Samstag, 07.12.2019
 
Seit 09:10 Uhr Das Wochenendjournal

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 05.02.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Beautiful Extremes
Eine Lange Nacht über britische Pop-Originale
Von Florian Ehrich
Regie: Jan Tengeler

Sie sind weitgehend unbekannte Klassiker britischer Popmusik: John Martyn, Kevin Coyne und Robert Wyatt. In der unmittelbaren Nachkriegszeit geboren und unterschiedlichsten Einflüssen von Folk und Countryblues bis zu Freejazz und moderner Orchestermusik ausgesetzt, suchten diese Künstler nach einem ganz eigenen Ausdruck. Dabei entfernten sie sich zuweilen weit von gängigen Hörgewohnheiten des Publikums und Erwartungen der Musikindustrie. Während der kantige Kevin Coyne intuitiv bluesbasierte Songs erschuf, die mit minimalem Aufwand ein Maximum an Ausdruck erreichen, entwickelte der Jazzenthusiast Robert Wyatt Musik, die feinsinnigen Humor, Melancholie und politisches Bewusstsein verbindet. John Martyn dagegen verließ seine Folkwurzeln durch den innovativen Einsatz von Effektgeräten und gebrochenen Akkorden und gelangte zu einem eigenständigen Klang, der die Stilgrenzen zwischen Jazz, Folk, Rock, Blues und Reggae fließend überwindet. Die akustischen Zumutungen dieser drei Expressionisten haben bis heute kaum Patina angesetzt. Hinter der eigenartigen, ebenso schönen wie verstörenden Klangwelt dieser ebenso faszinierenden wie schwierigen Menschen verbergen sich jedoch persönliche Dramen, Katastrophen und Abgründe. Auch darüber sprechen Kritiker wie auch Weggefährten in der 'Langen Nacht'. Diese Sendung ist eine Hommage an drei sehr britische Künstler, die kaum dem Klischee des Pop- oder Rockstars entsprechen, in ihrer Heimat aber bisweilen als National Treasure - nationales Kulturgut - verehrt werden.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Rheingau Musik Festival 2015

Maurice Ravel
Miroirs

Franz Schubert
Fantasie C-Dur, op. 15 D 760 ("Wanderer-Fantasie")

Bertrand Chamayou, Klavier

Aufnahme vom 17.7.15 aus dem Fürst-von-Metternich-Saal des Schlosses Johannisberg

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Carl Philipp Emanuel Bach - Kammermusik

Carl Philipp Emanuel Bach
Quartett Nr. 1 für Fortepiano, Flöte und Viola a-Moll, Wq 93
Trio für Fortepiano, Flöte und Viola F-Dur, Wq 163
Sonate für Viola da gamba und Cembalo g-Moll, Wq 88

Camerata Köln:
Karl Kaiser, Traversflöte
Michael Schneider, Bassblockflöte
Ulla Bundies, Viola
Rainer Zipperling, Violoncello
Sabine Bauer, Hammerflügel

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Jan Pieterszoon Sweelinck
'Jesus Christus, unser Heiland'. Choralvariationen für Orgel (PD 60)
Peter van Dijk, Orgel

Antonìn Dvořák
Messe D-Dur, für Soli, Chor und Orgel op. 86
Hedwig Westhoff-Düppmann, Sopran
Franziska Gottwald, Alt
Jan Kobow, Tenor
Michael Jäckel, Bass
Tobias Götting, Orgel
Knabenchor Hannover
Leitung: Heinz Hennig

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Unheilige Allianz - Was israelische Schriftsteller über Donald Trump und dessen Nahost-Politik denken

Stolz zeigen! Europa in der Selbstfindungskrise - Ein Interview mit der Politologin Gesine Schwan

Apocalypse Now - Im Taumel der Geschichte? Ein Interview mit dem Historiker Philipp Blom

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Fremd im eigenen Land - Die USA und ihr Präsident Donald Trump. Ein Interview mit der Schriftstellerin Irene Dische

Denk ich an Deutschland: der Schriftsteller Jan-Philipp Sendker

Am Mikrofon: Michael Köhler

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Reformpädagoge und jüdischer Märtyrer: Janusz Korczak zum 75. Todestag
Von Christian Feldmann, München
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 50 Jahren: Loriots erste Fernsehserie 'Cartoon' läuft an

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Der Mythos von der kulturellen Identität
Von Daniel Hornuff

Deutschland heute: Ein alter Mythos ist wiedergeboren - der Mythos von der kulturellen Identität. Nicht nur Pegida und AfD beschwören ihn; ebenso zeigt er sich in Debatten um das Kulturgutschutzgesetz wie in der Glorifizierung von Nationalmannschaften. Jeweils geht es um die Schaffung homogener Gebilde. Nationalstolz und Leitkultur klingen harmlos und doch bereiten sie rechtem Extremismus den Boden. Der Mythos von der kulturellen Identität ist die hässliche Fratze der Aufklärung. Was aber heißt es, diesen Mythos zu überwinden? Wird Kultur dann relativ, austauschbar und beliebig? Oder liegt genau darin die zivilisatorische Aufgabe: auszuhalten, dass Kultur auf keinen gemeinsamen Nenner zu bringen ist?

Daniel Hornuff, geboren 1981, ist Vertretungsprofessor für Kunstwissenschaft an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Er hatte Lehraufträge an den Universitäten München, UdK Berlin, Wien, Mozarteum Salzburg, Tübingen und an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. 2013 legte er seine Habilitation mit einer Arbeit über die Kultur der Schwangerschaft und venia legendi für das Fach Kunstwissenschaft vor.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Wohlen bei Bern
Predigt: Pfarrer Daniel Hubacher
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelkammertages

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Sanfter Bergtourismus in alpiner Kultur
Bergsteigerdörfer im Winter
                                                                                       
Der Pater und die Mini-Welt
Ave Maria Grotto in Cullman, Alabama

Zwischen Exotismus und Assimilierung
Tromsö am Nationaltag der Samen

Von Austernfischern und Seehunden
Wunderbares Wattenmeer

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Kunst- und Medienhistoriker Michael Diers im Gespräch mit Joachim Scholl

„Bilder bestimmen unser Leben“
Der Kunsthistoriker Michael Diers analysiert in seinen Arbeiten die immer größer werdende Wirkung von Bildern, die über die Medien verbreitet werden.
Seit seinen wissenschaftlichen Anfängen beschäftigt sich Michael Diers, Jahrgang 1950, mit der prägenden Kraft von Bildern in Gesellschaft und Politik. In zahlreichen Büchern und Schriften hat er die symbolische Bedeutung von Gemälden und Fotografien dargestellt, als politische Ikonografie, die gerade in unserer hochmedialisierten Zeit immer bedeutsamer wird. In seinem jüngsten Buch 'Vor aller Augen' zeigt der in Hamburg und Berlin lehrende Forscher, wie Bilder schon in früheren Epochen politisch funktionalisiert wurden und die Wahrnehmung von Zeit und Gesellschaft bis heute maßgeblich steuern. Schwungvoll belegt Michael Diers die These von Walter Benjamin, der schon vor bald 100 Jahren erkannt hat: "Geschichte zerfällt in Bilder, nicht in Geschichten.“

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Udo Vieth

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Die Reise in den Westen. Ein klassischer chinesischer Roman
Mit 100 Holzschnitten nach alten Ausgaben
Übersetzt und kommentiert von Eva Lüdi Kong
(Reclam Verlag)
Ein Beitrag von Helwig Schmidt-Glintzer

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Signifikant erschüttert
Das Verhältnis zwischen Trump und Wissenschaft
Von Lennart Pyritz und Thomas Reintjes

Die Gedanken sind frei. Diejenigen, die dafür bezahlt werden, dass sie denken, sind es nicht immer: Von Trumps Einreiseverbot für Menschen aus bestimmten muslimisch geprägten Ländern sind auch Wissenschaftler betroffen. Unternehmen und Forscher liefen Sturm gegen das Dekret, das die Branche in ihren Grundfesten erschüttert. Doch es dürfte noch schlimmer kommen: Vor TV-Kameras äußerte Trump, Medikamente sollten schneller und unkomplizierter auf den Markt kommen, dafür will er die Regulierung durch die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel lockern. Auch Trumps personelle Entscheidungen bedrohen den Wissenschaftsbetrieb. Er umgibt sich mit Klimawandel-Skeptikern und Evolutions-Leugnern. Seine designierte Bildungsministerin Betsy DeVos engagiert sich für obskure Therapiezentren gegen Depressionen und Verhaltensstörungen.
Nicht nur in den USA formiert sich massiver Widerstand. Was können die Hüter der Vernunft dem Beben entgegensetzen?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente
Die Kultur hat die Verpflichtung, solidarisch mit den Verfolgten zu sein -Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Gespräch

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Die Perlenfischer - Georges Bizets vergleichsweise unbekannte Oper inszeniert in Kaiserslautern der Intendant Urs Häberli

Ende der Komfortzone? - Lutz Hübner und Sarah Nemitz Stück "Willkommen" in Düsseldorf

"Kunst & Medien als Protest" - Ein Kölner Kolloquium über alternative Öffentlichkeiten in der Türkei

Thea Dorn als Writer in Residence in Pennsylvania - Ganz nah dran am Trump-Wahnsinn

Unheilige Allianz - Was israelische Schriftsteller über Donald Trump und dessen Nahost-Politik denken

Am Mikrofon: Henning Hübert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Mit Faktencheck gegen Fake News - Was auf Facebook, Twitter und Co. zukommen könnte

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

1. Fußball-Bundesliga, 19. Spieltag:
FC Augsburg - SV Werder Bremen
Eintracht Frankfurt - SV Darmstadt 98

2. Fußball-Bundesliga, 19. Spieltag:
VfL Bochum - Karlsruher SC
Eintracht Braunschweig - FC St. Pauli
Dynamo Dresden - 1. FC Union Berlin

Tennis - Davis Cup: in Frankfurt: Deutschland - Belgien
Sportförderung - Kooperation zwischen OSP MV und Arbeitsagentur
Sportförderung - Sollte die Bundeswehr als Sportförderer abgeschafft werden?

Wintersport

Super Bowl - Brady, die Patriots und die Nähe zu Trump
Super Bowl - Falcons könnten den ersten Titel holen

Olympia 2024 - Was bedeutet Trump für die Chancen von LA?

Am Mikrofon: Philipp May

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Ins Netz gegangen
Von Verstrickungen und Freiheiten
Von Bettina Mittelstraß
Regie: Susanne Krings
Produktion: DLF 2017

Rosenblätter, Senf und ein Fuß von einem Wiesel im Netz sollen dem Fischglück dienen, und wer sich ein Weib fängt und es behalten will, der werfe am Hochzeitstag symbolisch ein Netz über die Braut. Am Aberglauben hängt fast keiner mehr, im Netz aber hängt jeder. Vernetzung und Netzwerke sind die Stichworte der Stunde und der Raum, den Maschen, Knoten, Systeme und Verbindungen begrenzen, wird dichter und enger. Nichts darf entrinnen, niemand durchfallen - keine Beute, kein Verbrecher, kein Nutzer, kein Gedanke, kein Sozialfall. Und ist man einmal drin in der filigranen Struktur, führen Selbstbefreiungsversuche meist zu noch größeren Verstrickungen.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

RSB-Kammerkonzert
re_fuge - Reflexion und Dialog

Johann Sebastian Bach
'Die Kunst der Fuge', BWV 1080 Contrapuncti I, III, IX

Sofia Gubaidulina
'Reflections on the Theme', B-A-C-H für Streichquartett

Johann Sebastian Bach
'Die Kunst der Fuge', BWV 1080 Contrapunctus XVIII (unvollendet)

Astor Piazzolla
'Fuga y Misterio' bearbeitet für Streichquartett von Rodrigo Bauza

Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquartett Nr. 1 a-Moll, op. 13

Juliane Manyak, Violine
Rodrigo Bauza, Violine
Alejandro Regueira Caumel, Viola
George Boge, Violoncello

Aufnahme vom 19.1.17 im silent green Kulturquartier, Berlin
Am Mikrofon: Uwe Friedrich

Das letzte, unvollendete Werk Johann Sebastian Bachs ist auch sein rätselhaftestes. In der 'Kunst der Fuge' hat Bach keine Besetzung festgelegt, sie folgt keinem festgelegten Zweck wie die meisten anderen seiner Werke, sondern scheint der Selbstvergewisserung seiner Kunst kurz vor dem Tod gedient zu haben. Zahlreiche Komponisten haben seitdem Orchestrierungen vorgelegt, mit denen sie die musikalische Struktur der 18 Kontrapunkte verdeutlichen wollten, oder schrieben selbst Fugen, die sich deutlich auf das große Vorbild beziehen. Der argentinische Tangokomponist Astor Piazzolla überschrieb seine Auseinandersetzung mit dem Werk als 'rätselhaft', die Russin Sofia Gubaidulina komponierte 'Reflexionen', Felix Mendelssohn Bartholdy ließ die Faszination für den Thomaskantor nie los. Aber auch bildende Künstler haben sich mit Schichtungen, Umkehrungen und thematischen Fugen im doppelten Wortsinn beschäftigt. Es war der ausdrückliche Wunsch der Musiker des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, gemeinsam mit der Malerin Lara Faroqhi einen Abend im Kulturquartier silent green, dem ehemaligen Krematorium in Berlin-Wedding, zu gestalten, in dem die Musik nicht allein und auch nicht bloß als fertiges Produkt präsentiert werden sollte. In ihren Werken thematisiert Faroqhi immer wieder die Endlichkeit und das Vergehen der Zeit. Musik wird diesmal nicht nur zu Ende, sondern auch vom Ende her gedacht.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (imago / epd-bild /Norbert Neetz)
Am MikrofonDie Theologin Margot Käßmann
Klassik-Pop-et cetera 07.12.2019 | 10:05 Uhr

Das besondere Erlebnis gemeinsamen Musikmachens hat Margot Käßmann schon als Jugendliche im Posaunenchor erfahren. Ob Joan Baez oder Johann Sebastian Bach, Herbert Grönemeyer oder Felix Mendelssohn Bartholdy – mit Musik verbindet die Theologin intensive Eindrücke und Begegnungen.

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