Montag, 20.09.2021
 
Seit 16:30 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 12.09.2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Vom Inferno zum Paradies
Eine Lange Nacht über Dante und die „Göttliche Komödie"
Von Astrid Nettling
Regie: Burkhard Reinartz

Die meisten kennen Dantes „Göttliche Komödie" dem Namen nach. Wer aber hat sie tatsächlich gelesen? Und doch fasziniert das Werk des in Florenz geborenen Dichters seit 700 Jahren die Menschen weltweit durch seine dichterische Kraft und Schönheit. Entstanden ist die „Divina Commedia" zwischen 1306 und 1321 in den langen Jahren seines Exils. Vollendet hat Dante sein Werk kurz vor seinem Tod. Er stirbt am 14. September 1321 in Ravenna. Die „Lange Nacht" nimmt den Hörer mit auf den so sprach- wie bildermächtigen Weg durch seine „Divina Commedia" und begleitet den Dichter durch die düsteren Schrecknisse des „Inferno", die Läuterungen des „Purgatorio" und die lichterfüllte Schönheit des „Paradiso". Unterwegs begegnet der Hörer so bekannten Gestalten wie den unglückselig Liebenden Francesca da Rimini und Paolo, wird Zeuge seines Wiedersehens mit Beatrice, der Frühverstorbenen und unsterblichen Liebe Dantes. Zugleich erlebt er den Dichter als eine wegweisende Gestalt im Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit und als scharfen Kritiker seiner Zeit, der sein Werk mit dem erklärten Ziel geschrieben hat, „die Lebenden aus dem Zustand des Elends herauszuholen und sie zum Zustand des Glücks hinzuführen".

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Besitze ich Dich?
Lieder von Richard Strauss, Hugo Wolf, Erich Wolfgang Korngold, Robert Schumann und Viktor Ullmann

Nikola Hillebrand, Sopran
Eric Schneider, Klavier

Aufnahme vom 11.10.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Klarenz Barlow
Stücke für Selbstspielklavier:
„...or a cherish'd bard..."
Estudio Siete
Pandora

„Cogluotobüsisletmesi". Fassung für 4 Klaviere

Klarenz Barlow, Klavier
Irmela Roelcke, Klavier
Hermann Kretzschmar, Klavier
Jürgen Kruse, Klavier
Benjamin Kobler, Klavier
Leitung: James Avery

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Terroranschlag vor 20 Jahren - wie 9/11 die USA verändert hat

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Komponist: Johann Pachelbel
"Was Gott tut, das ist wohlgetan". Choral mit 9 Partiten für Orgel solo
Thiemo Janssen, Orgel

Johann Sebastian Bach
"Jauchzet Gott in allen Landen". Kantate am 15. Sonntag nach Trinitatis und für alle Zeit, für Sopran, Trompete, Streicher und Basso continuo, BWV 51
Natalie Dessay, Sopran
Neil Brough, Trompete
Le Concert d'Astrée
Leitung: Emmanuelle Haïm

Christoph Graupner
"Was Gott thut das ist wohl gethan, es bleibt gerecht sein Wille". Kantate für 4 Solisten, Streicher und Basso continuo, GWV 1114/30
Andrea Lauren Brown, Sopran
Kai Wessel, Altus
Georg Poplutz, Tenor
Dominik Wörner, Bass
Kirchheimer BachConsort
Leitung: Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Mehr als nur ein Gedicht - Junge ungarische Roma übersetzen Amanda Gorman

Reden mit Russland- Bündnispolitische Orientierungen. Ein Interview mit dem Friedens- und Konfliktforscher Andreas Heinemann

Moderne-Imaginationen - Zum 700. Todestag Dante Alighieris. Ein Interview mit dem HistorikerAchatz von Müller

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Abschied von der Normalität - Parteien, Personen, Profile. Ein Interview mit dem Publizisten Hugo Müller-Vogg

Denk ich an Deutschland: der Autor und Musiker Kai Lüftner

Am Mikrofon: Michael Köhler

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Wohin sich wenden? NineEleven. Erschütterung und die Suche nach Worten
Von Andrea Schneider
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Der polnische Schriftsteller Stanisław Lem geboren

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

50 Jahre Theorie der Gerechtigkeit (2/3)

Die verlorene Gerechtigkeit
Von Gemma Pörzgen

Ideal und ignorant
Von Christine Bratu

(Teil 3 am 19.9.2021)

Vor 50 Jahren erschien „A Theory of Justice“ des Harvard-Philosophen John Rawls. Stößt die lange Jahre gültige Gerechtigkeitstheorie heute an ihre Grenzen? Wie könnte oder müsste man Rawls' Theorie für die Gesellschaft von heute aktualisieren?

Die verlorene Gerechtigkeit
Für manche ist es nur eine Worthülse, für andere das wichtigste politische Ziel. Über Gerechtigkeit wird viel und gerne debattiert, aber jeder versteht darunter etwas anderes. Damit sind immer wieder auch aktuelle Fragestellungen der Gesellschaft berührt, Stichwort soziale Gerechtigkeit, Gendergerechtigkeit und so weiter. Der Versuch einer Annäherung.

Ideal und ignorant
In seiner „Theorie der Gerechtigkeit“ skizziert der Philosoph John Rawls einen Staat, dessen Ziel es ist, jedes Individuum angemessen zu respektieren. Dennoch erfährt diese politische Utopie quasi seit ihrer Veröffentlichung Kritik von feministischer Seite. Über die blinden Flecke einer Theorie, die es vielleicht zu gut mit uns meinte.

Christine Bratu, geboren 1981, studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin und akademische Rätin an der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft der LMU München tätig. Seit April 2020 ist sie Professorin für Philosophie mit Schwerpunkt Genderforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Im „Handbuch Gerechtigkeit“ veröffentlichte sie 2016 ihren Beitrag über das Differenzprinzip, Teil von Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie.
Gemma Pörzgen, geboren 1962. Sie wuchs in Moskau auf, studierte in München Politikwissenschaften, Slawistik und Osteuropäische Geschichte, war Volontärin bei der Frankfurter Rundschau, Nachrichtenredakteurin, Auslandskorrespondentin und arbeitet heute als freie Journalistin mit Osteuropa-Schwerpunkt in Berlin.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus dem Dom St. Bartholomäus in Frankfurt am Main
Zelebrant: Stadtdekan Johannes zu Eltz
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender, Unions-Kanzlerkandidat und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

In der Mitte des Stiefels an der Adria
Durch 'Le Marche' in Italien

Mit dem Liegetandem auf Deutschlandreise
Unterwegs zu 46 Städten mit dem Namen Neukirchen

Revolution auf zwei Rädern
Fahrradfahren in Santiago de Chile

Der Sieben-Kapellen-Radrundweg
Auf Tour durchs Schwäbische Donautal

Am Mikrofon: Susan Zare

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Schriftsteller Steffen Kopetzky im Gespräch mit Joachim Scholl

Mit experimenteller Prosa wurde Steffen Kopetzky schon als junger Mann bekannt. Mittlerweile zählt er, Jahrgang 1971, vor allem mit historischen Stoffen zu den erfolgreichsten deutschen Romanciers. In „Risiko“ ging er auf eine spektakuläre Expedition während des Ersten Weltkriegs, in „Propaganda“ brachte er die letzte große Schlacht in der Eifel 1945 zu Papier. Und dort spielt auch sein jüngster Roman „Monschau“ - die Geschichte der letzten Pocken-Epidemie in Deutschland.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Tintenfische
Die britische Band Squid
Von Anja Buchmann

Rhythmisch, bunt, basslastig, das ist die junge Band Squid: fünf Musiker mit Gitarre, Bass, Keyboards, Schlagzeug und Gesang aus dem englischen Küstenort Brighton, inzwischen leben sie in Bristol und London. 2016 hat das Quintett seine erste, noch sehr von Joy Division geprägte, eher düster-atmosphärisch gehaltene EP herausgebracht, 2021 dann das Debütalbum „Bright green field“. Wie einige der letzten Singles klingt das sehr druckvoll, sehr originell, sehr abwechslungsreich: Mal nach griffigem Post-Punk, mal mit geradezu jazzigen Anstrich, mal nach Krautrock, mal nach experimentellem Pop. Wie das nächste Werk sich anhört? Man weiß es noch nicht, nicht mal die Band selbst. Eine spannende Formation, die beim legendären Warp-Label unter Vertrag ist: Squid.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Dana Kaplan, Eva Illouz: „Was ist sexuelles Kapital?“
Aus dem Englischen von Michael Adrian
(Suhrkamp Verlag, Berlin)
Ein Beitrag von Leander Scholz

Am Mikrofon: Nora Karches

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Wer geht zuerst: Das Fax - oder die Pandemie?
Corona als Stresstest für den Gesundheitsdienst
Von Piotr Heller

Nach 18 Monaten Corona-Pandemie scheint sich bei der Digitalisierung des Gesundheitsdienstes einiges getan zu haben. In den ersten Wellen waren die Gesundheitsämter noch an ihre Grenzen gestoßen und konnten nicht alle Infektionsketten bearbeiten. Sie erhielten Testergebnisse per Fax, mussten Infizierten und Kontaktpersonen hinterhertelefonieren und riesige Excel-Tabellen pflegen. Heute laufen die Fälle rein digital ein, die Kommunikation mit dem Bürger wird von Apps unterstützt und hochspezialisierte Computerprogramme zeigen den Ermittlern, wie sie effizient Infektionsketten unterbrechen. Doch schaut man genauer unter diese Oberfläche, tun sich Risse auf. Digitale Standards prallen auf ein föderales System aus 400 Gesundheitsämtern, von denen jedes selbst entscheidet, wo es mitmacht und wo nicht. Die digitale Infrastruktur der Ämter ist dadurch derart unterschiedlich, dass Amtsärzte noch heute zum Faxgerät greifen müssen, wenn sie Kollegen in einem anderen Landkreis von Corona-Fällen berichten wollen. Wissenschaft im Brennpunkt fragt nach, wo die Digitalisierung im öffentlichen Gesundheitsdienst trotz bester Absichten scheitert und warum Experten mit der vierten Welle immer noch große Schwierigkeiten auf Deutschland zukommen sehen.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Block-Bildung? Lutz Hachmeister zur Kanzlerkandidaten-Trielle und zum Wahlkampf in den privaten und öffentlich-rechtlichen Medien im Gespräch mit Stephan Detjen

17:30 Uhr

Kultur heute

Goldene Löwen vergeben - Zum Abschluss der Filmfestspiele Venedig

Diktatur der Gutmeinenden? Eine Veranstaltungsreihe beim Literaturfestival Berlin

Nur für Erwachsene: Yana Ross inszeniert "Kurze Interviews mit fiesen Männern - 22 Arten der Einsamkeit" nach David Foster Wallace am Schauspielhaus Zürich

The Way Out - Das Kunstfestival "Steirischer Herbst" sucht Wege aus der Krise

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:35 Sporttelegramm

18:40 Uhr

Hintergrund

Weniger Fleisch, mehr Pflanzen: Verschläft die Politik die Ernährungswende?

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Leichtathletik- ISTAF in Berlin

Tennis - US Open: Vorschau Finale der Männer

Fußball - Bundesliga, 4. Spieltag:
Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart
VfL Bochum - Hertha BSC
Borussia Mönchengladbach - Arminia Bielefeld

Fußball - 2. Liga, 6. Spieltag:
1. FC Heidenheim - Dynamo Dresden
SC Paderborn 07 - FC Schalke 04
Erzgebirge Aue - Fortuna Düsseldorf
SSV Jahn Regensburg - 1. FC Nürnberg
FC Hansa Rostock - SV Darmstadt 98

Fußball - Impfaktionen und Unmut bei Bundesligisten
Fußball - Wo ist die Regenbogenfahne in der Bundesliga?

Formel 1 - "Großer Preis von Italien" in Monza

Auftakt Handball-Bundesliga - Flensburg: Die Leiden der Fans in der Coronakrise

Tischtennis - Warum es eine Parkinson-WM im Tischtennis gibt

Schulsportserie, Teil 2 - Heterogenität im Sport

Volleyball - EM der Männer, Achtelfinale: Deutschland - Bulgarien

Am Mikrofon: Marina Schweizer

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Deutschlandfunk aktuell

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Mozartfest Würzburg 2021

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 12 A-Dur, KV 414

Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1 c-Moll, op. 35

Alexander Melnikov, Klavier und Leitung
Christopher Dicken, Trompete
Mahler Chamber Orchestra

Aufnahme vom 30.5.2021 aus der Würzburger Residenz

Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

Dieses Jahr feierte Deutschlands ältestes Mozart-Festival sein 100. Jubiläum. Der wichtigste Spielort für das Mozartfest Würzburg ist seit Anbeginn die Residenz. Im prächtigen Kaisersaal trat Ende Mai das Mahler Chamber Orchestra gemeinsam mit Pianist Alexander Melnikov auf. Auf dem Programm stand natürlich Mozart: dessen Klavierkonzert A-Dur, KV 414. Mozart hat es sich in seinen frühen Wiener Jahren in die eigenen Finger komponiert. Brillante Musik, leicht und spritzig, aber keinesfalls leichtgewichtig. Nicht Mozart, aber sein guter Freund Joseph Haydn taucht kurzzeitig in Dmitri Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester auf. Das grotesk überdrehte Stück aus den 1930er-Jahren steckt voller parodistischer Anspielungen und Zitate aus der Musikgeschichte. Alexander Melnikov und Trompeter Christopher Dicken spielen sich darin virtuos die Bälle zu.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

Sportausschuss - Abschied aus dem Bundestag: Dagmar Freitag (SPD)

Impulse als „unerbetene Einmischung“

Die Fragen stellt: Marina Schweizer

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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