Freitag, 04.12.2020
 

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 15.11.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Leben will ich, leben, leben“
Die Lange Nacht über die Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek
Von Hermann Vinke
Regie: Daniela Herzberg

Am 14. November 1920, also vor 100 Jahren, wurde die Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek in Bremen geboren. Sie entstammte einer Familie von Malern, Musikern und Keramikern, wuchs in Fischerhude auf und schloss sich 1941 in Berlin der Roten Kapelle an, einer der größten Widerstandsgruppen im Dritten Reich, die zugleich den größten Frauenanteil besaß. Wie Sophie Scholl von der Weißen Rose in München, entwarf und verteilte Cato Flugblätter, wurde zum Tode verurteilt und nach fast zehnmonatiger Haft am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Ihre Briefe aus der Haft, gelesen von Julia Jentsch, gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen einer politischen Gefangenen während der NS-Zeit. Die Musik dieser Langen Nacht gestaltet der Komponist Helge Burggrabe. Zu den Mitwirkenden gehört das Frauenensemble Sjaella aus Leipzig. Angehörige, Freunde und Zeitzeugen erzählen die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die in die 1920er-Jahre hineingeboren wurde, mit jeder Faser am Leben hing und selbst im Gefängnis mutig und unbeugsam ihren geistigen Widerstand aufrecht hielt.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Kammermusikfest „Spannungen" 2019

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett G-Dur, KV 387

Christian Tetzlaff, Violine
Katharine Gowers, Violine
Volker Jacobsen, Viola
Gustav Rivinius, Violoncello

Aufnahme vom 30.6.2019 aus dem Wasserkraftwerk in Heimbach

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Walter Braunfels
Sinfonia brevis für Orchester, op. 69

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Leitung: Gregor Bühl

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Atomwaffen im Morgenland: Es geht nicht allein um den Iran

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
„Wohl dem, der sich auf seinen Gott recht kindlich kann verlassen". Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 139
Susanne Frei, Sopran
Antonia Frey, Alt
Johannes Kaleschke, Tenor
Ekkehard Abele, Bass
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

Dietrich Buxtehude
Präludium für Orgel e-Moll, BuxWV 142
Bernard Foccroulle, Orgel

Georg Friedrich Händel
„Saeviat tellus inter rigores". Motette für Sopran, 2 Oboen, Streicher und Basso continuo, HWV 240
Roberta Invernizzi, Sopran
Academia Montis Regalis
Leitung: Alessandro de Marchi

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Corona - Historischer Epochenwechsel oder nur Pause vom Kapitalismus?

Das Gasthaus - Verlorener Heimatort? Ein Interview mit dem Gastrokritiker Erwin Seitz

Das Interregnum - Zum Herrschaftswechsel in der Geschichte ein Interview mit dem Historiker Martin Kaufhold

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

75 Jahre Nürnberger Prozesse - Ein Interview mit der Historikerin Annette Weinke

Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Axel Milberg

Am Mikrofon: Benedikt Schulz

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Helden, Opfer, Kriegsverbrecher. Über die Kultur des Gedenkens
Von Pfarrer Jörg Machel
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Danzig wird zur „Freien Stadt" erklärt

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Neue Reden aus Los Angeles und aus der Paulskirche
55 Stimmen für die Demokratie (Teil 3)
Von Stephanie Metzger

Demokratie in Zeiten der Pandemie und die Gefahr der demokratischen Verwahrlosung: Hoffnung aber auch Warnung prägen die drei neuen Stimmen, die im Rahmen des Projekts „55 Voices for Democracy“ vom Thomas Mann House in Los Angeles über die gegenwärtige Lage der Demokratie nachdenken. Die Soziologin Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, weist in ihrer Rede, gehalten in der Frankfurter Paulskirche, auf das anhaltende Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die Demokratie in Zeiten der Pandemie hin. Als ein Begriff, der nicht auf Gewissheiten, sondern auf Begegnung setzt, gelte es aber, dieses Vertrauen zu nähren, indem soziale Räume durchlässig bleiben, Frauen nicht zurück ins Heim gedrängt werden und gesellschaftliche Teilhabe für alle möglich bleibt. Ebenfalls in Frankfurt warnte der Politologe und Philosoph Rainer Forst vor der „Verwahrlosung“ der Demokratie, die sich an der Aushöhlung des Begriffs, sozialer Abschottung und politischer Radikalisierung immer deutlicher manifestiere. Die Kulturwissenschaftlerin Heike Paul schließlich erinnert in ihrer Rede daran, dass Demokratie ohne einen Kampf für die Rechte von Frauen und aller anderen „Anderen“ nicht zu denken ist. Das Projekt „55 Voices for Democracy“ vom Thomas Mann House knüpft an die 55 Radioansprachen an, in denen sich Thomas Mann über die BBC während der Kriegsjahre an Hörerinnen und Hörer in Deutschland, der Schweiz, Schweden und in den besetzten Ländern Niederlande und Tschechoslowakei wandte.
 

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Kirche St. Fidelis in Stuttgart
Zelebrant: Pfarrer Stefan Karbach
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Prof. Volker Depkat, Amerikanist, Universität Regensburg

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Verborgener Schatz der Nordägäis
Mastix aus Chios

Die Inseln des Mahlstroms
Eine Reise zu Edgar Allan Poes Lofoten

Wind und Wellen für immer
Seebestattung auf der Nordsee

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Orgelbauer Philipp Klais im Gespräch mit Raoul Mörchen

Klais - der Name ist in der Welt der Orgel, was Steinway bei den Klavieren und Stradivari bei den Geigen: ein Siegel für höchste Qualität. Hunderte von Instrumenten haben seit der Firmengründung 1882 die Werkstätten in Bonn verlassen, Tausende vermutlich sind hier wieder instand gesetzt worden. Die beiden großen Orgeln des Kölner Doms sind „made by Klais“, die Orgel der Hamburger Elbphilharmonie oder der Kathedrale von Leeds, Klais-Orgeln findet man in Peking und Wuhan, in Neuseeland und Argentinien.
Philip Klais, geboren 1967, leitet die Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG in mittlerweile vierter Generation - und hat den Betrieb seines Urgroßvaters fest in der Weltspitze verankert. Nahe der Bonner Altstadt bewahrt er mit seinen 80 Mitarbeitern das Wissen eines Handwerks in einer Vollständigkeit, wie man sie nur noch in ganz wenigen Betrieben findet. Nur selten aber trifft man ihn an in seinem Büro an der Kölner Straße - meist sitzt er in Auto, Zug oder Flugzeug, um für Kunden in der ganzen Welt neue Instrumente zu entwerfen und alte zu restaurieren.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Zwischen den Stühlen
Die amerikanische Band All Them Witches
Von Anke Behlert

Weil er gerne eine Band gründen wollte, ist Schlagzeuger Robby Staebler 2012 von Portland nach Nashville gezogen. Bassist, Gitarrist und Keyboarder hatte er bald gefunden, aber wer jetzt glaubt: Nashville, alles klar, muss wohl eine Countryband sein, ist auf dem Holzweg. All Them Witches haben ihre musikalischen Vorbilder eher im Blues, dem Psychedelic- und Hardrock der frühen 70er- und dem Desert Rock der 90er-Jahre. Nicht verwunderlich also, dass ihr Debütalbum „Our Mother Electricity“ 2013 beim Münchner Heavy-Psych-Label Elektrohasch Schallplatten erschien. Das aktuelle Werk „Nothing As The Ideal“ haben sie als Trio, ohne Keyboarder, in den Abbey Road Studios aufgenommen und der Geist des legendären Londoner Ortes hat die Musiker offenbar beflügelt. Auf ihrem sechsten Longplayer in nur acht Jahren präsentieren sich All Them Witches spiel- und experimentierfreudig und auf der Höhe ihres Könnens.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Katharina Rudolph: „Rebell im Maßanzug. Leonhard Frank. Die Biographie“
(Aufbau Verlag, Berlin)
Ein Beitrag von Oliver Pfohlmann

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Virus und Medien: Wer verbreitet hier was?
Virologe Christian Drosten iim Gespräch mit Corinna Buschow und Stephan Detjen

Während der Coronavirus-Pandemie zählt er zu den wichtigsten Beratern der Behörden. Aber auch in den Medien ist er als Experte omnipräsent: Im „Coronavirus-Update“ erläutert Christian Drosten seit Monaten Studien und Wissenswertes zur Coronavirus-Pandemie. Seinen Aussagen lauschen Millionen Zuhörerinnen und Zuhörer in Deutschland. Gleichzeitig fühlte er sich immer wieder missverstanden oder unzulässig verkürzt dargestellt. Bei den „Formaten des Politischen“ spricht Christian Drosten mit Corinna Buschow (epd) und Stephan Detjen (Deutschlandfunk) über die Berichterstattung zum Virus.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Corona im Krisengebiet - Der deutsch-jemenitische Arzt und Schriftsteller Marwan Al-Ghafory im Gespräch mit Stephan Detjen

17:30 Uhr

Kultur heute

Im Herzen wild - Malerei der Schweizer Romantik im Kunsthaus Zürich

Tag des inhaftierten Schriftstellers - Der internationale PEN erinnert an bedrohte Autorinnen und Autoren
Heinrich Peuckmann im Gespräch, Generalsekretär des PEN-Zentrum Deutschland

"Fast Forward" - Das Festival für junge Regie online aus Dresden

Ausweitung der Erinnerungszone - Totengedenken am Volkstrauertag
Historiker Manfred Hettling im Gespräch

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Geschichte Aktuell: Vor 25 Jahren: Oskar Lafontaine stürzt Rudolf Scharping auf dem Mannheimer SPD-Parteitag

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

DFB - Nach dem Spiel gegen die Ukraine
DFB - Interview mit Bundestrainer Joachim Löw

FC Bayern München - Der Rekordmeister als neuer Liga-Boss?

Frauenfußball - FC Bayern München - VfL Wolfsburg

Fußball und Corona in England - warum Jungs kicken dürfen, Mädchen aber nicht

Formel 1 - Großer Preis der Türkei in Istanbul
Formel 1 - Lewis Hamilton, was kommt nach der Rekordsaison ,
Kollegengespräch mit Motorsportexperte Anno Hecker

Tennis - ATP-Masters in London

Bahnrad-EM - Maximilian Levy holt das Maximale

Sexueller Missbrauch im Boxsport - Interview mit Boxerin Nadine Apetz

Serie: 30 Jahre deutsche Einheit, Teil 1:
Die deutsche Hochschule für Körperkultur in Leipzig (DHFK)

Nachwuchssegler Lennart Burke bei der Mini-Trans

Profigolf - Wachstum auf dem Wettmarkt

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Dreierpack (2/3)
An den Ufern der Sehnsucht
Anatomie eines unstillbaren Gefühls
Von Burkhard Reinartz
Regie: der Autor
Produktion: Deutschlandfunk 2011
(Teil 3 am 22.11.2020)

Unerreichbar weit weg und gleichzeitig ganz nah im Herzen regiert die Sehnsucht. Der Philosoph Friedrich Schleiermacher sah in ihr den Urquell des religiösen Gefühls. Dichter und Musiker sprechen von ihr als Motor ihrer schöpferischen Arbeit. Richard Wagner nannte sie eine „unendliche Melodie“. Jeder Mensch hat geheime und offen ausgesprochene Sehnsüchte. Die Sehnsucht nach Geborgenheit, nach der ewigen Liebe, nach Heimat, nach einer heilen Welt. Sie kann einen in den Himmel heben oder in Abgründe stürzen. Sehnsucht ist ein zwiespältiges Gefühl: Sie wärmt die Seele oder sie verbrennt sie. Manche lieben die Sehnsucht, andere fühlen sich von der Intensität des Gefühls bedroht und wehren es ab. Manche verstricken sich so sehr in ihrem Sehnen, dass es in Sucht umschlägt. Doch ohne die Schubkraft Sehnsucht schöpfen manche Menschen ihre Möglichkeiten nicht aus. Sehnsüchte helfen einem, dem Leben eine Richtung zu geben und sich Ziele zu stecken. Weshalb Rainer Maria Rilke meinte: „Nicht die sind also zu bedauern, deren Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen, sondern diejenigen, die keine mehr haben.“

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Hölderlin 250

Klaus Huber
Ein Hauch von Unzeit

Luigi Nono
Doch uns ist gegeben

Stefan Wolpe
Fünf Lieder

Sebastian Claren
Adler (UA)

Heinz Holliger
Die Jahreszeiten

SCHOLA HEIDELBERG
ensemble aisthesis
Leitung: Walter Nußbaum

Aufnahmen vom 19. und 20.9.2020 im Betriebswerk Heidelberg

Am Mikrofon: Georg Beck

Leben und Werk des Dichters Friedrich Hölderlin (1770 - 1843) haben weit ausgestrahlt, bis heute, auch in der Musik. Kaum ein namhafter zeitgenössischer Komponist, der sich nicht aufgerufen gefühlt hätte zu eigener schöpferischer Entfaltung. Die Verse des Lyrikers wie auch sein Schicksal, Jahrzehnte in geistiger Umnachtung in seiner Tübinger Turmstube verbringen zu müssen, haben Spuren hinterlassen. Zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins präsentieren Schola Heidelberg und ensemble aisthesis unter der Leitung von Walter Nußbaum Werke von Klaus Huber, Luigi Nono, Heinz Holliger, Stefan Wolpe sowie eine Auftragskomposition von Sebastian Claren.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

Rechtsextremismus im Sport: Hooligans und Kampfsportler als "Rammbock" für Querdenker

mit Robert Claus, Projektmitarbeiter der „Kompetenzgruppe für Fankulturen & Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaS)
und Stephan Kramer, Präsident Verfassungsschutz des Landes Thüringen

Die Fragen stellt Maximilian Rieger

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Aktuelle Themen

Ein Screenshot von einem Trump-Tweet mit Warnhinweis versehen (imago images / ZUMA Wire)

US-Wahl und danach Strategien im Kampf gegen Desinformation in den sozialen Medien

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