Samstag, 30.05.2020
 
Seit 08:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 17.05.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Faszination Innenwelt
Die Lange Nacht der Träume
Von Elke Pressler
Regie: die Autorin
(Wdh. v. 16./17.1.2016)

Traum- und Wachbewusstsein - diese beiden Seins-Zustände ähneln sich viel mehr, als man bislang dachte. Selbst im Tiefschlaf liegt die Hirnaktivität bei 80 Prozent, während tagsüber das Gehirn mindestens in der Hälfte der Zeit im Traummodus arbeitet, obwohl es sich eigentlich im Wachzustand befindet. Dazu zählen Traumforscher die Tagträume, bei denen sich Menschen oft nur für wenige Momente in Hirngespinsten verlieren. Wunschträume von einer Abenteuerreise oder einem Lottogewinn lösen im Hirn unweigerlich die Schaltkreise des Traumbewusstseins aus. Die Leistungsgesellschaft urteilt zwar ungnädig über jene Zeitgenossen, die am Tag allzu verträumt wirken, inzwischen wird aber auch in der Wissenschaft erkannt, dass Tagträumer entgegen ihrem schlechten Image recht produktiv sind: während ihre Gedanken schweifen, verbessern sie ihre sozialen Fähigkeiten und ihr kreatives Potenzial. Schöpferisches Tagträumen fördert die Fähigkeit zum Lösen von Problemen und zu sinnvollem Planen. Möglich wird dies durch Unterbrechungen jener Informations- und Ablenkungsflut, die während des Wachzustands unentwegt auf den Geist niederbraust. Und auch während des Nachtschlafs passiert nicht nichts; das Gehirn brütet auch in diesem Zustand präzise und klar; es denkt, tüftelt und fällt sogar Entscheidungen - zuweilen effektiver als im Wachzustand. Gedankliche Abschottung oder Traum-Tiefen - das Imaginationsnetzwerk ist immer in vollem Gange.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Kammermusikfest „Spannungen“ 2019

Volker David Kirchner
„Exil" für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Max Bruch
Streichquintett Es-Dur, op. posth.

Sharon Kam, Klarinette
Florian Donderer, Violine
Quirine Viersen, Violoncello
Danae Dörken, Klavier
Elisabeth Kufferath, Viola
Isabelle Faust, Violine
Sindy Mohamed, Viola
Maximilian Hornung, Violoncello

Aufnahme vom 24.6.2019 aus dem Wasserkraftwerk, Heimbach

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Johann Nikolaus Denninger
Trios für Klavier, Violine und Violoncello, op. 4 Nr. 1 & 2

Trio 1790:
Annette Wehnert, Violine
Imola Gombos, Violoncello
Harald Hoeren, Hammerklavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Dietrich Buxtehude
Präludium und Fuge für Orgel g-Moll, BUXWV 163
Gustav Leonhardt, Orgel

Johann Sebastian Bach
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch". Kantate am Sonntag Rogate für Soli, Chor und Orchester, BWV 86
Yukari Nonoshita, Sopran
Robin Blaze, Countertenor - Alt
Makoto Sakurada, Tenor
Stephan MacLeod, Bass
Chor und Orchester: Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

Georg Philipp Telemann
Quartett für Blockflöte, Violine, Viola und Basso continuo, g-Moll, TWV 43:g4
Camerata Köln

Joachim Decker
„Vater unser im Himmelreich". Choral für Vokalensemble
Il canto di Orfeo
Leitung: Gianluca Capuano

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate für Orgel über "Vater unser im Himmelreich" d-Moll, op. 65 Nr. 6
Ludger Lohmann, Orgel

Johann Adam Hiller
„Der Friede Gottes". Motette
Thomanerchor Leipzig
Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Die Lady mit der Lampe. Pflege zwischen Berufung, Politik und Management
Von Pfarrerin Cornelia Coenen-Marx
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 400 Jahren: In Bulgarien wird das weltweit erste Karussell in Betrieb genommen

09:10 Uhr

Der Vormittag

09:10 Die neue Platte 

Klaviermusik

09:30 Essay und Diskurs 

Selbstverständliche Selbsttötung
Tragik und Tabu des Suizids
Von Jean-Pierre Wils

Ende Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden: Der Suizid ist ein Akt autonomer Selbstbestimmung. Dass es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben gibt, ist aber keineswegs evident, sondern erläuterungsbedürftig. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.2.2020 gilt vielen als ultimativer Akt der Emanzipation: Der Staat hat sicherzustellen, "dass dem Recht des Einzelnen, sein Leben selbstbestimmt zu beenden, hinreichend Raum zur Entfaltung und Umsetzung verbleibt", so lassen die RichterInnen verlauten. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst also ein Recht auf Sterben. Dieses Urteil war überfällig, sein liberaler Impuls ist ein Segen für Menschen, die an unheilbaren Krankheiten mit großen Schmerzen leiden. Dennoch gibt es Irritationen. Ist die Berufung auf die "Autonomie" nicht fehl am Platz oder zumindest ergänzungsbedürftig? Die Tragik, die dem Selbstmord auch oft innewohnt, rückt zur Zeit gänzlich in den Hintergrund. Ist der Suizid tatsächlich, wie Thomas Macho es formuliert, eine "emanzipatorische Selbsttechnik"? Schon länger ist davon die Rede, wir lebten in einer Gesellschaft, die vom Suizid fasziniert sei. Die Antike betrachtete ihn als eine Heldentat "in extremis", das Christentum als Todsünde, die Moderne als Pathologie, unsere Gegenwart zunehmend als eine Normalität, als eine rationale Entscheidung - jedenfalls am Ende des Lebens. Bereits Friedrich Nietzsche hatte die Selbsttötung "vernünftig" genannt. Es hat den Anschein, als sei nun eines der letzten Tabus geschleift. Jean-Pierre Wils meldet Zweifel an.
Jean-Pierre Wils studierte in Leuven und Tübingen und lehrt an der Universität Nijmegen Philosophie. Zuletzt erschien von ihm: „Das Nachleben der Toten. Philosophie auf der Grenze" (Verlag Mentis, 2019).

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Pfarrkirche St. Stephan in Mainz-Gonsenheim
Zelebrant: Pfarrer Hans Peter Weindorf
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Der Vormittag

11:05 Sonntagsspaziergang 

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Verwunschene Gegend
Schwerin, die Stadt der sieben Seen

Damals und Heute
Von der Freiheit zu reisen in Russland

Die übersehene Statue
Gabriel Gilkmans „Dostojewski“ im Kurpark Wiesbaden

Hörerreise:
Mit dem Rucksack in 30 Jahren durch 120 Länder

Eulen in Athen
Tiere erobern Griechenlands Städte

Wo die Zeit still steht
Besuch im Buddhistischen Zentrum in Waldbröl

In aller Munde
Wenn ich endlich wieder reisen darf, dann…
Kleine Reiseträume aus Griechenland, Deutschland, Italien und dem Iran

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

12:10 Sonntagsspaziergang 

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:30 Uhr

Der Mittag

13:00 Nachrichten 

13:05 Interview der Woche 

Heiko Maas, SPD, Bundesaußenminister

13:30 Uhr

Der Kultur-Nachmittag

13:30 Zwischentöne 

Musik und Fragen zur Person
Die Verlegerin Britta Jürgs im Gespräch mit Joachim Scholl

Britta Jürgs ist in Frankfurt am Main geboren, sie hat Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte studiert. 1997 gründete sie den AvivA-Verlag, mit dem sie eine persönliche Passion verwirklichen konnte: durch Bücher interessante, oft vergessene Frauen der Kunst- und Literaturgeschichte wieder ins Gedächtnis zu rufen. Für ihr Engagement wurde Britta Jürgs 2011 zur „Bücherfrau des Jahres“ gekürt, 2019 erhielt sie den erstmals verliehen „Deutschen Verlagspreis“. Neben ihrer Tätigkeit im Verlag gibt Britta Jürgs die Zeitschrift „Virginia Frauenbuchkritik“ heraus und leitet die Kurt-Wolff-Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene.

14:00 Nachrichten 

14:05 Zwischentöne 

Musik und Fragen zur Person
Zu Gast:

15:00 Nachrichten 

15:05 Rock et cetera 

Flamme des Widerstands
Die malische Band Tamikrest
Von Anke Behlert

Tamikrest ist Tamaschek und bedeutet Kreuzung, Verbindung, Koalition. Als sich Gitarrist Ousmane Ag Mossa und Bassist Cheick Ag Tiglia 2006 bei einem Gitarrenworkshop kennenlernen, beschließen sie, eine Band zu gründen. Beide haben während der Tuareg-Aufstände in den 90er-Jahren Angehörige und Freunde verloren. Statt sich dem bewaffneten Kampf für mehr Autonomie anzuschließen, wollen sie mit ihrer Musik auf die Anliegen der Tuareg aufmerksam machen. Sie verbinden traditionelle Melodien und Rhythmen mit westlichem Rock und Pop. Zusammen mit Aghaly Ag Mohamedine, der Perkussionsinstrumente spielt, komplettieren der französische Gitarrist Paul Salvagnac und Schlagzeuger Nicolas Grupp die Besetzung. Auf ihrem neuen Album „Tamotaït“ geht die Band noch weiter in Richtung Klangabenteuer und erforscht jeden einzelnen Winkel ihres Sounds - sogar Musik, die weit weg von der Sahara entstanden ist: in Japan.

16:00 Nachrichten 

16:10 Büchermarkt 

Buch der Woche

Jens Malte Fischer: „Karl Kraus. Der Widersprecher“ - Biografie
(Zsolnay Verlag, Wien)
Ein Beitrag von Thomas Palzer

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Forschung aktuell 

Wissenschaft im Brennpunkt
Der quellende Albtraum
Tunnelbau in unberechenbaren Gestein
Von Karl Urban

Stuttgart bekommt einen neuen Bahnhof. Zehn Jahre bohrten und sprengten sich Mineure dafür durch das Gestein unter der Stadt, damit nicht nur der Kopfbahnhof zum Tiefbahnhof wird. Auch 55 Kilometer Tunnel mussten quer durch die Hügel rund um die Innenstadt getrieben werden. Die Planer gingen dabei ein Wagnis ein, denn unter Stuttgart liegt viel Anhydrit. Dieses Mineral bildet ein Gestein, das bei Wasserkontakt aufquillt wie ein Hefekuchen. Der Druck kann so stark werden, dass sich Fahrbahnen heben, meterdicke Betonwände brechen. Ein Dutzend Tunnel in mehreren Ländern scheiterten am Anhydrit. Jahrzehntelang musste immer wieder saniert werden, auch im Umfeld von Stuttgart. Jetzt steht in Stuttgart die Stunde der Wahrheit an: Sind die Tunnel beim Bau wie geplant trocken geblieben - und werden sie halten?

17:00 Nachrichten 

17:05 Kultur heute 

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Der Abend

Unterrepräsentiert - Braucht Deutschland eine Migrantenpartei?

18:40 Hintergrund 

Unterrepräsentiert - Braucht Deutschland eine Migrantenpartei?

19:00 Nachrichten 

19:05 Deutschlandfunk - Alles von Relevanz 

19:10 - 20:00 Uhr Sport am Sonntag

1.Fußball -Bundesliga, 26. Spieltag:
1. FC Köln - 1.FSV Mainz 05

2.Fußball -Bundesliga, 26. Spieltag:
Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück
FC St. Pauli - 1. FC Nürnberg
1. FC Union Berlin - FC Bayern München
SpVgg Greuther Fürth - Hamburger SV
SV Wehen Wiesbaden - VfB Stuttgart
Fußball-Bundesliga - So schauen die USA auf Deutschland
Brasilien - Fußball-Fans warten gespannt auf Start der deutschen Liga

Streit um die 3. Liga - Interview mit Peter Frymuth, Vize-Präsident des DFB
Start der Basketball-Bundesliga - Interview mit Bundestrainer Henrik Rödl
Coronakrise im Breitensport - "Sport-Tourismus" und Verunsicherung
Athletenförderung in den USA - Der Sponsor als Arbeitgeber
Denkfabrik - Eine Welt 2.0: Dekolonisiert Euch! - Chile und Colo Colo

Am Mikrofon: Marina Schweizer

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Der Kultur-Abend

20:05 Freistil 

Dreierpack (2/3)
Sitzen ohne Ende
Segen und Fluch einer Untätigkeit
Von Dieter Jandt
Regie: Uta Reitz
Produktion: Dlf 2009
(Teil 3 am 24.5.2020)

Wir sitzen ständig: Bei der Arbeit, im Zug, auf dem Amt, überall heißt es: Setzen Sie sich! Also wird die Wirbelsäule krumm, und Orthopäden schlagen aus unserer Steifheit Kapital. Doch zunächst setzen wir uns ins Wartezimmer. Wie man aber richtig sitzt, lehren uns die Rückenschulen. Und die Stuhlindustrie erfindet immer pfiffigere Modelle, die das aktive Sitzen fördern. Damit aber kann ein Mann, der 20 Jahre in Isolationshaft gesessen hat, wenig anfangen. Oft ist er in der Zelle auf und ab gegangen, weil er es anders nicht ausgehalten hat. Politiker gehen da ganz anders ran: Sie bevorzugen das Aussitzen, Helmut Kohl war ein Meister darin. Außerdem ist Sitzen auch Ausdruck von Behaglichkeit. Man richtet sich ein, um gemütlich zu verweilen. Es gibt aber auch das aktive Aussitzen: Engagierte Geister versuchen mit Sitzblockaden durchzusetzen, dass Brennstäbe nicht transportiert oder keine Studiengebühren erhoben werden. Dabei sitzen die Demonstranten meist unbequem auf dem Boden. Wie man dort aber entspannt und gesund sitzt, lehren uns die Asiaten: Sie verharren stundenlang im Schneidersitz, ihre Mönche meditieren dabei und gehen anschließend locker und gelöst fort. Sie haben die Probleme der Welt ausgesessen. Fußballtrainer kommen gar nicht dazu, es sich bequem zu machen. Ihr Stuhl wackelt ständig, und überhaupt laufen sie lieber die Coaching-Zone auf und ab. Irgendwann werden sie beurlaubt - und wechseln die Trainerbank. Denn ganz ohne Sitzen geht's einfach nicht.

21:00 Nachrichten 

21:05 Konzertdokument der Woche 

22:00 Nachrichten 

22:05 Konzertdokument der Woche 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

Journal vor Mitternacht

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Ein Mann sitzt vor schwarzem Hintergrund angelehnt an einen Flügel (Christoph Bombart)
Der Jazzpianist Florian Weber Lebensinhalt Improvisation
Klassik-Pop-et cetera 30.05.2020 | 10:05 Uhr

Heute ist er ein preisgekrönter Musiker, aber nach seinem Studium lebte Florian Weber auf der Straße und übte heimlich in der Kölner Musikhochschule. Dann fing er an, nach Hilfe zu suchen - in der Musik.

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