Donnerstag, 29.10.2020
 

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 24.10.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Blue Crime

Die Hörspielserie zu „Babylon Berlin“:
Der stumme Tod (2/3)
nach dem Roman von Volker Kutscher
Bearbeitung: Thomas Böhm und Benjamin Quabeck
Regie: Benjamin Quabeck
Komposition, Liedtexte & Musik: Verena Guido mit Ensemble und das WDR Funkhausorchester
Produktion: WDR/RB/RBB für die ARD-Hörspielprogramme und Deutschlandradio 2020
(Teil 3 am 31.10.2020)

Berlin 1930: Nach dem Börsencrash und der daraus resultierenden Weltwirtschaftskrise haben „Die Goldenen 20er-Jahre“ ein abruptes Ende gefunden. Kommissar Gereon Rath, der nicht ganz freiwillig von Köln nach Berlin wechselte, lebt sich zunehmend in der Hauptstadt ein, die einem rapiden Wandel unterworfen ist. Doch sein Hang zu Alleingängen führt dazu, dass er nicht mehr die Fälle bekommt, die ihn wirklich interessieren. Eine willkommene Ablenkung ist ein Unfall mit Todesfolge in einem Filmatelier. Rath lernt ein Umfeld kennen, das sich ebenfalls im Umbruch befindet: die Filmbranche, die gerade den Wechsel von Stumm- zu Tonfilm vollzieht. Im Spannungsfeld von Glamour, Drogen und Tristesse macht er nicht nur ganz neue Erfahrungen, sondern stößt auch auf alte Bekannte und Verlockungen. Und während das Klima in der Weimarer Republik immer rauer wird, wird Rath nicht nur von seiner Kölner Vergangenheit eingeholt. Die dritte Staffel der weltweit erfolgreichen Serie läuft demnächst in der ARD.

Mit Ole Lagerpusch, Alice Dwyer, Jakob Diehl, Fabian Busch, Dennis Moschitto, Uwe Ochsenknecht, Rudolf Kowalski, Malte Arkona, Jan Gregor Kremp, Reiner Schöne, Peter Nottmeier, Annika Mauer, Johanna Gastdorf u.v.a.
Dramaturgie: Thomas Leutzbach und Holger Rink
Redaktionelle Mitarbeit: Lina Kokaly

Volker Kutscher, geboren 1962, hat mit der Krimi-Reihe um Gereon Rath mehrere Bestseller geschaffen. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte arbeitete er zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt Volker Kutscher als freier Autor in Köln und Berlin. Der erste Fall der Gereon Rath-Romane wurde als ‚Babylon Berlin‘ für die ARD von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries mit prominenter Besetzung aufwändig verfilmt und erhielt 2018 den Grimme-Preis.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Rock
Neues und Klassiker der Rock-, Pop- und Soulmusik
Schwerpunkt: Vor 50 Jahren veröffentlichte die britische Band Pink Floyd ihr Album „Atom Heart Mother" (1970)
Am Mikrofon: Günther Janssen

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Unerfüllte Hoffnungen: In der Corona-Pandemie steigt der Druck

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Weihbischof Matthias König, Paderborn
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Abtreibungsverbot in Polen - Interview mit Joanna Maria Stolarek, Böll-Stiftung

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Lockdown gegen Corona? - Interview mit Sören Benn, Linke, Bezirksbürgermeister Pankow

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Nach Touristen-Angriff in Dresden - Konsequenzen aus Attentat - Interview mit Roland Wöller, CDU, Innenminister Sachsen

08:30 Nachrichten 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Peter Sawicki

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Der Zirkus Busch eröffnet in Berlin ein festes Haus

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Die unendliche Geschichte - der Großflughafen Berlin-Brandenburg

Am Mikrofon: Christoph D. Richter

Endlich ist es soweit: Am 31. Oktober 2020 soll der Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ - kurz BER - eröffnen. Es ist der Schlusspunkt eines Großprojekts, das zeitlich und finanziell komplett aus dem Ruder gelaufen ist und sich über Jahre der Fehlplanung und Verzögerung zu einer der größten Baupannen Deutschlands ausgewachsen hat.
Ganz ursprünglich, als die Planung Mitte der 1990er Jahre begann, sollte der Hauptstadtflughafen im Jahr 2007 fertig sein. Es gab erste Schwierigkeiten bei der Bauplanung, so dass die Eröffnung auf den 30. Oktober 2011 verschoben wurde. Weitere angepeilte Termine waren dann: 2012 und 2013. Doch immer wieder wurde diese Planung wegen Baumängeln, Planungsfehlern und Technikproblemen gekippt.
Unser Brandenburg-Korrespondent Christoph Richter war für das Wochenendjournal auf dem Gelände unterwegs. Er hat sich mit dem Airport-Chef getroffen, der versprochen hat, dass der Flughafen tatsächlich Ende Oktober in Betrieb geht. Er hat mit Flughafen-Gegnern gesprochen, die klagen, dass es keinen ausreichenden Schallschutz für Anrainer gibt. Und er hat im Zuge seiner Recherchen einen in der Lausitz beheimateten belgischen Pralinenhersteller kennengelernt, den der BER fast die Existenz gekostet hat.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Jazzmusiker Matthias Schriefl

Matthias Schriefl ist ein Paradiesvogel in der internationalen Jazzszene. Tierglocken und Alphörner mischt der heute 39-Jährige mit Marching-Band-Sounds, und auf seiner CD „Auf Wiener Schnitzel“ muhen Kühe ins Mikrofon. Musikalische Neugier trieb den Allgäuer nach Indien, Afrika und Südamerika. Manchmal inspiriert ihn auch Dixieland-Jazz und Swing aus der Plattensammlung seines Vaters. Zusammen mit seinem Vater, einem Amateurposaunisten, und fünf Geschwistern sammelte Schriefl seine ersten musikalischen Erfahrungen. Die Familienband spielte jeden Sonntag in der Kirche. Wegen einer Zahnspange konnte Matthias Schriefl damals nicht alles mitspielen und hat deshalb improvisiert. Die Improvisationen wurden schließlich sein Markenzeichen und Blechblasinstrumente zum bevorzugten Mittel, auf denen er sich austobt. Studiert hat Matthias Schriefl in Köln und Amsterdam, mit verschiedenen Bands produziert er seit dem 17. Lebensjahr CDs, die seinen unkonventionellen und experimentellen Umgang mit der Musik belegen.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Weltretter in Europa: Die Vereinten Nationen in der Schweiz
Von Marc Engelhardt

Am 24. Oktober 1945 trat die UN-Charta in Kraft: Sie begründet bis heute den Zusammenschluss beinahe aller Staaten, die dem Dokument zufolge „fest entschlossen“ sind, „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“, den „Glauben an die Grundrechte des Menschen“ zu bekräftigen und „sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit“ zu fördern. So hehr die Ziele sind, so stark war und ist der Gegenwind, wenn es um ihre konkrete Umsetzung geht. Nicht nur Despoten und Autokraten, sondern auch gewählte Staatschefs wie US-Präsident Trump haben zuletzt den Druck auf die UN erhöht. Dessen ungeachtet versuchen Mitarbeiter am zweitgrößten UN-Hauptsitz in Genf seit 75 Jahren, die Ziele der UN-Charta mit Leben zu füllen. Die Belegschaft im Genfer Völkerbundpalast ist dabei so vielfältig wie die Weltgemeinschaft selbst: Mitarbeitende aus 193 Nationen dolmetschen und übersetzen, wachen über die Regeln des Protokolls, verwalten die Tagesordnung von Menschenrechtsrat und Abrüstungskonferenz oder werben um Mittel, um Hungernden und Geflüchteten beizustehen.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Corona aktuell

Reichen die Intensivkapazitäten? Interview mit Intensivpfleger Markus Heinrich

Proteste in Neapel gegen Ausgangssperre

Proteste in ganz Polen wegen Abtreibungsverbots

Parlamentswahl in Ägypten

Vor dem Verfassungsreferendum: Stimmt Chile für den Wandel?

Showdown in Belarus? Märsche, Demos und ein Ultimatum

Präsident Buhari bestätigt 69 Tote bei Polizei-Protesten

Auch Sudan schließt auf US-Vermittlung Handelsabkommen mit Israel

Sport

Am Mikrofon: Ann-Kathrin Büüsker

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

EU-Agrarwende: Umsteuern hilft der ganzen Welt

Unerfüllte Hoffnungen: In der Corona-Pandemie steigt der Druck

Tod eines Lehrers und Freiheit im Netz: Nach dem Mord an Samuel Paty

am Mikrophon: Gerwald Herter

13:30 Uhr

Eine Welt

Bewegung bei der nuklearen Rüstungskontrolle: Wird "New START" verlängert?

Von Corona keine Ahnung: Inhaftierte Kanadier waren in China völlig isoliert

Tägliche Zwischenfälle: Taiwan rüstet wegen chinesischer Bedrohung auf

Traditionsbruch durch Corona-Regeln: Bestattungskultur in Südafrika

am Mikrofon: Britta Fecke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Von Nobel bis Leibniz - Wem nützen Wissenschafts-Preise?
In „Campus & Karriere" gehen wir diesen Fragen nach: was haben Studierende von Wissenschaftspreisen? Wie wirken sich solche Preise auf die Lehre aus? Gibt es vielleicht Rückkopplungen und wie sehen sie aus? Ist allein mehr Renommee schon gut für alle? Geht Forschung nur noch transnational, vernetzt, global?

Gesprächsgäste:
Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, DAAD-Präsident und Präsident der Uni Gießen
Erdal Tekin, Vize-Vorstandsvorsitzender Aelius Förderwerk, Maschinenbaustudent TU München
Prof. Dr. Birgitta Wolff, HRK-Vizepräsidentin für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs, Transfer und Kooperation und Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Am Mikrofon: Henning Hübert

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Erst die Nachricht, dass der Physiker Reinhard Genzel den Nobelpreis erhält - er war bereits 1990 Leibnizpreisträger. Einen Tag später die Botschaft, dass die Berliner Professorin Emmanuelle Charpentier den Nobelpreis für ihre Genforschungen erhält. Auch Charpentier wurde vor ein paar Jahren mit dem 2,5 Millionen Euro schweren Leibnizpreis ausgezeichnet und profitiert noch heute von dieser Fördersumme rein für ihre Forschungen im Bereich Infektionsbiologie. Im November vergibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft die neuen Leibnizpreise. Hochdotiert und entsprechend willkommen. Und es gibt viele weitere Forschungsförderpreise, die wem wie nutzen?

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

„Songs and Instrumentals“ von Adrianne Lenker: Aus dem Bauch der Gitarre
Mit ihrer Band Big Thief aus Brooklyn hat die Folkmusikerin Adrianne Lenker 2019 gleich zwei der besten Indie-Rock Alben des Jahres veröffentlicht. Nun erscheint ein Solo-Doppelalbum, das Lenker in einer einsamen Waldhütte aufgenommen hat. Was nach Natur-Kitsch klingt, ist doch viel mehr.

Essayband „Rock your Brain“: Große Gedanken hinter harten Riffs
Heavy Metal hat viele Funktionen: Er kann Identifikation und Gemeinschaft stiften, kann aber auch der Soundtrack für Individualismus oder einfach nur akustischer Aggressionsabbau sein. Der Literaturwissenschaftler Dominik Feldmann sieht mehr im Heavy Metal. In seiner Essay-Sammlung „Rock your Brain“ untersucht er den philosophischen Bodensatz härterer Sounds, von Nietzsche über Feuerbach bis Walter Benjamin und viele mehr.

Laura Veirs mit „My Echo“: Riot Grrrl mit Mitte Vierzig
Auf ihrem aktuellen Album setzt sich die Musikerin Laura Veirs mit dem Single-Dasein auseinander und denkt über die Vereinbarung von Mutterschaft und Beruf nach. Ihr Blick in die Zukunft gleicht einem Befreiungsschlag, und auch musikalisch geht sie neue Wege.

Am Mikrofon: Fabian Elsäßer

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Das Thema Transgender im Kinder- und Jugendbuch:

Franz Orghandl: „Der Katze ist es ganz egal“
Mit Illustrationen von Theresa Strozyk
(Verlag Klett Kinderbuch, Leipzig)

Jessica Love: „Julian ist eine Meerjungfrau“
Aus dem Englischen von Tatjana Kröll
(Knesebeck Verlag, München)

John Boyne: „Mein Bruder heißt Jessica“
Aus dem Englischen von Adelheid Zöfel
(Verlag S. Fischer, Frankfurt a. M.)
Ein Beitrag von Maria Riederer

Sally Gardner: „Mr Tiger, Betsy und das magische Wunscheis“
Mit Illustrationen von Nick Maland
Aus dem Englischen von Susanne Hornfeck
(Deutscher Taschenbuch Verlag, München)
Ein Beitrag von Svenja Kretschmer

„Fantastic Stories for Fearless Girls“, nacherzählt von Anita Ganeri
Illustriert von Khoa Le
Aus dem Englischen von Kerstin Fricke
(Ullmann Medien, Rheinbreitbach)
Ein Beitrag von Berit Hempel

Am Mikrofon: Dina Netz

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Ermittlungsverfahren
Die ICANN streitet über den Umgang mit Whois-Daten

Ausweitung
Die ICANN zögert bei der Einführung neuer Top-Level-Domains

Lagebricht
ENISA und BSI berichten über die IT-Sicherheit in der EU

Offenlegung
Die Schwierigkeiten der Kommunen mit Open Data
Interview mit Dr. Henrik Scheller, Deutsches Institut für Urbanistik

Das Digitale Logbuch
Mondraketen

Info Update

Sternzeit 24. Oktober 2020
Der Marschall und die Katastrophe von Baikonur

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Amerika wählt - Steht die Demokratie am Abgrund?
Die Historikerin Britta Waldschmidt-Nelson und der Politikwissenschaftler Christian Hacke im Gespräch
Am Mikrofon: Michael Köhler

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Der gekaufte Kaiser - Eine Ausstellung über Karl V. in Aachen

Aufstehen für Kultur - Kulturszene demonstriert in München und fordert mehr Unterstützung in der Pandemie

Leipziger (Corona-)Herbst - Das Leipziger Festival für Literatur

"Stille Helden" - Neue Ausstellung in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Kino in der DDR - Rezeptionsforschung mit Bürgerbeteiligung in Erfurt

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Aufstand des Volkes - Chile vor dem Verfassungsreferendum

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Fußball - Bundesliga, 5. Spieltag:
RB Leipzig - Hertha BSC
FC Bayern München - Eintracht Frankfurt
1. FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach
1. FC Union Berlin - SC Freiburg
Borussia Dortmund - FC Schalke 04

Fußball - Braucht es eine Deutsch-Quote für die Nachwuchszentren der Bundesliga?

Eishockey - Lettland will gemeinsame WM-Austragung mit Belarus überdenken
Eishockey - Muss und kann der Weltverband jetzt reagieren?

Corona - Ende der Testphase mit Zuschauern

Basketball - Start der neuen Saison nach der Testphase

Fußball - Kann die WM-Bewerbung 2027 dem deutschen Frauenfußball helfen?

Fußball - 2. Liga, 5. Spieltag:
Hamburger SV - FC Würzburger Kickers
Holstein Kiel - SpVgg Greuther Fürth
Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf
SV Darmstadt 98 - FC St. Pauli

Corona - Marcus Rashford organisiert Schulspeisung im Alleingang

Radsport - Finale Giro d'Italia in Sestrieres

Formel 1 - Großer Preis von Portugal in Portimao: Qualifying

Tennis ATP-Turnier in Köln

Am Mikrofon: Matthias Friebe

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Memory Garden
Von Merzouga (nach Motiven von Ilse Helbich)
Regie & Komposition: Merzouga
Produktion: Deutschlandfunk/ORF 2020

„Erinnerung heißt für mich, mir zu beweisen, dass ich eine Vergangenheit habe. Das ist ein vergeblicher Versuch, etwas zu rekonstruieren, das nicht mehr vorhanden ist.“ 80 Jahre alt ist Ilse Helbich, als sie ihr erstes Buch veröffentlicht. Im Frühjahr 2020 ist sie 97 und lebt immer noch alleine in dem Haus, das einst eine Poststation war, umgeben von einem Garten voller Vogelstimmen. In ihren Büchern kartografiert Helbich das Gebiet ihrer Erinnerung in lyrisch kondensierten Sprachbildern. Sie evoziert eine zerfallende Welt, die noch stark von der Jahrhundertwende geprägt, nach dem Zweiten Weltkrieg endgültig verschwindet. Vineta nennt sie dieses poetisch transponierte Wien ihrer Kindheit und Jugend. In dem Hörspiel erklingen nun Erinnerungssplitter und Fragmente Ilse Helbichs in einem radiofonen Klanggarten. Echos einer versunkenen Welt verbinden sich mit zeitgenössischen Klängen. Schließlich findet alles Erinnern immer in der Gegenwart statt. „In dem Meer aus Stille, das sich über Vineta breitet, schwimmen vereinzelte Töne: Wagenrumpeln, Taubengurren, zwei Kinderstimmen, das Kreischen von Tramwaybremsen, Kirchengeläute überallher und der Hall des Teppichklopfens in den Morgenstunden. Schall, Hall, Widerhall.“

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Ganz nah am Aufwuchs des Klangs
20. Intersonanzen-Festival in Potsdam
Von Dietrich Petzold

Das 20. Intersonanzen-Festival des Brandenburgischen Vereins Neue Musik stand unter dem Motto: „Weg_Aspekt: Diskurs”. Zu den Mitwirkenden gehörten das Berliner Modern Art Ensemble, das Hashtag Ensemble aus Warschau, das Kölner Fukio Ensemble und die Bukarester Formation devotioModerna. Wie bereits in den vergangenen Jahren fanden neben den Konzerten Diskussionsrunden, Workshops, Materialausstellungen und Klangkunstinstallationen ihre Heimstatt im kommunikationsfreudigen Kunsthaus „sans titre” in Potsdam. Autor Dietrich Petzold lässt die Jubiläumsausgabe Revue passieren. Er sprach mit Festivalleiter Thomas Gerwin und blickt auf die Geschichte der Intersonanzen zurück.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Zwischen den Welten
Eine Lange Nacht über Besatzungskinder in Deutschland nach 1945
Von Doris Arp
Regie: Rita Höhne
(Wdh. v. 12./13.12.2015)

Es gab ihn, den meist kurzen Sommer voller Schokolade und Romantik in den Trümmern des Zweiten Weltkrieges. Deutsche Frauen und die Soldaten der Alliierten hatten im Mai 1945 Hunger nach Leben. So gab es trotz Verbrüderungsverbot und Feindpropaganda Abenteuer, echte Liebe oder auch Gewalt. Vor allem Rotarmisten und Franzosen hatten noch die Gräueltaten der Wehrmacht vor Augen, als sie Deutschland besetzten. Sie verübten anfangs oft brutale Massenvergewaltigungen und Plünderungen. Doch die Feinde von einst finden nicht nur Naziverbrecher vor, sondern hungrige, auch lebenshungrige, Frauen, Kinder und Alte, deren Wohlwollen vor allem die Amerikaner mit Schokolade, Nylonstrümpfen, Lippenstiften und Zigaretten gewinnen. Schon Weihnachten 1945 kamen die ersten Kinder der Besatzer zur Welt. Neuere Schätzungen gehen von mindestens 400.000 Besatzungskindern aus. Die meisten Väter verschwanden bald wieder in ihre Heimatländer, oft ohne etwas von ihrer Vaterschaft zu wissen. Zurück blieben die Mütter mit ihren Kindern. Viele der Frauen wurden stigmatisiert und ausgegrenzt als „Ami-Liebchen”, „Russenhure” oder „Britenschlampe”. Die Kinder wurden als „Bankerte” beschimpft und diskriminiert. Das Schicksal dieser Nachkriegskinder war lange ein privates Tabuthema und wissenschaftliches Niemandsland. Jetzt, 70 Jahre nach Kriegsende, öffnen sich viele Menschen dieser verdeckten Seite ihrer Geschichte. Die „Lange Nacht” begibt sich mit ihnen auf eine Reise in ihre Vergangenheit und zugleich in die Geschichte der deutschen Nachkriegszeit.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Aktuelle Themen

Der Plenarsaal, aufgenommen am 16.09.2020 bei der Generaldebatte zu Nachhaltigkeit im Bundestag (picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Finanzpolitik in der Coronakrise
Schwarze Null ade - jetzt kommen Haushalte mit großen Löchern

Aktuelle Themen

Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2. (dpa-Bildfunk / Bernd Wüstneck)

Nord Stream 2
Wie abhängig ist Deutschland von Erdgas aus Russland?


Aufnehmen statt Herunterladen

Wer möchte nicht gern von den Sendezeiten im Radio unabhängig sein? Der Deutschlandradio-Rekorder macht es möglich! Radio wann immer Sie wollen, wo immer Sie wollen - kostenlos und kinderleicht. Schneiden Sie Ihre Lieblingssendungen als MP3-Datei mit, indem Sie einfach in unserer Programmvorschau auf den roten Aufnehmen-Knopf rechts neben der gewünschten Sendung klicken.

Installation und Bedienung des Deutschlandradio-Rekorders

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk