweizer Jugend-Sinfonieorchester. Der Schlagzeuger der Beatles, Ringo Starr, wurde sein Idol. Lucas Niggli begeisterte sich aber auch für den Schweizer Musiker Pierre Favre, der später sein Lehrmeister gewesen ist. Seine beiden eigenen Formationen Steamboat Switzerland und Zoom stellen weitere Kapitel seiner variationsreichen Kunst dar. ,Klassik-Pop-et cetera’ zu moderieren, ist für ihn wie das Blättern im eigenen Fotoalbum mit passendem Soundtrack dazu.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Nicht nur Hinterland - Slawonien in Kroatien
Mit Reportagen von Gritt Eggerichs
Produktion: Dlf 2019

„Was hat Sie in diese katastrophale Gegend dieses katastrophalen Landes verschlagen?“, diese Frage wurde unserer Autorin auf ihrer Recherchereise durch Slawonien am häufigsten gestellt. Slawonien, das ist der Teil Kroatiens, der nicht im Westen des Landes an der touristisch erschlossenen Adria-Küste liegt, sondern weit im Osten, wo die Menschen noch immer die Folgen des Jugoslawien-Kriegs spüren. Wo die Textil- und Schuhfabriken schließen und die jungen Leute wegziehen. Diejenigen aber, die bleiben, sind erfinderisch geworden: Mit Hanftee, nicht nur in Bioqualität, sondern auch halal, versuchen sich slawonische Bauern den europäischen Markt zu erschließen. Und kroatische und serbische Schüler sind fest entschlossen, mit den ethnischen Feindbildern aus der Zeit des Kriegs aufzuräumen.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Trauerfeierlichkeiten für die Opfer des US-Angriffs im Irak haben begonnen

Iran kündigt juristische Schritte und Vergeltung nach Tötung Soleimanis an

Nach Aussetzung der Irak-Mission - Diskussion um Bundeswehr-Mandate

Zur Aussetzung der Bundeswehr-Ausbildungsmission im Irak - Interview mit Tobias Lindner, Obmann und Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Verteidigungsausschuss

Österreich - Grünen-Bundeskongress entscheidet über Koalition mit ÖVP

Katalonien - Separatisten protestieren gegen Absetzung des Regionalpräsidenten

Ab 1. Januar: Keine Öllieferungen Moskaus an Weißrussland

Buschfeuer in Australien - Der schlimmste Tag in New South Wales

Bolivien - Termin für Neuwahlen nach dem Abgang von Morales festgelegt

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Christiane Kaess

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Gefährliche Eskalationsspirale: USA und Iran nach dem Tod von General Soleimani

Österreichs neue Regierung: Die große Reinwaschung für Sebastian Kurz

Deutschlands absurde Energiepolitik: Das Atomkraftwerk Philippsburg ist vom Netz

Feuer in Australien: Brandbeschleuniger für die Regierung

Am Mikrophon: Ann-Kathrin Jeske

13:30 Uhr

Eine Welt

Wettlauf um Libyen - Türkei greift ein

Eskalationsgefahr im Nahen Osten - Israel in Alarmbereitschaft

Klima und Kohle - Buschbrände verändern Stimmung in Australien

Burkina Faso - Geisel des Terrors

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Bildungsföderalismus
Brauchen wir ein Ende der Bildungs-Kleinstaaterei?

,Campus & Karriere' fragt:
Brauchen wir mehr oder weniger Föderalismus in der Bildungspolitik? Ist eine grundsätzliche Reform wie etwa von der FDP gefordert nötig? Welche Rolle kann der „wissenschaftliche Beirat“ spielen, den die Länder nun planen? Warum fällt es den Ländern so schwer, sich verbindlich auf einheitliche Standards - etwa beim Abitur - zu einigen?

Gesprächsgäste:
Bettina Martin, Kultusministerin in Mecklenburg-Vorpommern, SPD
Michael Piazolo, Kultusminister in Bayern, FW
Robert Rauh, Lehrer und Föderalismus-Kritiker
Jens Brandburg, Sprecher für Studium und berufliche Bildung der FDP-Fraktion
Am Mikrofon: Manfred Götzke

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Bildungschancen hängen in Deutschland nicht nur stark von der sozialen Herkunft ab, sondern auch vom Bundesland: 16 unterschiedliche Bildungssysteme, dutzende Schulformen, kaum vergleichbare Prüfungen und Abschlüsse. Ein Nationaler Bildungsrat sollte etwas mehr Vergleichbarkeit schaffen, doch der ist gescheitert. Braucht Deutschland also eine grundsätzliche Reform des Bildungsföderalismus? Mit mehr Einfluss von Bund, Gesellschaft und Wissenschaft sollte ein Nationaler Bildungsrat für gleichwertigere Bildungsverhältnisse in Deutschland sorgen - so hat es die GroKo noch 2018 beschlossen. Doch bevor das Gremium überhaupt gegründet wurde, sind Bayern und Baden-Württemberg Ende des Jahres ausgestiegen. Zwar wollen die Kultusminister nun eine Art Bildungsrat light gründen, doch Kritiker befürchten, dass der wohl kaum etwas bewirken dürfte. Unter andrem die FDP fordert deshalb eine grundsätzliche Reform des Bildungsföderalismus. Dass sich etwas in der deutschen Schulpolitik ändern muss, hat zuletzt das mäßige Abschneiden der deutschen Schüler beim Pisa-Test gezeigt.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Geniale Musik nebst schwieriger Persönlichkeit: Die Doku ,Miles Davis: Birth of the Cool'
Kaum ein Musiker hat den Jazz über vier Dekaden so geprägt wie Miles Davis. Doch gleichzeitig war das Leben des afroamerikanischen Trompeters geprägt von Rassismus-Erfahrungen, Drogenexzessen, Abstürzen, Comebacks. Das beschreibt Stanley Nelson in seiner filmischen Biografie

„Power und Drama und Schönheit“: Corsogespräch mit der Musikerin Kat Frankie
„Es ist die Original Music“, sagt die australische Musikerin Kat Frankie über ihre aktuelle A-cappella-Gruppe mit sieben weiteren Sängerinnen. Bodies heißt das Projekt, das sich in vielerlei Sinn mit dem Thema Körperlichkeit auseinandersetzt: „Körper werden politisch diskutiert“, sagte Frankie im Dlf.

„Alles gehört den Rothschilds“: Die drei beliebtesten Verschwörungstheorien im Deutschrap
Nicht nur Internetforen sind voll davon, Verschwörungstheorien haben auch im Deutschrap Konjunktur. Rapper verarbeiten sie immer wieder in ihren Songs. Ein ambivalentes Spiel mit Falschinformationen zwischen Unterhaltung und gefährlicher Provokation

Am Mikrofon: Anja Buchmann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

DIE BESTEN 7
Das Ergebnis der Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Januar Vorgestellt von Thomas Linden

David Böhm: „A wie Antarktis. Ansichten vom anderen Ende der Welt“
Aus dem Tschechischen von Lena Dorn
(Karl Rauch Verlag, Düsseldorf)

Ingolf Kern und Zsuzsanna Ilijin (Ill.): „Mit dem Bauhaus um die Welt. Folge den Spuren berühmter Bauhäusler“
(Verlagshaus Seemann Henschel, Leipzig)                                                              

Monika Osberghaus und Horst Klein (Ill.): „Alle behindert! 25 spannende und bekannte Beeinträchtigungen in Wort und Bild“
(Klett Kinderbuch Verlag, Leipzig)

Meg Rosoff und Anke Faust (Ill.): „Glück für alle Felle“
Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit
(Fischer Verlag, Frankfurt/M.)

Simon van der Geest und Almud Kunert (Vignetten): „Das Abrakadabra der Fische“
Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler
(Thienemann Verlag, Stuttgart)

Gregor Wolf und Cornelia Haas (Ill): „Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch“
(Ueberreuter Verlag, Berlin)

Sarah Crossan: „Wer ist Edward Moon?“
Aus dem Englischen von Cordula Setsman
(Mixtvision Verlag, München)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation

Nachhaltigkeit
Wie intelligente IT die Klimakatastrophe verhindern kann

Kreislaufwirtschaft
Wie mit Datenkreisläufen realer Müll vermieden wird

Öko-Software
Wie der Blaue Engel klimafreundliche Programme auszeichnet

Das digitale Logbuch
Offenbarung

Info-Update

Sternzeit 04. Januar 2020
Sonnennähe im Winter

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Digital Detox - Ist Smartphone-Fasten sinnvoll?
Die Wirtschaftspsychologin Sarah Diefenbach und Volker Busch, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, im Gespräch
Am Mikrofon: Käthe Jowanowitsch

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Reihe "Unrast" - Künstlerischer Schaffensdruck gestern und heute
Anja K. Sevcik, Kuratorin der Kölner Ausstellung "Inside Rembrandt", im Gespräch

Dekolonisiert euch! "Farbige" Stimmen am und im deutschen Theaterbetrieb

Geschichtsdeutung - Polnisch-russischer Informationskrieg um den Zweiten Weltkrieg

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Der politische Kampf gegen das Insektensterben: Von leisem Summen und lautem Protest

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

68. Intern. Vierschanzentournee 2019/2020
Ski Nordisch: Tour de Ski
Bob & Skeleton - Weltcup in Winterberg

Tischtennis - Pokal-Final Four-Turnier in Neu-Ulm

Handball-Länderspiel: Deutschland - Island (17:20 Uhr)
Handball - Jahresausblick: "Über die EM nach Tokio? "

Tokio 2020 - Kollegengespräch mit ARD-Korrespondent Martin Fritz

TV-Rechtevergabe in der Bundesliga - Interview mit Marco Klewenhagen, SPONSORS

Tennis - Saisonauftakt Interview Dominik Koepfer

USA - Warum Ringen für Mädchen attraktiv wurde

Ausblick auf die Paralympics

Am Mikrofon: Marina Schweizer

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Hörspiel des Monats
Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus
von Christine Lavant
Bearbeitung und Regie: Peter Rosmanith
Komposition: Franz Hautzinger, Matthias Loibner und Peter Rosmanith
Produktion: Autorenproduktion im Auftrag des ORF
Länge: 53‘01“

Im Anschluss:
Hörspielmagazin - 01/20
Am Mikrofon: Sabine Küchler
"Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus". Das "Hörspiel des Monats Oktober"
Der Regisseur und Komponist Peter Rosmanith im Gespräch mit Sabine Küchler.
"Radio ist das Tor zur Welt" - Die Hörspielkomponistin Sabine Worthmann über ihre Arbeit.
Vorgestellt von Nora Bauer.
"Die Toten haben zu tun" - Michael Langer über die Dlf-Neuproduktion von Mudar Alhaggi und Wael Kadour.

Die Begründung der Jury:
Peter Rosmaniths Hörspielfassung von Christine Lavants ,Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus' (ORF 2019) besitzt die Intensität eines Kammerspiels in besonderem Maße: Es inszeniert die subjektiv verstörende Perspektive einer suizidgefährdeten Zwanzigjährigen auf den stationären Aufenthalt in der „Landesirrenanstalt Klagenfurt“ Mitte der 1930er Jahre. Zugleich dokumentiert bereits der poetisch-metaphorische Ausgangstext von Lavant die bedrückende Atmosphäre in einer der Psychiatrien, die später institutionell an der Vorbereitung der Euthanasie-Gräuel beteiligt waren.
Konzentriert auf die Sicht der Insassin einer Kranken- und Heilanstalt erzählt dieses Hörspiel auch von deren manischer Verliebtheit, die durch das Abhängigkeitsverhältnis vom ärztlichen Therapeuten einen Missbrauch forciert. Diese komplexe Geschichte wird stimmlich geradezu hypnotisierend umgesetzt von der mehrfach ausgezeichneten Südtiroler Schauspielerin Gerti Drassl. Die nüchterne, hierarchisch organisierte Zwangsexistenz, explizit die Unterdrückungsmechanismen in einer psychiatrischen Verwahranstalt, werden durch die Kraft der Poesie im Kontrast zur scharfen Situationsanalyse artikuliert. Hin- und hergerissen zwischen Lavants Gefahr der Selbstauflösung und ihrem Versuch, sich aus dem Tunnel des inneren Schreckens zu befreien, hinterlässt das Hörspiel ein geradezu erschütterndes Stimmungsbild. Verstärkt wird dieses zum empathischen Hören einladende Setting durch die gegenseitige Durchdringung der Text- und Musik-Bereiche (Instant Composings / „Improvisationen aus dem Augenblick heraus“). Dadurch wird die Atmosphäre der Bedrohung, Demütigung und existentiellen Verunsicherung der Protagonistin beispielhaft inszeniert. Text und Musik (von Franz Hautzinger, Matthias Loibner und Peter Rosmanith) begegnen sich auf dieser Ebene völlig gleichberechtigt.

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Tempelglocke und Donnerblech
Zum Schlagwerk-Verständnis von Rumi Ogawa, Rie Watanabe und Yuka Ohta
Von Egbert Hiller

1978 kam Rumi Ogawa aus Japan nach Deutschland. Sie ist seit 1981 festes Mitglied im Ensemble Modern und beeinflusste auch die zwei jüngeren Schlagwerkerinnen Rie Watanabe und Yuka Ohta. Beide waren in unterschiedlichen Jahrgängen Stipendiatinnen der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Inzwischen spielen sie selbst in renommierten Ensembles und initiieren aufregende eigene Projekte. Was bewegt ostasiatische Spitzenmusikerinnen wie die drei genannten? Was bewirken sie in der hiesigen Szene der neuen Musik? Wie verändert ihr Tun das Schlagwerkspiel und das Verständnis davon? Und welche Rolle spielen ihre kulturellen Wurzeln dabei?

22:50 Uhr

Sport aktuell

68. Intern. Vierschanzentournee 2019/2020
Ski Nordisch: Tour de Ski
Bob & Skeleton - Weltcup in Winterberg

Tischtennis - Pokal-Final Four-Turnier in Neu-Ulm

Handball-Länderspiel: Deutschland - Island

Am Mikrofon: Marina Schweizer

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Hoffnung entsteht im Handeln
Die Lange Nacht über 40 Jahre Alternativer Nobelpreis
Von Geseko von Lüpke
Regie: der Autor
Neubearbeitung der Sendung vom 4./5.9.2010

Die globalen Probleme wirken mehr als bedrohlich: der Klimawandel, Bankencrashs, die erneute Atomrüstung, der brennende Amazonas, das absehbare Ende der Ölvorräte. Doch die ökologische, soziale und wirtschaftliche Krise hat bei vielen Menschen auch eine enorme Fantasie und Kreativität geweckt. Sie handeln wider die Resignation und legen Spuren in eine bessere Zukunft. Seit 40 Jahren arbeitet die ‚Right Livelihood Foundation‘ daran, interessante und vielversprechende Zukunftsprojekte in aller Welt ausfindig zu machen und ihnen mit dem ‚Alternativen Nobelpreis‘ weltweite Publizität zu verschaffen: Projekte, die mit einem globalen Verständnis lokal handeln und auf die Kreativität der Menschen setzen, die von den Fehlentwicklungen direkt betroffen sind. Da beenden Menschen wie du und ich Kriege, forsten ganze Länder auf, propagieren lokale Entwicklungswege, erfinden neue Ökonomien, schützen indigene Völker vor dem Untergang. Sie bringen Diktatoren hinter Gitter, befrieden mit Herz, Geist und Gefühl gewalttätige Städte oder erfinden die Landwirtschaft neu.
Die ‚Lange Nacht‘ erzählt Geschichten der Hoffnung über Pioniere der globalen Zivilgesellschaft, die Lust auf Zukunft machen.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Viktor Kunz. Polizeifotos von 1921. (Deutschlandradio / Carmen Eckhardt)
Vom Umgang mit einem NS-UnrechtsurteilViktors Kopf
Das Feature 02.04.2020 | 19:15 Uhr

Georg Viktor Kunz stellte sich mit einer Widerstandsgruppe gegen das Hitlerregime. 1943 wurde er vom Präsidenten des Volksgerichtshofs für "immer ehrlos" erklärt und zum Tode verurteilt. Viele Jahrzehnte später nimmt seine Urenkelin den Kampf um seine Rehabilitation auf.

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