Mittwoch, 26.09.2018
 
Seit 01:30 Uhr Tag für Tag

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 07.01.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Der Weg gehüllt in Schnee ... “
Eine Lange Nacht über das Reisen im Winter
Von Stefan Zednik
Regie: Beate Ziegs

Der Winter ist nicht die Zeit, in der es sich zu Reisen empfiehlt. Dies galt zumindest bis zur Erfindung der modernen Verkehrsmittel, dies galt vor Eisenbahn, Automobil und Flugzeug. Reisen im Winter, Reisen durch die erfrorene Natur - das wird oft mit Tod, mit Untergang verknüpft. Der Mangel an frischen Lebensmitteln, die erschwerte Begeh- und Befahrbarkeit der Wege, die Kürze der Tage und die Notwendigkeit, zur Nacht ein geschütztes Lager finden zu müssen, all dies machte das Reisen im Winter gefährlich. Napoleons Armeen scheiterten im winterlichen Russland ebenso wie die deutschen Soldaten 1942 in Stalingrad. Auch der Einzelne, der Pilger, der Händler oder der Wandergeselle früherer Tage, zog kaum im Winter los. Und dennoch ist seit der Romantik, vor allem seit der „Winterreise“ von Wilhelm Müller und Franz Schubert, das Reisen in der kalten Jahreszeit ein unübersehbarer Topos der Kulturgeschichte. „Nun ist die Welt so trübe, der Weg gehüllt in Schnee“, heißt es im ersten Lied des berühmten Zyklus. Die ,Lange Nacht' wird das Reisen im Winter in seinen literarischen, philosophischen, musikalischen und auch filmischen Umsetzungen beleuchten. Denn das Sujet fasziniert Dichtung und Literatur, Musik, Theater und Film bis heute.Von Schuberts Sammlung „schauerlicher Lieder“ bis hin zur „Winterreise“ von Elfriede Jelinek hat die Metapher für die Isolation des Individuums in einer gefühlskalten Gesellschaft nichts von ihrer Faszination eingebüßt.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Hängende Gärten

Philipp Maintz
hängende gärten (UA)

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 2 D-Dur

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Christoph Eschenbach

Aufnahme vom 28.5.2017 aus der Berliner Philharmonie

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Rapsodia

George Enescu
Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 a-Moll, op. 25 "dans le caractère populaire roumain"

Anonymus
Doina et Hora für Zimbal

György Kurtág
8 Duos für Violine und Zimbal, op. 4

Patricia Kopatchinskaja, Violine
Viktor Kopatchinsky, Cimbalom
Mihaela Ursuleasa, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Machtlos gegen Despoten - Der Rückzug der USA destabilisiert die Welt
Marcus Pindur, Deutschlandradio

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Dietrich Buxtehude
Präludium für Orgel F-Dur, BuxWV 145
Ton Koopman, Orgel

Marc-Antoine Charpentier
Messe de minuit, H 9
Annick Massis, Sopran
Magdalena Kožena, Mezzosopran
Eric Huchet, Countertenor
Patrick Henckens, Tenor
Russel Smythe, Bariton
Jean-Louis Bindi, Bass
Chor und Orchester des Musiciens du Louvre
Leitung: Marc Minkowski

Johann Gottfried Müthel
'Jesu, meine Freude'. Variation Nr. 1 für Orgel
Matteo Venturini, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Tritt auf die Glaubensbahn'. Kantate am Sonntag nach Weihnachten für Sopran, Bass und Orchester, BWV 152
Dorothea Röschmann, Sopran
Thomas Quasthoff, Bassbariton
Berliner Barock Solisten
Leitung: Rainer Kussmaul

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Reihe "Die Fragen nach Identität" - Das konstruierte, digitale Ich

Vor den Sondierungsgesprächen: Die Kunst des Kompromisses - Ein Interview mit dem Philosophen Rudolf Schüßler

Mythos 68? Über den Wandel in der historischen Betrachtung des Jahres 1968 - Ein Interview mit dem Soziologen Heinz Bude

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Aufruhr im Iran - Ein Interview mit der Politikwissenschaftlerin Azadeh Zamirirad

Denk ich an Deutschland: die Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji

Am Mikrofon: Petra Ensminger

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Barmherzige Samariterinnen. Kirche, Pflege und Politik
Von Pfarrerin Cornelia Coenen-Marx, Garbsen
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 75 Jahren: Der amerikanische Physiker Nikola Tesla gestorben

09:10 Uhr

Die neue Platte

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Die Welt als Serie - die Serie als Welt
Von Markus Metz und Georg Seeßlen
(Wdh. vom 13.8.2017)

Serielles Erzählen prägt die Medienlandschaft. Eine Fernsehserie war bis in die 80er-Jahre hinein das Angebot, in bestimmtem Rhythmus in eine Erzählwelt zurückzukehren, um neue Episoden in vertrauten Räumen und mit vertrauten Helden und Schurken zu genießen.
Mit ,Twin Peaks' von David Lynch und Mark Frost änderten sich Erzählstruktur und Bildaufbau der Fernsehserie, zuerst langsam, dann immer heftiger und mit großem Erfolg, gerade bei jungen Zuschauern. Die Serien wandten sich sozial, politisch und kulturell „erwachsenen“ und kritischen Themen zu, bei denen es immer wieder auch zu Tabuverstößen und Provokationen kommt. Die Erzählweisen geben Figuren und Beziehungen Raum, sich zu entwickeln, führen zu einer „epischen“ Darstellung, die mit den Mitteln von Ambiguität und Widersprüchlichkeit arbeitet. Die Bildwelten werden nicht allein wegen der höheren Budgets opulenter, vielfältiger und drastischer. Die Fernsehserien unserer Tage haben als narratives Leitmedium bis zu einem gewissen Grad das Kino beerbt, das sich in seiner Spaltung in Arthouse-Filme und Effektgewitter der Blockbuster um die Möglichkeiten eines zugleich populären und komplexen Erzählens gebracht hat. In einigen (nicht allen) der neuen Serien ist künstlerische Ambition durchaus erwünscht. Markus Metz und Georg Seeßlen untersuchen in ihrem Essay, wo das Serielle herkommt und wohin es sich noch überträgt.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Kapelle des Altenpflegezentrums Hospital "Zum Heiligen Geist" in Heilbad Heiligenstadt
Predigt: Pfarrer i.R. Lothar Förster
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Manuela Schwesig, SPD, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Einblick in das Armenien von heute
Leben und Glauben in der Stadt und auf dem Land

Die Ikonen vom Berg Athos
Malkunst im griechischen Ouranoupoli

Wikingerinsel in der Normandie
Tatihou in der normannischen Bucht

Vulkaninsel Ometepe
Mit dem Roller unterwegs am Nicaraguasee

Am Mikrofon: Susan Zare

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Historiker Gerd Koenen im Gespräch mit Joachim Scholl

Vom überzeugten Kommunisten hat sich Gerd Koenen zum kritischen Historiker der Geschichte des Kommunismus gewandelt, jüngst in dem über tausendseitigen Band ,Die Farbe Rot’. Gerd Koenen kam 1944 in Marburg zur Welt. Politisiert durch die Studentenbewegung wurde er aktives Mitglied im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW), eine Erfahrung, die er später in dem vielbeachteten Buch ,Das rote Jahrzehnt’ verarbeitete. Nach journalistischer Tätigkeit beim legendären Magazin Pflasterstrand und dem Abschluss seines Geschichtsstudiums hat Gerd Koenen in zahlreichen Büchern die totalitären kommunistischen Systeme analysiert und dargestellt.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin - Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Sinclair Lewis: "Babbitt"
Aus dem amerikanischen Englisch von Bernhard Robben
Nachwort von Michael Köhlmeier
(Manesse Verlag, München)
Ein Beitrag von Christoph Schröder

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt

Heilung in Sicht?
Eine Gentherapie für Bluter
Von Volkart Wildermuth

Wir können heute Gene lesen, Gene isolieren, Gene übertragen. Was noch fehlt: Gene reparieren. Bei der Gentherapie gab es schon viele Versprechen und noch mehr Rückschläge. Nun hört man wieder von einem Erfolg. Zehn Bluter sollen geheilt worden sein. Der Durchbruch?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Über das Gefühl für Gerechtigkeit - Der Verhaltens-Ökonom Armin Falk im Gespräch mit Karin Fischer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Reihe "Eine Frage der Zeit?"- Ein Gespräch mit der Kulturmanagerin Madeline Ritter

Reihe "Fragen nach Identität" - Das konstruierte, digitale Ich

Verbindendes Erbe - Ein Gespräch mit Programmgestalter Matthias Wemhoff über das Europäische Kulturerbejahr 2018

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Auf zu neuen Ufern - Der BND zieht von der Isar an die Spree

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Skispringen - Das war die Vierschanzentournee 2017/18
Ski alpin - Weltcup der Männer in Adelboden: Slalom
Rodeln - Weltcup in Köngissee
Bob und Skeleton-Weltcup in Altenberg
Biathlon - Weltcup in Oberhof: Staffel Männer und Frauen
Nord. Kombination in Otepää + Skispringen Frauen in Raznov + Tour de Ski
Proteste im Iran - Was wurzelt im Sport? Interview mit Faris Ashrafian
Handball - Spiel Deutschland - Island & EM-Ausblick Gespräch mit Thomas Koos
Handball - Auszug Sportgespräch mit Heiner Brand und Erik Eggers
Zentrum für Sport und Menschenrechte - Ein Feigenblatt für FIFA & IOC?
DRR-Dopingaufarbeitung - Rekonstruktion von Akten stagniert, Interview R. Jahn?
Dopingprävention - Wie erreicht man Amateursportler?
Tennis - Hopman-Cup & Ausblick auf Australian Open

Am Mikrofon: Marina Schweizer

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Politi - hihi - k
Ist Satire der neue Journalismus?
Von Mike Herbstreuth
Regie: Philippe Bruehl
Produktion: Dlf 2018

Politische Satiresendungen im Fernsehen erreichen mittlerweile mehr Zuschauer als manche Nachrichtenmagazine. Für immer mehr Jugendliche sind diese Comedy-Formate die Nachrichtenquelle Nummer eins. „Comedy is the new journalism”, behauptet die US-Journalistin Keli Dailey, die das Comedy-Format ,News Hangover’ gegründet hat. Sendungen wie ,Last Week Tonight’ und ,The Daily Show’ in den USA oder auch die ,heute Show’ im ZDF sind Quotenerfolge. Aber was bedeutet diese Entwicklung? Führt der Erfolg dieser Comedy-Formate zu mehr politischem Interesse? Oder haben sie viel eher den gegenteiligen Effekt - verstärken sie letztendlich die Politikverdrossenheit und den Politikzynismus mit dem Draufhauen auf die da oben? Und wie gehen Satirikerinnen und Satiriker damit um, dass sie plötzlich für die politische Bildung verantwortlich sein sollen?

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Festival Spannungen, Heimbach 2017
Lichttürme und Spiegelungen
Ein Uraufführungsabend

Erkki-Sven Tüür
„Fata Morgana“ und „Lichttürme“ für Violine, Violoncello und Klavier

Johann Sebastian Bach
Doppelkonzert für Saxophon, Violine und Streichorchester c-Moll BWV 1060R

Antonín Dvořák
Streichquartett Nr. 4 e-moll o. op.B.

Christian Tetzlaff, Antje Weithaas und Anna Resniak, Violine
Tanja Tetzlaff, Gustav Rivinius und Maximilian Hornung, Violoncello
Asya Fateyeva, Oboe
Festival Strings Heimbach

Aufnahme vom 23.6.2017 aus dem Wasserkraftwerk Heimbach

Am Mikrofon: Oliver Cech

Licht und Klang haben vieles gemeinsam. Beide Phänomene sind ungreifbar, beide sind wellenförmig, und beide wirken unmittelbar und intensiv auf die Psyche. Der estnische Komponist Erkki-Sven Tüür, 2017 composer in residence beim Festival Spannungen, führt seine Zuhörer durch Zwischenwelten, in denen Träume und Visionen den Verstand umfangen. 'Lichttürme' hat er seine Auftragskomposition genannt, die in Heimbach zur Uraufführung kam. Ebenso wie im Schwesterwerk 'Fata Morgana' sind die Grenzen zwischen Licht und Schatten, Farben und Klangfarben hier fließend. Es handelt sich um eine spirituelle Musik, die aus der Weite der lichterfüllten nordischen Sommer schöpft - und dabei überraschend zugänglich ist, mit minimalistischen Anleihen und Einflüssen aus dem Jazz.

Eine weitere Überraschung dieses Abends: Dass man Bachs Konzertmusik auf einem Saxofon interpretieren kann. Asya Fateyeva ist dieses Kunststück gelungen. Ein Experiment ist schließlich auch Antonín Dvořáks frühes Streichquartett in e-Moll, das der Komponist selbst eigentlich in der Schublade verschwinden lassen wollte. Aus heutiger Sicht war Dvořák aber seiner Zeit weit voraus: Keine gepflegte Konversation verlangt er dem Streichquartett ab, sondern orchestrale Klangfülle und eine kühne Harmonik, die deutlich von Wagner inspiriert ist.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Mythisch verklärt? Vor 40 Jahren wird Deutschland Handball-Weltmeister

mit Heiner Brand, Weltmeister 1978 als Spieler und
Erik Eggers, Handballexperte und Buchautor

Die Fragen stellt Marina Schweizer

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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