Montag, 26.07.2021
 
Seit 01:05 Uhr Kalenderblatt

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 17.07.2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Blue Crime

Frauenmörder Heinrich Pommerenke
Eine Spurensuche
Von Johannes Weiß
Regie: Mark Ginzler
Mit Martin Rentzsch, Lisbeth Felder, Boris Koneczny, Eva Derleder, Bernd Tauber, Matti Krause und Frauke Vetter
Musik: Andreas Bernhard
Produktion: SWR 2013
Länge: 53’ 40

Ende der 50er-Jahre versetzt eine Serie grausamer Frauenmorde Südwestdeutschland in Angst. Irgendwo lauert ein Killer, hinter Büschen, auf einsamen Wegen, an Bahnunterführungen. Im Juni 1959 wird der Täter schließlich gefasst. Es ist der 22-jährige Heinrich Pommerenke. „Vor Ihnen sitzt der Teufel“, sagt er von sich selbst, als er ein umfassendes Geständnis ablegt. 1960 wird er zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt: wegen Mordes in vier Fällen, Mordversuchs in zwölf Fällen, versuchter Notzucht, gefährlicher Körperverletzung, schweren Raubs und räuberischer Erpressung. Lebenslang - für Heinrich Pommerenke heißt das 49 Jahre im Gefängnis Bruchsal. Für viele seiner überlebenden Opfer, seiner Angehörigen und früheren Nachbarn bedeutet es lebenslange Angst. Einige von ihnen kommen - neben weiteren Zeitzeugen, Sachverständigen und Pommerenke selbst - in diesem Dokumentarspiel zu Wort.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz
Saitenwege
Ein historischer Streifzug mit der Jazz-Gitarre
Am Mikrofon: Karl Lippegaus

1937 schloss Charlie Christian seine Gitarre zum ersten Mal an einen Verstärker an. Damit eröffnete er dem Instrument eine unabsehbare Fülle von Klangmöglichkeiten. Wie nirgends sonst spielt bei der Jazzgitarre auch die Auseinandersetzung mit anderen Genres eine Rolle: Es gab Überschneidungen und wechselseitige Befruchtung mit Flamenco, Folk, Rock und Blues. Auf einem historischen Streifzug geht es u.a. um Kenny Burrell (*31.7.1931), dessen makelloses Hardbop-Spiel ein starkes Bluesfeeling durchströmte. Zahlreiche aktuelle Alben von Gitarristen ergänzen das Panorama. Mit Musik von Scott Dubois, Wu Fei, Glenn Jones, Donald Miller, Rycardo Moreno, Philippe Mouratoglou, Marc Ribot, Ballake Sissoko, Stephan Thelen, Stein Urheim, Abigail Washburn u.a.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Abzug aus Afghanistan: Heimkehr von Vergessenen

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Susanne Bauer, München
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Wie weiter in Thüringen? Interview mit Matthias Hey, SPD-Fraktionsvorsitzender

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Wetterextreme - Wie muss die Stadtplanung zukünftig aussehen? - Interview mit Lamia Messari-Becker

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Hochwasser: Die Politik muss handeln - Interview mit Ursula Heinen-Esser, CDU, NRW-Umweltministerin
und
Hochwasser - Interview mit Carolin Weitzel, CDU, Bürgermeisterin Erftstadt

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Peter Sawicki

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 150 Jahren: Der deutsch-amerikanische Maler Lyonel Feininger geboren

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Die Watt-WG - Küstenschutz auf Hallig Süderoog
(Wdh. v. 20.7.2019)

Am Mikrofon: Stephanie Gebert

Die Natur ist Taktgeber im Leben von Nele Wree und Holger Spreer. Die Gezeiten bestimmen, ob sie einkaufen können. Die Jahreszeit entscheidet, welcher Job ansteht. Das junge Paar wohnt mitten im nordfriesischen Wattenmeer auf der Hallig Süderoog, die seit zehn Jahren Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist. Mit wechselnden Mitbewohnern leben sie auf dem 62 Hektar großen Eiland ihren Traum vom nachhaltigen Leben. Sie sind verantwortlich für Küstenschutz und Vogelbeobachtung.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Schauspieler Thomas Thieme

Thomas Thieme wurde 1948 in Weimar geboren, wo er inzwischen auch wieder lebt. Mit 21 Jahren verließ er Thüringen, um an der Staatlichen Schauspielschule in Ostberlin zu studieren. Es folgte der übliche Reigen durch kleinere Theater wie Görlitz, Halle, Magdeburg und Anklam. Im Jahr 1981 wurde ihm die DDR zu eng, und er stellte einen Ausreiseantrag, der nach vielen Schikanen drei Jahre später genehmigt wurde. Zunächst ging Thieme nach Frankfurt am Main, dann ans Burgtheater Wien, nach Berlin an die Schaubühne am Lehniner Platz und ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg. Dort wurde er für seinen Richard III. in Luk Percevals „Schlachten!” zum Schauspieler des Jahres gewählt. Seit den 70er-Jahren in der DDR spielt Thomas Thieme in Film und Fernsehen die sinistren und undurchschaubaren Kraftkerle. Er verkörperte außerdem Helmut Kohl und Uli Hoeneß, spielte den Kulturminister Bruno Hempf in Henckel von Donnersmarcks Kinofilm „Das Leben der Anderen“. Seine unverwechselbare Stimme ist auch in zahlreichen Hörspielen und Hörbüchern zu erleben - und in „Klassik-Pop-et cetera”.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Türken in Griechenland - Neues Leben beim angeblichen Erzfeind
Von Gunnar Köhne
Dlf 2020

Das Essen, die Musik, das Meer, die Sonne - alles fast wie zu Hause. Für Türken, die sich von der Regierung Erdoğan bedroht sehen, ist der Nachbar Griechenland ein idealer Ort. Tausende Türken haben sich in den vergangenen Jahren in Thessaloniki oder Athen niedergelassen - darunter Hochschullehrer, Studenten, Journalisten, Künstler. Wenn die Spannungen zwischen den „Erzfeinden“ wieder einmal besonders ausgeprägt sind, kommt den türkischen Exilanten eine Brückenfunktion zu. Dabei sind ihre Lebensumstände auch in Griechenland angesichts hoher Arbeitslosigkeit und antimuslimischer Ressentiments oft schwierig.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Hochwasserlage in Erftstadt-Blessem
- Ausmaß der Schäden nur zu erahnen

Hochwasserlage in den Niederlanden

Ahrtal besonders betroffen
- Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz

Für Ende September geplante Neuwahlen geplatzt
Wie kann es mit Minderheitsregierung in Thüringen jetzt weitergehen?
- Interview mit André Brodocz, Politikwissenschaftler an der Universität Erfurt

Auch in der Bahnhofshalle
- Animpfen gegen die Delta-Mutation in Tschechien

England streitet über Ende der Corona-Restriktionen

Bundesrichter stoppt vorerst Schutzprogramm für Einwandererkinder

Sport

Am Mikrofon: Thielko Grieß

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Hochwasser & Sturzfluten: Was nun zu tun bleibt

Ungewollt gedopt: Leichte Berührung kann schon reichen

Harmonie zum Abschluss: Merkel und Biden fast ganz einig

Am Mikrofon: Sina Fröhndrich

13:30 Uhr

Eine Welt

Nationalismus und Spiele: Wie Japan die Olympischen Spiele instrumentalisiert
Mexiko/Guatemala: Das Massaker von Camargo
Wie hängt alles mit allem zusammen? Exil-Kubaner und Protest auf Kuba
Covid-Impfungen: Covishield-Diskriminierung für Afrika?

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Ein Gerät für jedes Klassenzimmer? Die Debatte um Luftfilter für die Schulen
In „Campus & Karriere" gehen wir diesen Fragen nach: Wie wirksam sind Luftfilter wirklich? Warum wurden sie bislang kaum angeschafft? Ist der Einsatz zum Start des neuen Schuljahrs überhaupt noch machbar? Und was wären andere Möglichkeiten, um den Präsenzunterricht sicher zu machen?

Gesprächsgäste:
Petra Himmelspach, Leiterin der Karoline-Kaspar-Schule Freiburg
Christian Kähler, Professor für Strömungsmechanik an der Universität der Bundeswehr, München
Susanne Sieben, Leiterin der Grundschule Neubiberg
Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt
Am Mikrofon: Armin Himmelrath

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Die Hälfte der Bundesländer ist bereits in den Sommerferien, höchste Zeit die Schulen für den Start ins neue Schuljahr fit zu machen. Manche Bundesländer - wie etwa Bayern - wollen möglichst schnell Luftfilter für jedes Klassenzimmer anschaffen. Andere sehen den Einsatz der Geräte dagegen kritisch, so beispielsweise Thüringen. Was aber wäre die Alternative? Auch viele Eltern verlieren die Geduld mit der Politik und fordern in einer bundesweit laufenden Petition den Einbau solcher Luftfilter. Mehrere Zehntausend haben bereits unterschrieben. Den zuständigen Landesregierungen werfen sie Tatenlosigkeit vor. In den zurückliegenden Pandemie-Monaten sei längst nicht alles unternommen worden, um die Schulen für diese Krisenlage auszurüsten. Hinweise, dass der Einsatz von Luftfiltern sinnvoll sein kann, sieht auch das Umweltbundesamt. Was also spricht dagegen?

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Compilation „Too Slow To Disco“: Künstler-Allianzen im Yacht Rock
In den 70ern entsteht an der Westküste der USA ein neuer Sound: Yacht Rock. Dass auch Schwarze Künstler Gefallen an dem Stil fanden, zeigt nun eine neue Compilation. Und noch mehr: Schwarze und Weiße hätten damals gleichberechtigt miteinander Musik gemacht, erzählt Marcus Liesenfeld im Deutschlandfunk. Er hat den Sampler zusammengestellt

Neuer Trend: Sprechen ist das neue Singen
Lea Porcelain machen es, Yard Act auch. Immer mehr Indie-Rock-Bands setzen auf ein sehr spezielles Stilmittel in ihren Songs: Den Sprechgesang. Die Gründe für diesen Trend sind vielfältig und nicht bloß in Abgrenzungsbestrebungen zum traditionellen Rock zu suchen

„Romantic Images“ von Molly Burch: Eine Ode an die Liebe
Über die Liebe singen sie alle. Aber wenn Molly Burch es macht, verliebt sich das Publikum gleich mit. So schön sind die Elektro-Popsongs der Texanerin. Ein Gespräch über Pop als Befreiung, Herzen aus Gold und Selbstvertrauen

Am Mikrofon: Christoph Reimann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Ingo Schulze und Hanna Zeckau (Ill.): „Die Kuh Ute“
(Tulipan Verlag, München)
Ein Gespräch mit Ingo Schulze

Anna Rakhmanko und Mikkel Sommer (Ill.): „Vasja, Dein Opa“
(Rotopolpress, Kassel)
Ein Beitrag von Thomas Linden

Juliane Pickel: „Krummer Hund“
(Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)
Ein Beitrag von Katja Lückert

Am Mikrofon: Dina Netz

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Bürger-ID:
Die EU-Kommission will den digitalen Identitätsnachweis einführen

Bodycheck:
Registrierverfahren für Identitätsnachweise müssen reguliert werden

Visionäre:
Vor 65 Jahren erfanden amerikanische Wissenschaftler die KI

Das Digitale Logbuch:
Erwins Rückkehr

Info-Update

Sternzeit 17. Juli 2021:
New Horizons nun ganz hinter Pluto


Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Verwandlung oder Rassismus - Ist Maskerade auf der Bühne erlaubt?
Der Theaterleiter Sven Schlötcke und die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal im Gespräch
Am Mikrofon: Barbara Behrendt

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Regenkatastrophe, Wetter, Klimakrise" - Über den sprachlichen Umgang mit dem Unwetter
Der Klimaforscher Mojib Latif im Gespräch

"Luther" - Die Uraufführung von Lukas Bärfuss anlässlich 500 Jahre Reichstag zu Worms bei den Nibelungen-Festspielen

Resümee - Die Filmfestspiele von Cannes vor der Preisvergabe

Endlich! Kultur zwischen Ungeduld und Erleichterung - Schnittarbeit im Film
Die Filmeditorin Bettina Böhler im Gepräch

Am Mikrofon: Mascha Drost

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Europas wilder Westen mitten im Atlantik - Ein Besuch auf den Azoren

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Doping - Ist das Prinzip des „strict liability“ mit der Beweislastumkehr noch zu halten: Interview mit Sportjurist Michael Lehner
Was bedeutet das für den Anti-Doping-Kampf? Gespräch mit Filmemacher und ARD Dopingexperte Hajo Seppelt

Tour de France - Wout Van Aert gewinnt die 20. Etappe - Der slowene Tadej Pogacar wird Gesamtsieger
Tour de France - Führt eine gefährliche Streckenführung zu mehr Sturzopfern?

Tokio2020 - Erster Corona-Fall im Olympischen Dorf
Tokio2020 - Trainer Stefan Kuntz zum rassistischen Vorfall gegen deutschen Olympia-Fußballer Jordan Torunarigha

Fußball - Weiter Hängepartie um über 50plus 1-Regel
Fußball - Saudi-Arabien strebt WM-Bewerbung 2030 an

Formel 1 - Verstappen gewinnt Sprint-Qualifying in Silverstone

Am Mikrofon: Jessica Sturmberg

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Frauenstimmen
Susanna
Von Gertrud Kolmar
Bearbeitung und Regie: Stephan Heilmann
Mit Hille Darjes, Judith Melles, Hans-Dieter Zeidler, Naomi Krauss, Matthias Scheuring, Sigrid Pawellek, Markus Gertken, Nikola Weisse
Klarinette und Bassklarinette: Michael Riessler
Komposition: Peter Zwetkoff
Produktion: DRS 1994
Länge: 101‘00


Hörspiel nach Gertrud Kolmar
Eine ältere Erzieherin, verfolgt im nationalsozialistischen Deutschland, erinnert sich an Susanna, ein vermeintlich gemütskrankes Mädchen, das sie vor Jahren betreut hat. Gertrud Kolmars letzte vollendete Erzählung ist stark autobiographisch geprägt.

Wegen einer „Gemütskrankheit“ bedarf die 20-jährige Susanna der Sorgfalt einer Erzieherin. Diese erinnert sich an die Gespräche mit der faszinierenden jungen Frau, an ihre sprühende Fantasie, ihren emotionalen Reichtum und ihre Gefährdung. Zwei Wirklichkeitswahrnehmungen, zwei Sprechweisen verstricken sich in Frage und Antwort. Susanna folgt ihrem heimlichen Geliebten Rubin nachts auf den Bahngleisen in Richtung Berlin, ohne die Züge zu fürchten, und findet den Tod. Gertrud Kolmar schrieb die Erzählung „Susanna“ vom 29. Dezember 1939 bis zum 13. Februar 1940 in einer Zeit völliger Entrechtung und wachsender Bedrohung in Berlin.
Gertrud Kolmar (1894 -1943), geboren in Berlin, arbeitete neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit als Lehrerin, Erzieherin und Sekretärin. Bekannt wurde sie vor allem als Lyrikerin. Sowohl ihre Prosa als auch ihre Theaterstücke wurden zu Lebzeiten nicht veröffentlicht. Sie wurde 1943 im Verlauf der „Fabrikaktion“ deportiert und in Auschwitz oder auf dem Weg dorthin ermordet.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Verstetigung des Unsteten
Das 35. Kaleidophon-Festival Ulrichsberg
Von Dietrich Petzold

Seit 1986 ist das Ulrichsberger Kaleidophon-Festival eine international wichtige Institution. Der kleine Ort im österreichischen Mühlviertel steht nämlich für den Brückenschlag zwischen experimentellem Jazz und Neuer Musik. Ulrichsberg pflegt dabei eine Tradition des eigentlich nicht Tradierbaren: Denn die ad hoc komponierten, also spontan zusammengestellten Klanggebilde der freien Improvisation sind - anders als jene interpretierter ausnotierter Komposition - nie genau wiederholbar. Just dieses Prinzip bildet das inhaltliche Zentrum des Ulrichsberger Kaleidophon-Festivals. Die Liste der international renommierten Musikerinnen und Musiker, die in 35 Festivaljahren in der zum Konzertsaal ausgebauten Dorfscheune zu hören waren, ist beeindruckend. Die pandemiegezeichnete Ausgabe 2021 lief unter besonderen Herausforderungen - war sie doch herausgefordert, ihr Publikum per Livestream und via Rundfunk zu erreichen.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Prachtboulevard mit Geschichte
Die Lange Nacht vom Kurfürstendamm
Von Katharina Palm
Regie: die Autorin

„Ich hab´ so Heimweh nach dem Kurfürstendamm“ sang einst Hildegard Knef. Wie kaum eine andere Straße stand und steht der Ku’damm, wie er von den Berlinern genannt wird, für ein besonderes Lebensgefühl. Vom einfachen Knüppeldamm wurde er zum Schaufenster des Westens und zum Traum nicht nur der Ostberliner. Er ist ein Spiegel der letzten 135 Jahre deutscher Geschichte. Bis heute wird hier flaniert und mondän gefeiert, aber auch demonstriert, gestritten und in seinen dunkelsten Stunden gemordet. Obwohl er mehrfach totgesagt wurde, kehrte das pulsierende Leben immer wieder zu ihm zurück. Zwei Weltkriege, Wirtschaftskrise, die Teilung der Stadt und auch die Wiedervereinigung haben ihre Spuren hinterlassen. Vergangenes lebt wieder auf, Neues wird ins rechte Licht gerückt und fast Vergessenes neu entdeckt. Wie die Malerin Jeanne Mammen, die für die neue, unabhängige Frau in den goldenen Zwanzigern stand und deren Wohnung heute wie eine Zeitkapsel erscheint. Zum Vorschein kommen die verwunschenen Tennisplätze am Ku‘damm, auf denen sich der Schriftsteller Vladimir Nabokow in jungen Jahren seinen Lebensunterhalt als Tennislehrer verdiente. Und es werden die Fragen geklärt, warum es im Romanischen Café ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken gab und was Trockenbewohner sind. Nach dieser „Langen Nacht” werden Sie den Kurfürstendamm mit ganz anderen Augen sehen.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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