Montag, 20.09.2021
 
Seit 15:35 Uhr @mediasres

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 05.09.2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Das Geheimnis der Sterntagebücher
Eine Lange Nacht über die Science-Fiction-Legende Stanisław Lem
Von Markus Metz und Georg Seeßlen
Regie: Claudia Mützelfeldt

Der polnische Autor und Philosoph Stanisław Lem (12.09.1921 - 27.03.2006) gilt als Klassiker der Science-Fiction. Jahrzehnte vor ihrer tatsächlichen Entwicklung beschrieb er visionär komplexe Technologien wie virtuelle Realität, neuronale Netze und Nanotechnologie. Lem ist einer der meistgelesenen Science-Fiction-Autoren und zugleich einer der schärfsten Kritiker der „trivialen“ Spielart des Genres. Seine bekanntesten Werke sind neben „Solaris“ und „Der futurologische Kongress“ die „Sterntagebücher“ um den Weltraumfahrer Ijon Tichy. Über sie sagte der Schriftsteller Siegfried Lenz: „Ich wüsste kein Buch zu nennen, in dem so viel gebildeter Sarkasmus versammelt ist, so viel zärtlicher Spott, soviel Humor, Schabernack, Witz und lichter Tiefsinn wie in den ‚Sterntagebüchern‘.“ Auf seiner sechsundzwanzigeinhalbten Reise erkennt der Raumfahrer Ijon Tichy, dass die frühen Texte zu seinen Raumreisen nicht von einem Programm mit der Bezeichnung „Literal Emulsion Module“, kurz LEM stammen, sondern von einem veritablen Menschen mit Namen Stanisław Lem, einem polnischen Schriftsteller und Theoretiker des 20. Jahrhunderts. Fasziniert erkennt Ijon Tichy in dessen Biografie Eigenschaften und Lebensumstände von sich selbst. Lem hatte Etliches von dem vorausgesehen, was in Ijon Tichys Welt so gründlich schief gelaufen ist. Stanisław Lem, so viel ist Ijon Tichy bald klar, war ganz offensichtlich ein Wissenschaftler seines, des 21. Jahrhunderts - nur, dass er 100 Jahre vorher gelebt hatte. Eine Lösung für das merkwürdige Paradoxon hofft Tichy beim „Futurologischen Kongress“ zu finden.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Leoš Janáček
„Idyll". Suite für Streichorchester

Ralph Vaughan Williams
Five Variants of „Dives and Lazarus" für Harfe und Streichorchester

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Aufnahme vom 28.2.21 aus dem Haus des Rundfunks, Berlin

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Frei aber einsam

Johannes Brahms
Sonate für Klavier Nr. 3 f-Moll, op. 5

3. Satz: Scherzo c-Moll, WoO 2 aus: F.A.E. - Sonate für Violine und Klavier

Lena Neudauer, Violine
Matthias Kirschnereit, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Depressionen: Mentale Gesundheit braucht höheren Stellenwert

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Heinrich Schütz
"Lobe den Herrn, meine Seele und vergiß nicht". Motette für achtstimmigen Chor, Instrumente ad libitum und B.c., SWV 39
Mieke van der Sluis, Sopran
David Cordier, Countertenor
Christoph Prégardien, Tenor
Peter Kooy, Bass
Kammerchor Stuttgart
Musica Fiata Köln
Leitung: Frieder Bernius

Dietrich Buxtehude
"Lauda anima mea Dominum". Kantate für Sopran, 2 Violinen, Violone und Basso continuo, BuxWV 67
Barbara Christina Steude, Sopran
Lautten Compagney
Leitung: Wolfgang Katschner

André Raison
Fugue für Orgel g-Moll
Albert Bolliger, Orgel

Unbekannt, Jan Pieterszoon Sweelinck,
"Sus, louez Dieu, mon ame, en toute chose". Psalm 103 für 2 Soprane, Countertenor, 2 Tenöre, Bass
Gesualdo Consort Amsterdam
Leitung: Harry van der Kamp

Johann Sebastian Bach
"Wer Dank opfert, der preiset mich". Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 17
Noëmi Sohn Nad, Sopran
Jan Börner, Altus
Sören Richter, Tenor
Daniel Pérez, Bass
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Öffnung der Kunst: Savitskiy-Museum in Usbekistan mit neuem Direktor

70 Jahre Bundesverfassungsgericht - Ein Interview mit dem Staatsrechtler Uwe Volkmann

Die Neuerfindung der Grenzen - Ein Interview mit dem Soziologen Steffen Mau

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Kulturpresseschau - Auszüge aus den Feuilletons der Woche

9/11 und die Folgen - Ein Interview mit dem Schriftsteller Arnon Grünberg

Denk ich an Deutschland: Die Schriftstellerin und Verlegerin Constanze Neumann

Am Mikrofon: Manfred Götzke

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
„Sind wir nicht gerufen, Menschenfischer zu sein?“ Als Bischof auf einem Rettungsschiff
Von Andreas Brauns
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Trude Hesterberg eröffnet in Berlin die „Wilde Bühne"

09:10 Uhr

Die neue Platte

Sinfonische Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

50 Jahre Theorie der Gerechtigkeit (1/3)
Die Zukunft der Politischen Philosophie
Von Katrina Forrester
Aus dem Amerikanischen von Jakob Huber
(Teil 2 am 12.9.2021)

Vor 50 Jahren erschien „A Theory of Justice” des Harvard-Philosophen John Rawls. Stößt die lange Jahre gültige Gerechtigkeitstheorie heute an ihre Grenzen? Wie könnte oder müsste man Rawls’ Theorie für die Gesellschaft von heute aktualisieren?
Mit der Veröffentlichung von „A Theory of Justice” vor 50 Jahren (in Deutschland 1975) begann eine neue Ära in der politischen Philosophie im Diskurs über Gerechtigkeit und die sogenannten Vertragstheorien. John Rawls (1921- 2002) begründet in seiner „Theorie der Gerechtigkeit” in einer ebenso umfassenden wie detaillierten Argumentation auf rund 600 Seiten die Idee einer Gerechtigkeit als Fairness. Seit den 50er-Jahren kreisen die wissenschaftlichen Arbeiten in Harvard lehrender Philosophen um diese Grundidee, von ihm erneuert mithilfe spieltheoretischer, wirtschaftswissenschaftlicher und psychologischer Erkenntnisse.
Katrina Forrester, Autorin des Buches „In The Shadow of Justice”, schlägt ein neues Kapitel zu Rawls’ Gerechtigkeitstheorie auf, in dem sie die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Grundlagenwerks neu erzählt. Dieser Essay erschien im Original im Boston Review und entspricht einem Kapitel aus „In The Shadow of Justice”, erschienen 2019 bei Princeton University Press.
Katrina Forrester, geboren 1986 in England, ist Assistenzprofessorin für Government and Social Studies an der Harvard Universität. Sie studierte in Cambridge und London und schreibt für wissenschaftliche Magazine, unter anderem für The New Yorker, Harper’s, The Guardian, London Review of Books, The Nation, Dissent, n+1, The New Statesman, Cambridge Literary Review und Political Quarterly.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Marienkirche Stift Berg in Herford
Predigt: Pfarrerin Frauke Wagner und Prof. Matitjahu Kellig und Martin Decking
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Christian Lindner, FDP-Bundesvorsitzender, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Kleine Stadt, große Geschichte
Spaziergang durch Goslar

Sentieri Partigiani
Auf den Spuren italienischer Partisanen

Zwischenlandung in Kiew
Irdisches Treiben zwischen himmlischen Kathedralen

Brodelnder Boden, glühende Lava
Vulkanwanderung auf Island

Philoxenia
Geschichte und Rituale griechischer Gastfreundschaft

Am Mikrofon: Dörte Hinrichs

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Schriftstellerin Dörte Hansen im Gespräch mit Maja Ellmenreich

Die Buchbranche staunte, als 2015 ein Debütroman die Bestsellerlisten stürmte und die Feuilletons begeisterte. In „Altes Land” erzählt Dörte Hansen Land- und Fluchtgeschichten: von kauzigen Bauern, überambitionierten Städtern, Heimatlosen und -suchenden. Auch Hansens zweiter Roman, „Mittagstunde”, war ein Erfolg. Er spielt in Nordfriesland, wo Dörte Hansen 1964 geboren wurde und heute wieder lebt.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin - Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Colson Whitehead: „Harlem Shuffle“
Aus dem Englischen von Nikolaus Stingl
(Hanser Verlag, München)
Ein Beitrag von Maike Albath

Am Mikrofon: Wiebke Porombka

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Das Kreuz der Demoskopen
Wahltrends fürs digital vernetzte Volk
von Tom Schimmeck

Sie versuchen vorherzusagen, wie Menschen fühlen, denken - und handeln werden: die Meinungsforscher. Stets sind sie auf der Suche nach dem möglichst repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt.
Einst schwärmten sie mit Klemmbrett und Stift aus und klingelten an Haustüren. Später griffen die Befrager zum Telefon. Heute bieten soziale Medien und gigantische Datensammlungen ganz neue Möglichkeiten der Befragung und Beobachtung und Ansprache von Massen. Neue Anbieter versprechen der Kundschaft vollautomatisch erhobene Daten in Echtzeit.
Doch wie brauchbar sind ihre Methoden, wie repräsentativ ihre Ergebnisse? Der Streit der Demoskopen ist mitunter heftig. Auch arbeiten sie auf schwankendem Grund. Ihr Untersuchungsgegenstand, das Volk, wird immer unberechenbarer, entscheidet oft höchst spontan, was es will.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Vielen Perspektiven Raum geben: Léontine Meijer-van Mensch, Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen, über neue Ideen für ethnologische Sammlungen, im Gespräch mit Karin Fischer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

„(Kein) Weltuntergang“ - Katie Mitchell inszeniert die Uraufführung des Stücks von Chris Bush an der Berliner Schaubühne

Öffnung der Kunst - Savitskiy-Museum in Usbekistan mit neuem Direktor

Dichter in der Oper - "Les Contes d’Hoffmann" an der Oper Hamburg

"Der Idiot" - Johan Simons inszeniert Dostojewski mit Jens Harzer am Thalia Theater in Hamburg

"H wie Habermas" - Eine intellektuelle Ideengeschichte der Bundesrepublik
Der Politologe Jens Hacke im Gespräch über die neue Ausgabe der "Zeitschrift für Ideengeschichte"

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:35 Sporttelegramm

18:40 Uhr

Hintergrund

9/11 - Ein Tag, der die Welt verändert hat

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Paralympics - Tageszusammenfassung + Bilanzgespräch
Paralympics - Japans Bilanz

ISTAF - Traditionsreiches Leichtathletik-Meeting feiert 100. Geburtstag

Radsport - Abschluss der Vuelta

Triathlon in Roth

Tennis - US Open

Formel 1 - Großer Preis der Niederlande in Zandvoort

Volleyball - EM der Männer: Estland - Deutschland

Reiten - Springreit-EM in Riesenbeck: Finale Einzelspringen

Schulsportserie - Welche Rolle spielen SportlehrerInnen?

Fußball - Werder Bremen: Neubildung des Aufsichtsrats

DFB - Vorschau: WM-Qualifikation in Stuttgart: Deutschland - Armenien

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Das Mädchen von Bukarest
Eine Michael-Jackson-Recherche
Von Christoph Spittler
Regie: Philippe Brühl
Produktion: Deutschlandfunk 2018

Während des Michael-Jackson-Konzerts 1992 in Bukarest stürmt eine junge Frau die Bühne. Jackson umarmt sie, tanzt sanft mit ihr, küsst sie sogar - bis die Security-Leute das Mädchen von der Bühne zerren. Und dann geschieht etwas Seltsames. Jackson unterbricht den Song und sinkt minutenlang in sich zusammen. Hat die Szene ihn so erschüttert? Was ist 1992 in Bukarest geschehen? Wurde Jackson, diese Ikone der Künstlichkeit, für einen Moment von echten Emotionen überwältigt? Gerät die bis ins kleinste Detail durchkalkulierte Showmaschinerie hier wirklich für ein paar Minuten aus dem Takt? Oder handelt es sich um ein fest eingeplantes Element der „Dangerous World Tour”? Die Suche nach dem Mädchen von Bukarest führt in ein Labyrinth von Emotion und simulierter Authentizität, in ein postsozialistisches Rumänien voller Sehnsüchte und Fan-Enthusiasmus.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Kammermusikfest Spannungen 2021

Anton Webern
Quintett für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello

Robert Fuchs
Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello Es-Dur, op. 102

Anton Webern
4 Stücke für Violine und Klavier, op. 7

Franz Schubert
Quintett für 2 Violinen, Viola und 2 Violoncelli C-Dur, D 956 (op. posth. 163)

Sharon Kam, Klarinette
Aris Alexander Blettenberg, Klavier
Lars Vogt, Klavier
Byol Kang, Violine
Anna Reszniak, Violine
Christian Tetzlaff, Violine
Antje Weithaas, Violine
Florian Donderer, Viola
Elisabeth Kufferath, Viola
Jan Larsen, Viola
Bryan Cheng, Violoncello
Marie-Elisabeth Hecker, Violoncello
Gustav Rivinius, Violoncello
Tanja Tetzlaff, Violoncello
Aufnahme vom 22.6.2021 aus dem Wasserkraftwerk Heimbach

Am Mikrofon: Oliver Cech

„Wilde Konfusion” hat ein Kritiker dem frühen Satz für Klavierquintett von Anton Webern vorgeworfen - sein Beitrag zu einem Konzert 1907, in dem er sich dem Publikum vorstellen durfte als einer der Schüler von Arnold Schönberg. Sicher ging es dabei nicht nur um die Gunst der Zuhörer - sondern auch um die Anerkennung des Lehrers! Franz Schubert dagegen, acht Jahrzehnte zuvor, ahnte bereits beim Schreiben: Sein großes Streichquintett C-Dur würde er selbst, schwer krank, nie hören können. Diese Musik ist kein Dialog mehr mit dem Wiener Publikum seiner Zeit. Sondern ein Schwanengesang - ein mal banges, mal fast schon verklärtes Gespräch mit der Ewigkeit … und mit der Nachwelt.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

"100 Jahre ISTAF in Berlin - Ältestes Leichtathletik-Meeting der Welt feiert Jubiläum"

Thomas Wheeler im Gespräch mit dem ehemaligen ISTAF-Chef Gerhard Janetzky

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Aus den Ländern

Karte der deutschen Bundesländer in verschiedenen Farben. (Imago / Panthermedia / Crevis)

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