Samstag, 15.05.2021
 
Seit 17:05 Uhr Streitkultur

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 08.05.2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Blue Crime

„Er ist mir lieb wie der Abendstern“ - Der Gerichtsfall Heinrich Federer
Von Geri Dillier
Regie: der Autor
Mit Hanspeter Müller-Drossaart, Ueli Jäggi, Yannick Bormuth, Peter Kner, Marco Schenardi, Franziskus Abgottspon, Daniel Kasztura, Martin Hug, Charlotte Joss u.a.
Produktion: Schweizer Radio DRS 2008
Länge: 45‘47

Der katholische Priester und Publizist Heinrich Federer gehörte zwischen 1910 und 1930 zu den meistgelesenen und bekanntesten Schweizer Autoren. Im Jahr 1902 wurde Federer in Stans verhaftet und angeklagt, an seinem zwölfjährigen Privatschüler Emil Brunner „unzüchtige Handlungen“ begangen zu haben. Der Prozess wirbelte in der Presse viel Staub auf und endete mit einem teilweisen Freispruch. An Federer haften blieb die Anklage wegen „unanständigen und Aergernis erregenden Benehmens“. Er verlor seine Arbeitsstelle bei der Zeitung, sein gesellschaftlicher Ruf war ruiniert. Was ist tatsächlich vorgefallen? War Federer ein Kinderschänder, wie es die Presse schrieb? Wurde der katholische Priester zu Unrecht vorverurteilt?
Geri Dillier lässt in seinem Hörspiel den angeklagten Heinrich Federer zu Wort kommen sowie den betroffenen Knaben Emil, den Ankläger, den Staatsanwalt, Zeugen, die Presse. Durch ausgewählte Zitate wird der Gerichtsprozess mit Federers literarischem Werk verknüpft.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Rock
Im Kosmos der Psychonauten
Die norwegische Band Motorpsycho und ihre Fans
Am Mikrofon: Tim Schauen

Musikalisch ist das Phänomen kaum zusammenfassbar, denn die gut 30 Studioalben der 1989 gegründeten Band Motorpsycho klingen allesamt unterschiedlich. Klar ist nur: Am Anfang spielten die Norweger Alternative Metal. Die sich danach entspannende Unberechenbarkeit macht es für die Fans, die sich selbst Psychonauten nennen, so spannend, dass man fast von kultischer Verehrung sprechen kann. Ein Fan der ersten Stunde ist Rolf Gustavus, der damals eigens ein Plattenlabel für Motorpsycho gründete, um der Band größtmögliche künstlerische Freiheit einräumen zu können. Bei Stickman Records veröffentlicht Motorpsycho bis heute. Ein anderer Edel-Fan und Kenner ist der Autor und Komiker Oliver Polak - er verpasst kaum ein Konzert.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Solidarität mit den Jungen: Debatte um die Impfreihenfolge

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Markus Potthoff, Essen
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Wie realistisch sind Klimaziele? Interview mit Marie-Luise Beck, Geschäftsführerin Deutsches Klima-Konsortium

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Zur Impfpatentaufhebung: Interview mit Klaus Stöhr, ehem. Leiter des WHO-Influenzaprogramms

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

SPD-Parteitag kürt Olaf Scholz offiziell zum Kanzlerkandidaten - Interview mit Wolfgang Thierse, SPD

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Stephanie Rohde

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 75 Jahren: In Leipzig eröffnet die „Friedensmesse"

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Das lange Warten auf den Pieks- Bilanz der Impfkampagne in Sachsen

Am Mikrofon: Alexander Moritz

Seit Dezember läuft die deutsche Impfkampagne gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Im Dezember wurden überall im Land Impfzentren aufgebaut - so auch in Leipzig, auf dem Messegelände. Am Anfang gab es dort motivierte Helfer, glückliche Erstimpflinge. Doch erste Schwierigkeiten wurden schnell offenbar: Im Januar mussten über 80-Jährige noch eine Viertelstunde von der Straßenbahnhaltestelle durch den Schnee stapfen, es häuften sich Probleme mit der Onlineanmeldung und vor allem; Es fehlte der Impfstoff. Inzwischen läuft der Betrieb, aber die Kritik an der Impfkampagne bleibt: Überbürokratisiert, zu langsam, schlecht gemanagt. Die Langzeitreportage von Sachsen-Korrespondent Alexander Moritz zeigt, wie groß die logistische Herausforderung ist und fragt nach politischer Verantwortung.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Lyrikerin und Schriftstellerin Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß wurde 1980 geboren und wuchs in der mecklenburgischen Kleinstadt Plau am See und in Rostock auf. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologie in Leipzig und Aix-en-Provence promovierte sie über deutsch-polnische Städtenamen und absolvierte das Deutsche Literaturinstitut Leipzig für kreatives Schreiben. Sie veröffentlicht vor allem Gedichte und Romane, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Mondseer Lyrikpreis, dem Lyrikpreis Meran und dem Eichendorff-Literaturpreis. Mit ihrem Roman „Nach Onkalo“ war sie 2017 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt erschien ihr hochgelobter Lyrikband „Taupunkt“. Kerstin Preiwuß arbeitet auch als Übersetzerin, Dozentin und Herausgeberin und lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. Für „Klassik-Pop-et cetera” hat sie Wortgewaltiges und Experimentelles zusammengestellt.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Von außen betrachtet - Die Europäische Union und ihre Nachbarn

Am 9. Mai feiert die Europäische Union den „Europatag“ - und erinnert damit an die Pariser Rede des französischen Außenministers Robert Schuman, in der er den Grundstein der heutigen Europäischen Union legte. Seitdem hat sich diese Union verändert, vergrößert und nicht selten verkompliziert. In den „Gesichtern Europas“ lassen wir unsere Nachbarinnen und Nachbarn auf die Lage der Union blicken: aus der Schweiz, Großbritannien, der Ukraine oder Serbien. Ein Blick, der nicht selten von Sehnsucht geprägt, aber durch Enttäuschungen getrübt wurde.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

EU-Erklärung zu europäischer Sozialpolitik - Ausblick: Indien-Konferenz

Bundespolitische Debatte um Impfstoffpatente

Interview mit Jan Eichhorn, Soziologe Universität Edinburgh, zu: Regionalwahlen in GB

Kür des Kanzlerkandidaten - Vor dem SPD-Parteitag

Russland begeht das Kriegsende

Machtfrage auf der Konferenz zur Zukunft Europa

Mangel an Giftspritzen: South Carolina führt Erschießungskommandos für Hinrichtungen ein

Protestwelle überrollt Kolumbien

Schwere Ausschreitungen in Jerusalem

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Friedbert Meurer

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Solidarität mit den Jungen: Debatte um die Impfreihenfolge
Umbau der Truppe: Die Herausforderungen für die Bundeswehr
Brexit-Nachwehen: Fischerei-Streit zwischen Frankreich und Großbritannien

Am Mikrofon: Frederik Rother

13:30 Uhr

Eine Welt

Frust und Ärger: Die Palästinenser und die abgesagte Wahl
Entscheidung mit Folgen: Pakistan und der Truppenabzug in Afghanistan
Vom Partner zum politischen Gegner: Chinas Führung zofft sich mit Australien
Viele Tests, wenige Infektionen: Südafrikas Weg aus der Pandemie

Am Mikrofon: Manfred Götzke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Corona und (k)ein Ende: Ist das Schuljahr noch zu retten?
In den meisten Ländern haben die Schulabschlussprüfungen begonnen, die KultusministerInnen haben ausgeharrt und sich damit durchgesetzt: Bildungspolitische Konsequenzen aus der Corona-Krise werden kaum noch diskutiert, Ideen zur Schadensbegrenzung beschränken sich auf ein milliardenschweres Nachhilfeprogramm für SchülerInnen. Das reicht aber nicht, um die Verwerfungen in den Schulen aufzufangen, sagen BildungsforscherInnen.
Wir diskutieren bei „Campus & Karriere" darüber, ob die Forderung nach einem Neuansatz für Schule berechtigt ist - oder nur eine Phantomdebatte.

Gäste:
Marcel Helbig, Bildungsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin
Stephanie Lehmann und Susanne Schäfer, Leiterinnen der Grundschule Herten-Mitte, Preisträgerinnen beim Deutschen Lehrerpreis
Markus Warnke, Geschäftsführer der gemeinnützigen Wübben-Stiftung
Am Mikrofon: Armin Himmelrath

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Sophia Kennedy mit „Monster": Stimme und Geheimnis
Ihr Debütalbum wurde in allen Feuilletons für seine expressive Vielfalt und seine Souveränität gepriesen, nun veröffentlicht Sophia Kennedy, gebürtige Amerikanerin aus Hamburg, ihr zweites Album zwischen Songwriter-Pop und Theatralik. „Wir wollen Irritationen schaffen“, sagte sie im Dlf

St. Vincent mit „Daddy's Home": Mit sich im Unreinen
Die Königin des kühlen Kunstpops besinnt sich erstmals ihrer menschlichen Schwächen. „Daddy’s Home“ ist mit Rückgriff auf den Rock- und Funk-Sound der 70er-Jahre ein Plädoyer für mehr Empathie in einer moralisch immer rigideren Gesellschaft

Kenny Mason mit „Angelic Hoodrat Supercut": Atmosphärische Duftwolken
Der aus Atlanta stammende Rapper Kenny Mason verwebt musikalische Experimentierfreude mit lyrischem Tiefgang. Seine Songs sind geprägt von einem Gespür für Atmosphären und sozialkritische Themen. Auf seinem aktuellen Album blickt er auf die Rock-Musik durch die Linse des Hip-Hop

Am Mikrofon: Bernd Lechler

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Plakatmaler, Illustrator, Bilderbuchmacher Henning Wagenbreth im Gespräch über

Wolfram Frommlet und Henning Wagenbreth (Illustration): „Mond und Morgenstern“
(Peter Hammer Verlag, Wuppertal), 24 Seiten, ab 10

Robert Louis Stevenson und Henning Wagenbreth (Illustration):
„Der Pirat und der Apotheker“
(Peter Hammer Verlag, Wuppertal), 24 Seiten, ab 10

Henning Wagenbreth: „Rückwärtsland“
(Peter Hammer Verlag, Wuppertal), 24 Seiten, ab 10

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Teamarbeit:
Videokonferenzen entwickeln sich zu Kollaborations-Plattformen weiter

Hybridlösung:
Telepräsenzsysteme nach Corona stellen technische Anforderungen

Kriminal-KI:
Das DFKI entwickelt Künstliche Intelligenz gegen Cybercrime

Das Digitale Logbuch
Entzug

Info-Update

Sternzeit 08. Mai 2021
Supernova, riesengroß und trotzdem übersehen


Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Brauchen wir einen europäischen Mindestlohn?
Der CDU-Europaabgeordnete Dennis Radtke und Christiane Miβlbeck-Winberg vom dänischen Arbeitgeberverband im Gespräch
Am Mikrofon: Christoph Schäfer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Jenseitiges Glück - Janáčeks Oper "Šárka" inszeniert Dieter Kaegi in Solothurn

"Die Politiker" - Charlotte Sprenger inszeniert das Stück von Wolfram Lotz am Thalia Theater in Hamburg

Endlich mal erklärt - "Theater ohne Publikum" und "unsichtbares Theater" - Alte Begriffe, in Corona-Zeiten neu gelesen

„Das Andere sehen? Der kolonialistische Blick“ - Das Deutsche Schifffahrtsmuseum zeigt historische Reisealben von Matrosen
Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin des DSM, im Gespräch

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Erbe des Weltkriegs: Bomben und Munition im Boden und im Meer

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Fußball - Bundesliga, 32. Spieltag:
Borussia Dortmund - RB Leipzig
TSG Hoffenheim - FC Schalke 04
VfL Wolfsburg - 1. FC Union Berlin
Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen
FC Bayern München - Borussia Mönchengladbach

Fußball - 2. Liga, 32. Spieltag:
Fortuna Düsseldorf - Eintracht Braunschweig
SpVgg Greuther Fürth - Karlsruher SC
FC Würzburger Kickers - VfL Osnabrück

Sponsor von Schalke und Champions League - Wie Gazprom den Fußball als Plattform benutzt

DOSB - Turbulenzen im Dachverband

Kanu - EM und Olympia-Qualifikation Slalom in Ivrea/Italien

Radsport - Giro d´Italia, 1. Etappe (Auftakt in Turin)

Eishockey - WM-Vorbereitungsspiel in Nürnberg: Deutschland - Belarus

Formel 1 - Großer Preis von Spanien" in Barcelona: Qualifying

Testosterondoping - Neue Nachweismethoden

Sportpolitik - Aus Protest gegen die Gewalt in seiner Heimat: Schwimmer aus Myanmar verzichtet auf Olympia-Start

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Roman eines Schicksallosen
Von Imre Kertész
Aus dem Ungarischen von Christina Viragh
Bearbeitung: Valerie Stiegele
Regie: Ulrich Gerhardt
Mit: Jens Harzer, Rudolf Wessely
Produktion: NDR 2000

Imre Kertész erzählt die Geschichte eines Budapester Jungen, der 1944 aus einem Autobus geholt und nach Auschwitz verschleppt wurde - eine Geschichte, die auch seine eigene ist. Was aber macht Kertész’ Beschreibung so außergewöhnlich? Sie ist ein Bericht über den Holocaust aus der Perspektive eines erstaunten Kindes, das jedes schreckliche Detail im Konzentrationslager registriert, ohne zu bewerten oder gar zu rebellieren. Diese verstörende Diskrepanz zwischen dem Ton und dem Inhalt des Berichts war durchaus beabsichtigt. Kertész, der an diesem ersten Teil einer Trilogie mehr als 12 Jahre gearbeitet hat, erläutert hierzu: „Ich vertraue darauf, dass die Moral des Lesers durch die scheinbar unmoralischen kalten Zeilen des Buches verletzt wird. Dass er sich darüber empört, dass sich der Ich-Erzähler eben nicht empört, sondern scheinbar alles klaglos hinnimmt.”

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Trio Accanto spielt Christian Wolffs „Exercises“

Am Mikrofon: Hanno Ehrler

Seit 1973 schreibt der US-Avantgardist Christian Wolff „Exercises“. Sie sind Ausdruck seines experimentellen musikalischen Denkens, und er versteht ihre Partituren als Vorschläge. Die Musiker wählen aus, was überhaupt gespielt werden soll, sie bestimmen das Tempo und manchmal sogar die Tonhöhe. Wolff möchte, dass Komponist und Musiker zusammen über die endgültige Gestalt eines Stückes entscheiden. Eine Reihe dieser „Exercises“ hat das deutsche Trio Accanto im vergangenen Jahr im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt, sie sollen beim Label Wergo erscheinen. Christian Wolff, 1934 in Nizza geboren, ist der Sohn des Verlegerehepaars Helen und Kurt Wolff. Über Grete Sultan fand er zum Kreis um John Cage.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

„Unter seinem Hut ist Utopia"
Eine Lange Nacht über Joseph Beuys
von Berit Hempel
Regie: Burkhard Reinartz

Schamane, Scharlatan, Vordenker? Der Zeichner, Bildhauer und Aktionskünstler Joseph Beuys erklärte einem toten Hasen Bilder, teilte sich mit einem Kojoten mehrere Tage einen Galerieraum, arbeitete mit ungewöhnlichen Materialien wie Fett, Filz und Honig. Mit wenigen Zeichenstrichen und einzelnen Wörtern öffnete er neue Gedankenräume. Beuys sah den Menschen in seiner Gesamtheit als Künstler und wollte das politische System und die Gesellschaft verändern. Durch seinen allumfassenden Ansatz veränderte er die Kunst. Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 geboren, gilt als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit seinem erweiterten Kunstbegriff und der Theorie der „sozialen Plastik“. Dabei polarisierte der Mann mit Hut und Weste wie kaum ein anderer, wurde verehrt und war umstritten. Sein Credo „jeder Mensch ist ein Künstler“ verstanden viele Menschen falsch. Als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie öffnete er seine Klasse für alle Studienbewerber, als Aktionskünstler bezog er Schläge, als Zeichner von Hirschen schuf er einen Kosmos, der tief in die Evolution reicht. Mit der Pflanzung von 7.000 Eichen forderte der Mitbegründer der Grünen 1982 auf der documenta 7 „Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“. „Unter seinem Hut steckt Utopia“ - mit diesen Worten wurde Beuys 1986 der Wilhelm-Lehmbruck-Preis überreicht. Wenige Tage später, am 23. Januar, starb der Künstler in seinem Düsseldorfer Atelier. Die „Lange Nacht“ versucht dieses Utopia zu ergründen, mit den Worten des Künstlers und in Interviews mit Wegbereitern, Weggefährten und Kunstbewahrern. Sie zeichnet den Lebensweg eines Menschen, der künstlerische Grenzen überschritt und an die Fähigkeit des Menschen glaubte: „Die Welt ist voller Rätsel und Aufgabenstellung, voller Rätsel. Für diese Rätsel aber ist der Mensch die Lösung“.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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