Sonntag, 25.08.2019
 
Seit 17:30 Uhr Kultur heute

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 04.08.2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Weltmusik in der Provinz
Eine Lange Nacht über das Haldern Pop Festival
Von Kai Lückemeier und Jan Tengeler
Regie: Jan Tengeler
(Wdh. v. 25./26.7.2015)

Das Haldern Pop Festival, dessen Geschichte 1981 mit einer Ministranten-Sause in einem verschlafenen Dorf am Niederrhein begann, ist heute eine Perle unter den europäischen Festivals und vielfach ausgezeichnet. Das auf 6.500 Tickets limitierte Kartenkontingent ist immer schon lange vergriffen, bevor auch nur die ersten Bands gemeldet werden. Etwa 350 Menschen aus dem Dorf helfen ehrenamtlich mit, schleppen Fässer, geben Getränke aus, reißen Karten ab, stellen die Stromversorgung auf dem Zeltplatz sicher, entsorgen Müll oder engagieren sich bei der Küchenmannschaft im Backstagebereich. Die Entscheidung gegen Expansion, Kommerz und Profit hat Haldern den Ruf eingetragen, so etwas wie das kleine gallische Dorf in Sachen Popmusik zu sein; es ist längst eine Marke, wie das ,Handelsblatt' bemerkte, steht aber nicht zum Verkauf. Vor allem die Künstler wissen das zu schätzen. Auf den Bühnen sind Werbebanner tabu, das Publikum gilt als ungewöhnlich offen und musikinteressiert. Künstler wie Franz Ferdinand, Mando Diao, Kate Nash oder Mumford & Sons spielten auf dem Alten Reitplatz oder im legendären Spiegelzelt, unmittelbar bevor sie die großen Hallen füllten. Sam Smith, 2015 mit vier Grammys ausgezeichnet, war 2014 bei zwei Konzerten in der kleinen Ortskirche und auf der Hauptbühne zu sehen. Eine ,Lange Nacht' über musikalische Leidenschaften in der Provinz - als Sprungbrett auf die großen europäischen Bühnen.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Klavier-Festival Ruhr 2018

Camille Saint-Saens
Gavotte für Klavier c-Moll, op. 23

Claude Debussy
,Pour le piano'. Suite für Klavier, L 95

Frédéric Chopin
Grande Polonaise brillante Es-Dur mit vorangehendem Andante spianato G-Dur für Klavier, op. 22

Robert Schumann
Widmung (Liebeslied). Lied für eine Singstimme und Klavier, op. 25 Nr. 1. Bearbeitet für Klavier

Mao Fujita, Klavier

Aufnahme vom 2.6.2018 aus dem Kunstmuseum Bochum

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Mauricio Kagel
Improvisation ajoutée. Musik für Orgel und zwei Assistenten

Dominik Susteck
K-A-G-E-L

Dominik Susteck, Orgel
Tobias Hagedorn und Boris Heinrich, Assistenten

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Bundesverfassungsgericht vs. Europäischer Gerichtshof: Der Ton macht die Musik

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Dietrich Buxtehude
'Danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich'. Choralvariationen für Orgel g-Moll, BuxWV 181
Harald Vogel, Orgel

Richard Bartmuß
'Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit'. Motette für gemischten Chor und Orgel, op. 18,4
Martin Herrmann, Orgel
Anhaltischer Kammerchor Dessau
Leitung: Wolfgang Elger

Franz Tunder
Präludium g-Moll für Orgel solo
Emanuele Cardi, Orgel

Henry Purcell
'Te Deum laudamus'. Verse anthem für Soli, Chor, 2 Trompeten, Streicher und Basso continuo D-Dur
Michael Laird, Trompete
Ian Wilson, Barocktrompete
Choir of Christ Church Cathedral Oxford
The English Concert
Leitung: Simon Preston

Johann Sebastian Bach
'Was willst du dich betrüben'. Kantate zum 7. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 107
Julie Doyle, Sopran
Makoto Sakurada, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Bass
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Theater und Brexit - Zum Auftakt des Edinburgh Festivals

Mensch/Tier-Wesen - Was darf die Wissenschaft? Ein Interview mit dem Moraltheologen Matthias Beck

Adorno zum 50. Todestag - Ein Interview mit dem Philosophen Martin Saar

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Tatort Bahnsteig - Gesellschaft in Angst. Ein Interview mit dem Psychologen Werner Greve

Denk ich an Deutschland: der Musiker Till Brönner

Am Mikrofon: Michael Köhler

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Mode, Menschen, Kirche. Die zweite Haut im Protestantismus
Von Pfarrer Peter Oldenbruch
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 300 Jahren: Der Geologe Johann Gottlob Lehmann geboren

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Niemand hat nichts zu verbergen
Ein Essay über Geheimnisse
Von Martin Zeyn
(Wdh. v. 8.10.2017)

Das Geheimnis hat ein Janusgesicht. Natürlich muss es gewahrt bleiben. Aber genauso natürlich plaudern wir es aus. Diese Doppelnatur erklärt den Erfolg der Sozialen Netze. Nur was geteilt wird, ist wichtig.
"Aber sag es niemanden weiter!" - Dieser Kitzel des Geheimnisses ist es, der Kommunikation so lebendig macht. Geheimisse sind ambivalent, besonders in digitalen Zeiten. Und es ist gerade der Kitzel der Ambivalenz, ob wir ein Geheimnis wirklich allen mitteilen wollen oder doch nur einer kleinen Untergruppe oder gar nur der einen, dem einzigen "Einen".
Brauchen wir vielleicht nicht weniger, sondern mehr Geheimnisse - wie es die Denkfabriken in Silicon Valley fordern? Was ist mit den großen Geheimissen, jenen, denen wir eigentlich lieber aus dem Weg gehen? Denn das Geheimnis ist nicht nur eine Brutstätte für Psychosen und Neurosen, zu dem es die Psychoanalyse gerne macht. Das Geheimnis ist auch eine Selbstermächtigung: Wir bestimmen, wer wir sind, weil wir es sind, die das Bild von uns bestimmen.
Martin Zeyn, geboren 1964, ist Leiter des Nachtstudios im Bayerischen Rundfunk und lebt in München. Er hat über 20 Radioessays zu Kunst, Popkultur und Philosophie geschrieben. In letzter Zeit beschäftigt ihn vor allem die Zukunft des Menschen in einer digitalen Welt.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Kirche St. Johannes Nepomuk in Eberbach
Predigt: Pfarrer Thomas Steiger
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Dietmar Woidke, SPD, Ministerpräsident von Brandenburg

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Beim Superstar der Renaissance
Im mittelitalienischen Urbino, Geburtsort Raffaels

Das Tor zu Freiheit
An der österreichisch-ungarischen Grenze nahe des Neusiedler Sees

Größtes Stadion Frankreichs
In den Kulissen des Stade de France von Paris

Perle der Agäis - Santorin für Insider
Santorin für Insider

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Schriftstellerin Natascha Wodin im Gespräch mit Tanja Runow

„Jedes Buch ist existenziell. Wenn man sich mal dafür entschlossen hat, dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: es zu schreiben oder zu scheitern - und zwar total.” Zuletzt hat Natascha Wodin über ihre Eltern geschrieben: In ,Sie kam aus Mariupol’ (2017) geht sie dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die mit ihrem Mann 1943 als Ostarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde. Es folgte mit ,Irgendwo in diesem Dunkel’ (2018) eine Auseinandersetzung mit dem schweigsamen Vater, dessen Leben im Russland der Zarenzeit begann und in einem deutschen Altersheim endete.
Natascha Wodin (*1945) wuchs in Lagern für Displaced Persons in Bayern auf. Als sie elf Jahre alt war, nahm sich ihre Mutter das Leben. Sie lebte anschließend in einem katholischen Kinderheim und zeitweilig beim Vater. Anfang der 70er-Jahre absolvierte sie eine Sprachenschule und gehörte zu den ersten Dolmetschern, die nach Abschluss der Ostverträge für westdeutsche Firmen und Kultureinrichtungen in die Sowjetunion reisten. Für ihre Romane, Gedichte und Erzählungen wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse (2017) und dem Alfred-Döblin-Preis (2015).

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Anne Carson: „ROT. Zwei Romane in Versen“
Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler
(S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main)
Ein Beitrag von Marie Luise Knott

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Die Betonwüste lebt!
Evolution in der Stadt
Von Michael Böddeker und Michael Lange

Wenn Biologen die Evolution in Aktion erleben wollen, reisen sie gerne zum Amazonas oder auf die Galapagos-Inseln. Dort, wo Darwin einst die Evolutionsgesetze entdeckte, ist die Natur bekanntlich besonders kreativ. Dabei bräuchten sie nur vor die Haustüre zu treten. In Straßenschluchten, U-Bahn-Tunneln oder an Häuserfassaden zeigt die Evolution, was sie kann. Vögel, Insekten und Pflanzen passen sich an das Stadtleben an und bringen sogar neue Arten hervor. Während in den Agrarlandschaften das Artensterben fortschreitet, entsteht fern jeder ursprünglichen Natur in den Städten neues Leben.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Theater für die diverse Stadtgesellschaft - Jens Hillje, Co-Direktor des Gorki Theaters in Berlin, im Gespräch mit Karin Fischer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Souvenir 1870" - Theaterspektakel zum Fontane-Jubiläum in Senftenberg

Kunst oder Kitsch? Eine Retrospektive auf Arik Brauer in Erfurt

Konstruktive Störenfriede - Wie weit geht die Freiheit der Klima-Aktivisten?
Philosoph Dieter Thomä im Gespräch

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Arbeiten fürs Jugendamt - Hoher Lohnabzug bei Pflegekindern

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Die Finals - Berlin 2019
Das waren die Finals - Resonanz von Beteiligten und Zuschauern
Die Finals - Zukunfts-Aussichten und olympische Perspektive?

Olympia 2020 - Wie weit und wie nervös ist Fukushima als Austragungsort?
Olympia 2024 - Fünf Jahre vor den Spielen von Paris

Springreiten nur etwas für Männer? Beobachtungen beim Global Jumping in Berlin

Fußball - Nach dem Supercup und noch immer keine Mannschaft

Fußball - 2. Liga, 2. Spieltag:
1. FC Heidenheim - VfB Stuttgart;
SV Darmstadt - Holstein Kiel;
Erzgebirge Aue - SV Wehen Wiesbaden

Schlammfußball - Europameisterschafen in Island

Formel 1 - Großer Preis von Ungarn in Budapest

Maccabi-EM in Budapest - Jüdische Sportler zu Gast bei Orban?

Am Mikrofon: Matthias Friebe

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Hauptsache Ich
Von Selfies und anderen Selbstbildnissen
Von Regina Kusch und Andreas Beckmann
Regie: Philippe Bruehl
Produktion: Dlf 2016

Heute werden sie ständig und überall gemacht: Selfies, Selbstporträts. Früher war diese Darstellungsform nur selbstbewussten Malern vorbehalten. Vor der Renaissance gab es überhaupt keine Selbstbildnisse, später verbreiteten sie sich auch in Film und Fotografie.
Was Künstler mit Bedacht arrangierten, schütteln Normalbürger heute aus dem Handgelenk und stellen es im Netz zur Schau. Das Selfie soll der Selbstinszenierung dienen, gerät aber oft zur Peinlichkeit. Einmal verbreitet, ist es kaum mehr aus dem Internet zu löschen. Ironischerweise wird es in einer Zeit hip, in der Philosophen den Menschen erklären, das Ich sei eine Illusion. Vielleicht möchten sich einige gerade deshalb ständig vergewissern, dass ihres doch existiert.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Beethovenfest Bonn 2018

Alban Berg
Sonate für Klavier, op. 1

Franz Liszt
Klavierstücke

György Kurtág
Klavierstücke aus ,Játékok'

Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 29 B-Dur für Klavier, op. 106 ,Hammerklavier-Sonate'

Dénes Varjon, Klavier

Aufnahme vom 9.9.2018 im World Conference Center Bonn

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Sie sei eine Verhöhnung der Tradition, wetterten die Kritiker 1910 nach der Uraufführung von Alban Bergs Sonate op. 1; heute gehört das Werk längst zu den Ikonen der so genannten Zweiten Wiener Schule. Mit ihm startete der ungarische Pianist Dénes Varjon beim Beethovenfest 2018 eine spannende Zeitreise hin zu der Sonate, die bei ihrer ersten Aufführung für ähnliches Kopfschütteln gesorgt hatte: die ,Hammerklavier-Sonate’ von Ludwig van Beethoven. Dazwischen kombinierte Varjon späte Klavierwerke von Franz Liszt, wie beispielsweise ,Valse oubliée’ oder ,La lugubre gondola’, mit Stücken aus der Sammlung ,Játékok’ von György Kurtág, bei dem der Pianist studiert hat.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Erinnerungskultur - Juden im Sport

mit dem Historiker Lorenz Peiffer

Die Fragen stellt Astrid Rawohl

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Programmtipps

Der Schauspieler Horst Tappert als Kommissar Stephan Derrick in der Folge 'Mord inklusive' von 1988. (Imago / United Archives)
Stephan Derrick und die BRDDie heile Welt des Verbrechens
Freistil 25.08.2019 | 20:05 Uhr

24 Jahre lang ermittelte Derrick im Fernsehen. Weltweit. Die gleichnamige Serie ist Deutschlands Exportschlager und machte Schauspieler Horst Tappert zum Weltstar. Heute wirkt die Krimi-Reihe verstaubt, verrät aber einiges über die Zeit ihrer Entstehung und ihre Macher.

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