Montag, 27.01.2020
 
Seit 08:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 21.09.2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

"WIR haben noch die Erinnerung"
Die Lange Nacht über Estland
Von Elke Pressler
Regie: Elke Pressler

Die Geschichte des kleinen baltischen Staates Estland ist bewegt und dramatisch - und kaum bekannt. Es ist eine Geschichte des fortwährenden Versuchs der Auslöschung. Das Gebiet wurde seit Jahrhunderten von Dänen, Deutschen, Schweden oder Russen beherrscht. Nur während einer kurzen Frist, von 1920 - 1940, war das Land in der Vergangenheit unabhängig und hatte eine bürgerliche Regierung. Seit der Singenden Revolution 1991 versucht Estland nun, seine Identität, seinen Kern, seine Substanz wiederzufinden. Die "Lange Nacht" spiegelt die dramatischste Phase, das Trauma der sowjetischen
Okkupationszeit zwischen 1939 und 1991, wider. Und sie spiegelt die Bedeutung des Gesangs, der Lieder, die zum Überleben der estnischen Seele und Identität beigetragen haben. Doch auch das "Kalevipoeg" ist ein Identitätsanker; ohne das Nationalepos aus dem 19. Jahrhundert hätte sich die estnische Sprache nicht weiterentwickelt. Auch in elektronischen (Re)Konstruktionen des Dichters und Lyrikers Jüri Reinvere oder in den Kompositionen Arvo Pärts entwickeln estnische Komponisten eigene Klangmuster.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Konzertmomente 

03:00 Nachrichten 

03:05 Schlüsselwerke 

Franz Schubert
Acht Lieder nach Texten von Johann Wolfgang von Goethe
Bryn Terfel, Bariton
Malcolm Marteau, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Gudula Geuther, Deutschlandfunk:
Verschärfung auf dem Papier - Die Asylrechtsänderung im Bundesrat

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Ludwig Krebs
'Jesu, der du meine Seele' à 2 Claviere è Pedale. Choralvorspiel
Felix Friedrich, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Lobe den Herrn, meine Seele'. Kantate BWV 69
Ruth Ziesak, Sopran
Elisabeth von Magnus, Alt
Paul Agnew, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Orchestra
Leitung: Ton Koopman

Felix Mendelssohn Bartholdy
Magnificat für Soli, Chor und Orchester D-Dur, WoO
Andrea L. Brown, Sopran
Monica Groop, Alt
Werner Güra, Tenor
Michael Volle, Bass
Kammerchor Stuttgart
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Leitung: Frieder Bernius

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
"Wir wollen unsern Kini wieder!" - Die Unabhängigkeitsfrage im Freistaat Bayern nach dem Schottland-Referendum

Muss sich Großbritannien neu erfinden? Nach dem schottischen Referendum ein Gespräch mit dem Historiker Franz-Josef Brüggemeier

Siege und Niederlagen, Irrtümer und Erkenntnisse
Zum 50. deutschen Historikertag ein Interview mit Ute Frevert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Pest und Ebola - Über den Umgang mit Seuchen
Ein Interview mit dem Medizinhistoriker Robert Jütte

Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Philippe Brenninkmeyer

Am Mikrofon: Kathrin Hondl

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Lauter Sprungbretter in die Ekstase - Zum 50. Todestrag von Madeleine Delbrel
Von Gotthard Fuchs
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 80 Jahren: Der kanadische Liedermacher Leonard Cohen geboren

09:10 Uhr

Die neue Platte

Orgelmusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Schuld und Sühne
Nach dem Ende der Verantwortung
Von Konrad Paul Liessmann

Der Mensch ist ein freies Wesen. Er ist Urheber seiner Handlungen und deshalb für diese auch verantwortlich. Als mündiges Subjekt ist er schuldfähig: Er muss einstehen für das, was er getan hat. Diese verbreitete Ansicht ist seit geraumer Zeit ins Wanken geraten. Je mehr die moderne Wissenschaft den Menschen als ein durch Gene, Umwelt, das Unbewusste und Hirnfunktionen bedingtes und bestimmtes Wesen erkennt, desto fragwürdiger wird die These, dass der Mensch für all sein Tun verantwortlich sei. Und auch wenn wir bereit sind, Verantwortung zu tragen oder zu übernehmen, fragt es sich in einer komplexen Gesellschaft, in der fast niemand mehr die Folgen seines Tuns überblickt, wer letztlich für menschengemachte Ereignisse und Katastrophen, die viele betreffen, die Verantwortung trägt. Wie steht es unter diesen Bedingungen um die Freiheit des Menschen, seine Verantwortung für andere und seine Selbstverantwortung, und was bedeutet es, angesichts einer zunehmenden Verantwortungslosigkeit noch nach Schuld und nach Sühne zu fragen? Konrad Paul Liessmann, Professor für Philosophie an der Universität Wien, Autor zahlreicher Bücher und Wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech eröffnete mit diesem Essay das 18. Philosophicum, das heute zu Ende geht.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Friedenskirche Arnum in Hemmingen
Predigt: Pastorin Christine Behler
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Markus Söder, CSU, bayerischer Finanzminister

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt
Hoch droben auf’m Berg
Von Wirtinnen auf Berghütten in den Alpen

Backwerk-Huldigung
Das Brezelfest in Bottrop-Kirchhellen

Hoch das Bein
Traditioneller Tanz in Glasgows ältestem Pub

Laut wie Presslufthammer
Kuhglockenforschung in der Schweiz

Radfahrers Traum
Im Fahrradsattel durch die Auvergne und das Limousin

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Autor Holger Teschke im Gespräch mit Michael Langer

Der Autor und Hochschullehrer Holger Teschke wurde 1958 auf Rügen geborenen. Er arbeitete als Dramaturg, Regisseur und Übersetzer am Berliner Ensemble. Danach führten ihn seine Theaterarbeit und verschiedene Lehraufträge in die USA. Seit 2010 ist er Dozent für Theatergeschichte und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Zuletzt erschien von ihm das ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Buch "Heringe" (Matthes & Seitz Verlag).

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Was kommt nach Avantgarde? - Das englische Duo Goldfrapp
Von Thomas Elbern

Zwischen Trip-Hop, Chanson und Easy Listening - es ist schwer, die Musik des englischen Duos Goldfrapp einzuordnen. Seit 13 Jahren überraschen die beiden Musiker mit den unterschiedlichsten Veröffentlichungen, mal sanft, melancholisch verträumt, mal brachial elektronisch, mal akustisch mit Orchesterbegleitung, wie beim letzten Album "Tales of us". Das Konzept der Band, das um die Sängerin Alison Goldfrapp und den Komponisten Will Gregory entstand, scheint allerdings mittlerweile ausgereizt zu sein. Die furiose Livepräsenz der früheren Tage fehlte beim letzten Deutschlandkonzert im Mai, und auch musikalisch tritt man irgendwie auf der Stelle. Alison Goldfrapp, die immer ihre Selbstinszenierung als Stilmittel verwendet, wirkte im Interview schon fast etwas ratlos, was die Zukunft angeht. Thomas Elbern hatte in den letzten Jahren mehrfach mit beiden Mitgliedern von Goldfrapp gesprochen und zeichnet nun ein differenziertes Bild des Duos.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche
Richard Powers: Orfeo. Roman
(S. Fischer Verlag)
Ein Beitrag von Martin Ebel

Am Mikrofon: Hajo Steinert

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Kleine Geschenke
Über den Umgang mit Interessenkonflikten in der Medizin
Von Martina Keller

Sponsoring in Millionenhöhe ist bei Ärztekongressen keine Seltenheit. Auch Patientengruppen oder Journalisten sind Ziele des Pharmamarketings. Doch die Geschenke der Firmen bergen Risiken. Sie können Therapieentscheidungen beeinflussen oder Ergebnisse von Studien verzerren. Sogenannte finanzielle Interessenkonflikte wirken unterschwellig. Selbst wer nur eine Einladung zum Abendessen annimmt, verspürt den Wunsch, etwas zurückzugeben. Um der Gefahr der Beeinflussung sicher zu entgehen, hilft nur eines: Interessenkonflikte meiden. Doch die Erkenntnis setzt sich in Deutschland nur langsam durch. Erste Initiativen haben immerhin erreicht, dass Zuwendungen transparent gemacht werden, damit die Öffentlichkeit um das Risiko der Beeinflussung weiß.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente
Tausende Jahre arabischer Melting Pot - Welche Kultur in Mesopotamien mit dem IS verschwindet - Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Navid Kermani

Am Mikrofon: Kersten Knipp

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
"Surrogate Cities Ruhr" - Mathilde Monnier choreographiert zur Musik von Heiner Goebbels

Der Anfang vom Ende? - "Ein Sommernachtstraum" eröffnet die Spielzeit am Düsseldorfer Schauspiel

Klangkörper der Welt - Eine Bilanz des Musikfestes Berlin

Trompeten in der Totenstadt - Das Jazz-Festival in der marokkanischen Antikenstadt Chellah

"Wir wollen unsern Kini wieder!" - Die Unabhängigkeitsfrage im Freistaat Bayern nach dem Schottland-Referendum

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Angst vor der Blamage:
Wie Horst Seehofers CSU um Maut und Ansehen kämpft

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Pause
Von großen und kleinen Unterbrechungen
Von Beate Becker und Stefan Becker
Regie: Susanne Krings
Produktion: DLF 2014

Der Begriff Pause stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Ruhe oder Stillstand. Eine Pause kann regenerativ, schöpferisch - kreativ, bedeutungsvoll oder einfach notwendig sein. Es kann die Mittagspause sein, die komponierte Pause innerhalb eines Musikstückes, die rhetorische Pause oder die Atempause. Die Pause ist, so die Definition, die Unterbrechung einer Tätigkeit innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Kommt sie unerwartet oder ungelegen, spricht man von einer Zwangspause. Man kann die Pause aber auch aus kulturgeschichtlichem Blickwinkel betrachten: von der gewerkschaftlich erstrittenen Arbeitsunterbrechung in der Industriegesellschaft über die Verweigerungshaltung im Zuge einer Kapitalismuskritik bis zu den pausenlosen Informationsströmen der digitalen Moderne. Ein Feature über die Pause als Konstrukt, das Veränderungen unterliegt. Ein Ausflug in die Welt der temporären Unterbrechungen.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Grundton D 2014 - Konzert und Denkmalschutz (4)

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Marek Janowski

Aufnahme vom 29.6.14 aus der Basilika in Ottobeuren

"Diese Sinfonie ist die Schöpfung eines Giganten und überragt an geistiger Dimension, an Fruchtbarkeit und Größe alle anderen Sinfonien des Meisters", urteilte der Komponist Hugo Wolf 1892 nach der Uraufführung von Anton Bruckners 8. Sinfonie. Der berühmt-berüchtigte Musikkritiker Eduard Hanslick hatte das gleiche Konzert gehört, schrieb jedoch: "Es ist nicht unmöglich, dass diesem traumverwirrten Katzenjammerstil die Zukunft gehört - eine Zukunft, die wir nicht darum beneiden." Bruckners monumentales Werk polarisierte das Publikum von Anfang an. Die ideologische Vereinnahmung während der NS-Zeit als Sinfonie des deutschen Menschen" sorgte dafür, dass sie bis in die 70er-Jahre hinein aus den Konzertsälen nahezu verschwunden war. Am 29. Juni 2014 erklang Bruckners "Achte" in der spätbarocken Basilika im oberschwäbischen Ottobeuren, gespielt vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung seines Chefdirigenten Marek Janowski.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Die Sitze des Bundestags in Berlin im Reichstagsgebäude durch die Glaskuppel von oben gesehen. (picture alliance / Felix Hörhager)
Streit um die WahlrechtsreformWie kann unser XXL-Bundestag wieder schrumpfen?
Kontrovers 27.01.2020 | 10:10 Uhr

Der Bundestag platzt aus allen Nähten - eine Folge des komplizierten deutschen Wahlrechts. Alle Fraktionen fordern deshalb eine Reform. Doch die Debatte kommt seit Jahren nicht vom Fleck, eine Lösung ist nicht in Sicht. Was steckt hinter dem politischen Feilschen der Parteien?

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