Freitag, 20.07.2018
 
Seit 18:40 Uhr Hintergrund

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 07.04.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Doberschütz und die Politik der Liebe
Von Tom Peuckert
Regie: Thomas Leutzbach
Mit Felix Goeser, Thomas Arnold, Heike Warmuth, László I. Kish, Franziska Arnold, Falk Rockstroh, Matthias Brenner u.a.
Musik: Jean Boris Szymczak
Produktion: WDR 2017
Länge: 52'33

Ostberlin, Spätsommer 1989. Der Auftrag einer eifersüchtigen Ehefrau wächst sich für Detektiv Frank Doberschütz zur hochbrisanten politischen Affaire aus.
Offiziell arbeitet Frank Doberschütz an der Garderobe der Staatsbibliothek in Ostberlin, inoffiziell aber als Privatdetektiv. Endlich bekommt er einen ganz normalen Auftrag, „mal ohne Stasi und Politbüro: ein untreuer Ehemann“! Doch zu früh gefreut.
Professor Lüttich, den Doberschütz observiert, trifft sich tatsächlich heimlich mit einer Frau. Im Unterschied zu Frau Lüttich ist sie nicht sonderlich attraktiv - dafür wachsam. Als sie den Beschatter bemerkt, versucht sie, ihn über den Haufen zu fahren. Warum hat die Dame nur dermaßen überreagiert? Die Antwort kennt Franks Freund, der West-Journalist Peter Petruschka: Das Konterfei der vermeintlichen Geliebten prangt in der Bundesrepublik und Westberlin auf den Fahndungsplakaten des BKA! Doberschütz weiß jetzt, dass Professor Lüttich Kontakt zu einer abgetauchten RAF-Terroristin hat, doch sein neues Wissen bekommt dem Detektiv nicht gut. Die dubiose ‚Abteilung 22‘ nimmt sich seiner an und sperrt ihn einfach weg. Während Doberschütz in einer Zelle vor sich hin dämmert, tut sein kleines, komatöses Land den letzten Schnaufer.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson
Studiogast: Die kanadisch-haitianische Singer/Songwriterin Melissa Laveaux
Liederbestenliste - Die Platzierungen im März
Global Sound - Neue internationale Singer/Songwriter-Alben
Original im Ohr - Ungewöhnliche Coverversionen
On Tour - Konzert-Highlights
Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Gift im Verhältnis: Russland muss helfen, den Fall Skripal wirklich aufzuklären

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pfarrerin Angelika Obert, Berlin
Evangelische Kirche

06:50 Interview 

Interview mit Hania Luczak, "Terre des femmes", zur Debatte um Vollverschleierung

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Interview mit Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Hans-Böckler-Stiftung, zum Handelsstreit USA-China

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Interview mit Omid Nouripour, Bündnis90/Die Grünen, zu Syrien und Israelfortschritten

Interview mit Norbert Blüm, CDU, Ex-Arbeitsminister, zu Union/Konservativismus

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 60 Jahren: Der erste Ostermarsch endet vor der englischen Atomforschungsanlage Aldermaston

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Sopranistin Carolyn Sampson

Sie hat Klavier und Geige gelernt, im Jugendorchester gespielt und im Jugendchor gesungen. Vielfalt ist Carolyn Sampson bis heute wichtig. Während ihres Musikstudiums an der Universität in Birmingham hat sich die britische Sängerin mit verschiedenen Musikstilen beschäftigt. Nach anfänglicher Neigung zur Romantik machte sie Karriere als Interpretin von Barockmusik. Ihr gesungenes Deutsch gilt als makellos. Zehn Jahre ihres Lebens hat sie in Freiburg verbracht. In Romanen und Gedichten findet Carolyn Sampson Anregungen für gemeinsame Liederabende mit ihrem kongenialen Partner Joseph Middleton. Dass Henry Purcell sie mit seinem Werk zum Lachen wie zum Weinen bringt und warum ,Misty’ von Ella Fitzgerald ihr Lieblingslied ist, davon erzählt Carolyn Sampson als Gastmoderatorin von
,Klassik-Pop-et cetera’.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Projekt Auferstehung - Die Krise der französischen Sozialisten
Mit Reportagen von Ursula Welter

Das Stadtpalais in der Rue Solférino ist verkauft, die Parteizentrale somit verscherbelt. Wenig Abgeordnete im Parlament, heißt auch wenig Geld. Mitglieder und Wähler sind zur äußersten Linken übergelaufen oder haben sich der linksliberalen Bewegung des neuen Präsidenten Macron angeschlossen. Der Niedergang des Parti Socialiste ist dramatisch. Der PS, dieses Kind der 68er-Bewegung, sucht Halt und einen Weg aus der Krise. Hoffnung ruht auf dem Parteikongress am 7. und 8. April in Aubervilliers bei Paris.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Grenzproteste Gaza - Opferzahl gestiegen, Kliniken überlastet

Werteunion - Interview mit Michael Wehner, Politikwissenschaftler

Landesparteitag AfD in Niedersachsen, Wahl eines neuen Vorstands

Immer nur Orban? Was denken junge Ungarn von der Wahl?

Was tun mit Orban?

Puigdemont-Pressekonferenz in Berlin

Ein Jahr nach dem Anschlag: Schweden gedenkt der Terroropfer

70 Jahre WHO: Pocken und Polio bekämpft - aber die Unabhängigkeit steht in Frage

Sport

Am Mikrofon: Dirk-Oliver Heckmann

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Gift im Verhältnis: Russland muss helfen, den Fall Skripal wirklich aufzuklären

Facebook: Liberale und Demokraten müssen das Internet besser nutzen lernen

Brasilien: Rechte Elite täuscht Korruptionsbekämpfung nur vor - zum Machterhalt

Neue Weltunordnung: Die Kluft zwischen Iran und Saudi-Arabien wächst

Am Mikrofon: Ulrike Winkelmann

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Der Feind meines Feindes... Annäherung zwischen Saudi-Arabien und Israel?

Das Jahr 1968 - Selbst im Maghreb entscheidend

Teure Almosen? Afrikaner gegen Entwicklungshilfe

Am Mikrophon: Britta Fecke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Lücken füllen auf den letzten Metern - wie Last-Minute-Lernen gelingen kann
,Campus & Karriere' fragt: Was sind die besten Methoden und Techniken um auf den letzten Metern möglichst viel herauszuholen? Wieviel kann man last minute noch pauken - und wo muss man Mut zur Lücke haben? Was bringen kostenpflichtige Crashkurse? Wie gehe ich mit Stress und Leistungsdruck um?

Gesprächsgäste:
Hanna Hardeland, Lerncoach aus Hamburg
Jürgen Möller, Lehrer aus Berlin und Mitgründer des Vereins LVB Lernen e.V. der bundesweit Vorträge an Schulen zum Thema „Lernen lernen“ anbietet
Martin Weckerle, Bildungsforscher am Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik der Universität Augsburg, forscht über Abiturvorbereitung

Beiträge:
Auf den letzten Metern lernen - Besuch bei einem Abi-Crash-Kurs in Köln

Auf den letzten Metern lernen - Umfrage: Welche Tipps haben Sie?

Am Mikrofon: Benedikt Schulz

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Es ist Prüfungszeit: Die Klausuren für das Abitur und die Mittlere Reife stehen bevor - und Deutschlands Schülerinnen und Schüler geraten mal wieder kräftig ins Schwitzen. Der Leistungsdruck ist groß, der Stressfaktor hoch. Gleichzeitig boomen Crashkurse, die die Prüflinge kurz vorher auf die Klausuren vorbereiten wollen - und bares Geld kosten. Aber: Wer jetzt erst mit dem Pauken anfängt kommt doch viel zu spät. Oder doch nicht?
Last-Minute-Lernen ist besser als sein Ruf: Wer auf den letzten Metern noch Lücken füllen will, kann damit erfolgreich sein, vorausgesetzt man geht die Aufgabe richtig an. Mit den richtigen Strategien lassen sich wertvolle Zusatzpunkte sammeln, Strategien, die auch für Studium und Beruf wertvoll sein können.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

„Geschmacklos und verhöhnend“: Wie antisemitisch ist der deutsche Rap?
Nach der Debatte um einen Vers auf dem Album ,Jung, brutal, gutaussehend 3' hat sich Rapper Farid Bang bei einer KZ-Überlebenden entschuldigt. Sein Partner Kollegah dagegen schimpft über die „Mainstreammedien“. Judenhass oder PR-Manöver? Und müsste die Szene vor dem Hintergrund eines offenbar wachsenden Antisemitismus an deutschen Schulen nicht ganz andere Signale senden?

Gedächtnissocken für den toten Hund: Neues von den Eels
Mark Oliver Everett balanciert mit seiner Band auf dem Album ,The Deconstruction' zwischen orchestralem Pop und schroffen Riffs - und erklärt in Corso, warum man als Musiker nicht ins Publikum steigen darf, warum er kleine Instrumentals liebt und welche rührende Geschichte hinter dem neusten Eels-Merchandise steckt.

„Den Augenblick schätzen": Victor Solf rettet seine Band Her im Alleingang
Nach einem millionenfach gestreamten Hitsong aus einer Smartphone-Werbung und erfolgreichen Tourneen auch durch die USA sah es für das französische Elektro-Soul-Duo gut aus. Dann starb Gitarrist Simon Carpentier an Krebs. Das Debütalbum von Her, das gerade erschien, musste Sänger Victor Solf allein fertigstellen - kein leichter Job.

Am Mikrofon: Bernd Lechler

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

DIE BESTEN 7
Das Ergebnis der Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat April vorgestellt von Maria Linsmann und Ursula Nowak

Jörg Mühle: "Zwei für mich, einer für dich"
Moritz Verlag

Joanne Schwartz: "Stadt am Meer"
Sydney Smith (Illustration)
Aus dem Englischen von Bernadette Ott
Aladin Verlag

Judith Burger: "Gertrude grenzenlos"
Ulrike Möltgen (Illustration)
Gerstenberg Verlag

Anna Woltz: "Für immer Alaska"
Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann
Carlsen Verlag

Annette Herzog und Katrine Clante: "Herzsturm/Sturmherz"
Rasmus Bregnhøi (Illustration)
Peter Hammer Verlag

Jeff Zentner: "Zusammen sind wir Helden"
Aus dem Englischen von Ingo Herzke
Carlsen Verlag

Wolfgang Korn: "Karl Marx. Ein radikaler Denker"
Hanser Verlag

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Schwerpunkt:
Vorurteile
Wie leicht Algorithmen Fehler machen können

Korpsgeist
Was man in Entscheidungssysteme hineingibt, bekommt man heraus

Aktuell:
Datenpost
Wie Post und Co. Informationen über die Bevölkerung sammeln

Käseland
Gibt es wirklich so viele Funklöcher in Deutschland?

Das Digitale Logbuch
Liebelein

Info-Update

Sternzeit 07. April 2018
Orthodoxes Osterfest

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Belauscht und abgehört: Verspielen wir unsere Privatsphäre?
Die Sprecherin des Chaos Computer Clubs Constanze Kurz und der Sprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, Reinhard Karger im Gespräch
Am Mikrofon: Uli Blumenthal

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Reihe "Späte Reue" - Transnationaler Herero und Nama Kongress in Hamburg

"Permanent Revolution". Ukrainische Gegenwartskunst in Budapest - Wie das Ludwig-Múzeum auf den Euromaidan-Aufstand blickt

Nährboden für Pegida? - Das Institut für Zeitgeschichte in München arbeitet die Geschichte der Treuhandanstalt auf

"Es ist Zeit für ein neues Manifest" - Kongress "Zukunft Deutscher Film" mit Initiator Edgar Reitz

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Alle gegen Viktor Orban? Ungarn vor der Parlamentswahl

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Deutschlandfunk aktuell

19:10 Uhr

Sport am Samstag

1. Fußball-Bundesliga, 29. Spieltag:
FC Augsburg - FC Bayern München
1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05
SC Freiburg - VfL Wolfsburg
Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC
Hamburger SV - FC Schalke 04

Fußball - Das war die Saison des FC Bayern
Kommentar zur Bayern-Meisterschaft

2. Fußball-Bundesliga, 29. Spieltag:
1. FC Nürnberg - 1. FC Heidenheim
Holstein Kiel - SV Darmstadt 98
1. FC Union Berlin - MSV Duisburg
Erzgebirge Aue - FC St. Pauli

Fußball - Was bedeutet Rechtssicherheit bei der 50+1-Regel?
Tennis - Daviscup, Viertelfinale in Valencia: Spanien - Deutschland
Formel 1 - GP von Bahrain in Sachir (Qualifying)
Volleyball - Bundesliga: BR Volleys - SVG Lüneburg
Sportarenen - Köln: Zu wenige Hallen für zu viel Spitzensport?

Basketball - Mit NBA-Star Schröder als Geldgeber: Was plant Braunschweig?

Fußballskandal - Missbrauchsvorwürfe gegen argentinische Topklubs

Am Mikrofon: Bastian Rudde

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Deutschlandfunk aktuell

20:10 Uhr

Hörspiel

Hörspiel des Monats
Simeliberg
von Michael Fehr
Realisation: Kai Grehn
Komposition: Schneider TM (Dirk Dresselhaus)
Produktion: BR/RB 2018
Länge: 83'31‘

anschließend:
Hörspielmagazin
Neues aus der Welt der akustischen Kunst

Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
Simeliberg von Michael Fehr ist mehr als eine Radiofassung seines Buchs: Es ist die Neuverdichtung des abgründigen Romans als poetisches Hörstück, in dem die in eigentümlichen Rhythmus sich entfaltende, eindringlich knorrige Sprache ebenso viel Spannung erzeugt, wie die düstere Handlung, die vom ersten Moment an in den Bann schlägt. Eine imaginäre Schweiz scheint auf im reduzierten elektronischen Sound, a capella-Zwischengesängen in Moll, und Originalaufnahmen als einer von schmalster Farbskala (weiß, Grautönen, schwarz) geprägten Klanglandschaft, in der die handelnden Personen entgegen der mimetischen Konvention mit klarer bayrischer dialektaler Färbung sprechen. Vor allem aber entsteht sie in der Stimme des Autors, der seinen Text so vorträgt, als spräche er ihn in ein Diktafon - so wie Fehr seine bildstarke originelle Prosa ja tatsächlich notiert. Es sind undurchsichtige Figuren, die dieses düstere Oben (Stadt) und Unten (das Tal, der Sumpf) bevölkern: Der Gemeindsverwalter Anatol Griese, zugezogen aus Deutschland und somit auf ewig ein Halbfremder, fährt mit einer geladenen Schrotflinte über Land. Er soll den Sonderling Schwarz, der keinen Vornamen hat, zur Begutachtung aufs Amt bringen. Hat Schwarz Anspruch auf Fürsorge? Hat der seine Frau umgebracht? Es wird viel geraunt. Sicher aber fungiert er als Anführer einer fremdenfeindlichen paramilitärischen Gruppe von Preppern, die sich vorgenommen hat, den Mars zu kolonisieren und dafür Geld und Waffen im abgelegenen Einsiedlerhof von Schwarz hortet. Eine Explosion, die Tote fordert. Fragmente einer Krimi-Handlung. Ein scheinbar richtungslos vor sich hin arbeitender behördlicher Apparat. Familiäre Verstrickungen. Falsche Verdächtigungen und falsche Toleranz. Beglänzt mitunter von tiefschwarzer Komik. Ein Stück, das nach Fehrs lapidarem Schlusssatz - Simeliberg, Aufnahme Ende - noch lange nachklingt und den Blick auf Vorurteile und Verbohrtheit im eigenen Lande richtet.

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Deutschlandfunk aktuell

22:10 Uhr

Atelier neuer Musik

Tschechisch und amerikanisch
Der Komponist und Dirigent Petr Kotík
Von Robert Nemecek

Petr Kotík wurde 1942 in Prag geboren. Als die ČSSR einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz probierte, gehörte er zu den jüngsten Vertretern einer neuen tschechoslowakischen Avantgarde. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 emigrierte Kotík in die USA, wo er mit Unterstützung von John Cage, Christian Wolff und David Tudor seine künstlerische Laufbahn fortsetzen konnte. Seine sechsstündige Vokalkomposition ,Many Many Women’ nach einem Text von Gertrude Stein brachte den Durchbruch. Seine Kombination von Polyphonie, repetitiven Strukturen und immensen Zeitdimensionen schuf ihm eine einzigartige Stellung in der amerikanischen Musik. 1970 gründete Kotík das S.E.M. Ensemble, das bis heute zu den aktivsten US-amerikanischen Formationen Neuer Musik zählt. Im Jahre 2000 initiierte er die Ostrava Days, ein weltoffenes Festival für Neue Musik in Tschechien

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Deutschlandfunk aktuell

23:10 Uhr

Lange Nacht

Liebe und Anarchie
Eine Lange Nacht über Erich Mühsam
Von Rolf Cantzen
Regie: Rita Höhne
(Wdh. vom 6./7.4.2013)

Erich Mühsam (1878 - 1934) saß zwischen allen Stühlen - fast sein ganzes Leben lang. Den schreibenden Bohemiens in München und Berlin war er zu anarchistisch: Er agitierte Arbeiter und das Lumpenproletariat und wurde wegen diverser politischer Straftaten verurteilt. Den ernsthaften Anarchisten war er zu sehr Boheme: Er dichtete zu unpolitisch, trank zu viel und vergnügte sich zu sehr - nicht nur, so der Vorwurf, mit Frauen. Nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte er sich an der Münchener Räterepublik, redete vor Zehntausenden von Arbeitern und Soldaten. Im Gegensatz zu vielen anderen Genossen überlebte Erich Mühsam die Niederschlagung der Räterepublik. Weil er mit den Kommunisten kooperierte, um den Aufstieg des Nationalsozialismus zu verhindern, wurde er von vielen anarchistischen Freunden verlassen. Weil Mühsam an der Staatskritik und am Individualismus der Anarchisten festhielt, wurde er von den Kommunsten als Kleinbürger kritisiert, - auch noch nach seiner Ermordung im KZ Sachsenhausen. Doch immer beschreiben ihn Zeitgenossen als einen herzlichen, großzügigen und gütigen Menschen. Seine derzeit neu publizierten Tagebücher machen verständlich warum.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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